Umsetzung Filterbecken - oder doch lieber HMF?

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    • Umsetzung Filterbecken - oder doch lieber HMF?

      Hallo zusammen,

      wie in meinem Vorstellungsbeitrag beschrieben, möchten wir unser Becken von HMF auf Filterbecken umstellen. Zu dem Thema ist es sehr schwierig, verlässliche Informationen zu finden.
      Ich möchte einmal zusammenfassen, was ich bisher so recherchiert habe.
      • Ein Langsamfilter kann nicht zu groß sein
      • 10% des Beckenvolumens sind ausreichend
      • Man kann fast nichts falsch machen
      • Wasser sollte die Filtermedien von unten nach oben durchlaufen (damit die Gase, die bei der Denitrifikation entstehen, besser entweichen können)
      • Durchströmung sollte zwischen dem ein- und zweifachen des Filterbeckenvolumens liegen (viele lassen das ein- bis zweifache ihres Hauptbeckenvolumens durchlaufen, was meiner Recherche nach aber eher für biologische Schnellfilter gilt)
      Vielleicht wäre es sinnvoll, die Probleme der Reihe nach aufzuarbeiten. Konkret bedeutet dies zuerst für mich: wie kommt das Wasser in das Becken und wieder heraus?
      Unser Becken hat zwei Bohrungen im Boden, die genutzt werden sollen. In der Regel verwendet man einen Überlaufschacht. Eigentlich kommt es jedoch nicht in Frage, einen einzukleben. Bei der Umrüstung auf HMF mit Besatz im Becken habe ich festgestellt, dass es fast unmöglich ist, die Bodenplatte für die Dauer des Verklebens trocken zu legen. Und das waren nur Punktverklebungen...

      Welche Zwecke erfüllt der Überlaufschacht genau? Folgendes habe ich gelesen:
      • Sicherheit, falls die Bodenverschraubung undicht werden sollte
      • Schutz vor "ablaufenden" Fischen
      In der Konsequenz würde ich einen Überlaufschacht einsetzen, der nicht am Boden oder einer Wand verklebt ist, sondern nur davor schützt, dass Fische in den Abfluss gelangen. Der Wasserpegel wird durch die Länge des PVC-U-Rohres am Ablauf definiert.
      Oder sollte ich das anders realisieren?
      Viele Grüße
      Christian
    • Hallo Christian,

      ich fange mal an:

      "-Wasser soll die Filtermedien von unten nach oben durchlaufen (damit die Gase, die bei der Denitrifikation entstehen, besser entweichen können)"

      Schadet bestimmt nicht, aber dürfte in der Praxis irrelevant sein. Nennenswerte Denitrifikation findet eher selten statt. Dafür ist nämlich nicht nur ein sauerstofffreies Millieu nötig, sondern gleichzeitig auch eine organische Kohlenstoffquelle.

      Meiner Ansicht nach sollte bei einem normalen Becken das Volumen des Hauptbeckens 2-3x pro Stunde gefiltert werden. Wenn man dabei die Filtermaterialien nicht nacheinander, sondern parallel durchströmen lässt, kann von Schnellfilterung keine Rede sein - eher das Gegenteil ist der Fall.

      Der Überlaufschacht sichert den Wasserstand im Hauptbecken - sowohl im Betrieb, als auch bei Stromausfall. Außerdem kann man, wenn 2 Abläufe vorhanden sind, mittels Kugelhahn den Wasserstand im Schacht anstauen und so die Ablaufgeräusche dämmen. Der zweite Ablauf ist dann der Notüberlauf, falls der Wasserstand im Schacht zu weit ansteigt. Das Einjustieren kann eine Weile dauern und der Hauptablauf kann auch mal verstopfen.

      Eine gängige Alternative ist noch, die Ablaufverschraubung mit einem Rohr und einem Bogen bis zur Wasseroberfläche im Hauptbecken zu verlängern und durch ein Siebrohr überlaufen zu lassen.

      Zu nachträglichen Einkleben des Schachts einfach das Becken an der Seite mit den Bohrungen etwas anheben und ein Kantholz drunter legen.

      Direkt nach dem Verkleben stört Wasser übrigens nicht. Das Silikon trocknet auch unter Wasser, es klebt nur nicht auf nassen Untergründen.

