Malawibecken reloaded

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    • Malawibecken reloaded

      Hallo Zusammen,

      nach rund 25 Jahren möchte ich mich wieder meinem alten Hobby widmen. Damals hatte ich zuletzt lange Zeit Labidochromis caeruleus " yellow", allerdings nur ein kleiner BEsatz in einem 275L Becken, plus kleinere Aufzuchtbecken.

      Deshalb soll es jetzt im Wohnzimmer unseres Hauses ein schönes, vor allem größeres Malawibecken geben.

      Das Becken ist noch komplett in Planung, innerhalb der nächsten 2-3 Monate soll es aber stehen.

      Die Größe soll ca. 160cmX70cmX70cm werden, also rund 780Liter.

      Das Becken wurde beim Bau des Hauses bereits durch eine Aussparung der FBH an der geplanten Stelle berücksichtigt, das ist kompett Betonboden.

      Nun hat sich ja in den letzten 25 Jahren ein Menge getan.

      Konkret stoße ich auf einige Fragen:

      1. Welche Art Filter ist empfehlenswert?
      2. Welche Beleuchtung sollte man verbauen?
      3. Ist eine Osmoseanlage sinnvoll?
      4. großes Thema: Fischauswahl und Besatz

      Konkret habe ich dazu mit 2 Händlern in der Umgebung gesprochen und 2 sehr unterschiedliche Aussagen erhalten.

      Geplant von mir war / ist eigentlich folgende Kombi:

      1. Labidochromis caeruleus " yellow"
      2. Aulonocara firefish "Coral Red"
      3.Pseudotropheus coral megalania (Saulosi coral)

      Händler 1 sagt die Kombi ist okay, kann man tun.
      Besatz sollte um 40 Fische liegen bei der Beckengröße. Das empfinde ich rel. viel, ich hatte eher ca. 30 kalkuliert, also rund 10 pro Art.

      Händler 2 sagt die Kombi würde zu einem wilden verpaaren der Arten untereinander führen.
      Außerdem seien Malawis sehr unruhige Fische und es würde bei Unterbesatz ein stark ausgeprägtes Revierverhalten auftreten.
      Er empfiehlt daher 60 Fische , legt mir aber einen Wechsel auf Tanganjika ans Herz.

      5. Wieviele Steine sollen ins Becken? Ich plane hier schwarzen bzw. dunkelgrauen Basalt und hatte so an ca. 100kg gedacht.
      Ist das zu wenig? Außerdem sollen noch ein paar Pflanzen rein.

      Was sagt die Gemeinde zu den Punkten? Speziell zu Nr.4 würden mich Statements interessieren.

      Vielen Dank für das potentielle Feedback und Gruß
    • Hallo Jens,

      zu 4. sage ich mal nichts (da sind andere kompetenter).

      Zu 1. Innen- oder Außenfilter?
      Grundsätzlich hat sich da in 25 Jahren nichts wesentliches geändert.

      Zu 2. Gibt ja kaum noch etwas anderes als LED.
      Ich würde für Malawis 4500 bis 8000 Kelvin nehmen (je nach Geschmack) und auf einen CRi-Ra-Wert (Farbwiedergabe) von min. 80 achten (gibt auch über 90). Beleuchtungsintensität brauchst du nur für eventuelle Pflanzen - ansonsten nach Geschmack. Die Fische mögen es eher dunkel - die Stromrechnung auch.

      Zu 3. Warum? Was willst du damit bezwecken? Dein Leitungswasser wird kaum zu hart oder zu alkalisch für Malawis sein. Oder hast du so viel Nitrat im Leitungswasser?

      Gruß,
      Dirk
    • Hi,

      die Filterfrage ist ne Glaubensfrage, da gibt es kein richtig und kein fasch. Aber Topfaußenfilter würde ich ausschließen.

      Und wenn es ein Malawiebecken werden soll, dann würde ich diese unsäglichen "Feuerfische" weglassen. Solche Hybriden braucht kein Mensch.

      Bei vierzig Fischen hättest du mit Sicherheit keinen Unterbesatz, das wären mir schon viel zu viel (es sei denn, ich wäre der Hänndler, der ein Geschäft wittert)
      Grüße aus Berlin

      Marco
    • Hallo Jens

      25 Jahre ist eine Ecke , noch ist aber der Fisch weiterhin ein Wasserbewohner.

      So ein Becken gleich ins Haus mitplanen ist Sinnvoll.

      Technik, wenn noch nicht geschehen bzw noch machbar.
      Ablauf und Wasserleitung zum Becken verlegen lassen.
      Grandios wäre hier ein Filterbecken, hier einen automatischen Wasserwechsel mit integrieren , ggf
      über die Zirkulation der Hauswasserleitung das Becken beheizen.
      Wobei man bei Malawis nicht heizen muss , je nach Raumtemperatur
      Das ganze Prozedere hab ich mit Peter "Pete259" bei seinem Becken so installiert.
      Astreine Sache.

