Angepinnt Wasserkunde

    • A.

      Absorption,ist die Aufnahme eines Stoffes durch einen anderen Stoff.

      Adsorption,ist die Anlagerung eines Stoffes an einen anderen Stoff.

      Aluminium,ist in gewissen Konz.ein Pflanzengift und bei pH Werten um 5-6 ein Fischgift.Es gelangt über Phosphatentferner in unsere Aquarien.


      Aktivkohle:

      wird aus Steinkohle,Braunkohle,Holz,Torf,Nusschalen oder Fruchtschalen von Oliven oder Kokosnüssen bei einer Verkohlung von 900°C hergestellt.
      A-Kohle ist hochporös und absolut reiner Kohlenstoff.
      A-Kohle hat eine riesige Oberfläche zur Anlagerung von Gasen oder im Wasser gelösten Stoffen.
      A-Kohle wird zur Trinkwasseraufbereitung,Reinigung von Wasser und Luft,von Geruchs und Geschmackstoffen und organischen Stoffen verwendet.
      Adsorbiert zB: Schwermetalle wie Blei ,Kupfer,Zink sowie Cadmium und Nickel desweiteren Pestizide,Chlor,Huminstoffe,Medikamente und Hormonstoffe um nur einige zu nennen.
      Wenn die A-Kohle verbraucht(gesättigt) ist lohnt sich kein Regenerieren,der Aufwand wäre zu groß,sondern sollte erneuert werden.


      Ammonium/Ammoniak,

      in Futteresten und Fischkot sind größtenteils Proteine enthalten mit fast 20% Stickstoffgehalt.
      Die Bakterien arbeiten diese organisch gebundenen Stickstoff dann in anorganische Substanzen um und Ammonium wird frei.

      Eiweiß------>Peptide------>Aminosäuren----->Ammonium

      Das Ammonium-Ion NH4+ ist an sich harmlos doch je nach pHWert wandelt es sich zu Ammoniak um und dieser ist hoch giftig.
      Der Anteil des giftigen NH3 steigt mit dem steigenden pH Wert an und fällt auch wieder wenn dieser ebenfalls fällt.

      B.

      Bakterien:

      Bakterien auch "Keime" genannt sind Kleinstlebewesen.
      Sie sind überall in der Luft im Wasser in der Erde in Pflanzen inTieren und im Menschen.Es gibt bis heute über 6000 Bakterienarten.
      Es gibt gute Bakterien,die meist im Boden und in den Gewässern zu finden sind und es gibt für den Menschen weniger gute Arten ,diese" Erreger" genannten können Epidemien wie Cholera ,Ruhr und Typhus verbreiten.


      Biogene Entkalkung:

      wird ein Prozess genannt der das Gleichgewicht von CO² und Ca(HCO³)soweit verschiebt das es zu Kalkablagerungen an Pflanzen und anderen Gegenständen kommen kann.
      zB. CO² Mangel hervorgerufen durch zu starke Oberflächenströmung,zu geringe KH Werte(unter 3 KH).




      C.

      Carbonathärte (KH),ist in der Aquaristik sehr wichtig,sie kann vor gefährlichen ansteigen des pH-Wertes schützen.Wenn durch zu wenig Kohlensäure der pH-Wert auf 7-8 steigt(je nach Wasser) zerfällt das Calciumhydrogencarbonat zu Kalk und dieser ist wasserunlöslich (Ablagerungen).Bei dieser Reaktion wird Kohlensäure frei und der pH-Wert steigt nicht weiter an.
      Wenn die KH auf Null abgesunken ist wird auch kein Kalk mehr abgelagert und der pH-Wert kann ungehindert weit über 8 steigen,was dann den Tod der meisten Aquarieninsassen nach sich zieht.
      Man spricht bei diesen Vorgängen auch von der Säurekapazität !.