      Gruß,
      Dirk
    • Die Nummer mit dem Nitratabbau klappt in der Praxis eher nicht, darum sollte man auch darauf kein Energie verschwenden.

      Es wird dir nicht gelingen, einen Filter zu bauen, der nicht funktioniert. Wenn sogar Eheim Filter bauen kann, schaffst du das auch ;)

      Durchsatz: Irgend etwas zwischen 1x und 5x das Bruttovolumen des AQs. Mehr geht auch, bringt aber keinen Vorteil.
      Schnell oder langsam? Irrelevant. Selbst in reißenden Gebirgsbächen wird Ammonium bis zum Nitrat durchoxidiert.
      Was in Gebirgsbächen reichlich vorhanden ist, ist Sauerstoff. Sauerstoffreiches Wasser ist die Basis für eine gute, biologische Filterung.
      Du willst vom HMF weg (verstehe ich nicht so ganz, muss ich aber auch nicht ;) ) HMF funktionieren so gut, weil die Bakterien gut mit Sauerstoff versorgt werden. Also verlegst du den HMF ins Filterbecken.
      Erst eine Absetzkammer, hier wird sich angesaugter Dreck sammeln. Es folgt die erste Matte. Dann eine Trennscheibe über die das Wasser in die zweite Kammer läuft. Dabei wird verbrauchter Sauerstoff wieder ergänzt. In der zweiten Kammer wieder eine Matte und am Ende wieder eine Trennscheibe (etwas weniger hoch als die erste Trennscheibe) dann nochmal eine Matte und dahinter etwas Platz für die Pumpe. Diese letzte Kammer kann ruhig etwas größer sein, denn hier muss das Wasser reinpassen, welches in der Zeit zwischen den Wasserwechseln verdunstet und es muss genug Volumen vorhanden sein, damit das Wasser, welches bei einem Stromausfall aus dem AQ läuft aufzunehmen.
      Gruss
      Jan

      Twitter is eine typische Erscheinung der Generation ADS & SMS. Für einen Brief zu faul, für einen kompletten Satz zu dumm und für korrekte Grammatik zu cool.
    • Hallo ihr Zwei,

      ehrlich gesagt bin ich gar nicht sonderlich scharf darauf, ein Filterbecken zu bauen. Seit dem HMF mit Luftheber atmen die Fische deutlich ruhiger als vorher - obwohl vorher dauerhaft eine Luftpumpe das Wasser mit Sauerstoff versorgte. Klarer ist das Wasser ebenfalls geworden. Von daher gibt es eigentlich nicht so viele Gründe, die für ein Filterbecken sprechen - zumal ich den HMF als mobilen Reaktor in einer anderen Bauform parallel weiter betrieben hätte. Einziger Nachteil der jetzigen Bauform ist das große Volumen, welches verloren geht, weil der HMF um die Bodenbohrungen herum gebaut ist (mit ca. 63l etwa 10% vom Bruttovolumen).
      Wasseranalysen nach den gängigen Werten haben ebenfalls keine Probleme aufgezeigt. Das Fischverhalten zeigt jedoch, dass nicht alles in Ordnung ist. Daher war die Hoffnung, mit einem Filterbecken vielleicht besseres Wasser (was auch immer das in unserem Fall genau ist) zu erzielen. Es gilt dann wohl abzuwägen, ob die Schwierigkeiten, die mit dem Bau eines Filterbeckens einhergehen, den Schwimmraum wert sind.

      Eine Frage habe ich jedoch noch an Dich, @Dirk1: gibt es einen Trick um ein Becken "einfach anzuheben"? Dieses Becken wiegt leer 120kg, darin sind in etwa 100kg Sand und dazu kommen noch ein paar Liter Wasser, damit die Fische nicht auf dem Trockenen sitzen. Ins Rutschen darf es dabei auch nicht geraten - das wäre der Supergau. Wenn ich den HMF nochmal umbauen sollte, wäre das vielleicht hilfreich. Seinerzeit hatte ich den Filterbereich mit zurechtgeschnittenen Glasscheiben abgetrennt, von der Wasserseite Frischhaltefolie bestmöglich in die Kanten gelegt und mit Sand beschwert, den Filterbereich leergeschöpft und dann hatte ich ca 5-10 Sekunden Zeit, um das Silikon mit dem Glasboden in Verbindung zu bringen. Den Frust würde ich mir beim nächsten Mal gerne ersparen...
      Viele Grüße
      Christian