      Zu dem Besatz.
      Würde mich erstmal orientieren welche Art
      Mbuna oder NonMbuna

      Die besagten Firefish, sollte man für sich entscheiden ob man solche Zuchtformen mag.
      Malawis bieten eine beachtliche Auswahl, denke dass man da nicht zwingend auf diese Zuchtformen zurückgreifen muss.

      Würde mich auch vorher mal in deiner Nähe an Händlern/ Züchtern umsehen was so im Angebot ist.

      Zum Licht.
      Man kann vieles machen von günstigen Strahlern bis hin zu LED mit Sonnenaufgang/Untergang
      liegt im Auge des Betrachters bzw was es einem Wert ist.
      Gruß Dieter

      Mein Becken
    • Bei den Filtern würde ich entweder zu geräumigen Mehrkammerinnenfiltern, Mattenfiltern oder Filterbecken greifen.
      Topffilter funktionieren zwar auch irgendwie, sind aber konstruktiver Unsinn.


      Dirk1 schrieb:

      Gibt ja kaum noch etwas anderes als LED.
      Ich würde für Malawis 4500 bis 8000 Kelvin nehmen (je nach Geschmack)
      Das würde ich so direkt unterschreiben

      Dirk1 schrieb:

      und auf einen CRi-Ra-Wert (Farbwiedergabe) von min. 80 achten (gibt auch über 90)
      Halte ich für extrem überbewertet.

      Eine Osmoseanlage ist nur sinnvoll, wenn dein Leitungswasser totaler Dreck ist.


      Lopert schrieb:

      1. Labidochromis caeruleus " yellow"
      2. Aulonocara firefish "Coral Red"
      3.Pseudotropheus coral megalania (Saulosi coral)
      Yellows gehen immer.
      Firefish sind keine Malawis
      Ob man bei den saukosis nun unbedingt Zuchtformen nehmen sollte?

      Nehmen wir die Yellows mal als gesetzt. Die machen praktisch keine Probleme und sind ja auch nett anzusehen.
      Das AQ ist nicht so sehr klein und du magst wohl ein wenig rötliche Töne, auch wenn sie im See praktisch nicht vorkommen
      1/1 Protomelas taeniolatus
      3/7 bis 5/5 Pseudotropheus (Cynotilapia) pulpican oder
      3/5 bis 3/7 Cynotilapia afra
      und dazu eine Gruppe von 8-12 Melanochromis kaskazini oder Melanochromis loriae oder Melanochromis chipokae

      Steine? Viel oder noch mehr :)
      Gruss
      Jan

      Twitter is eine typische Erscheinung der Generation ADS & SMS. Für einen Brief zu faul, für einen kompletten Satz zu dumm und für korrekte Grammatik zu cool.
    • Malawist schrieb:



      So ein Becken gleich ins Haus mitplanen ist Sinnvoll.

      Technik, wenn noch nicht geschehen bzw noch machbar.
      Ablauf und Wasserleitung zum Becken verlegen lassen.
      Grandios wäre hier ein Filterbecken, hier einen automatischen Wasserwechsel mit integrieren , ggf
      über die Zirkulation der Hauswasserleitung das Becken beheizen.
      Wobei man bei Malawis nicht heizen muss , je nach Raumtemperatur
      Das ganze Prozedere hab ich mit Peter "Pete259" bei seinem Becken so installiert.
      Astreine Sache.
      Hallo Dieter,

      danke für das Feedback.
      Ablauf plus Zuleitung liegen bisher nicht vor, sollte aber mit einer Kernbohrung zum Keller mit wenig Aufwand nachrüstbar sein. Das werde ich also angehen, welcher Durchmesser ist für die Ablauf-/bzw. Brauchwasserleitung sinnvoll?
      Ein Filterbecken unter dem eigentlichen Becken ist auch mein Favorit.
      Eine Zirkulation über die Hauswasserleitung wird aber wohl nicht darstellbar sein, bzw habe ich das bisher nicht verstanden.
      Die Raumtemperatur ist dank Frostbeule namens Frau plus Fußbodenheizung bei rund 24°C, dank voll ausgebautem Keller inkl. FBH auch dort.

      Danke und Gruß
      Jens
    • Snowgnome schrieb:


      Und wenn es ein Malawiebecken werden soll, dann würde ich diese unsäglichen "Feuerfische" weglassen. Solche Hybriden braucht kein Mensch.

      Bei vierzig Fischen hättest du mit Sicherheit keinen Unterbesatz, das wären mir schon viel zu viel (es sei denn, ich wäre der Hänndler, der ein Geschäft wittert)
      Ich finde die firefish schön, daher stehen sie auf der Liste. ;)

      Thema Besatz, ich wollte eigentlich mit eher 25-30 starten, die vierzig kamen vom Händler. Ich bin da ganz bei dir und werde dann mit weniger starten.
    • jan.s schrieb:

      Halte ich für extrem überbewertet.