      Gesamthärte (GH) ist je nach Herkunft des Wassers verschieden.
      Über 20 dGH spricht man von sehr hartem Wasser das aus kalkreichen Gebieten stammt(Kalk,Gips oder Dolomitregionen).
      Bei 1-5 dGH spricht man von weichem Wasser es kommt meist aus Gebieten mit Basalt,Granit,oder Sandstein.
      Als Gesamthärte bezeichnet man alle im Wasser gelösten Erdalkali-Ionen.
      Die Gesamthärte gibt den Salzgehalt vom Wasser (Leitfähigkeit) wieder,
      wie Calcium,Magnesiumionen.


      Chelatoren (Zangenkomplex)

      sind Molelüle die sich um das Atom eines anderen Stoffes legen,besser gesagt umlagert,wie eine Zange darum Zangenkomplex genannt.
      Sie sind im Wasser gut löslich und verhindern z.B. bei der Eisendüngung das der Eisendünger im Wasser ausfällt und somit den Pflanzen nicht mehr zur Verfügung steht.
      Das chelatosierte Eisen wird von den Wasserpflanzen vollständig verwertet.
      Bakterien können das chelatosierte Eisen wieder frei setzen.Große Wärme und starke Säuren können chelatosierte Bindungen wieder trennen oder sogar zerstören.


      Chlor,ist ein giftiges Gas,aber daß Chlor in Chloridform ist bis zu 65% in NaCL (Kochsalz) enthalten.Das Chlorid ist im Süsswasser einer der häufigsten Anionen mit ca. 5-35 mg/l (Meerwasser bis zu 20000mg/l)
      Chlorid ist kein Nährstoff nicht für Tiere und nicht für Pflanzen,jedoch für den Wasserhaushalt der Zellen unbedingt nötig!!!.

      CO²

      Wird CO² ins Aquarium eingeleitet,wird etwa nur 0,1-0,2% davon mit dem Wasser zu Kohlensäure reagieren.Das meiste Gas geht verloren.
      Diese 0,1 -0,2% sind verantwortlich für das absenken des pH-Wertes.

      D.

      Denitifikation wird in anaeroben Zonen durch Nitratreduzierung von Bakterien Nitrat in Stickstoff reduziert.
      Die Schritte im einzelnen: NO³ > NO² > NO > N2O(Lachgas) > N2.
      Für eine erfolgreiche Denitifikation müssen folgende Bedingungen bestehen: O2 Gehalt unter 1,5 mg/l ,Temp. 18-35° C ,pH-Wert 6-9.
      Bei der Denitrifikation entstehen durch Bakterien wieder KH.


      E.

      Edelmetalle bilden eine stabile Oxidhaut,diese Haut bildet sich immer wieder neu,sie ist wichtig für Elektroden zB Redox (Platin).
      Diese Elektroden sollten an der Luft oder im Wasser auf bewahrt werden.

      Aus Eiweiße (im Futter) werden durch einen biochemischen Prozess Peptide > Aminosäuren > Ammonium > Nitrit > Nitrat.
      Aus 100 g Eiweiß wird umgesetzt 324 g ( Co² , O2, NO³,H2O,SO4),die Mengenzunahme erfolgt durch Sauerstoffbindung !.

      Eisen ist für alle höherentwickelten Lebewesen notwendig (Hämoglobin)!.Das Hämoglobin wird in den Lungen (Kiemen) mit Sauerstoff beladen und bringt diesen in alle Körperregionen.Auf dem Weg zurück nimmt es CO² auf und bringt diesen zu den Lungen (Kiemen) zum Ausatmen.

      Eutroph:

      Nährstoffreiche Gewässer die im Sommer sehr O2 arm sind.
      Hoher Nährstoffeintrag z.B. Landwirtschaft usw.


      F.

      Filterbakterien,Nitrit entsteht bei der Oxidation von Ammonium insbesondere die Bakterien Namens: Nitrosomas sind daran beteiligt.
      Danach wird das Nitrit zu Nitrat weiter Oxidiert von den Nitrospira und nicht wie früher angenommen von Nitrobacterbakterien (Nitrifikation).Desweiteren sind im Filterbett Flagellaten,Ciliaten,Rotarien enthalten.

      Filterverfahren:

      Mechanische Filter,halten grobe Stoffe fest,können einen Biofilter entlasten,die Wasserqualität wird nicht besser,nach einiger Zeit fangen auch diese Filter an biologisch zu arbeiten.

      Biologische Filter:

      reduzieren die Wasserbelastung,

      Schnellfilter: hoher Sauerstoffverbrauch im Filterbett,kleines Volumina - großer Durchsatz,sind eine Eisenfalle,Nitrat ist das Endprodukt,der Wasserablauf enthält ca.2-8 mg/l Sauerstoff.

      Langsamfilter:Braucht im Filterbett eine anearobe Zone,großes Volumina - kleiner Durchsatz,Nitratabbau(Denitifikation),Wasserablauf enthält fast keinen Sauerstoff mehr,bindet kein Eisen oder andere Mineralien.

      Fulvosäure:

      ist für die Braunfärbung des Wassers verantwortlich und nicht wie fälschlich angenommen wird die Huminstoffe.
      Formel der Fulvosäure(Bedeutung des Namens "rotgelb")
      C135 H182 O95 N5 S2


      G.

      Gesamthärte siehe Carbonathärte.

      Gasgleichgewicht bei 20°C und 1013 hPa im Wasser und der Luft



      Atmosphärische Gase werden in offenen Gewässern an der Grenzfläche von Luft zu Wasser ausgetauscht,dieser Vorgang hängt von der Temp und den Drücken ab.

      normale Werte (subjektiv): KH 3-15°,CO² 10-30 mg/l, pH Wert um 7,
      pH Wert für südamerikanische und westafrikanische Fische 6-7.
      (manche noch weiter drunter)
      pH Wert für ostafrikanische und mittelamerikanische Fische 7,5 -8,5.


      H.

      Huminstoffe haben einen komplexen Aufbau,sauren Charakter und bestehen aus dunkel gefärbter Materialien.Sie sind wichtige Zwischenstufen der Mineralisierung.


      Nicht Huminstoffe sind Proteine,Kohlenhydrate,Fette und Wachse.

      Huminsäuren sind einwichtiges Puffersystem im Aquarium.Der pH Wert wird bei einem starken abfall stabilisiert bei ca. 5,5 und die KH dabei fast auf Nullwert gemessen wird.Ohne ausreichend KH und ohne Pufferung würde der pH-Wert auf fast 2 absinken.
      Formel der Huminsäure:C187 H186 O89 N9 S

      I.J.

      Ionen haben eine elektrische Ladung und gewähren so den Stromfluss im Wasser. Je größer der Ionenanteil desto besser die Stromleitfähigkeit.
      Wasser enthält elektrische Teilchen,auch "Ionen "genannt.Positiv Ionen einen Protonenüberschuß und negative einen elektronen Überschuß.Im Wasser herrscht ein Gleichgewicht,Wasser ist demnach als elektrisch Neutral zu bezeichnen.
      Ionen entstehen wenn sich Salze im Wasser auflösen und zwar in negative und positive Ionen.Die Ursache ist das Wasser ein Dipolmoment hat und das löst den Zerfall der Salze aus.
      Negativ sind zB,Hydrogenkarbonate ,Chloride und Sulfate.
      Positiv sind alle Härtebildner.

      K.

      Kalium,

      ist für alle Lebewesen wichtig.Es hilft beim Kohlenhydrat/Fettstoffwechsel,bei der Synthese von Eiweißen und Hormonen.
      Ohne Kalium keine Kontraktionfähigkeit der Muskeln (Atmung usw).
      Unser Wasser enthält ca. 0,5 - 8 mg/l und durch die Düngung in der Landwirtschaft können auch wesentlich höhere Werte gemessen werden.In der Trinkwasserverordnung gibt es keine Grenzwerte,empfohlen werden aber höchstens 12 mg/l Kalium.
      Kalium ist in jedem Futter enthalten und braucht daher nicht nachdosiert werden.


      Kohlensäure H2CO3,der Anteil an CO² und KH bilden gemeinsam den pH Wert.
      Der CO² Gehalt im Wasser schwankt mit der Tag/Nachtzeit
      Bei stark bewegten Oberflächen kann viel CO² verloren gehen.
      In Pflanzenbecken kann mehr CO² verbraucht werden als durch Fische und andere nachgeliefert werden kann.
      Fast alle O2 Verbraucher sind CO² Lieferanten.
      Grenzwerte: 10mg/l sollten der Pflanzen wegen nicht unterschritten werden.
      60mg/l sollte nicht überschritten werden wegen der Fische.

      KH.

      niedrige KH = niedriger pH Wert (saures Wasser)

      hohe KH = hoher pH Wert ( alkalisches Wasser)

      ein ausreichend hoher KH-Wert (> 3 ) puffert den pH Wert ,so daß der pH nicht gefährlich abrutschen kann.


      L.

      Leitfähigkeit kann nicht bestimmen wieviel Ionen oder gelöste Salze sich im Wasser befinden,sondern nur aufgrund der Leitfähigkeit den Gesamtgehalt an Salz im Wasser.
      Faustformel: 1dGH in etwa 33 µS/cm.
      Der Gesamtgehalt an Salzen ist für den Osmotischendruck verantwortlich!!!.


      M:

      Mineralsäuren,
      sind z.B:Salzsäure,Schwefelsäure,Phosphorsäure,Salpetersäure,diese Säuren zerlegen Hydrogencarbonate wieder in Wasser und CO².
      In Aquarien mit hohen Phosphat und Nitratwerten sollten Phosphor und Salpetersäuren keine Verwendung finden.
      Es gibt daneben auch die sogenannten "organischen Mineralsäuren" wie z.B: Essigsäure ,Zitonensäure,Ameisensäure usw,diese zerlegen das Hydogencarbonat ebenfalls in seine Bestandteile aber sie werden von den Bakterien wieder abgebaut.
      Dadurch kommt es dann zu einem Nährstoff überangebot und zu Sauerstoffmangel.
      Eutrophes Wasser kann schnell umkippen.


      Mischungsgleichung,

      Wenn man Osmosewasser mit Ltw verschneidet werden sich die KH,Gh und der Leitwert ändern.
      Um dies zu berechnen kann man die Mischungsgleichung anwenden.
      W =Konz.(GH,KH)/M=Masse(Ltr).

      W1 x M1 + W2 x M2
      ______________________= W Mischung

      M1 + M2


      Bei der Berechnung zur GH/KH mit Ve oder Osmosewasser fällt natürlich W2 x M2 weg,da diese Wässer den Wert 0 haben.

      Beispiel,
      15Ltr Osmosewasser + 5Ltr Ltw mit GH 20 werden gemischt.

      20 x 5
      _________ = 5 GH

      5 + 15

      Das Gemisch hat dann eine GH von 5


      Beispiel,

      20 Ltr vom Wasser mit der GH 5 werden mit 80 Ltr Aquarienwasser gemischt mit einer GH 15 umd das zu berechnen braucht man wieder den Wert von W2 GH5.

      15 x 80 + 5 x 20
      _________________ = 13

      80 + 20

      Ds Aquarienwasser hat einen Wert von GH13

      Fazit,

      Mischungsgleichungen kann man für alle Mengenangaben deren Stoffe im mg/l oder in % angegeben sind verwenden,aber auch für Temperaturänderungen oder Leitwertänderungen.
      Mit dem pH Wert verhält es sich da etwas anders der er nicht linear steigt oder fällt,sondern aus dem Logarythmus errechnet wird.



      N:

      Nitrat:


      aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

      Das Nitrat-Ion (NO3-) ist das Anion der Salpetersäure. Salze, die das Nitrat-Ion enthalten, bezeichnet man als Nitrate. Nitrate werden in der Landwirtschaft als Düngemittel eingesetzt.

      Ein Nitratsalz entsteht beispielsweise bei der Reaktion einer Lauge mit Salpetersäure.