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von cmrudolph () aus folgendem Grund: Leergewicht Becken korrigiert

    • Hallo Christian,

      je nachdem, wie stark du bist und wie man überhaupt an die Stelle herankommt, würde ich den Sand entweder aus dem Becken heraus nehmen oder wenigstens auf die Seite schieben, die nicht angehoben wird.

      Anheben dann mit so etwas:
      ebay.de/sch/i.html?_odkw=glass…w=saugheber+glas&_sacat=0

      Nachdem bei mir billige Neuteile nicht funktioniert haben, habe ich mir vor 15 Jahren gebrauchte Saugheber von Bohle/Veribor gekauft. Funktionieren bis heute wie am ersten Tag.

      Ich bin, ebenso wie Jan, HMF-Fan. Der einzige Grund für ein externes Filterbeckjen ist, dass der Filter im Becken keinen Platz mehr wegnimmt. Ich würde aber auch in einem externen Filterbecken versuchen, die HMF-Filterweise zu kopieren.

      Gruß,
      Dirk
    • Ich würde den HMF einfach über eine Seitenscheibe bauen.
      Dafür muss man nichts ins Becken kleben. Einfach die Matte zwischen Frontscheibe und Rückwand klemmen. Vorher ein paar Schlauchstücke als Abstandhalter auf die Rückseite der Matte kleben oder nähen.

      Ich betreibe den HMF mit einer Tunze Strömungspumpe. Die Nanostream macht 4800 l/h, das passt recht gut (auch wenn es nichts mit den idealen Werten zu tun hat, aber das ist wurscht)

      Ich habe vor ein paar Jahren den Wechsel vom Filterbecken zum HMF gemacht. Filterbecken ist zwar prima, aber bei mir sind damals etwa 15-20 l pro Woche verdunstet. Jetzt ist das Becken zu und es verdunsten nur noch 3-5 l/Woche
      Gruss
      Jan

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    • Hi!

      jan.s schrieb:

      Ich würde den HMF einfach über eine Seitenscheibe bauen.
      Das Becken hat die Abmessungen 150x60x70cm³ (BxTxH), wäre theoretisch aber eine Möglichkeit. Der HMF hat eine Oberfläche von 60x70cm², das würde genau zur Seitenscheibe passen. Im Vergleich zu den 63l Filtervolumen wären das dann noch geschätzt 42l. Die Stabilität auf die Mattengröße ist garnicht so leicht herzustellen. Beim derzeitigen HMF, der eine Ecke mit den Abmessungen 25x36cm² einnimmt, musste ich 5cm dicke Matten verwenden und diese zusätzlich mit einer Kunststoffkonstruktion aus geschäumtem PP gegen einbiegen stützen. An der Seitenscheibe wäre das Problem sogar noch größer, weil die Mattenlänge größer ist.
      Damals hatten wir uns gegen eine andere Bauform als die gewählte entschieden, weil wir gerne den EHEIM Topffilter weiterhin hinter dem HMF in Betrieb lassen wollten, damit die Filterleistung nach und nach durch den HMF übernommen wird, während dieser einfährt.
      In unseren anderen Becken sind die Filter so aufgebaut, wie im angehängten Foto exemplarisch am Beispiel eines selbst geklebten 54l-Keilbeckens zu sehen, nur dass da natürlich kein Keil vorhanden ist...
      Hinter der Matte sitzt dann jeweils noch der Heizstab.

      Was haltet ihr denn von einem HMF-Reaktor? Ich würde einen tschechischen Luftheber (Beck&Harich, 32mm Rohr) in einen Filterschaumblock von den Abmessungen 15x18x70cm³ setzen (nur 19l Filtervolumen) und auf eine Glasscheibe kleben. Die Filteroberfläche wäre vergleichbar mit der vom jetzigen Filter. In den Block würde ich noch den Heizstab stecken, damit dieser auch umströmt wird. Haben eurer Erfahrung nach Reaktorblöcke irgendwelche Nachteile im Gegensatz zu klassischen HMFs?
      Den Reaktor würde ich erstmal parallel zu dem derzeitigen betreiben, auch wenn das Becken zwischenzeitlich dadurch ggf. überfiltert wird.

