Söchting Oxydator

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    • Warum so stark entkeimen? Ist die Wasserqualität so mies? Wären umfangreichere Wasserwechsel nicht die bessere Wahl?
      Gruss
      Jan

      Twitter is eine typische Erscheinung der Generation ADS & SMS. Für einen Brief zu faul, für einen kompletten Satz zu dumm und für korrekte Grammatik zu cool.
    • Das passiert nebenbei auch. Sie werden mit verdünnter Peroxidlösung befüllt. Diese diffundiert durch das material und reagiert mit organischem Material. Dabei wird auch Sauerstoff freigesetzt.
      Gruss
      Jan

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    • Ich denke der Oxydator ist in erster Linie zur Sauerstoffversorgung gedacht. Zum Wasserwechsel kann ich sagen diesen wöchentlich mit 1A Brunnenwasser vorzunehmen. Ich denke bei der Oxydatornutzung nicht an Entkeimung. Man benutzt Wasserstoffperoxyd (H2O2), mit den Katalysatorsteinchen wird der Sauerstoff freigesetzt.

      Nun zurück zu meiner ursprünglich gestellten Frage. Kann ich einen zweiten (geschenkten) Oxydator einsetzen und was muß ich beachten. Wißt Ihr mein letzter Chemieunterricht fand im Jahre des Heils 1968 statt, deshalb bitte ich mir eine Antwort zu geben.

      Gruß
      Wolfgang
    • Hi,

      wenn ich richtig gelesen habe, entsteht O2 bzw. freie Sauerstoffatome. Eine Überdosierung o.ä. sollte daher keine Folgen haben. Irgendwann ist die max.Sättigung erreicht und der Sauerstoff perlt aus.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Bei einer Überdosierung besteht die Gefahr, dass z.B. auch die Kiemen der Fische angegriffen werden.
      Das Teil heißt nicht zufällig Oxidator. Keime und Mikroorganismen werden durch das Peroxid kaputt oxidiert.
      Gruss
      Jan

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    • Hi,

      jetzt sind wir auf dem Punkt, wo der Oxidator ähnlich einer Ozonanwendung bewertet wird.

      Auf jeden Fall ist richtig, dass mehr nicht immer mehr hilft. Wenn das Aquarium läuft, würde ich auch nichts ändern.
      Aber das war ja nicht die Fragestellung.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • luzz schrieb:

      ... jetzt sind wir auf dem Punkt, wo der Oxidator ähnlich einer Ozonanwendung bewertet wird. ...
      Am Ende wirkt er praktisch auch nicht anders
      O3 + H2O ist ja von H2O2 + H2O nicht grundsätzlich verschieden. In jedem Fall haben wir ein mehr oder weniger freies O, dass sich entweder mit einem anderen O zu O2 verbinden kann, oder aber organisches Material oxidiert.
      Gruss
      Jan

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    • Das ist ja alles schön und gut, ich bedanke mich auch für die Reaktionen aus dem Forum. Aber wie es manchmal so ist, den Kern meines Anliegens haben die nicht so ganz richtig getroffen. So rufe ich also immer noch klagend den Kosmos an mit der Frage: Kann ich einen zweiten Oxydator einsetzen und was sollte ich gegebenenfalls dabei beachten?

      Gruß
      Wolfgang
    • Klar kannst du zwei dieser Teile einsetzen.
      Genau wie eine zu starke Ozonisierung kann dies aber auch schädlich sein, da durch die Sauerstoffradikale bevorzugt organisches Material zerstört wird. Das kann im Extremfall auch zu toten Fischen führen.

      Ein Söchting Oxidator Typ A passt für AQs mit 400 l. Das entspricht ja recht gut deinem AQ.
      Nebenbei sind die Teile in keinem Fall wirklich sicher. Defekte am Gerät führen schnell zum Totalausfall beim Besatz.
      Peroxidlösung wirkt in etwa so wie Chlor im Wasser. (Nur die zusätzliche Anreicherung mit Sauerstoff hat man bei Chlor nicht).

