Besatzfrage zu 200x60x70 Becken

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    • Besatzfrage zu 200x60x70 Becken

      Hey,

      wir haben uns zu Weihnachten einen lang gehegten Wunsch erfüllt und ein gebrauchtes Becken mit Zubehör gekauft. Am 5.1. können wir es abholen :freufreu:
      Nun stehen wir vor der Herausforderung, einen passenden Bestand zu finden und trotz Recherche, bin ich noch nicht wirklich fündig geworden und hoffe auf eure Unterstützung.
      Reine Steinbecken gefallen mir nicht so gut. Mein Gedanke ist, dass wir auf einer Seite Steine verbauen und diese dann durch das Becken "auslaufen" lassen, so dass auf der anderen Seite nur noch ein paar Steine sind. Dort wären Pflazen schön. Somit sollten es Fische sein, von denen sich welche auch in der Übergangszone wohlfühlen und nicht nur solche, die gerne in den Steinaufbauten leben.
      Von den Fischen stelle ich mir 3 - 4 Arten vor, am liebsten in den Farben gelb, blau und rot/orange. Lieber kleinere Fische und solche, bei denen die Weibchen nicht nur graue Mäuse sind.

      Liebe Grüße, Dina

      PS: Ist Online Fischkauf zu empfehlen oder fährt man besser zu einem Händer? Der Cichlidenstadl wäre eine mögliche Anlaufstelle für mich, da nur 90 km entfernt.
    • Hallo Dina,

      Bei der Beckengröße lässt sich schon einiges machen. Allerdings sehe ich in deinen Vorstellungen einen Widerspruch. Bis auf wenige Ausnahmen wirst du bunte Weibchen nur unter den Aufwuchsfressern finden. Diese brauchen aber relativ viel Struktur im Becken. Das heißt, man kommt um hohe Steinaufbauten bis knapp unter die Wasseroberfläche nicht herum.

      Da würden mir spontan Chindongo saulosi, Pseudotropheus johanni oder interuptus (Männchen schwarzblau, Weibchen gelb) und Metriaclima estherae (Männchen blau oder rosa, Weibchen kräftig orange) einfallen.


      Ich würde, wenn möglich die Fische immer vor Ort ansehen. Bei “nur“ 90 Kilometern würde ich zum Stadl fahren. Oder zu B. Besenecker, falls das nicht zu weit ist.
      Viele Grüße
      Malte
    • Hallo Malte,

      vielen Dank schon mal. Das habe ich mir schon fast gedacht, dass eierlegende Wollmilchsäue nicht zu finden sind...
      Wäre es denn möglich, die Steinaufbauten etwas lockerer zu gestalten (also nicht nur dicht an dicht, sondern mit ein wenig Abstand zueinander, so dass man den Sandboden z.T. noch sieht) oder fühlen sich die Fische dann nicht mehr wohl? Die von Dir vorgeschlagenen Arten sind auf jeden Fall sehr schön. Plattling ist leider doch ein ganzes Stück entfernt.

      Viele Grüße, Dina
    • Hallo,

      die Steinaufbauten müssen sehr stabil sein. Wenn sich ein Stein löst und im Becken rumpurzelt ... Ich habe als Unterbau immer Klinkersteinen genutzt. Die haben einen festen Stand und man kann darauf die anderen Steine platzieren. Zudem bieten die Löcher Unterschlupf für mögliche Nachzuchten.

      Gelb wäre für mich immer Labidochromis caeruleus yellow. Gelber geht es nicht, Männchen und Weibchen! Im Kontrast dazu wäre der Scianochromis fryeri "Ahli mit einem strahlenden Blau sehr schön. Weibchen sind allerdings grau. Und bevor es jemand sagt, ja es ist nichts aussergewöhnliches, aber ich finde die Fische sehr schön.
    • Hallo Dina,

      Es wird oft unterschätzt, wie groß so eine “Revierbildungsmöglichkeit“ sein muss. Wenn man nur kleine Steine verwendet, passen die Fische zwar in die Spalten, ihr Revier wird aber deutlich größer sein. Meist bis zur nächsten Sichtbarriere. Daher braucht man schon richtige Brocken um entsprechende Spalten/Unterstände zu schaffen und gleichzeitig braucht man die Höhe für die Sichtbarrieren.