      Ich habe während der Grobplanung bereits festgestellt, dass ein Filterbecken tendenziell mehr Nachteile als Vorteile mit sich bringt...
      Bilder
      • Keilbecken.jpg

        118,12 kB, 683×686, 17 mal angesehen
      Viele Grüße
      Christian

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von cmrudolph ()

    • Stabilität der Matte?

      Die Matte wird vom Wasser in Richtung der Seitenscheibe gedrückt, darum ja auch die Abstandhalter auf der Rückseite. Unten kommt Sand gegen die Matte, der ist sehr fein und hat deshalb einen höheren Ströumngswiderstand => da geht praktisch kaum Wasser durch.
      Seitlich drückt die Matte gegen die Scheiben.

      Ich verwende nur groben Schaum, da dieser sich kaum zusetzt. Da reicht es wenn man alle paar Jahre mal die Matte wäscht. 1x im Jahr sauge ich alten Mulm hinter der Matte ab
      Gruss
      Jan

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    • Das Volumen an Filtermaterial wird meiner Meinung nach völlig überschätzt. Was nützt noch so viel hinten liegendes Volumen, wenn nach 5 cm der Sauerstoff alle ist, weil ganz sich vorne die Bakterien die gebratenen Tauben ins Maul fliegen lassen, sich rasant vermehren und den ankommenden Sauerstoff veratmen?

      Das Ergebnis ist, dass das in Fließrichtung zuerst durchströmte Material schnell verstopft und weiter hinten gar nichts mehr passiert.

      Wichtig ist die Anströmfläche, also beim HMF die Oberfläche der (ersten) Matte. Ob die Rund, eckig, flach oder gebogen ist, ist erst mal nebensächlich.

      Dass eine 60 x 70 cm große Matte mit 5 cm Stärke instabil ist, kann ich bestätigen. Habe das Problem folgendermaßen gelöst:



      Fläche mit Glasstegen aufgeteilt und die jetzt kleineren Matten dazwischen geklemmt. Bild 2 von außen aufgenommen. Die Glasstege sind so geschnitten,. dass das Wasser hinter den Matten zirkulieren kann. Das unten liegende PVC-Rohr verhindert, dass der Bodengrund die Matten gegen die Seitenscheibe drückt.

      Gruß,
      Dirk
    • Bei mir ist die Matte 60 cm breit (dann kommt der ehemalige Überlaufschacht mit 20 cm) und etwa 65 cm hoch (70er Beckenhöhe)
      Die Matte liegt an der Front direkt in der Ecke, hat dann auf dem Großteil der Fläche etwa 1 cm Abstand zur Seitenscheibe, durch die Abstandshalter. Weiter hinten erhöht sich der Abstand auf etwa 10 cm, da dort die Strömungspumpe mit der ich den Filter betreibe, sitzt.
      Es steht ja nirgends, dass die Matte komplett parallel zur Seitenscheibe sein muss.

      Der große Vorteil vom HMF ist ja, dass man dafür nichts am AQ verändern muss.
      Auf diese Weise könnte ich auch jederzeit eine Matte aus die andere Seite setzen, die müßte dann eben 80x65 cm groß sein.
      Mehr als 5 cm Dicke halte ich aber auch für nutzneutral
      Gruss
      Jan

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    • Hallo zusammen,

      jan.s schrieb:

      Ich verwende nur groben Schaum, da dieser sich kaum zusetzt.
      diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Mühselig alle Becken nach und nach umgerüstet und dann festgestellt, dass 30ppi viel zu fein ist. Teilweise waren der Wasserstandsunterschied zwischen vor und hinter der Matte 2-3cm - und das bei einem Luftheber. Demzufolge dürfte der Durchsatz auch deutlich herunter gegangen sein. Nun setze ich nur noch 10ppi-Filterschaum ein, damit läuft es besser. In der Regel sind es 3cm-Matten, abgesehen vom Diskusbecken, bei welchem ich aus Stabilitätsgründen 5cm starke Matten einsetze.

