2500 Liter Becken: Planungsfragen

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    • 2500 Liter Becken: Planungsfragen

      Hallo liebe Foristen -

      ich plane momentan mein neues Becken und bin dazu schon in sehr intensiven Gesprächen mit einem Aquarienbauer. Neben vielen hilfreichen Tipps und Vorschlägen, gibt es auch noch ein paar Themen, zu denen ich gern Eure Meinung erfahren würde. Ich versuche mal stichpunktartig die Fakten zu dem Projekt aufzuschreiben:

      Beckenmaße, Filter und Standort:
      • Wohnzimmeraquarium mit den (Wunsch)Maßen 300*105*80 (B*T*H in cm) auf Stahlgestell (Süd-Amerika Becken für Rochen, Welse und Cichliden)
      • 2 Filterschächte links und rechts jeweils mit Bodenabzug, dahinter je 3 Lochbohrungen mit Überlauf, Notüberlauf und Rücklauf ins Becken
      • Filterbecken 200*55*45 cm, unterteilt in 4 Kammern, mit 2 Lochbohrungen in den Seitenwänden der ersten und letzten Kammer (als Notüberlauf zum Abfluss)
      • Standort: Wohnzimmer (ca. 35qm) im EFH, kein Keller darunter, Stellfläche von Wand zu Wand = 400*108 cm am Ende des Raums, in diesem Bereich keine Fußbodenheizung, Dehnungsfuge zum restlichen Estrich im Raum und druckfeste Dämmung unter dem Estrich, Fußboden gefliest; siehe Foto, jetzt noch mit 200*80*60 Becken
      • an der linken Wand: Abwasseranschluss, Frischwasserzuleitung und Vor-und Rücklauf zur Gastherme


      Erste Frage: Schimmel im Wohnzimmer abhängig von der Beckengröße?

      Ich nehme an, alle kennen das:
      Jedes neue Becken ist nach 3 Wochen eigentlich schon wieder zu klein. Ursprünglich wollte ich sogar auf 320-330cm Breite gehen (rechts bis an die Außenwand und links nur den nötigsten Platz für die Anschlüsse) und am liebsten 90er oder 100er Höhe. Die Höhe hat sich erledigt, da das finanziell eine Region erreicht, wo meine Frau langsam ins Grübeln gerät, was mit mir nicht stimmen könnte... ^^
      Was die Breite angeht, hat mir der Aquarienbauer nun intensiv und mehrfach ins Gewissen geredet, denn er meint ich sollte noch kleiner bauen: Seiner Meinung nach, sollte ich max. Breite 260cm wählen. Andernfalls prophezeit er mir Schimmel im Wohnzimmer.
      Momentan haben wir keine Probleme mit Schimmel im Hause (trotz Dämmung).
      Was haltet Ihr von der Einschätzung? Machen die 40-50 cm kürzere Breite wirklich den Unterschied?


      Zweite Frage: Sorgen dauerhafte Verbindungen zwischen einem Wasserhahn und dem Aquarium für "Ärger" (undichte Verschraubungen, Kugelähne, etc.)?

      Ich hatte mir ursprünglich überlegt, die Wasserleitung direkt (mit einem Reiser Blockfilter dazwischen) an das Aquarium anzuschließen. Nachdem mir empfohlen wurde 2 Filterschächte zu nehmen, dachte ich, ich könnte die Frischwasserleitung an die Rücklaufleitung des zweiten Schachts anschließen. So müsste ich beim Wasserwechsel zwar immer noch einen Schlauch nutzen um Wasser abzulassen, beim Befüllen müsste ich dann aber nur noch den Hahn aufdrehen. Der Aquarienbauer, mit dem ich nun in intensiven Gesprächen bin, rät mir davon sehr deutlich ab: Der Druck der Leitung wirkt zu stark auf die Tankverschraubung, Kugelhähne sind nicht dafür gebaut um jede Woche geöffnet und geschlossen zu werden (??), etc.
      Was haltet ihr von dieser Einschätzung bzw. was habt Ihr für Erfahrungen bzw. wer hat was Vergleichbares installiert?

      Ich freue mich sehr, wenn ihr mir helfen könntet hier die richtigen Entscheidungen zu treffen.

      Danke Euch und Grüße
      Nils

    • Hallo Nils,

      das mit dem Schimmel kann viele Ursachen haben. Die Beckengröße ist nur eine davon. Im Neubau mit ordentlicher Isolierung, Becken mit Abdeckscheiben und intelligenter Raumlüftung sollte das kein Problem sein.