      Die von Thomas genannten Fische kämen mit etwas weniger Steinen als oben genannte aus.

      @Thomas,
      Die stehen auch bei mir weit oben. So ein naturnaher Sciaenochromis fryeri in komplett blau ist immer ein Blickfang.
      Viele Grüße
      Malte
    • Hallo Diana

      Schöne Beckenmaße habt ihr , wobei die Tiefe mit 70 besser gewesen wäre als 60.
      aber gut bei gebraucht kann man halt schlecht wählen.
      Bei Malawis ist "fast" ausnahmslos so das die Weiber grau sind , bei Mbuna etwas besser wie bei Non Mbuna
      Wenn Ihr wie erwähnt Pflanzen möchtet und nicht nur Stein wären Nons die bessere Wahl.
      Hatte auch immer bei Malawis Pflanzen , am besten war cryptocoryne aponogetifolia.
      bei den Anuben hatte ich weniger Glück.
      Nun bei den Tropheus ist es anders rum die Crypto hat Bißspuren die Anuben gedeihen super.

      Wichtig ist nun erstmal entscheiden was rein sollte.
      Auch würde ich einen Privaten Züchter aufsuchen , ggf was bei euch in der Nähe.
      Gruß Dieter

      Mein Becken
    • Wenn ich nur 90 km zum Stadel hätte, wäre ich da regelmäßig.
      Fische in hervorragender Qualität.
      Cryptocoryne aponogetifolia ist eine ideale Pflanze für ein Malawi-AQ. Man sollte den Sand aber hoch genug haben. Bei mir wächst sie in etwa 10 cm hohem Quarzsand wunderbar. Bei Bedarf kann ich davon etwas abgeben.
      Also einen wuchtigen Steinaufbau über fast die ganze AQ-Länge und am Ende eine Riesencryptocoryne, deren Blätter von der Strömungspumpe bis zur Beckenmitte gespült werden.
      Selbst bei Fischen aus der Übergangszone kann man im AQ kaum genug Steine haben, da die Fische ja nicht als Alternative in die Ferne flüchten können.
      Gruss
      Jan

      Twitter is eine typische Erscheinung der Generation ADS & SMS. Für einen Brief zu faul, für einen kompletten Satz zu dumm und für korrekte Grammatik zu cool.
    • In dem AQ gehen auch mehr als 3 Arten.
      Yellows sind selten eine schlechte Wahl, auch wenn sie wenig interessant sind, so sind sie farblich doch ansprechend.
      Mel. johannii geht ebenfalls.
      Nun noch eine Art mit senkrechten Streifen wie Cynotilapia afra und evtl. dazu noch Protomelas taeniolatus.

      Welse wären dann Synodontis aus dem Tanganjikasee wie Syn. grandiops, Syn. lucipinnis oder Syn. polli. Natürlich würden auch die Syn. njassae aus dem Malawisee gehen, diese sind aber schwer zu bekommen
      Gruss
      Jan

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    • Guten Morgen,

      ok, die Welse können recht gross werden habe ich gelesen. Ob das dann nicht zu viel Fisch ist hinblickend darauf, dass Gruppenhaltung geraten wird?

      Protomelas taeniolatus schaut auch toll aus (ok, die Weibchen sind nicht bunt, aber das geht wohl nicht immer). Sie bevorzugen die Übergangszone?

      Cynotilapia afra sind auch schön, noch besser gefallen würde mir allerdings Pseudotropheus elongatus mphanga. Ginge das auch?

      Metriaclima msobo magunga finde ich auch noch schön, aber ist vermutlich zu ähnlich zu Mel. Johanii?

      Wir sind uns noch nicht ganz sicher, ob wir künstliche Steine selber bauen (sieht das dann vielleicht nicht so gut aus?) oder lieber richtige Steine. Bei letzterem habe ich Bedenken wegen dem Gewicht, das vermutlich nicht wenig ist.