      Dirk1 schrieb:

      Das Volumen an Filtermaterial wird meiner Meinung nach völlig überschätzt. Was nützt noch so viel hinten liegendes Volumen, wenn nach 5 cm der Sauerstoff alle ist, weil ganz sich vorne die Bakterien die gebratenen Tauben ins Maul fliegen lassen, sich rasant vermehren und den ankommenden Sauerstoff veratmen?
      Deters schreibt sogar von einer nennenswerten Filterwirkung ausschließlich in den ersten 1-2cm der Matte.

      Ich hatte das oben glaube ich noch nicht so präzise formuliert - habt ihr schon Erfahrungen mit HMF-Reaktoren, also einem HMF, der frei steht und von allen Seiten angeströmt wird, sammeln können?
      Dafür wollte ich einen 70cm Streifen von einer 15cm dicke Matte abschneiden, den der Länge nach aushöhlen und dann den Luftheber nebst Heizstab einsetzen. Wenn umlaufend ca. 4-5cm stehen bleiben, dann ergibt sich in der Mitte ein Freiraum von 6-7cm, in welchen der Luftheber locker rein passt. Um auf die 60cm Kantenlänge zu kommen, bräuchte man theoretisch nur einen Block mit 15x15cm² Grundfläche.

      Dirk1 schrieb:

      Die Glasstege sind so geschnitten,. dass das Wasser hinter den Matten zirkulieren kann.
      Du hast ein Händchen für Glas, oder? Auf dem zweiten Bild sieht es so aus, als wenn du die Stege rund geschnitten hättest. Ich bin froh, wenn meine Scheiben genau gerade brechen ;)

      jan.s schrieb:

      Es steht ja nirgends, dass die Matte komplett parallel zur Seitenscheibe sein muss.
      Dein Aufbau hört sich auch gut an - dabei geht insbesondere im Sichtbereich nicht so viel Platz vom Becken verloren. Die Idee einer schrägen Matte behalte ich mal im Hinterkopf.
      Viele Grüße
      Christian
    • Dann ist das jetzt der Plan. Filtermatte und einen zweiten Luftheber bestellen (eine Hailea V20 habe ich, die schafft die dann beide), Filtermatte zurechtstutzen und hier dann vom Fortschritt berichten.

      Verstecke haben die Fische schon jetzt mehr als genügend - jedes Fangen ist eine längere Arie. Auf eines mehr kommt es da dann nicht mehr an.
      Viele Grüße
      Christian
    • Hi,
      In meinem Filterbecken stehen 4 HMF Reaktoren mit jeweils 2 Lufthebern, 50cm hoch. Die halten ein 2000ltr Becken mit Cichlas, Oscars und div. Welsen sauber. Hätte ich anfangs nicht gedacht...
      Mein Zuchtbecken (750ltr) wird auch mit einem HMF Reaktor gefiltert, der hat 3 Luftheber Maße ca 28/12cm und 60 hoch.
      Ich bin mit den Fertigreaktoren sehr zufrieden, kommen auf ein Glasscheibe aufgeklebt und stehen deshalb recht gut auf dem Boden.
      Im ehemaligen 1500 ltr Becken hab ich auch zusätzlich eine Matte mit 6 Lufthebern vor die Seitenscheibe geklemmt, da derTopffilter für Teiche sich immer sehr schnell zugesetzt hat (3000ltr/std Pumpleistung). Danach hatte ich eine Standzeit von ca einem Jahr, vorher ca 3 Monate...
      Gruß Schorsch
    • Reaktoren mit Lufthebern im Filterbecken?
      Klar das geht, aber warum?
      Gruss
      Jan

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    • Hallo zusammen,
      @Schorsch: danke für den positiven Erfahrungsbericht. Das bestärkt mich im weiteren Vorgehen.