      Willst du den Keimdruck senken? Mehr Wasserwechsel und evtl. UVC-Entkeimer einsetzen.
      Willst du mehr Sauerstoff im Wasser? Mehr Wasserbewegung und evtl. eine Filterung, bei der dem Wasser nicht so viel Sauerstoff entzogen wird (bzw. bei der der Sauerstoff auch im Filter wieder ersetzt wird)
      Gruss
      Jan

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    • Xenophon schrieb:

      Man benutzt Wasserstoffperoxyd (H2O2), mit den Katalysatorsteinchen wird der Sauerstoff freigesetzt.
      Das poröse Material des Oxidators regelt die Diffusion des H2O2 ins AQ. Von einer großen Katalysator-Wirkung würde ich da nicht ausgehen.
      Grundsätzlich können 2 H2O2 zu 2 H2O + 1 O2 reagieren. Damit wäre ja eigentlich alles gut. Das ist genau so, wie zwei Ozon-Moleküle zu 3 O2 reagieren können.
      In der Praxis wird aber ein nicht unerheblicher Teil des freien Sauerstoffs mit anderen Stoffen reagieren. Das können Keime sein, aber eben auch andere empfindliche Oberflächen. Fische sind ja eigentlich durch ihren Schleim recht gut geschützt, aber genau da sind die Kiemen die Ausnahme.
      Das Ergebnis ist im günstigen Fall wie bei einem Wasserwechsel mit Leitungswasser, welches gechlort oder ozonisiert wurde: Eine Reizung der Kiemen. Beim Leitungswasser lässt diese Wirkung schnell nach, da Ozon oder Chlor verbraucht werden. Bei zu viel über die Oxidatoren werden ständig neue Sauerstoffradikale nachgeliefert und als Folge die Fische auch stärker geschädigt
      Gruss
      Jan

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    • Xenophon schrieb:

      Kann ich einen zweiten Oxydator einsetzen und was sollte ich gegebenenfalls dabei beachten?
      Für den Fall, dass es noch nicht deutlich genug war: Lass den Quatsch!
      Gruss
      Jan

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    • Nur mal so nebenbei ...mit Wasserstoffperoxyd kann man super Algen behandeln. Dosiert man zuviel lösen sich die Blätter der Pflanzen schnell auf. Ähnlichen Effekt hat es auf die Fische. Wenn du also nur Sauerstoff haben willst und dir die keimtötende Wirkung egal ist dann leite halt klassisch Luft ein.Eine Überdosierung mit Wasserstoffperoxyd macht jedenfalls keinen Sinn. Zumal die Söchting UFOs doch eine genaue Anleitung haben für wieviele Liter sie vorgesehen sind.
    • Hi,

      Jan hat meinen Vergleich zum Ozon schon richtig interpretiert.
      Es ist eine fallabhängige subjektive Einschätzung ob und wieviel O oder O3 von Nöten ist.
      Ebenso subjektiv ist die Beantwortung der Frage, wie flüchtig diese freien Sauerstoffatome sind, d.h. womit sie reagieren bzw. sich selbst zu O2 verbinden.
      Eine 100%ige Antwort darauf wird auch keiner geben können.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Prima vielen Dank Euch, habe beim schnellen überlesen Eurer geschätzten und auch profunden Antworten rekapituliert: einer reicht. Das Ding arbeitet so wie ich es erwarte. Bei einem wöchentlichen hälftigen Wasserwechsel ist auch recht wenig an Keimung zu erwarten. Wie oben erwähnt betreibe ich den Söchting zur Sauerstoffversorgung und nur zur Sauerstoffversorgung. Mal sehen was ich mit Söchting No 2 jetzt mache.

      Gruß vom Niederrhein
      Wolfgang
    • Hallo Wolfgang und alle anderen,

      aus meiner Sicht ist bei der vorangegangenen Diskussion einiges durcheinander gebracht worden.

      Zuerst; es gibt "normales" Wasserstoffperoxid und stabilisiertes Wasserstoffperoxid. Ersteres zerfällt mehr oder weniger von alleine und unkontrolliert in Wasser und Sauerstoff, bei zweitem wird dafür ein Katalysator benötigt, auf dessen Oberfläche die Reaktion stattfindet.

      Die abgegebene Menge an Sauerstoff ist nicht nur von der Anzahl der Geräte abhängig, sondern auch von der Konzentration der verwendeten Lösung, von Größe und Anzahl der Katalysatoren sowie von Wassertemperatur und Strömung.

      Normales, nicht stabilisiertes Wasserstoffperoxid sollte man zur Sicherheit gar nicht oder nur in kleinsten Mengen einsetzen. Durch den unkontrollierten Zerfall entstehen dort tatsächlich reaktive Sauerstoffatome in nicht unerheblichen Mengen (was man in bestimmten Situationen ja auch so haben will - nur normalerweise nicht im besetzten Aquarium).

