Planung 300L Mbuna Becken

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Planung 300L Mbuna Becken

      Hallo zusammen,

      seit geraumer Zeit spukt mir bereits der Gedanke an ein Malawi Aquarium im Kopf herum. So langsam, aber sicher wird die Idee konkreter. Die Wohnung wurde vermessen, das Wasser getestet, Fische ausgesucht, das Internet studiert und alles wieder über den Haufen geworfen.
      Ich glaube ich bin jetzt bei der finalen Version angekommen und würde mich freuen wenn ihr mal drüber gucken würdet.

      Zunächst die nicht verhandelbaren Voraussetzungen:
      Die Beckengröße: Leider ist nur 120*50*50 cm möglich. Eventuell geht auch 60 cm Höhe und Tiefe. So viel zum Thema Wohnung vermessen...
      Die Wasserwerte: GH 16, KH 12, PH 7 bis 8 getestet mit JBL Tropfen.

      Ab jetzt bin ich flexibel und gespannt auf eure Meinungen und Ratschläge.

      Ich fange mal auf dem Boden an. Als Bodengrund habe ich mir Rheinsand mit Körnung 0 bis 2mm vorgestellt und eventuell ein paar größere Kiesel zur Auflockerung. Bekomme ich beides beim örtlichen Baustoffhändler, ich hoffe die lassen mich mit Eimerchen und Schäufelchen auf ihren Hof und ich muss nicht ganze LKW Ladungen abnehmen.
      Unter den Sand soll eine Plexiglasplatte um die Bodenplatte zu schützen. Sollte ich die verkleben oder reicht loses auflegen?
      Kommen wir zum wichtigsten im Becken dem Steinaufbau. Hier bin ich noch etwas unentschlossen. Entweder was von hiernatursteinbrueche.de/naturstei…ender/trockenmauersteine/ oder Kalksteine vom oben genannten Baustoffhändler. Sobald man wieder shoppen darf werden die örtlichen Steinhändler abgeklappert. Die genannten Steine sollten alle geeignet sein oder?
      Jetzt wirds etwas verrückt: Ich hätte gerne ein paar Pflanzen im Becken. Ich dachte hier an Anubias, Wasserkelch und/oder Wasserähre. Hauptsache es wird mit robust und tolerant beschrieben und möchte nicht zu viel Licht.
      Wo wir grade bei Licht sind.... Ich dachte hier an zwei bis drei, 30cm eco+ LED Lampen von ledauaristik.de in der "Farbe" Day. Oder wäre das zu hell?
      Die restliche Technik wollte ich einfach gestalten. Es soll ein HMF in Größe einer Seitenscheibe mit grober Matte und Tunze 6015 ins Becken. Damit den Bewohnern nicht kalt wird gibt es selbstverständlich auch eine Heizung.
      Ein leeres Aquarium ist ja doch eher eine recht triste Angelegenheit, also muss etwas Leben in die Bude.
      Folgenden Arten schweben mir vor:

      Pseudotropheus cyaneorhabdos
      Chindongo Saulosi
      Labidochromis caeruelus yellow "Kakusa"
      Ich dachte an eine Haremshaltung 1/3 bzw vier Jungfische pro Art und hoffen, das es passt.

      Hybridisierung sollte hier kein Problem sein oder? Ich denke Nachwuchs wird sich nicht vermeiden lassen.
      Eventuell sollen noch ein oder mehrere Synodontis dazu.


      So ich hoffe der ein oder andere hat bis hier hin alles gelesen und ich habe nichts vergessen.
      Jetzt bin ich auf eure Meinungen gespannt.

      Viele Grüße
      Henriette
    • Hi,

      mal ein paar Gedanken meinerseits

      Wenn der Platz es zulässt, dann ären die 10 cm Beckentiefe eine Menge wert. 10 cm mehr in der Höhe sind auch nicht schlecht, Grundfläche ist aber wichtiger als Höhe.

      Da du Aufwuchsfresser/felsenbewohner halten willst, muss ein ordentlicher Steinaufbau her. Auch da hilft die größere Grundfläche, um was vernünftiges aufzubauen. Mit echten Steinen kommen da auch in einem becken dieser Größe schnell mal Kg Steine zusammen.

