315l Südamerika Besatzplanung mit Biotodoma cupido

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    • 315l Südamerika Besatzplanung mit Biotodoma cupido

      Moin!
      Nach einigen Jahren Trockenheit soll nun wieder ein Aquarium bei mir zu Hause einziehen. In den vergangenen >20 Jahren habe ich nach den Anfängen mit dem klassischen Gesellschaftsaquarium v.a. ostafrikanische Cichliden und Pygocentrus-Arten gehalten.

      Geplant war vor knapp vier Jahren das hier:

      1) Diskus in Berlin
      2) 840 (720) Liter Malawi Non-Mbuna / Besatzplanung

      Umgesetzt wurde davon nichts - leider aus wenig erbaulichen Gründen; Bauträger-Insolvenz ist das Stichwort. Zwischenzeitlich haben wir dafür den Traum vom eigenen Haus verwirktlicht, nun aber "fertig" gekauft. Die Langfristpläne zur Großpfütze im Wohnzimmer sind noch nicht geklärt, aber ich möchte schon jetzt wieder mit einem – im weitesten Sinne – Biotopaquarium "Südamerika" einsteigen.

      Folgendes ist grob geplant, ich benötige aber noch einigen Input zu meiner Besatzplanung, da ich vorerst nur Arten, nicht aber die entsprechenden Zahlen festgelegt habe und daher auf eure Meinungen gespannt bin: AQ 140x45x50cm (315l), geplant sind 2 HMF, eine sanfte LED-Beleuchtung für das – siehe oben – etwas untypische Wurzel-Biotopaquarium mit Sand, ein paar größeren Kieseln/Steinen sowie, aus optischen Gründen, ein paar Pflanzen (Anubias, Microsorum).

      Die Tiere betreffend habe ich mich in Biotodoma cupido verguckt. Relativ kleine, farblich sehr interessante und wohl eher gemäßigt temperamentvolle Cichliden...

      Welche Beifische kommen in Frage? Ich möchte gerne einen kleinen Schwarm Hyphessobrycon columbianus (wie viele sind hier sinnvoll, 20 Tiere?) halten und ggf. einen kleinen Baryancistrus xanthellus (L18) dazusetzen.

      Gretchenfrage(n):
      a) Sind die Biotodoma paarweise (wenn überhaupt unterscheidbar) zu halten oder besser in einer kleiner Gruppe (5-6)?
      b) Was haltet ihr von der Idee, dazu Corydoras sterbai zu halten (7-8 Tiere)? Das Becken wird eine begrenzte Grundfläche haben, daher möchte ich nicht zuviel Konkurrenz auf dem Boden schaffen.

      Ich freue mich über eure Meinungen. Danke vorab!

      Viele Grüße
      Felix

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    • Hi Felix,

      ich halte selbst eine Gruppe von 5 Bios in einem 840l Becken.

      Farbenpracht: Das Farbkleid der Bios wird nur wirklich prächtig wenn das Wasser passt, weich und leicht sauer sollte es sein. Sonst sind sie zwar nciht hässlich, aber eben auch keine echten Hingucker.

      Haltung: Paarweise Haltung habe ich noch nicht versucht, für mich klapp die Gruppenhaltung gut. (Männchen erkennt man an den spitz ausgezogenen Rückenflossen, später ggf. auch an der Größe.)

      Vergesellschaftung: Sofern die Bios genug Platz für sich selbst haben nehmen sie auch die Vergesellschaftung mit deutlich größeren friedlichen(!) Fischen nicht übel. In meinem Fall sind das Skalare und Heros. Mit Raufbolden (egal welcher Größe) setzt man sie aber besser nicht zusammen, sie sind etwas zart beseitet. Die Tiere sind sehr friedlich und können ohne Probleme mit Salmlern gehalten werden, ich selbst habe Hyphessobrycon bentosi im Becken. Für meine Corydoras kanei und schwartzi interessieren sie sich nicht sonderlich.

      Für so ein schnuckeliges kleines friedlich besetztes Becken möchte ich dir direkt noch meine heimlichen Lieblinge unter den Welsen ans Herz legen: Nadelwelse (Farlowella). Sie sind einfach zu putzig! Man muss nur aufpassen, dass man sie beim zurückschneiden von Pflanzen nicht gleich mit entsorgt. Meine 2 unternehmen schon mal ganz gerne Ausflüge in meine anderen Becken als Trittbrettfahrer auf umgesetzten Pflanzen ;D



      Zum Becken...außergewöhnliche Maße oder? Hast du das Becken schon? Sonst würde ich ggf. etwas mehr Tiefe einplanen. Ggf. solltest du noch drüber nachdenken statt der 2 (Eck?)-HMF auf einen einzelnen HMF der über eine ganze Seitenwand geht nachzudenken. Bei den Maßen geht das denke ich ganz gut. Ist weniger wartungsanfällig :)
      Gruß Daniel

      :bild:
    • Moin Daniel,

      danke für deine Rückmeldung. Wie gesagt, der Fokus soll auf den Bios liegen. Daher nur kleinere Beifische, die Nadelwelse schaue ich mir auf jeden Fall mal an!