      Das stabilisierte Wasserstoffperoxid lässt sich zuverlässig handhaben. Die abgegebenen Mengen an Sauerstoffatomen sind relativ gering und kontinuierlich. Zudem erfolgt die Freisetzung innerhalb eine Art Glocke, so dass der Austritt von freien Sauerstoffatomen stark gebremst wird. Die reagieren überwiegend bereits innerhalb der Glocke zu O2.

      Ozonisatoren sollen freie Sauerstoffatome ins Wasser bringen - Oxidatoren sollen O2-Moleküle ins Wasser bringen. Bei den Oxidatoren entsteht als Nebenprodukt auch eine relevante Anreicherung mit O2. Die Abgabe von freiem Sauerstoff durch Oxidatoren, die mit stabilisiertem Wasserstoffperoxid betrieben werden, ist gering.

      Man kann Lebewesen aber auch durch einen zu hohen O2-Gehalt verätzen. Eine Übersättigung mit Sauerstoff kann zu erheblichen Schädigungen führen. So etwas kann in dicht bepflanzten Aquarien z.B. bei längerer, direkter Sonneneinstrahlung passieren. Von einem solchen Phänomen durch den Einsatz von Oxidatoren habe ich noch nie gehört. Die Mengen dürften bei Oxidatoren viel zu gering sein.

      Abhilfe schafft bei zu viel oder zu wenig Sauerstoff vor allem die Umwälzung des Beckenwassers. Beim Gasaustausch an der Wasseroberfläche wird nicht nur Sauerstoff aufgenommen, sondern auch zu viel Sauerstoff abgegeben.

      Man kann die Frage nach dem zweiten Oxidator nicht pauschal beantworten. Man müsste den Sauerstoffgehalt im Becken messen und könnte erst dann bei Kenntnis von Anzahl und Größe der Oxidatoren und Katalysatoren sowie verwendeter Konzentration der Oxidator-Lösung errechnen, bei welcher Konstellation tatsächlich zu viel Sauerstoff abgegeben werden könnte.....alles sehr theoretisch.....

      Die einfachste Lösung dürfte sein, die Fragestellung mit dem Hersteller der Oxidatoren zu erläutern (und die Antwort dann hier einzustellen).

      Gruß,
      Dirk
    • Jetzt musste ich doch erst mal suchen, was denn stabilisiertes Wasserstoffperoxid(-lösung) ist.
      Das "Stabilisieren" von H2O2-Lösung wird durch Zugabe von Phosphorsäure erreicht.
      Damit wird der pH-Wert der Lösung auf relativ harmlose 4,2 stabilisiert.
      Phosphorsäure reagiert dann natürlich zu Phosphaten, die mal ganz pauschal betrachtet ein starker Pflanzendünger sind.

      Damit sind wir ja auch beim typischen Einsatzort der Oxidatoren: Stark bepflanzte Wassergärten. Hier hat man ja sehr oft keine starke Wasserbewegung, um das mühsam hinzugefügte CO2 nicht gleich wieder auszutreiben.
      In so einen "grünen Hölle" ist ein wenig Phosphat sicher nicht von Bedeutung.

      Bei AQs mit starkem Fischbesatz sieht es natürlich anders aus. Hier ist Dünger im AQ massig vorhanden und CO2 auch nicht knapp. Hier würde ich immer zu einer stärkeren Wasserbewegung raten
      Gruss
      Jan

      Twitter is eine typische Erscheinung der Generation ADS & SMS. Für einen Brief zu faul, für einen kompletten Satz zu dumm und für korrekte Grammatik zu cool.
    • Also das mit dem stabilisierten Wasserstoffperoxyd ist mir bekannt gewesen. Auch in die zuverlässige Handhabung setze ich großes Vertrauen und teile daher die geäußerten Zweifel an problemloses Arbeiten des Oxydators nicht. Auch die jetzige Konzentration des H2O2 ist ja so mimimal, daß ich mit Komplikationen kaum rechne. Ich wolte mit meiner Frage mich nur noch mal vergewissern. Übrigens kenne ich Aqurianer bzw kannte sie die diese Apparate jahrzehntelang betrieben.

      Mit dem Hersteller korrespondierte ich auch. Der antwortete (Dr Söchting) ganz lapidar mit einem "Eineinhalbzeiler": ja könnte man, ich sollte nur auf die Dosierung achten. mehr war da nicht als Echo vorhanden.

      Gruß
      Wolfgang