      PVC-Kugelhähne habe ich in meiner Hauswasser-Verrohrung seit 25 Jahren im Einsatz (natürlich nicht die billigen). Letztes Jahr hat bei einem Kugelhahn ein O-Ring aufgegeben und musste getauscht werden. Finde ich in Ordnung - bei Dauerdruck 4-6 Bar. Allerdings werden die selten bewegt. Bei Qualitätsprodukten hätte ich aber auch bei wöchentlicher Betätigung keine Bedenken. Und notfalls kann man einen defekten Kugelhahn einfach austauschen. Dauert eine Minute. Verklebt sind ja nur die Überwürfe. Der Hahn selbst ist geschraubt.

      Da du das Filterbecken mit dem Abwasser verbinden willst, würde ich mit Dauerdurchlauf arbeiten. Da brauchst du den Kugelhahn nur 1x richtig einstellen.

      Eine (dauerhafte) Verbindung zwischen Frischwasserleitung und Aquarium ist übrigens rechtlich nicht zulässig (Verkeimungsgefahr der Frischwasserleitung).

      Gruß,
      Dirk
    • Hallo Nils,

      habe so ein Aquarium seit 20 Jahren bei mir im EFH in der Wohnstube. Die Oberfläche hat schon einen Einfluß auf die Verdunstungsmenge, aber mir erscheint der Unterschied von ca. 0,4 m² nicht als sooo prekär. Natürlich sollte man eine ordentliche Abdeckung vornehmen.
      Des Weiteren stellt natürlich der Temperaturunterschied Wasser- und Raumtemperatur auch einen nicht zu verachtenden Faktor dar.
      Meinen Wasseranschluss habe ich unterhalb des Beckens mittels Thermo-Mischbatterie und einem Schlauch oberhalb des Wasserspiegels gestaltet. So kann kein Schmutzwasser ins TW-Netz gelangen. Sollte aber auch mit einer Rückflusssicherung zu verhindern sein, am besten einen zugelassenen Installateur mit einbeziehen.
      Zu Kugelhähnen kann ich keine Erfahrungen beitragen, diese verwende ich nur als Trennstellen für meine großen Außenfilter.

      Beste Grüße von Mathias
    • Hi,


      Tigrinus schrieb:

      Erste Frage: Schimmel im Wohnzimmer abhängig von der Beckengröße?
      wie schon geschrieben, ist eine Abdeckung sehr hilfreich.
      Um die Schimmelbildung zu verhindern, reicht es manchmal schon aus, für Luftbewegung zu sorgen.
      Kritisch kann da z.B. ein offenes Filterbecken hinter den Möbelplatten sein. Ein kleiner Lüfter aus der PC-Technik wirkt da schon Wunder.


      Tigrinus schrieb:

      Zweite Frage: Sorgen dauerhafte Verbindungen zwischen einem Wasserhahn und dem Aquarium für "Ärger" (undichte Verschraubungen, Kugelähne, etc.)?

      Ich habe das ähnlich wie Math´l gelöst. Eine Feste Installation am Rohrnetz, welche oberhalb der Aquarienkante endet. Nur auf die mischbatterie habe ich verzichtet. Bewusst habe ich getrennte Hähne für warm und kalt, soll ja schnell gehen mit den den vielen Litern.

      Kugelhähne werden bei mir 1-2mal die Woche zum Ablassen des Wassers beim Wasserwechsel bewegt.
      Optional installierst Du einen Überlauf am Filterbecken, damit ist ein Wasserwechsel im Durchlaufprinzip möglich.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Hi,
      wie hier schon geschrieben wurde - ich halte Schimmel auch nicht für ein Problem. Bei einer vernünftigen Abdeckung sollte sowieso kein (bzw. kaum) Wasser verdunsten.
      Ich habe eine ähnliche Größenordnung im Wohnzimmer (350x100x80), also 3,5m² Oberfläche. Da passiert nichts...

      Zum Wasserablauf: Wenn es irgendwie umsetzbar ist würde ich Zulauf und Ablauf so gestalten dass Du ohne hantieren mit Schläuchen hinkommst. Ist bei mir so gelöst und möchte ich nicht mehr missen...