      Eine Osmoseanlage ist nur sinnvoll, wenn dein Leitungswasser totaler Dreck ist.
      Okay , der Tipp kam von Händler 2, hatte wahrscheinlich dann die Dollarzeichen in den Augen:

      Laut Wasserwerk, ist klar ich werde auch noch live messen, habe ich folgende Werte:

      Härte: 6,7°dh
      Nitrat: 20mg/l
      Natrium: 20mg/l
      pH Wert: 7,58

      Wieviele Steine würdet ihr nehmen?

      Thema Besatz
      Ich hätte da gerne als Farben gelb, blau und rot drin. Gerade rot erscheint mir ohne die Zuchtform eher schwierig.
      Cynotilapia afra sieht aber auch nett aus.

      Mal sehen....

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Lopert ()

    • Moin Jens,

      wie viele Steine du brauchst kann man schwerlich sagen. Ich hatte in einem 120*40*50 120kg. In dein Becken gehen offensichtlich mehr ;) Hängt aber auch von den Fischen ab die du letztlich reinsetzt :hee:
      Gruß Daniel

      :bild:
    • Hallo Jens

      16mm Wasserleitung reicht.

      zur Zirkulation
      Wenn Du 24° im Raum hast reicht das im Normalfall so dass Du nicht das Becken heizen musst.

      Wenn man über die Zirkulation der Warmwasserleitung heizen möchte , benötigt man in der Mauer
      einen Zweiten Anschluß fürs Warmwasser und einen in der Zirkulation.
      Es wird dann vom Warmwasseranschluß ein Rohrbündel im Filterbecken geführt und zurück über die Zirkulations Leitung.
      Für Laien evtl nicht einfach zu verstehen. ;)
      Gruß Dieter

      Mein Becken
    • Plane mal 300-400 kg grobe Steine ein.
      Mein AQ ist mit 200x80x70 etwas größer und ich habe dort etwa 750 kg Steine drin
      Gruss
      Jan

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    • Auf dem Bild schwimmt einiges im Wasser. Ist nicht mehr so ganz neu. Vermutlich gab es vorher Flockenfutter :)

      Das mit der "Bauschuttdeponie" ist aber kein Nachteil. Die Geröllhalde ist ja das Ziel :)

      Wichtig ist, dass man mit mehr Steinen auch mehr Fische halten kann. Das ist zwar in den Grenzbereichen nicht mehr ganz so, aber "Schwimmraum" wird bei den Felsbewohnern meist überbewertet. Die wollen dicht am Stein bleiben
      Gruss
      Jan

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    • @Malawist

      Moin Dieter, jetzt habe ich das Thema Zirkulation verstanden. Das lässt sich allerdings nicht mehr umsetzen, Es kommt eine Kaltwasserleitung, 16mm Standard, und ein 50mm Ablaufrohr.
      Das sollte reichen hoffe ich.

      @jan.s

      Moin Jan,
      ein sehr schönes Becken hast du da, ich hoffe meines wird ähnlich gut. Wobei ich trotzdem noch einige Pflanzen mit einplanen werde.
      Welche Strömungspumpe hast du verbaut?
      Danke für die Steinabschätzung, ich plane dann mal 400kg.

      Danke für die Tipps :thumbup:
    • Ich habe die damals geschenkt bekommen (jemand aus meinem Forum hat sie mir sogar gebracht) :)
      Ich glaube man bekommt so etwas als Grauwacke oder Wasserbausteine.

      Unten im Becken liegt auf einer Lage Styropor-Platten eine Schicht Bruchsteinplatten, so kommen die Fische praktisch nie aufs Styropor

      @Lopert
      Die auf dem Bild sichtbare Tunze Nanostream mit 4800 l/h ist inzwischen nach links, als Antrieb hinter die (schwarze) Filtermatte gewandert und rechts läuft jetzt eine große Tunze mit 6000 l/h
      Gruss
      Jan

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    • Ich habe nochmal eine Frage zum Thema Filter. Geplant ist eigentlich ein entsprechend großes Filterbecken unter dem Aquarium, im Unterschrank.

      Nun habe ich gestern mit einem großen Anbieter für Aquarien aus Haltern, Fa.AK, telefoniert. Dort wurde von einem Filterbecken eher abgeraten und zu einem flächigen Rückwandfilter geraten. Ist schon klar, der will verkaufen. Mich würde eure Meinung dazu interessieren. Welche Vor- bzw. Nachteile haben die beiden Filterarten? Oder ist das im Prinzip eine reine Glaubensfrage?

      Danke und Gruß
      Jens

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lopert ()

    • Hi,

      ich schwöre auf Innenfilter weil kein Wasser aus dem Becken heraus und wieder hinein muss und die dafür benötigten Pumpen wenig Strom verbrauchen. Aber ja, man verschenkt etwas Patz im Becken. Am Ende isses wirklich ne Glaubensfrage
      Grüße aus Berlin

      Marco
    • Hallo Jens,

      Bei einem Rückwand-Filter verliert man relativ viel Platz und man kommt bei deiner Beckengröße auch nur schlecht dran.
      Ich würde entweder einen HMF an der kurzen Seite oder in eine der hinteren Ecke setzen, oder einen Innenfilter auf einer kurzen Seite einbauen.
      Viele Grüße
      Malte