      Viele Grüße, Dina

      PS: Was ich mich frage, was macht man mit dem ganzen Nachwuchs?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dina ()

    • Hallo Dina

      sollten es Mbuna werden
      hier eine Anregung zu einem Besatz, das Bcken hat auch annähernd eure Maße
      malawi-guru.de/aquarien/736-72…mit-mbunas-im-wandel.html

      es gibt zwar einige die Malawi Guru nicht so mögen ,
      Fakt ist aber das hier sehr viel informatives zusammen getragen wurde.
      Befragt man 10 Aquarianer nach einer Meinung werden wohl alle etwas verschieden sein.
      Was ich Neulingen immer ratschlage, die Gelegenheit einer neubesetzung nutzen und Juvenile Tiere ZUSAMMEN setzen
      (Jungtiere) diese wachsen zusammen im Becken auf und bilden ihre Reviere . Beim Nachsetzen kommt oft mal unschönes.
      Gruß Dieter

      Mein Becken
    • Dina schrieb:

      Guten Morgen,

      ok, die Welse können recht gross werden habe ich gelesen. Ob das dann nicht zu viel Fisch ist hinblickend darauf, dass Gruppenhaltung geraten wird?
      Welse sind für mich immer nur Beifische. Algen beseitigen die mehr oder weniger gut, meist weniger. Aber Welse sind gute Aasfresser. Und der tote Fisch schwimmt meist nicht Kescherfreundlich an der Oberfläche. Gerade bei Steinaufbauten gammelt das tote Tier in den unzugänglichen Stellen vor sich hin. Man sieht nicht den toten Fisch, man merkt irgendwann das einer fehlt. Daher sind effiziente Aasfresser wichtig. Ich bin kein Wels Experte. Theoretisch kann man ins Malawibecken auch handelsübliche L-Welse setzten. Die benötigen aber dann meist eine Wurzel.
    • Schon die Unterscheidung in Mbuna und NonMbuna ist für die Aquaristik nicht sinnvoll, da die Fische willkürlich nach Gattungen in die Gruppen verteilt wurden. Also am Besten gleich wieder vergessen.

      Ja, Mel. johannii und Ps. "Msobo magunga" werden sich praktisch wahllos kreuzen. Das passt nicht. Grundsätzlich würde auch Ps. elongatus passen, aber sie sind wie die Mel. johannii eher dunkel. Wie wäre es denn mit Maylandia zebra "Chilumba" (einer der schönsten Zebras überhaupt)
      Wenn dir die Maylandias zu groß werden, wären Cynotilapia pulpican eine Alternative.

      Ebenfalls sehr schön und eine Alternative zum Mel. johannii wären die Mel. kaskazini. Diese sind omnivor und bilden praktisch keine Reviere. Außerdem sind sie recht wirksam gegen den Babyboom im AQ

      Anbei noch ein Bild von meinem AQ mit 200x80x70 und etwa 700 kg Steinen

      Rechts vor der Strömungspumpe steht nun die Riesencryptocoryne, deren Blätter in der Strömung bis zur Beckenmitte reichen.
      Wenn man genau hinschaut, kann man links auch den Mattenfilter erkennen
      Gruss
      Jan

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von jan.s ()

    • thomasb schrieb:

      Dina schrieb:

      Guten Morgen,

      ok, die Welse können recht gross werden habe ich gelesen. Ob das dann nicht zu viel Fisch ist hinblickend darauf, dass Gruppenhaltung geraten wird?
      Welse sind für mich immer nur Beifische. Algen beseitigen die mehr oder weniger gut, meist weniger. Aber Welse sind gute Aasfresser. Und der tote Fisch schwimmt meist nicht Kescherfreundlich an der Oberfläche. Gerade bei Steinaufbauten gammelt das tote Tier in den unzugänglichen Stellen vor sich hin. Man sieht nicht den toten Fisch, man merkt irgendwann das einer fehlt. Daher sind effiziente Aasfresser wichtig. Ich bin kein Wels Experte. Theoretisch kann man ins Malawibecken auch handelsübliche L-Welse setzten. Die benötigen aber dann meist eine Wurzel.
      Hallo Thomas

      volle Zustimmung
      Hab schon immer Harnischwelse und Holz auch bei Ostafrikanern .
      Man sollte aber Wurzel nehmen die schon mal ein paar Jahre in einen Becken war , neue können das Becken ansäuern.
      Ua soll Welskacke auch gut Pflanzen düngen.
      Gruß Dieter

      Mein Becken
    • Ja, das mit den Welsen leuchtet mir ein. Und ich habe gesehen, es gibt auch kleinbleibende Welse (ca. 11 cm). Das ist aber auch schon alles, was ich bisher als fix entschieden habe, ich kann mich einfach nicht entscheiden :/ .
      Was ist von Protomelas taeniolatus zu halten?