      Gruß,
      Michael
      Gruß,
      Michael
    • Hallo Nils,

      schönes Projekt hast Du da in Planung. Ich betreibe ein 1400 Liter-Becken mit dem Maßen 250x80x70, welches zwar etwas kleiner ist, aber in die gleiche Kategorie großer Becken fällt. Zudem nutze ich auch ein Filterbecken mit Anschluss an Abwasser und einer Frischwasserzufuhr, kann Dir also gerne meine Einschätzung aus der Praxis mitgeben. Zudem habe ich, zusammen mit dem Dieter hier, bei dem Freund von dem ich mein Becken übernommen habe das Nachfolgebecken umgesetzt, welches von den Dimensionen mit 300x100x70 Deinem geplanten Vorhaben schon sehr nahe kommt...
      Nun, lange Rede, kurzer Sinn:
      - Beckengröße und Schimmelgefahr: Bin der Ansicht, dass 40cm Unterschied in der Beckenlänge hier keinen oder zumindest einen zu vernachlässigenden Effekt hat. Denke, hier liegen andere Gründe dahinter, dass Dir der Aquarienbauer da abrät.
      In jedem Fall gilt aber:Becken und auch Filterbecken gut abdecken, um die Verdunstung und den damit verbundenen Energieverlust niedrig zu halten. Damit bannst Du auch jegliche Schimmelgefahr.

      - Beckenhöhe/Tiefe: 105cm Tiefe sind geil, ebenso wie 80cm Höhe. Bedenke aber, dass diese Dimensionen bereits wirklich schwierig zu handhaben sein können, z.B. bei Fische fangen, oder Hantieren an der Einrichtung. Würde hier zu max 70cm Höhe raten. Finde auch diese schon bei meinem 80cm Tiefen Becken teils nervig, besonders, wenn eine Abdeckung ins Spiel kommt.

      -Ablaufschächte: Ich halte zwei Schächte für übertrieben, einer reicht auch gut aus. Auch Bodenabsaugung würde ich vernachlässigen. Bei einem gut einfahrenen Becken/ Filterbecken und vernünftiger kreisförmiger Umwälzung braucht man das mE nicht. Zudem stelle ich mir zwei Schächte als unnötig schwierig einzustellen vor, das kann bei einem schon ein echtes Gefrickel sein bis es Mal passt und nicht zu laut plätschert. Und wenn doch zwei Abläufe: Notüberlauf reicht definitiv einer.

      - Ablauf Filterbecken: Hier reicht auch auf jeden Fall einer. Wieso denkst Du an zwei? Hab es bei mir so gelöst dass dieser in der Rückscheibe der Schmutzwasserkammer liegt. Würde grundsätzlich dazu raten, Bohrungen und Tankdurchführungen auf ein Minimum zu reduzieren. Gilt auch für die Ablaufschächte. Irgendwann können die durchaus Mal undicht werden... Erfahrungen...

      - Frischwasserzulauf: ich hab bei mir eine Mischbatterie über der Klarwasserkammer. Damit ist diese in maximaler Distanz im Wasserkreislauf vom Ablauf in der Schmutzwasserkammer. Hier kann ich entweder mit temperiertem Wasser Wasserwechsel machen (was ich praktisch nie mache, zuletzt vor zwei Jahren). Stattdessen zweige ich vom Kaltwasser ab lasse über einen Gardena Micro Dripper ständig Wasser zutröpfeln, und zwar 600liter pro Woche, was einem permanenten Wasserwechsel von ca 40% entspricht. Der Dripper ist über dem Wasserspiegel angebracht, was wichtig ist, um das Aquarienwasser von der Trinkwasserversorgung getrennt zu halten. Auch ist der Dripper über ein Magnetventil verbunden, welches im Fall einer Leckage abschaltet. Gesteuert über GHL.

      - Heizung: Diese erfolgt über über eine Heizschleife der Warmwasserzirkulationsleitung. Gesteuert über Thermometer am GHL und ein Magnetventil.

      Mehr fällt mir jetzt gerade nicht zu den relevanten Themen ein. Vielleicht hilft Dir das ja etwas bei Deinen Überlegungen weiter.

      Ich kann nur raten: Bei aller Komplexität der vielen möglichen Lösungen: Keep it simple! Einfachheit ist oft nicht nur günstiger, sondern vielleicht auch praktischer oder sicherer bzw. weniger fehleranfällig.

      Bin mit meinem System bisher super zufrieden. Mit Ausnahme einer undichten Tankdurchführung hinten am Filterbecken nach ca einem Jahr in Betrieb läuft es nun seit 27 Monaten absolut super. Und wartungsarm. Keine Wasserwechsel mehr ;).

      LG Peter
    • Guten Abend,

      zuerst einmal vielen Dank für die vielen hilfreichen Antworten!

      ThemaSchimmelgefahr / Abdeckung:
      Sorry, habe ich vergessen zu erwähnen - das Aquarium wird komplett abgedeckt (höchstwahrscheinlich mit Doppelstegplatten) und für die Optik wird es einen umlaufenden Kranz geben (damit es nicht so "kramig" aussieht wie beim aktuellen Becken). Das Filterbecken wird ebenfalls komplett abgedeckt (und zusätzlich vollständig in Styropor eingepackt).