      Ich habe mich zwar inzwischen von Pflanzen im malawibecken verabschiedet, hatte selbst aber lange Cryptocoryne aponogetifolia. Wenn die erstmal wächst, dann wächst (auch bei relativ schwacher Beleuchtung).

      Das Blau der Malawis kommt lichtmäßig erst jenseits der 6500 k so richtig zur Geltung. Ich hab auch LED-Aquaristik, und zwar drei Leisten mit 3500 k (nur für Sonnenauf-/Untergangssimulation, 6500 k und 11.000 K. Das passt.

      Die Fische sind ziemlich gut ausgesucht. Lediglich die cyaneorhabdos könnten unter Umständen etwas zu groß/ruppig für die beckengröße werden. Genausogut kann es auch gut gehen. ich würde insgesamt aber mehr als 12 Tiere einsetzten (5-5 pro Art). Und bei den üblichen Verkaufsgrößen gilt gerade hinsichtlich der Yellows und der cynaneorhabdos heiteres Geschlechterraten ;)
      Grüße aus Berlin

      Marco

      Lebenslanger Lockdown für Merkel, Spahn & Co. - einsperren ist schließlich leichter als impfen.
    • Guten Morgen,

      vielen Dank für eure Antworten!

      Für die 10cm Tiefe werde ich hier alles in Bewegung setzen, im speziellen meine Möbel :D 10cm mehr Höhe werden es wahrscheinlich nicht. Ich befürchte das wird unpraktisch wegen nicht ausreichend vorhandener Armlänge.

      Snowgnome schrieb:

      Das Blau der Malawis kommt lichtmäßig erst jenseits der 6500 k so richtig zur Geltung. Ich hab auch LED-Aquaristik, und zwar drei Leisten mit 3500 k (nur für Sonnenauf-/Untergangssimulation, 6500 k und 11.000 K. Das passt.
      Sehr guter Hinweis! Die Fische sollen ja im vollen Glanz erstrahlen. Den Sonnenaufgang hatte ich auch im Kopf, zwar erst als Spielerei für später, aber wenn man sowieso einmal bestellt. Und dann ist die Einlaufphase optimal genutzt :D
      Wie hast du die Lampen denn angeordnet? Quer oder längs zu Frontscheibe? Ich dachte, wegen der kürze der Lampen an quer. Dann die 3500k in die Mitte, die Sonne soll ja symmetrisch aufgehen. Und die beiden anderen mit etwas Abstand rechts und links daneben. Gibt das, grade wenn zwei "Farben" verwendet werden eine homogene Beleuchtung?

      Snowgnome schrieb:

      Die Fische sind ziemlich gut ausgesucht. Lediglich die cyaneorhabdos könnten unter Umständen etwas zu groß/ruppig für die beckengröße werden. Genausogut kann es auch gut gehen. ich würde insgesamt aber mehr als 12 Tiere einsetzten (5-5 pro Art). Und bei den üblichen Verkaufsgrößen gilt gerade hinsichtlich der Yellows und der cynaneorhabdos heiteres Geschlechterraten
      Danke :) Ich verschweige lieber, dass die erste Idee Aulonocara waren :rolleyes:
      Was die cyaneorhabdos angeht bin ich einfach mal mutig.
      Also insgesamt 30 Fische? =O


      markus1de schrieb:

      Mehr Freude wirst Du m.E. haben, wenn Du statt des Labidochromis caeruelus Dich mit kleineren Arten (z.B. Labidochromis perlmut, chisumulae, mamba bay oder Microchromis aurifrons) anfreundest.
      Ich könnte mir vorstellen die yellows auch komplett weg zu lassen. Labidochromis als Insektenfresser und Aufwuchsfresser sind sowieso nicht ideal oder?
      Die M. aurifrons gefallen mir ehrlich gesagt optisch nicht ganz so gut.

      Vielen Dank nochmal für eure Anregungen und einen schönen Sonntag!
    • HenSchi schrieb:

      Ich könnte mir vorstellen die yellows auch komplett weg zu lassen. Labidochromis als Insektenfresser und Aufwuchsfresser sind sowieso nicht ideal oder?
      Die M. aurifrons gefallen mir ehrlich gesagt optisch nicht ganz so gut.
      Rein Farblich würde ich auch entweder die Yellows oder die Saulosis wählen. Dann würde ich auch die L. chisumulae oder die L. perlmutt als schönere Ergänzung zu den Saulosis empfinden als den M. aurifrons.