      Viele Grüße, Dina
    • Proto. taeniolatus wird deutlich größer als die meisten Aufwuchsfresser. Durch das andere Verhalten und die Größe wird er praktisch nicht von diesen behelligt. Ich hatte früher mal einen, der der Chef im Becken war. Er hat die Revierkämpfe aller anderer Arten gestört, weil er immer dazwischen gegangen ist. Er hat aber praktisch kein eigenes Revier verteidigt.

      Bei der letzten Haltung (bis vor einem halben Jahr) haben sich die Fische einfach die Bereiche gesucht, die für die anderen Arten weniger interessant waren. Im Zuge einer Besatzänderung habe ich sie aber alle abgegeben.
      Ich halte die Proto. taeniolatus für absolut problemlos, besonders wenn man sie mit Aufwuchsfressern hält.

      In größeren AQs sind auch Proto. spilonotus "Tanzania" eine gute Wahl, diese sind aber um einiges "kerniger" im Verhalten. Da wird sich dann durchaus auch mal mit anderen Fischen gekloppt. Sie brauchen aber auch deutlich mehr Platz.

      Ancistren im Malawi-AQ? Klar, kann man machen, aber warum? Einen wirklichen Nutzen haben sie ja nicht und das Verhalten ist ja auch eher mäßig. Synodontis aus dem Tanganjikasee passen da schon deutlich besser. Syno. grandiops (die Kuckuckswelse) lassen sich sogar besser mit Protomelas und großen Maylandias nachziehen, als mit Fischen aus dem Tanganjikasee.
      Da ich eher die Malawis vermehren möchte, habe ich neben einem alten Pärchen Syno. njassae (habe die Tiere nun schon an die 15 Jahre) und eine Gruppe von etwa 15 Syno. lucipinnis.
      Gruss
      Jan

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    • Guten Morgen,

      ich habe mich gegen Proto. taeniolatus entschieden, er wird einfach zu gross (durch das Ausschlussverfahren kommt man ja auch irgendwie weiter ;) ).
      Gäbe es zum Mel. kaskazini eine Alternative gegen den Babyboom? Bei Malawie-Guru wird er als sehr aggresiv eingestuft.

      Viele Grüße, Dina
    • In meinen Becken waren die Mel. kaskazini immer komplett harmlos, da sie ja auch keine Reviere bilden.
      Auch sehr schön ist Mel. lepidiadaptes, die bei mir aber etwas durchsetzungsstärker waren. Dominante Tiere sehen toll aus, unterlegene aber eher langweilig und unscheinbar.

      Es kann natürlich sein, dass Mel. kaskazini bei Vergesellschaftung mit weniger durchsetzungsstarken Arten als Ruppig rüber kommt. Bei Maylandia, Cynotilapia und Pseudotropheus braucht man da keine Angst haben.
      Gruss
      Jan

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    • Euch allen ein gutes neues Jahr!

      Mein Überlegungen bislang:

      5x Syn. Lucipinnis
      1/1 Melanchromis Kaskazini
      1/3 Labidochromis caeruleus yellow
      1/3 Cyntotilapia afra

      und beim Rest bin ich mir nicht sicher:
      1/3 Pseudotropheus cyaneroha (gibt das Schwierigkeiten mit dem Kaskazini?)
      1/3 Metriaclima Msobo
      1/1 Tropheops red cheek

      Wobei ist mir sehr schwarz/blau gelblastig vorkommt...und sind es vielleicht zu viel Fische?

      Hm, und fraglich ist ja auch, ob die Fische zu bekommen sind.

      Viele Grüße, Dina