Besatz für 840l Südamerika (200*70*60)

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    • Leider ist das Becken derzeit reichlich duster. Die Vallis beschatten das ganze Becken...ich grüble gerade ob ich sie sehr stark ausdünnen / zurückschneiden oder eine stärkere Beleuchtung drüber hänge :)

      Bei Gelegenheit mache ich mal ein paar Bilder.
      Gruß Daniel

      :bild:
    • Moinsen Daniel,
      wenn die Vallisnerien das ganze Becken beschatten dann nutzt auch eine hellere Beleuchtung nichts, entweder ausdünnen indem du Pflanzen raus nimmst, oder oben zurück schneiden, was in meinen Augen wenig Sinn macht...
      Liebe Grüße aus dem Norden
      Maggi :sued:
    • Moinsen Daniel,

      wenn deine fischigen Bewohner sich aber wohl fühlen, so mit dem beschatteten Valisnerienbereich, dann würde ich nur spärlich ausdünnen. Was wir eventuell als häßlich und störend empfinden ist für unsere Fische vielleicht grade das was sie gerne mögen.
      Ich wäre froh wenn sich Vallesnerien bei mir so entwickeln könnten wie von dir beschrieben. Aber das ist bei meinen Fischen nicht drin. Selbst V. gigantea, die ja nun wirklich recht robust ist, wird bis auf einen 2-3cm langen Stumpf abgefressen. Ansonsten hätte ich glatt um ein Pflanzenpaket angefragt.
      Gruss, Volkmar

      Alles fürs Aquarium ! Alles für den Fisch !
      Möge das Wasser mit Dir sein

      :Vic:
    • Moin, moin,

      Math`l schrieb:

      [...]Aber an deinen Sichelsalmler wirst du dich bei einer Vergesellschaftung mit dem Weißstirnmesserfisch nicht lange erfreuen! Sehr interessantes Tier, aber auch ziemlich schnellwüchsig und verfressen. Selbst wenn er mit ca. 15 cm erst die Hälfte der Endgröße erreicht hat, geht schon Einiges in sein Maul. 8o [...]
      Um nach über einem halben Jahr nochmal auf die Befürchtungen im Zusammenhang mit dem Messerfisch einzugehen. Herbert ist zwischenzeitlich zwar deutlich gewachsen, interessiert sich aber weiterhin mehr für die Gurken(!) der Welse als für die Salmler im Becken. Gut so, Gurken sind das günstigere Futter :whistling:

      VoHa123 schrieb:

      Moinsen Daniel,

      wenn deine fischigen Bewohner sich aber wohl fühlen, so mit dem beschatteten Valisnerienbereich, dann würde ich nur spärlich ausdünnen. Was wir eventuell als häßlich und störend empfinden ist für unsere Fische vielleicht grade das was sie gerne mögen.
      Ich wäre froh wenn sich Vallesnerien bei mir so entwickeln könnten wie von dir beschrieben. Aber das ist bei meinen Fischen nicht drin. Selbst V. gigantea, die ja nun wirklich recht robust ist, wird bis auf einen 2-3cm langen Stumpf abgefressen. Ansonsten hätte ich glatt um ein Pflanzenpaket angefragt.
      Sie dürfen sich wohlfühlen, aber ich möchte auch was sehen ;) Das Becken war ja von vorn herein relativ dunkel, wenn ich von heller spreche ist das daher immer noch nicht wirklich "hell". Der Dimmer wird's richte

      Hier übrigens zwei Fotos von meinem jüngst eingerichteten Fitofilter:



      FF: Glasbecken mit 150*16*16, 3 Bohrungen für Zulauf, Ablauf und Sicherheitsablauf. Für die Verohrung habe ich 20mm PVC-Rohre, Gardenaklicksystem und Aquarienschläuche kombiniert. Der Filter läuft mit 300l/h die über ein PVC-Rohr mit Löchern in 10cm-Abständen über die gesamte bepflanzte Länge des Filters ausgegeben werden.
      Gruß Daniel

      :bild:
    • Moinsen Daniel,

      hier fehlt echt ein Danke-Button, bin ich aus dem anderen Forum inzwischen so gewohnt...