      Beispielsreaktion: Ba(OH)2 + 2HNO3 = > Ba(NO3)2 + 2H2O

      Bariumhydroxid + Salpetersäure => Bariumnitrat + Wasser


      Es gilt mittlerweile als erwiesen, dass übermäßiger Düngeeinsatz zu einem erhöhten Nitratgehalt in insbesondere oberflächennahen Trinkwasservorkommen führen kann. Der aktuelle Grenzwert für NO3- liegt laut der deutschen Trinkwasserverordnung z.Zt. bei 50 mg/l, laut der schweizerischen Gewässerschutzverordnung bei 25mg/l. Wässer, die diesen Grenzwert überschreiten, werden von Wasserversorgern oft mit nitratärmerem Wasser vermischt, um den Grenzwert einzuhalten.
      Es gibt aber wie immer Ausnahmegenehmigungen für Städte und Gemeinden die den oberen Wert von 50 mg/l nicht einhalten können.

      Nitrat alte Weisheit:
      ist das Endprodukt der Nitrifikation,richtiger gesagt das Nitrat-ion.
      Hohe Sauerstoffgehalt im Wasser fördert die Nitratbildung und der Pflanzenwuchs wird stagnieren.
      Einhergehend ist eine Nitratentfernung nur sinnvoll wenn der Sauerstoffgehalt im Aquarium abgesenkt wird.
      Da den Bakterien dann weniger freier Sauerstoff zur Verfügung steht gehen sie über zur Nitatveratmung,will sagen das der Sauerstoff aus der Nitratverbindung oxidiert wird.Dadurch ist eine Nitratabsenkung möglich.
      Nitrifikation (Oxidationsprozess).

      Nitrat neue Weisheit:
      in den 90 ger Jahren wurden an der Uni Hamburg einige Versuche mit Nitrobacter gemacht,(siehe TU Hamburg Prof.G.Antranikian "angewandte Mikrobiologie") dabei konnten in niedrigen Nitritwerten kein Nitrobacter festgestellt werden sondern das Nittospirabakterium.Das Nitrobacterbakterium stellte sich erst bei sehr hohen Nitritwerten ein.
      Da diese sehr hohen Nitritwerten in eingefahrenen Aquarien nicht vorkommen ist Nitrobacter nicht nachweisbar.

      Normalbedingungen,

      in der Chemie und der Physik nennt man die Bezugsgrößen von Temp 0°C (273,15K) und von dem Druck 1,01325 Bar (101325 N/m²) Normalbedingungen.


      Nitrit,

      entsteht in der Regel durch Oxidation von Ammonium durch Nitrosomas Bakterien .Dieses wird meist schnell weiter oxidiert durch Nitrobacter Bakterien.
      Nitrit ist hochgiftig,weil es das Hämoglobin schädigt und damit den Sauerstofftranport unterbindet.
      Aquarienwasser enthält meist Konzentrtionen von 0,002 bis 0,1 mg/l.
      Konzentrationen über 0,5 mg/l sind sehr bedenklich.
      In einigen Fällen werden Werte von 2.0 mg/l einige Tage von vielen Fischen tolleriert aber nur unter ausreichend Sauerstoff zugabe.
      Zu hoher Nitrigehalt durch Ww senken,steigt er wieder an ,dann ist der Filter zu klein oder das Aq.ist überbesetzt.
      Nitrit kann auch durch eine Ozonbehandlung gesenkt werden .
      Häufig steigt der Nitritwert leicht an wenn das Wasser mit UV Licht bestrahlt wird.

      Nitrifikation:

      Bakterielle Oxidation von Ammoniak zu Nitrit und als Endprodukt Nitrat,unter pH6.5 findet keine Nitrifikation mehr statt.
      Bei der Nitrifikation entsteht Salpetersäure,diese zerstört die KH.

      O.

      Oligtroph:

      Gewässer mit niedrigen Verunreinigungen und viel O2.
      Bieten natürlich auch wenigen Tieren ein Auskommen.