      Aus Euren Antworten zur Schimmelgefahr sehe ich mich bestätigt - das Risiko scheint doch nicht so groß zu sein. An die Variante mit temporär laufenden PC-Lüftern habe ich auch schon gedacht, falls es Probleme geben sollte. Ehrlich gesagt frage ich mich, was die Motivation des Aquarienbauers sein könnte? Da er mir von der Vor-Ort-Verklebung abrät und das Becken anliefern möchte, ist das hantieren mit dem fertigen Becken evtl. ein Grund für die Empfehlung...
      Ich werde von meinem Wunschmaß nicht abweichen, das freut mich schon mal sehr.


      Nun zum etwas komplizierteren Thema Anschluss an Wasserversorgung / Abwasserentsorgung:
      Mathias, Lutz, Michael und Peter - ihr scheint genau das "gebaut" zu haben, was ich auch erreichen möchte - weniger Arbeit beim Wasserwechsel bei gleichzeitiger Sicherheit, dass kein Wasser überlaufen kann.
      Einige Eurer Anmerkungen führen zu weiteren Fragen bei mir. Aber der Reihe nach:

      Anschluss an die Frischwasserleitung:


      luzz schrieb:


      Eine Feste Installation am Rohrnetz, welche oberhalb der Aquarienkante endet.

      Beim Anschluss an eine Rückleitung im Schacht, die oberhalb der Wasseroberfläche endet, dürfte diese Anforderung erfüllt sein, richtig?
      Ein dazwischen geschalteter Blockfilter stellt dann zusätzlich eine Art Rücklaufsicherung dar, oder? (Das kläre ich auch noch mit meinem Installateur.)



      luzz schrieb:


      Kugelhähne werden bei mir 1-2mal die Woche zum Ablassen des Wassers beim Wasserwechsel bewegt.
      Optional installierst Du einen Überlauf am Filterbecken, damit ist ein Wasserwechsel im Durchlaufprinzip möglich.


      Wie genau hast du den Überlauf zur Abwasserleitung installiert?
      Machst Du Wasserwechsel in dem Du einfach frisches Wasser eine Zeit lang hineinlaufen lässt oder lässt du eine bestimmte Menge ab und drehst dann das Frichwasser auf?




      pete259 schrieb:



      - Frischwasserzulauf: ich hab bei mir eine Mischbatterie über der Klarwasserkammer. Damit ist diese in maximaler Distanz im Wasserkreislauf vom Ablauf in der Schmutzwasserkammer. Hier kann ich entweder mit temperiertem Wasser Wasserwechsel machen (was ich praktisch nie mache, zuletzt vor zwei Jahren). Stattdessen zweige ich vom Kaltwasser ab lasse über einen Gardena Micro Dripper ständig Wasser zutröpfeln, und zwar 600liter pro Woche, was einem permanenten Wasserwechsel von ca 40% entspricht. Der Dripper ist über dem Wasserspiegel angebracht, was wichtig ist, um das Aquarienwasser von der Trinkwasserversorgung getrennt zu halten. Auch ist der Dripper über ein Magnetventil verbunden, welches im Fall einer Leckage abschaltet. Gesteuert über GHL.

      Das ist auch eine interessante Variante! Der Micro-Dripper befindet sich über der Wasseroberfläche im Filterbecken, richtig?
      Damit wäre dann natürlich ein zweiter Notüberlauf in der Klarwasserkammer störend. Ich dachte hier aus Sicherheitsgründen an zwei Überlaufe am Filterbecken.
      Kannst Du Deine Installation mit dem Magentventil und dem GHL Computer genauer erläutern? Wie wird eine Leckage erkannt?




      pete259 schrieb:

      -Ablaufschächte: Ich halte zwei Schächte für übertrieben, einer reicht auch gut aus. Auch Bodenabsaugung würde ich vernachlässigen. Bei einem gut einfahrenen Becken/ Filterbecken und vernünftiger kreisförmiger Umwälzung braucht man das mE nicht. Zudem stelle ich mir zwei Schächte als unnötig schwierig einzustellen vor, das kann bei einem schon ein echtes Gefrickel sein bis es Mal passt und nicht zu laut plätschert. Und wenn doch zwei Abläufe: Notüberlauf reicht definitiv einer.

      Ich habe ursprünglich auch nur an an einen Schacht gedacht. Der Aquarienbauer hat mir bei der Größe ganz klar entweder zu einem Schacht in der Beckenmitte oder zwei Schächten links und rechts geraten.
      Was denken die anderen darüber?
      In dem Becken sollen mal 2 Rochen und diverse Beifische wie Welse (u.a. Panaque), Buntbarsche (evtl. Heros) und Salmler leben - also alles ordentliche "Scheisser".
      Mich würde auch das Thema Lautstärke interessieren, denn plätschern sollte hier nach Möglichkeit sehr wenig.