      Bis auf wenige Ausnahmen sind Mbunas ernährungstechnisch jetzt nicht so sensibel wie z.B. Tropheus.
    • Also wenn du 120x50x50 nehmen würdest, wäre das mit 300 l die unterste Grenze.
      120x60x60 nehmen nicht viel mehr Platz weg, wären aber schon 430 l

      Wenn mehr geht, nimm auch mehr. Ich hatte mal 100x70x70, also 490 l und das war ein wirklich tolles Becken.
      120 cm Länge ist natürlich besser als nur 1 m.
      Wenn der Raum 60 cm Tiefe zulässt, nimm diese. Mehr ist natürlich auch hier besser.
      Bei der Höhe kommst du bei 70 cm an eine kostenmäßige Schallmauer. Wenn du diese durchbrichst, gehen auch die Kosten durch die Decke.

      Nutze den Platz aus. Am Ende wird jedes Becken zu klein ;)

      Krumme Maße müssen nicht schlecht sein. Ich habe auch noch ein Becken mit 110x40x85, in dem ich recht lange Tangis hatte. Geht auch, man muss sich nur was einfallen lassen
      Gruss
      Jan

      Mein Forum: plattenspieler-forum.de
    • Ich habe mir den Besatz noch mal durch den Kopf gehen lassen und von dem ursprünglichen, dem finalen Plan :rolleyes: dürfen nur die saulosis bleiben und sollen von L. Perlmutt ergänzt werden. Die C. aurifrons müsste ich mal live sehen auf Bildern konnten die mich nicht so überzeugen. Dazu sollen dann noch 5 Synodontis polli white.

      Wie würdet ihr denn die Gruppengröße für die beiden Arten wählen? Ich dachte an 10 Jungfische je Art.

      Morgen werden Möbel gerückt, aber 120*60*60cm sollte passen. Wobei wer braucht schon freie Sicht auf den Fernseher? :D Ein Höckerchen ist selbstverständlich vorhanden :D

      jan.s schrieb:

      Nutze den Platz aus. Am Ende wird jedes Becken zu klein
      Die Befürchtung habe ich auch :D

      Habt ihr vielleicht noch Tipps für den Transport des Beckens? Im besonderen in die dritte Etage ohne Aufzug... Ich dachte an eine Treppenkarre und Saugheber beides leihweise aus dem Baumarkt.

      Vielen Dank für eure Anregungen und einen schönen Restsonntag wünsche ich euch :)
    • So die Möbel sind gerückt und alles noch mal ausgemessen. Ich kann auf jeden Fall ein Becken mit 120*60*60cm stellen.

      Die Überlegung mich nur auf die zwei Arten zu beschränken hatte ich zwischen zeitlich auch. Die beiden sollen auch definitiv ins Becken. Wobei ich mich nach etwas Recherche auch mit dem Cynotilapia aurifrons anfreunden konnte und dabei gleichzeitig auch noch den Chindongo socolofi und den Melanochromis joanjohnsonae entdeckt habe.

      Wären denn zwei Chindongo Arten sinnvoll? Melanochromis joanjohnsonae hat leider keiner meiner favorisierten Händler in der Stockliste. Die konnte die bisher nur beim Cichliden Stadl entdecken.

      Zur Filterung des Beckens habe ich mir auch noch ein paar Gedanken gemacht. Ich tendiere im Moment zu ein bis zwei mobilen HMF mit Lufthebern. Hat da jemand Erfahrung mit?

      Viele Grüße
      Henriette
    • Mel. joanjonsonae sind richtige Mimosen. Bei mir sind die Gruppen immer nach wenigen Jahren verschwunden. 2-3x Jungtiere und dann wurden es immer weniger.
      Artbecken scheint hier am Besten zu klappen.

      Cynotilapias sind robust und hart im Nehmen. Teilen aber auch ordentlich aus. Yellows oder carnivore Melanochromis passen da prima dazu.
      Also Mel. loriae, Mel. kaskazini, Mel, chipokae oder Mel. lepidiadaptes.
      Gruss
      Jan

      Mein Forum: plattenspieler-forum.de