      Die Beckenmaße sind insofern fix, als dass das Becken auf eine massive Kommode mit exakt den Flächenmaßen soll. Ansonsten hätte ich natürlich lieber 50-60cm umgesetzt. Die Technik möchte ich möglichst dezent lassen, d.h. je weniger Einblick verwehrt wird, desto besser - daher die Idee, die beiden hinteren Ecken zu nutzen.

      Viele Grüße
      Felix

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    • Hi,


      MrR schrieb:

      Das Farbkleid der Bios wird nur wirklich prächtig wenn das Wasser passt, weich und leicht sauer sollte es sein.

      In Berlin wirst Du dann mit Osmose arbeiten müssen, um in den gewünschten Bereich zu kommen. Mindestens aber über Reiser Blockfilter befüllen.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Hi Felix,

      das ist natürlich ein nachvollziehbarer Grund für die Abmessungen, dann bleib dabei.

      Bezüglich der Filter habe ich in meinem 150*60*60 auch zwei Eck-HMF. Das geht, ich würde mich dann aber auf kleine Pumpen beschränken. 2 Stk. mit jeweils 300-400l/h müssten schon reichen. Dann wird nicht so viel grober Dreck und Sand in die Matten gesaugt und die Standzeiten werden angenehm lang. Wenn dich Mulm im Becken stört ist dann allerdigns absaugen angesagt. Für hochglanz Saubermannbecken ohne Mulm sind HMF aber ohnehin nicht die beste Wahl.

      Dann mal frisch ans Werk, ich freue mich über Fotos ;)
      Gruß Daniel

      :bild:
    • luzz schrieb:

      Hi,


      MrR schrieb:

      Das Farbkleid der Bios wird nur wirklich prächtig wenn das Wasser passt, weich und leicht sauer sollte es sein.
      In Berlin wirst Du dann mit Osmose arbeiten müssen, um in den gewünschten Bereich zu kommen. Mindestens aber über Reiser Blockfilter befüllen.

      Wir wohnen nun direkt nördlich der Hauptstadt, das Wasser ist also etwas weniger katastrophal aus Südamerika-Sicht. Folgende Analysewerte haben wir:

      pH 7,5
      °dH 15,8 (GH)
      °dH 15,8 (KH)

      Muss da schon die Osmose her oder haltet ihr auch andere Ansätze für gangbar?

      Danke auch für den Input zur Filterung!

      Was meint ihr zum Besatz? Eine Gruppe Bios?

      Danke
      Felix

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    • Hi,

      pH ist neutral . Härtegrad ist auch nicht optimal.
      Aquarium einlaufen lassen, pH mittels Erlenzäpfchen, Seemandelbaumblättern, Torf o.ä senken und schauen, wie sich das einpegelt.
      Der Besatz kommt ja sowieso als Letztes.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Moin, moin,

      HumanOfTheWeek schrieb:


      pH 7,5
      °dH 15,8 (GH)
      °dH 15,8 (KH)

      Muss da schon die Osmose her oder haltet ihr auch andere Ansätze für gangbar?
      Bei den Werten kann man Bios sicherlich halten, insbesondere wird der ph im eingefahrenen Becken noch runter gehen (sogar ohne Erlenzapfen). Aber wie gesagt, so richtig bunt werden die nur bei schön weichem Wasser.
      Gruß Daniel

      :bild:
    • HumanOfTheWeek schrieb:

      luzz schrieb:

      Hi,


      MrR schrieb:

      Das Farbkleid der Bios wird nur wirklich prächtig wenn das Wasser passt, weich und leicht sauer sollte es sein.
      In Berlin wirst Du dann mit Osmose arbeiten müssen, um in den gewünschten Bereich zu kommen. Mindestens aber über Reiser Blockfilter befüllen.
      Wir wohnen nun direkt nördlich der Hauptstadt, das Wasser ist also etwas weniger katastrophal aus Südamerika-Sicht. Folgende Analysewerte haben wir:

      pH 7,5
      °dH 15,8 (GH)
      °dH 15,8 (KH)

      Muss da schon die Osmose her oder haltet ihr auch andere Ansätze für gangbar?

      Danke auch für den Input zur Filterung!

      Was meint ihr zum Besatz? Eine Gruppe Bios?

      Danke
      Felix

      Sorry, hier hatte ich einen Typo eingebaut. Der wert für die KH liegt bei 11,8 °dH.

      Aber wenn ich die allgemeine Skepsis hier so lese, muss ich mir das wohl noch einmal durch den Kopf gehen lassen.
    • Malte I. schrieb:

      Hallo,

      Ich bezweifle, dass bei der KH der pH irgendwelche großartigen Bewegungen nach unten machen wird. Da ist zu viel Puffer vorhanden.
      Ich hab auch einen hohen KH im Leitungswasser und der PH geht je nach Becken und ohne zusätzliche Maßnahmen immer nochmal 0,5-1 Pkt Runter.
      Gruß Daniel

      :bild: