Grünes Wasser

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    • Grünes Wasser

      Hallo zusammen.
      Habe seit 3 Wochen Probleme mit grünem Wasser.
      Nach einem Wasserwechsel (den ich wöchentlich durführe mit 60%) ist das Wasser nach 2-3 tagen grün.
      Gibt es hier eine einfache Lösung oder muss ich auf einen uv klärer zurückgreifen?

      Gruß Daniel
    • Das Wasser wird grün, weil der Nährstoffeintrag zu hoch ist.
      • Mehr Wasser wechseln, zur Not auch öfter
      • Nährstoffeintrag reduzieren
      Gruss
      Jan

      Twitter is eine typische Erscheinung der Generation ADS & SMS. Für einen Brief zu faul, für einen kompletten Satz zu dumm und für korrekte Grammatik zu cool.
    • Hallo Daniel,

      ich sehe das etwas anders als Jan:

      Natürlich hat man im Aquarium einen höheren Nährstoffeintrag als in klaren Naturbiotopen. Das trifft aber auch auf Aquarien zu, die nicht grün werden.
      Nach meiner Erfahrung sind Aquarien mit grünem Wasser fast immer zu hell beleuchtet oder (was noch häufiger vorkommt) sie stehen direkt am Fenster oder im Wintergarten o.ä.

      Ja, Wasser wechseln und Nährstoffeintrag reduzieren hilft. Ich habe allerdings noch nicht erlebt, dass die Grünfärbung davon verschwindet. Selbst das Reduzieren der Beleuchtung hilft oft nicht, wenn sich die Schwebealgen einmal verbreitet haben.

      Was nach meinen Erfahrungen funktioniert: Vergiften (Kupfersulfat o.ä.), mit UV-Klärer verklumpen und Ausfiltern, Becken für eine Woche von jeglichem Licht abschirmen und (bei mir am schnellsten) Filtern über Diatomeen-Erde.

      Gruß,
      Dirk
    • Für mich sind Algen auch nie das Problem, sondern nur ein Symptom, welchens auf das eigentliche Problem (zu viele Nährstoffe im Wasser) hindeutet.
      Eine bessere Filterung könnte ebenfalls helfen. Algen nutzen viel stärker als höhere Pflanzen auch Ammonium/Ammoniak und Nitrit als Nährstoff. Werden diese schnell zu Nitrat durchoxidiert, haben höhere Pflanzen mit ihren Wurzeln eher einen Vorteil
      Gruss
      Jan

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    • Hi,

      so ein Problem hatte ich nur mal bei Außenhälterung durch intensive Sonneneinstrahlung.
      Könnte die Ursache auch dort liegen ?
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Um es mal so ganz pauschal zu sagen:
      Alle Pflanzen wachsen im Rahmen ihrer Umgebungsfaktoren.
      Massenhafte Vermehrungen treten immer dann auf, wenn etwas aus dem Ruder läuft.
      In Aquarien ist dies praktisch immer die Wasserqualität.
      Natürlich kann man eine Massenvermehrung auch dadurch verhindern, dass man einen anderen Parameter so weit limitiert, bis er dieses Wachstum verhindert. Also in diesem Fall: Das Wasser enthält zu viele Nährstoffe, weshalb es zur Algenblüte kommt. Die Algenblüte kann man dadurch verhindern, dass man das AQ abdunkelt. Dadurch wird das Wasser aber nicht besser. Vermutlich ist sogar das Gegenteil der Fall. Die Algen binden ja die überschüssigen Nährstoffe und führen also zu einer Entschärfung der Situation.
      Wenn du jetzt das AQ abdunkelst, werden die Nährstoffe nicht mehr durch die Algen gebunden und vermutlich wird der Nährstoffgehalt des Wassers weiter steigen.
      UVC-Entkeimer bringen da natürlich auch nur einer Verbesserung der Symptome.

      Schnell wachsende Pflanzen, die dem Wasser die Nährstoffe entziehen wären hier eher das passende Mittel.
      In diesem Fall könnte dies eine Schwimmpflanzendecke sein. Lemna minor würde sich hier anbieten. Das Zeug vermehrt sich auch sehr stark und kann dann einfach mit dem Kescher aus dem AQ entfernt werden. Damit könntest du sogar nachwiegen, wie viel Nährstoffe du aus dem AQ holst
      Gruss
      Jan

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    • Hi,

      schon allein durch das Entfrernen des alten Wassers mindert sich natürlich der Schwebealgenanteil.

      Als Ursachenenforschung ist zu klären:
      - hat sich die Wassertemperatur erhöht (weniger Sauerstoff gebunden, höherer Futterdurchsatz) ?
      - andere Lichtverhältnisse (mehr Sonneneinstrahlung)
      - ggf. Probleme mirt der Filterung
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Hallo,

      es gibt viele tausend Algenarten mit unterschiedlichsten ansprüchen die grünes Wasser machen und wenn man grünes Wasser haben will zum Moina, Daphnien, Rotatorien... ernähren ist das absolut was zum Zähne ausbeißen. Die Uni Göttingen z.B. hat 2285 Arten in Kultur: Klick
      Hat bei mir Jahre gedauert bis ich eine geeignete Alge stabil hinbekommen habe. Umgekehrt bekommt man sie auch nicht so einfach mit Nährstoffe reduzieren los. Noch dazu gibt es praktisch bei jedem Nährstoffgehalt Aquarien mit und ohne Algen unter eigentlich gleichen Bedingungen. In grünes Wasser Pflanzen setzen die das richten sollen klappt nicht. Da wächst nichts außer Algen.

      Ein wenig Tümpelwasser mit Organismen die Algen fressen einsetzen kann was bringen, allerdings gibt es auch Schwebealgen die nicht fressbar sind, Wasserwechsel kann auch eine Maßname sein und UV-Filter (vielleicht hat ja hier im forum einer einen zum verleihen) kann auch was bringen. Alles kann, muß aber nicht, wie gesagt, hochkomplexes Thema mit sehr vielen Variablen.

      Gruß, helmut
    • Um mal die allgemeine Raterei etwas zu reduzieren. Wie sind denn die Werte für Phosphat, Ammoniak/Ammonium, Nitrit und Nitrat im Leitungswasser?

      Wasserwechsel von nur 60% sind ja auch sehr ineffektiv. Wasser so weit ablassen, dass die Fische überlegen laufen zu lernen. Wieder auffüllen und danach das Ganze nochmal.
      Dadurch reduziert man die Keimzahl (also auch die schwimmenden Algen) um weit über 90%
      Schwimmpflanzen leiden auch längst nicht so unter Algen wie z.B. submerse Pflanzen, da sie ja trotzdem 100% vom Licht bekommen.
      Gruss
      Jan

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    • Ich habe im Frühjahr einen kleinen Gartenteich gereinigt (5000 Liter). Hat senkrechte Wände und keine Pflanzen- bzw. Sumpfzone. Bodengrund ist auch nicht drin, konnte also den Boden sogar fegen. Sauberer kann man einen Teich gar nicht machen.
      Gefüllt habe ich ihn mit Leitungswasser: Phosphat, Ammoniak und Nitrit nur in Spuren vorhanden, Nitrat bei 5 mg/l.
      Nach 3 Tagen mit strahlend blauem Himmel musste ich die UV-Lampe einschalten, weil das Wasser begann, grün zu werden.
      Besatz bestand aus 5 Goldfischen (je ca. 8 cm). Gefüttert wurde nicht.

      Die UV-Lampen allein bringen in unseren Teichen keine Besserung. Auch eine nachgeschaltete Filterung über Split (3-8 mm) brachte nichts. Erst die Kombination UV-Klärer mit Schaumstoffpatronen entfernte und entfernt die Grünfärbung. Aber selbst nach wochenlangen Gebrauch und kristallklarem Wasser kommt die Grünfärbung nach ein paar Tagen zurück, wenn ich die UV-Lampe ausschalte und die Sonne scheint.

      Kann man natürlich nicht 1:1 aufs Aquarium übertragen.

      Gruß,
      Dirk
    • Psittacus schrieb:

      ...Jans Wasserwechsel Empfehlung halte ich für fragwürdig..
      ...
      Was ist daran fragwürdig? Klappt prima.

      Es ist ja nicht so, dass in dem alten Wasser etwas nützliches wäre. Wenn es finanziell machbar wäre, wäre es für die Fische am besten, wenn man sie in fließendem Wasser halten würde
      Gruss
      Jan

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    • Moinsen Jan,

      absolute Zustimmung von mir. Bei fließendem Wasser hast du höchstens in toten Strömungszonen ein paar Algen(wuchs).
      Schwebealgen werden einfach durch gefegt und weggespült. Aber leider ist sowas zwar realisierbar, aber eben sehr teuer auf Dauer.
      Gruss, Volkmar

      Alles fürs Aquarium ! Alles für den Fisch !
      Möge das Wasser mit Dir sein

      :Vic:
    • Helmut, wenn das Wasser so grün ist, wird es natürlich schwierig, aber dann hat er auch einen massiven Nährstoffüberschuss im AQ
      Für farbiges Wasser hat JBL ja die Komperatortests.
      Gruss
      Jan

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