      @jan.s: Wenn man das verwendete Volumen im Becken vergleicht, liegen die Vorteile meiner Meinung nach auf der Hand. Bei gleicher Filtermattenoberfläche:
      In meiner derzeitigen, ungünstigen Bauform: 63l
      In einer Seitenwandbauform: 30l (5cm Matte, im Mittel 2cm Platz dahinter) oder vielleicht sogar nur 20l (3cm Matte, ebenfalls 2cm Freiraum) - wobei eine 3cm-Matte in diesem Fall wohl recht aufwändig auf Abstand gehalten werden müsste
      In Reaktorbauform: 16l (15x15x70cm³)

      Die ungünstigste Bauform muss mit dem Becken verklebt werden, das fällt bei den beiden anderen Lösungen weg. In der Seitenwandbauform sieht man den Filter zumindest ein wenig von der Frontscheibe aus und eine Seitenscheibe fällt komplett weg.
      Wenn es bei der Reaktorbauform keine anderen Nachteile gibt, dann wäre das die Lösung der Wahl.
      Viele Grüße
      Christian
    • Spielt Platz beim Filterbecken denn wirklich eine Rolle?
      Ich hatte ein altes 160 l-AQ als Filterbecken. Solche AQs fallen immer mal wieder ab. Kratzer in den Scheiben stören nicht. Das ist also praktisch eine Form des Recyclings.
      Der wesentliche Nachteil von Filterbecken ist (neben der hohen Verdunstung) der Energiebedarf. Das Wasser wieder zurück ins AQ zu pumpen, braucht nun mal Energie. Wenn ich jetzt auch noch Generatoren mit Lufthebern im Filterbecken verwende, steigt der Energiebedarf weiter an.
      Alles in allem also eher ungünstig.
      Gruss
      Jan

      Twitter is eine typische Erscheinung der Generation ADS & SMS. Für einen Brief zu faul, für einen kompletten Satz zu dumm und für korrekte Grammatik zu cool.
    • In Fall eines Filterbeckens hast du natürlich Recht, da spielt Platz eher eine untergeordnete Rolle.
      Das habe ich nicht so richtig geschrieben, denn vom Filterbecken bin ich jetzt eher wieder weg (schon in #4 war ich davon beinahe wieder los), wegen der hier im Thread auch aufgeführten Nachteile:
      • Verdunstung
      • Energieaufwand (nicht nur um die verdunstete Wärme nachzuführen, auch wg. des offenen Systems, weshalb nicht nur Schlauchwiderstand, sondern auch eine 1,5-1,7m hohe Wassersäule überwunden werden muss)
      • Schwierigkeiten beim Wasserwechsel (läuft derzeit nahezu vollautomatisch, was zu einem Filterbecken so nicht passt)
      • empfindlicher Wasserpegel
      • Geräuschkulisse (fallendes Wasser...)
      • Wahrscheinlich keine bessere Filterleistung als mit dem derzeitigen HMF
      • (Platzbedarf im Unterschrank)
      • ...
      Zwischenzeitlich hatte ich mit dem Gedanken gespielt, den Threadtitel nochmal anzupassen - wenn das hier im Forum statthaft ist, dann mache ich das mal.

      Edit: ich merke gerade, dass ich die ganze Zeit selektiv gelesen und das Wort "Filterbecken" ständig übersehen habe. Das hat das Missverständnis natürlich nur noch weiter bestärkt ;)
      Viele Grüße
      Christian
    • Hi,

      ich bin eher ein Verfechter von Filterbecken, weil mehr Fläche und bessere Abbauleistung. Auch kann dort die Technik integriert werden.
      Die effektive Wassermenge wird mehr und das System läuft stabiler.

      - Wenn ich die Verdunstung des relativ kleinen Filterbeckens als gravierend betrachte, muß ich es abdecken.
      - Energieaufwand sehe ich nicht so problematisch - optisch schön ausgeführte Aquaristik ist eh kein "Sparhobby"
      - Ein automatischger Wasserwechsel lässt sich mittels Filterbecken prima realisieren, der Wasserstand im Aquaruim regelt sich ja letztlich über das Filterbecken.
      - Möglichkeiten den Ablaufschacht leise zu gestalten gibt es genug (Rieselkörper, höherer Wasserstand im Ablaufschacht, "Durso" etc.)
      - Die Filterleistung lässt sich wesentlich höher wählen (Wer möchte schon 6 oder mehr Filterpatronen im Aquarium haben?)
      - Platz im Unterschrank hat man doch. Meist sammelt sich da sowieso nur Kram.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)