      Ich freue mich auf Eure Antworten und weitere Kommentare.

      Ich habe zwar schon über 30 Jahre Erfahrung, aber eben nur mit "normalen" Becken bis 1000L und ohne Installationen was Zu- und Abwasserleitungen angeht. Daher helfen mir Eure Ratschläge hier sehr!

      Danke Euch und viele Grüße
      Nils
    • Hi Nils,

      Tigrinus schrieb:

      Das ist auch eine interessante Variante! Der Micro-Dripper befindet sich über der Wasseroberfläche im Filterbecken, richtig?
      Damit wäre dann natürlich ein zweiter Notüberlauf in der Klarwasserkammer störend. Ich dachte hier aus Sicherheitsgründen an zwei Überlaufe am Filterbecken.
      Kannst Du Deine Installation mit dem Magentventil und dem GHL Computer genauer erläutern? Wie wird eine Leckage erkannt?
      Ja, der Druckminderer sowie der Dripper selbst sind über der Wasseroberfläche angebracht. Aber unterhalb der Abdeckscheibe im Filterbecken, so dass im Falle einer Leckage möglichst alles ins Becken geht.
      "Not"-Überlauf brauchst Du im Filterbecken eigentlich gar keinen, sofern Du keinen automatischen bzw. permanenten Wasserwechsel machst. Die Funktion ist hier ganz klar die Abfuhr des auf der Frischwasserseite zugeführten Wassers. Wie im vorigen Post schon gesagt: Ein zweiter Ablauf ist hier nicht notwendig, und da er eine zweite Bohrung + Tankdurchführung bedeuten würde wäre er m.E. nach sogar ein unnötiges Sicherheitsrisiko.
      Ich hänge hier noch ein Foto an, wo Du die Installation mit Magnetventil etc. siehst. Wichtig hierbei ist, dass das Magnetventil die Variante "Stromlos offen" ist, also immer "auf", nur wenn geschalten "zu". Die Leckage wird außerhalb des Beckens erkannt, wenn Wasser im Unterschrank steht. Hier habe ich rund um das Filterbecken drei GHL Leckage Sensoren ausgelegt die am Profilux am Niveau-Eingang hängen. Wenn diese "nasse Füße" bekommen schaltet der Profilux das Magnetventil an (also "zu"), was die Frischwasserzufuhr stoppt. Gleichzeitig schreibt er mir eine Email mit der Leckagewarnung, so dass ich auch eingreifen kann... ;)
      Zum Thema Leckage habe ich auch noch folgenden Tip: Schau, dass Deine Grundplatte Wasserfest ist, und dichte den Stahlrahmen im Bereich um das Filterbecken mit einer Silikonnaht zur Bodenplatte hin ab. Dadurch schaffst Du eine gewisse (wenn auch nicht große) Auffangwanne bzw. Sicherheitsreserve im Fall einer Leckage. Und was sich auch als gut erwiese hat: Stelle das Filterbecken nicht ganz nach hinten in den Schrank, sondern halte es rundum irgendwie zugänglich. Auf jeden Fall dort, wo Dein Ablauf wäre, ansonsten zumindest soviel, dass Du mit einem Besenstiel o.ä. dahinter kommst, für den Fall, dass Du mal aufwischen musst... Auch das bewährt sich auf Dauer ;)


      Tigrinus schrieb:

      Ich habe ursprünglich auch nur an an einen Schacht gedacht. Der Aquarienbauer hat mir bei der Größe ganz klar entweder zu einem Schacht in der Beckenmitte oder zwei Schächten links und rechts geraten.
      Was denken die anderen darüber?
      In dem Becken sollen mal 2 Rochen und diverse Beifische wie Welse (u.a. Panaque), Buntbarsche (evtl. Heros) und Salmler leben - also alles ordentliche "Scheisser".
      Mich würde auch das Thema Lautstärke interessieren, denn plätschern sollte hier nach Möglichkeit sehr wenig.
      Schacht in der Mitte, wenn auch optisch schön, weil versteckt, würde ich auf GAR keinen Fall machen. Da kommst Du ja nie mehr hin ;) Auch zwei Schächte haben m.E. den großen Nachteil, dass Du nur an einen ran kommst. Ich rate auf jeden Fall dazu, den Schacht auf der Seite zu planen, die für Dich auch zugänglich ist. Manchmal wirst Du das Ablaufsieb reinigen müssen, einen Fisch herausholen... Im blödesten Fall vielleicht mal eine Tankdurchführung tauschen... Auch nutze ich den Schacht öfter mal, um einen Fisch separieren zu können, wenn er verletzt ist (ich halte Malawis), oder wenn ein Jungfisch geschützt werden soll...
      Zur Abfuhr von Dreck reicht ein Schacht auch auf jeden Fall. Sollte angepasst an die Umwälzrate halt ausreichend dimensioniert sein. Damit lässt sich auch das Plätschern beeinflussen. Zur Einstellung des Durchlaufs würde ich zum Schiebe-Ventil raten, das ist zwar schweineteuer, aber wesentlich genauer zum Einstellen als ein Kugelhahn. Ich habe keines, aber hätte gerne eins ;)
      Plätschern lässt sich durch anstauen des Wasserstandes im Ablaufschacht dann weitestgehend minimieren. Den Rest muss dann die Abdeckung dämpfen. GANZ lautlos wird's, je nach Umwälzung der Förderpumpe wohl nie sein...

      LG,

      Peter
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von pete259 ()

    • Hi,

      die Frischwasserleitung hat 2 normale Ventile (Schraubhähne für warm und kalt) ca. 1m von Beckenkante.
      Die Zuleitung erfolgt mit einem PVC ummantelten biegsamen Metallrohr, welches sich genau oberhalb der Wasseroberfläche ausrichten lässt.
      Rücklaufschutz ist deswegen nicht erforderlich. Blockfilter und Rücklaufschutz bremsen die Füllgeschwindigkeit erheblich aus.

      Die Abläufe mit den Kugelhähnen sind in den Seitenfiltern.
      Bilder dazu hier : cichlidenwelt.de/CWF4/index.ph…S%C3%BCdamerika-Aquarium/

      Wasserwechsel im Sommer mit Ablassen und Nachfüllen. Im Winter mit weniger Wasser und dafür öfter, auch als Durchlauf, da die zur Verfügung stehende Frischwassertemperatur dann niedriger ist und ich mit dem Warmwasserspeicher des Hauses begrenzte Zumischmöglichkeit habe.


      Der Notüberlauf ist im Filterbecken. Bei Stromausfall fällt das Wasser im Aquarium bis zum Ablaufschacht ab und überschüssiges Wasser geht vom Filterbecken in die Kanalisation.
      Beim Zuschalten fehlt dann etwas Wasser im Filterbecken, was aber verschmerzbar ist.

      Bezüglich Ablaufschacht und Plätschern habe ich 2x 50er Tankdurchführungen mit Kugelhahn, welche 10000L/h bewältigen und sich auch gut einstellen lassen.
      Bei meinem 1200er Becken habe ich den Kugelhahn letzten Endes weg gelassen. Das bringt noch etwas mehr Durchsatz. Der Füllstand im Schacht lässt sich mit den neuen regelbaren Pumpen auch gut justieren. Es muß nur genug Pumpenleistung zu Verfügung stehen.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Hallo Nils,

      beim Ablauf in der Mitte hast du den Längssteg über dem Schacht. Wird enger beim Hantieren - oder der Steg muss unterbrochen werden, was aus statischen Gründen ungünstig ist. Bei Eckschächten entfällt das Problem. Warum außerdem sollte ein mittiger Schacht mehr Wasser aufnehmen? Das liegt doch an der Größe, nicht an der Lage.

      Ich würde nur einen Eckschacht nehmen und wüsste nicht, was daran nachteilig sein sollte.

      In den Schacht 2 Ablaufbohrungen; in die eine ein Überlaufrohr bis etwa 2/3 Beckenhöhe einkleben (Notüberlauf). Unter den anderen Ablauf einen Kugelhahn einsetzen. Mit dem kann man dann das Wasser im Schacht auf etwa 1/2 Beckenhöhe anstauen. Sollte dann nicht mehr so viele Geräusche machen (oder, mit etwas Glück, ganz still sein).

      Gruß,
      Dirk

      P.S.: Vielleicht noch ein Angebot eines anderen Aquarienbauers einholen?
    • Hallo Nils,

      ich habe auch Zu- und Abwasser direkt unter dem Becken. Wenn das möglich ist, definitiv so umsetzen. Ich habe eine normale Mischbatterie angeschlossen, dass Wasser kommt dann temperiert über einen normalen Brauseschlauch ins Becken. Fest verrohrt ist es nicht, da ich über den gleichen Anschluss auch das Planschbecken der Kids (über Gardena-Kupplung + Schlauch) befülle.