      Organische Verbindungen:

      Im Aquarienwasser sind diese Verbindungen wichtig,da total sauberes Wasser aggressiv auf die Kiemen und die Schleimhäute der Fische wirkt.In solchen Wässern (frisch eingerichtete Aquarien) ,(sehr große Wasserwechsel) brechen oft Krankheiten aus.


      Osmose,
      Süßwasserfische trinken nicht!,durch ihren Körper diffundiert ständig Wasser,welches dann wieder über die Nieren ausgeschieden wird.
      Meerwasserfische wiederum müssen trinken.


      Oxidation ist eine Abgabe von Elektronen,damit erhöht sich auch die Oxidationszahl.

      Die Oxidationskraft steigt mit sinkenden pH-Wert.


      Ozon,

      wiegt 1,65 mal schwerer als Luft und hat einen typisch stechenden Geruch der ist noch in einer Verdünnung von 1:500000 wahrnehmbar.
      In der Aquaristik wird Ozon als Desinfektionsmittel eingesetzt und kann Viren und Bakterien abtöten.
      Ozon zerlegt Eiweißprodukte sehr schnell und wird daher in der Meerwasseraq. und Massenfischhaltung eingesetzt.In der Süßwasseraq. ist ein steriles Wasser nicht erwünscht.
      Ozon zerstört Eisen und Mangan in nichtwasserlösliche Produkte die dann für die Pflanzen und Tiere nicht mehr verwertbar sind.


      P.

      pH-Wert

      kennzeichnet das Säure / Base Verhältnis im Wasser!.

      Die Scala reicht von 0 - 14 wobei 7 neutral bedeutet unter 7 sauer über 7 basisch.


      Phosphat PO4³-

      ist ein Hauptpflanzennährstoff.
      2-3mg/l sind bei hohem Fischbestand und guter täglicher Fütterung als Nomal an zu sehen.
      Phosphat alleine ist niemals alleine für Algenwachstum verantwortlich sondern immer im Zusammenspiel mit Nitrat und Kalium.

      Es gibt 2 Arten von Phosphataquarien,
      1. ohne Pflanzen 2.mit Pflanzen

      ein Idealwert wäre 0,5mg/l der aber nur durch intensive Wasserpflege erreicht werden kann.

      Der gemessene PO4³- Wert ist immer eine addition von Vorgängen im Aquarium:
      Eintrag: über Futter,Bakterien im Filter,Pflanzen,Filterschlamm.
      Austrag: über Wasserwechsel,Filterpflege,Gärtnern.


      Q/R.

      Redoxspannung,die höhe der R.spannung kann eine Aussage über die gegenwärtige Oxidation von z.B.Nitrit zu Nitrat geben.
      Bei pH 6 - 8 und einer R.spannung zwischen 250 -350 mV ist das ideale für Fische.Kleinere Werte als 250 mV zeugen von Faulungsprozessen und höhere Werte über 350 mV von aggressiven Wasser z.B. Chlorung oder Ozonisierung.

      Reduktion ist die Aufnahme von Elektronen, damit sinkt die Oxidationszahl.

      Reduktion und Oxidation sind immer gekoppelt.

      Der Redoxwert ist im Grunde nur ein Summenparameter aus dem sich vieles herraus lesen lässt und dabei ist vieles nicht sehr genau.


      S.

      der Sauerstoffgehalt in der Luft liegt bei 21 Vol %.
      Sauerstoff ist ein nicht brennbares Gas das aber die Verbrennung anderer Stoffe fördert.
      Wasserpflanzen sind mit der Lichtenergie in der Lage Sauerstoff zu produzieren (Photosynthese) und läuft wie folgt ab: 6CO² + 6H2O + Licht----->C6H12O6 (Zucker)+ 6O2
      Sauerstoff ist also ein Abfallprodukt!!.
      Sauerstoff wird von allen Lebewesen verbraucht.
      Fische atmen täglich 10 - 30 mg O2 pro 1 g Lebendgewicht je nach Temp und Art ein.(Siehe Hanns-J.Krause Aquarienwasser Seite 96).
      Desweiteren verbraucht 0,25 g Trockenfutter 500mg Sauerstoff.
      Pflanzen die den Sauerstoff liefern verbrauchen ihn auch wieder bis zu 70% in 24 Std gerechnet.


      Säurebindungkapazität:
      die Karbonathärte bindet Säure ! ,einWasser mit hoher KH wird mit etwas Säure versetzt ,augenscheinliche Reaktion gleich Null,mißt man jedoch den KH Wert erneut wird man feststellen das sich der KH Wert verringert hat.Die KH hat die Säure gebunden !
      Versetzt man ein Wasser mit Säure dessen KH Wert gering ist kann der pH Wert stark absinken und es kann zu einem Fatal Error kommen.
      Die Säurekapazität wird im mmol/l angegeben 1 mmol/l =2,78°dKH.
      Beispiel: 5 mmol / l = 5 x 2,78°d = 13,9 KH


      Säuresturz:

      Bei der Nitrifikation entsteht Säure,diese wiederum verbraucht KH und der pH Wert müsste abfallen aber durch die Denitrifikation ,die KH bateriell wieder herstellt, kommt es zu keinem Säuresturz,diese Reaktionen laufen in gut eingefahrenen Aquarien ständig ab.
      Bei einer Störung des Gleichgewichtes kann es zu einem Säuresturz kommen.



      T.

      TDS;Total dissolved solids,
      gibt die Summe der im Wasser gelösten Salze an.
      Steigt der TDS nimmt die Korrosivität zu,Leitungswasser/Seewasser,Metall rostet im Seewasser viel schneller als im Süßwasser.
      Fazit:Je mehr Ionen (Salze) im Wasser desto Leitfähiger ist es.

      TOC;Total organic carbon,
      gibt die Summe des organisch gebundenen Kohlenstoffs im Wasser wieder.

      Torf:

      Wie funktioniert filtern über Torf ?,
      Huminsäuremolrküle (HSM) binden Calciumionen.Das HSM gibt dafür Wasserstoffionen ab die dann Hydrogencarbonationen in CO² umwandeln und dabei die KH reduzieren.
      Sind alle HSM aus dem Torf mit Calciumionen gebunden dann ist der Austausch erschöpft und die Huminsäuren nehmen kein Calcium mehr auf.Folglich nimmt die KH nicht weiter ab.



      U .

      Umkehrosmose,Salzhaltiges Wasser wird durch eine ultrafeinporige Membran gedrückt und auf der anderen Seite der Membran tritt nur reines Wasser aus. Die Salze und Spülwasser werden zurück gehalten.
      Die Ausbeute hält sich in Grenzen von 100 Ltr Leitungswasser erhält man 20 Ltr Osmose und 80 Ltr Abwasser.


      UV-Strahlen,
      in Deutschland wird seit 1959 Trinkwasser mit UV-Strahlung desinfiziert.
      Eine desinfektion in der Natur durch das Sonnenlicht.


      V.

      Vitamine sind wichtig für den Stoffwechsel aller Lebewesen.
      Vitamine werden von den Fischen über die Kiemen wieder ins Wasser abgegeben.
      Vitamine die nicht im Körper hergestellt werden müssen dann über die Nahrung aufgenommen werden.
      Nur Fettlösliche Vitamine können im Körper gelagert werden.
      Vitaminreich ist, Lebendfutter (aller Art) ,Obst und Gemüse.
      Vitamine werden durch Hitze,Licht zerstört (oxidiert).Nach gewisser Zeit verlieren Vitamine ihren Gehalt.
      Vitaminmängel sind immer schwer fest zu stellen.


      Vollentsalzung:Leitungswasser aller Art ist geeignet.
      Vollentsaltes Wasser wird in der Industrie oft verwendet.
      Und durch Mischen mit anderen Wässern ist jedes Wasser möglich herzustellen.
      Das Leitungwasser durchläuft einen Kationenaustauscher,der wandelt alle Salze in Säuren um,danach läuft dieses Säurewasser in einen Anionenaustauscher,dieser tauscht alle Anionen gegen OH-Ionen aus.
      Produkt: reines Wasser.

      W.

      Wasser ist der Stoff aus dem das Leben ist.
      Chemisch ist Wasser nur eine Verbindung von zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom.
      Die Wasserstoffatome sind in einem Winkel von 105° zum Sauerstoffatom angeordnet.
      Wasser besitzt die Fähigkeit der Wasserstoffbrückenbildung.
      Die WBB erklären die Oberflächenspannung des Wassers und warum sich Wasser 4°C auf 0°C Abkühlung ausdehnt.


      X/Y/

      Z.

      Zeolith,kann kein Nitrat abbauen,sondern bindet das Ammonium bevor es zu Ammoniak und zu Nitrat oxidiert wird.
      Dies passiert auch im Filter aber viel schneller.

      Zeolith bindet auch andere wichtige Nährstoffe.





      Gruß

      Uwe
      Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch noch Aktien, Gold und Grundstücke dazu.

      Danny Kaye
    • RE: Wasserkunde

      Hallo, Uwe,

      ein guter Beitrag. Kurz und bündig und nicht zu wissenschaftlich.

      Meine Frage in Richtung Aktivkohle:

      Mein Wasser trübt sich durch die große Anzahl von Wurzeln im Becken jeweils kurz nach dem Wasserwechsel wieder ein, da die Wurzeln relativ neu sind.

      Kann ich diesen Effekt durch das Filtern über Aktivkohle reduzieren und so insgesamt optisch saubereres Wasser erhalten?

      Welche Nachteile bringt das Filtern mit Aktivkohle mit sich? (außer bei Medikamentenanwendung).

      Sollte ich es nur als Kur anwenden oder permanent?

      Mein Wasser: PH:7 KH:7-8

      Beste Grüße aus Bocholt
      Stefan
      Beste Grüße aus Bocholt

      Stefan
    • Hallo Stefan,

      Das "bluten" der Wurzeln wird bald schon weniger, aber sie wird immer Huminstoffe abgeben.

      Ja durch Filtern über A-Kohle kann dieser Effekt reduziert werden .

      Der Nachteil: die A-Kohle gibt, wenn sie gesättigt ist, die gebundenen Stoffe wieder ab.


      Ich würde die Huminstoffe mit häufigeren Wasserwechseln bekämpfen und A-Kohle nur zur "Entgiftung " einsetzen.


      Gruß

      Uwe
      Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch noch Aktien, Gold und Grundstücke dazu.

      Danny Kaye
    • Original von snoopy

      Ich würde die Huminstoffe mit häufigeren Wasserwechseln bekämpfen und A-Kohle nur zur "Entgiftung " einsetzen.


      Gruß

      Uwe


      Hallo Uwe ,
      der Beitrag ist :top:
      hinzuzufügen wäre noch, wenn sie gesättigt ist, kann man sie nicht wieder, oder nur mit einem Aufwand der sich in der Aquaristik nicht lohnt, aktivieren.
      Gruß Burkhard


      ________________
      Fährt man rückwärts an den Baum, verkleinert man den Kofferraum ! :)
    • Hallo,

      Super Arbeit :wink:

      Vielleicht könntest Du für die nicht so bewanderten Mitglieder beim Gasgleichgewicht noch die jeweiligen (drei) Zahlen hintereinander erklären.
      bis denne thomas-p

      Wer nicht fragt, der nicht lernt. Wer nicht lernen will, soll nicht fragen.





      DCG - D 55 7099
    • Hallo Uwe,

      der Beitrag hat sich ja erweitert. Eine gelungene Sache :top:
      Gruß Oliver


      Niveau ist keine Creme und Stil auch nicht das Ende vom Besen und Humor ist etwas Gutartiges
      mir fehlen zum Schweigen manchmal einfach die passenden Worte ....


      !



      Fliegenfischwelt