      In der Pumpenkammer des Filteckens habe ich eine 50er Tankverschraubung. Diese ist mit HT-Rohren mit dem Abfluss verbunden. Zusätzlich habe ich mir noch mit HT-Rohren einen Ablauf fürs Mulm absaugen gemacht. Den kann ich bei Bedarf "ausklappen" und den Schlauch einhängen.

      Der permanete Wasserwechsel ist bei mir aktuell außer Betrieb. Wollte es ohne Gardena-System mit einem kleinen Kugelhahn umsetzen, aber der läuft etweder zu stark oder garnicht.

      @pete259 : hast du also Gardenakupplung, Basisgerät 1000, Schlauch und einstellbarer Tropfer? Das Eckventil ist dann voll auf und das Basisgerät fungiert als Druckminderer.
      Gruß Tim

      :wels:
    • Hi,


      Dirk1 schrieb:

      Ablauf in der Mitte
      ich dachte immer 1x rechts und 1x links ist gesetzt. Mitte ist absoluter Blödsinn und verschandelt das Aquarium.
      Teile dir auf einer Seite 20cm ab und unterteile die 1,05m in Häfte Ablaufschacht / Hälfte Schnellfilter mit Koibürsten.
      Würde ich immer wieder so bauen.
      2x Überlaufbohrung 40mm in den Schacht mit Kugelhähnen machen Durchsatz über 10.00l/h möglich.
      Wenn der Filterschacht als Rieselfilter befüllt wird, gibt es sehr wenig Geräusche und ein Notüberlauf ist nicht erforderlich.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Hallo zusammen,

      den Notüberlauf halte ich für schon empfehlenswert, insofern man den Durchfluss und den Wasserstand im Ablaufschacht mittels Absperrhahn regulieren möchte. Das halte ich n jedem Fall für sinnvoll, da das Filterbecken ja auch vorrangig ein biologischer Filter ist, und daher das Wasser ja nicht zu schnell "durchschießen" soll. Zudem man dann auch eine nicht ganz so große und damit sparsamere Förderpumpe einsetzen kann. Es ist zu bedenken, dass diese in so einem offenen Kreislauf der wohl größte Stromfresser sein wird. Da sich im Absperrhahn des Ablaufes schon theoretisch Mal was fangen könnte, ist der Notüberlauf sinnvoll, so das im Falle des Falles die Pumpe nicht alles nach oben pumpt und dann das Becken überläuft. Die Höhe des Standrohr Notüberlauf plant man normalerweise bis knapp unter der Oberkante Aquarium.

      @'Bad_Rockk: Ja, das ist das genannte Basisgerät, Schlauch und Dripper. Und ja: Hahn ist offen, das Gerät ist der Druckminderer.

      Ich denke auch, dass ob der komischen bzw. Nicht nachvollziehbaren Ratschläge des Aquarienbauers auch noch ein anderer angefragt werden sollte...

      LG Peter
    • Hi
      Hier mal ein Bild von meinem Ablaufschacht


      In dem Schacht ist ein dickes Rohr für Kabel oder Schläuche (für das Lichtkabel und man weiß ja nie, was man noch nachrüsten will), ein Hauptabfluß ( der mit den 2Winkeln und Luftschläuchen wegen der Geräuschentwicklung), der Notüberlauf (oben offen) und der Rücklauf (ganz links).
      Rechts sieht man eine Scheibe, so daß nicht das ganze Becken leerlaufen kann und daneben ein Kamm für den Oberflächenabzug. Darunter sind 3 Bohrungen mit Gittern, die unterste in Bodenhöhe.

      Ich mache täglichen automatischen Wasserwechsel mit einem GHL Computer, der 2! Hintereinandergeschaltene stromlos geschlossene Magnetventile ansteuert. Nach den Ventilen geht es mit Schlauch in die Reiser Blockfilter und von da mit Schlauch direkt ins Becken. Ich möchte die Reiserfilter nicht ständig unter Druck halten

      Das Filterbecken hat einen Ablauf direkt an die Kanalisation, bei mir mit Rückstauklappe, daß kein Abwasser ins Filterbecken zurückstauen kann.

      Ich würde das Becken so groß, wie möglich bauen, da es nie groß genug sein kann. Wenn du es eh abdeckst wirst du keine Probleme mit Schimmel bekommen. Mein Becken ist komplett oben offen und nur mit senkrechten Scheiben bis zur Decke geschlossen (Paludarium). An den Scheiben läuft dann schon Kondenswasser herunter.

      So, viel Blabla, ich hoffe, es hilft. Ich habe über 10Jahre hin und herüberlegt und für mich die beste Lösung gefunden.

      Gruß Schorsch
      P.S. Mein Filterschacht ist aus Schwarzglas, hat den Vorteil, daß man die schönen Rohre nicht sieht!
    • Guten Abend in die Runde,

      vielen Dank für die vielen hilfreichen Einblicke und Tipps.
      Mir ist jetzt noch mal klarer, wie ich die Wasserleitung und die Abwasserleitung anschließen könnte und was ich hier beachten sollte. Dafür schon mal vielen Dank an Euch!!

      Ich bin mir noch immer unschlüssig, ob ich einen oder zwei Überlaufschächte wählen sollte. Damit meine ich nicht die Variante mit einem Schacht in der Mitte - das geht optisch gar nicht, sondern nur einen Schacht in einer hinteren Ecke oder beide Ecken. Da ich in jedem Fall mindestens 1-2 starke Strömungspumpen im Becken installieren werde, könnte tatsächlich ein Ablaufschacht ausreichend sein.

      Ich habe auch langsam das Gefühl, besser noch mal mit weiteren Anbietern zu sprechen. Ich habe nur das Problem hier in Berlin und Umgebung ist aquaristisch ziemlich "tote Hose". Ich habe bei einem ganz großen Anbieter in ca. 500km Entfernung angefragt - leider kam nur ein Standardangebot ohne auf meine individuelle Anfrage einzugehen. Ein zweiter Anbieter (ähnlich weit weg) war fast doppelt so teuer und bot nur in Kombination mit einem Alu-Untergestell an. Der Dritte im Bunde hat gar kein Angebot abgegeben. Nummer 4 ist zumindest bemüht und berät mich auch, dafür sind dabei eine paar fragwürdige Vorschläge dabei. Da ich mit ihm keine Erfahrung hatte, habe ich ein kleineres Becken bestellt und kürzlich in 200km Entfernung abgeholt um mir auch vor Ort ein Bild zu machen. So richtig überzeugt bin ich noch nicht...

      Wenn Ihr mir jemanden empfehlen könnt, der wirklich gute Qualität liefert, bezahlbar ist (ich meine nicht spottbillig, sondern angemessene Preise hat) und auch im Berliner Speckgürtel liefert oder gar vor Ort klebt, freue ich mich sehr über eine PN.

      Danke und viele Grüße
      Nils

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tigrinus ()

    • Hallo Nils

      zu den Thema muss ich ja nicht mehr viel sagen .mein guter Freund Pete259 ua.haben ja schon viel gutes Erwähnt.

      Wegen Becken .
      Hast schon mal hier nachgefragt
      aquariumverkauf24.de/rechteckaquarien.1.html

      Hab zwar nur ein 150cm aber dies als Sondermaß , hatte damals auch einige Aquarienbauer angefragt.
      Herr Hutschenreuter war günstig und lieferte Top Qualität , zumal er mir das Becken lieferte und in die Garage stellte.
      Auch soll man in Polen sehr gute Becken bekommen, hab da in einen anderen Forum was es leider nicht mehr gibt einen Artikel gelesen wo die Jungs aus Polen kamen und so einen großen Pott vor Ort klebten.

      Leider ist Mr.Dovi (Peter Buchhauser) buchhauser-peter.de/ hier nicht mehr Aktiv im Forum ,habe seine Großbecken mal Live gesehen , war sehr begeistert wie er mit MKIF filtert und das mit sehr geringem Energieaufwand.

      Evtl Peter mal über Email kontaktieren
      Gruß Dieter

      Mein Becken
    • Hallo zusammen,

      mit Aquariumverkauf 24 habe ich auch sehr gute Erfahrungen, weiß aber nicht ob er Becken in der Größenordnung auch herstellt. Aber kurze Anfrage genügt ja.
      Über polnische Aquarienbauern habe ich noch nichts im Bekanntenkreis gehört, weiß aber, dass bei den Tschechen sehr gute Qualität abgeliefert wird. Habe mir auch ein 1200 und 2000-l--Becken liefern lassen, leider ist der Hersteller in Rente gegangen und sein Nachfolger baut keine mehr in dieser Größenordnung.

      Beste Grüße von Mathias
    • Hallo,

      ich habe bei mir eine Hifskonstruktion. Ein Magnetventil "stromlos zu" wird über eine Zeitschaltuhr geschaltet. Das Frischwasser wir direkt vor die Pumpe gefördert, die im Filter das gereinigte Wasser ins Aquarium pumpt.

      Zeitgleich geht eine preiswerte Teichpumpe an und pumpt Schmutzwasser ins Abwassersystem (Neben dem Filter installiert). Da muss man ein bisschen am Zu- und Ablauf justieren und der Wasserstand im Filter bleibt konstant.