      Ähem, das ist dann fast sowas wie eine Art Rieselfilter, bzw. geht in die grobe Richtung. Das heißt das dir die Pflanzen ja einiges an Sachen aus dem Wasser ziehen das du im AQ nicht haben möchtest, die Pflanzen aber gebrauchen können. Wenn man sich das anschaut sieht man ja auch das die gut im "Futter" stehen. Kräftige Pflanzen, ohne gelbe Blätter, oder Stellen. Grade bei denen hat man das sonst oft. Eben die beste Methode mit AQ Wasser zu düngen, gell? Da meine Frau gegen offene Becken ist und Grünzeugs das da rauswächst könnte ich sie eventuell für solch eine Methode erwärmen. Man(n) braucht ja auch was zu basteln...
      Könntest du das mal etwas näher ausführen wie das genau funktioniert, bzw, worauf man achten muß, etc. Ist das sehr aufwendig zu pflegen oder zu gestalten, bzw. zu bauen? Gerne auch per PM, aber ich denke das einige andere auch gerne mehr darüber wissen möchten. Je öfter man sowas sieht und beschrieben bekommt desto eher bleibt das im Hinterkopp hängen.
      Also wenn du magst....
      Gruss, Volkmar

      Alles fürs Aquarium ! Alles für den Fisch !
      Möge das Wasser mit Dir sein

      :Vic:
    • Hi Volkmar,

      gerne, freue mich ja wenn es gefällt :)

      Ursprung:
      Der Fitofilter ist in Deutschland relativ unbekannt, über das ins Becken hängen von Efeu Tute kommt der deutsche Aquarianer ja selten hinaus. In Osteuropa sind solche Konstruktionen recht weit verbreitet.

      Funktionsweise und Aufbau:


      Das Prinzip gleicht dem der Hydrokultur. Man pflanzt emerse Pflanzen in Blähton oder Kies oder ein anderes geeignetes Substrat (z.B. Siporax?). Im Unterschied zur Hydrokultur wird das Substrat aber permanent mit Wasser aus dem Aquarium durchflossen. (Dadurch kommt es nicht zu Wurzelfäulnis wie man sie aus überwässerten Hydrokulturen mit Staunässe kennt.) Die Idee dahinter, die Pflanzen entziehen dem Wasser Nährstoffe, insbesondere Nitrat. Interessant ist das insbesondere in Becken in denen man keine Pflanzen einsetzen kann oder will, ob das nun aus optischen Gründen geschieht, oder weil der Besatz alles Grüne sofort verspeist. Gleichzeitig übernimmt ein solches System natürlich auch bis zu einem gewissen Grad die Funktion eines klassischen Aquarienfilters bzw. eines Rieselfilters (je nach Wasserstand im Fitofilter).


      (Links: Beispiel aus dem Netz - hier wird das Substrat wie bei einem MKF von einer zu anderen Seite durchströmt. Rechts: Ich Verwende hingegen ein solches Strahlrohr.)

      Bei der Konstruktion muss man beachten, dass das Wasser gut abfließen kann. Da man das durchwurzelte Substrat schlecht reinigen kann, kommt es mit der Zeit zu einer Verschlammung. Ich habe hierfür quadratische Gitterplatten benutzt mit denen ein freier Kanal am Boden bleibt, wodurch der Abfluss des Wassers gesichert ist.

      (Gitterplatte)

      Mir war wichtig zwei Abläufe zu haben, falls sich einer mal zusetzen sollte. Anders als bei einem klassischen Filterbecken unterhalb des Aquariums oder auf gleicher Höhe sitzt die Pumpe nicht im Filterbecken bzw. Fitofilter sondern im Aquarium. Man pumpt sich also im Falle eines verstopften Abflusses das halbe Aquarium über die Ränder des Fitofilters in die Wohnung. Daher habe ich einen Durso installiert und zusätzlich ein einfaches "Loch". Letzteres dürfte auch reichlich lärmen falls es zur Anwendung kommt --> eingebaute Alarmanlage :D


      Pflege:
      Der Pflegeaufwand ist überschaubar. Die Pflanzen müssen offensichtlich nicht gegossen oder gedüngt werden und solange nichts verstopft fällt auch keine Reinigung an. Damit möglichst wenig grober Schmutz im Filter landet sauge ich das Wasser in der Pumpenkammer meines MKIF ab, dort hat das Wasser dann bereits eine Koibürste, Filterschaum und Filterpatronen durchflossen. Im Fitofilter zwischen dem Substrat und den Abflüssen habe ich noch ein Stück Filterschaum, den muss man ggf. mal auswaschen.

      Verdunstung und Wärmedämmung:
      Den Fitofilter kann man problemlos mit Styropor verkleiden um den Wärmeverlust zu minimieren. Abdecken kann man den Filter offenkundig nicht, man muss also mit der Verdunstung über die Oberfläche des Substrats und der Blätter leben. Der Effekt hält sich bei mir bis jetzt in Grenzen.

      Material und Anregungen:

      - Behälter - von Glasbecken bis Blumentopf geht alles.
      - Rohre / Schläuche
      - Pumpe
      - Substrat - Blähton, Kies, Siporax ...
      - Pflanzen - theoretisch geht jede emers kultivierbare Pflanze, es kann aber nicht schaden wenn sie auch nasse Füße verträgt. (Wichtig: 1. Beim Wechsel von Erde zu Hydrokultur muss auch der letzte Rest Erde entfernt werden, sonst entsteht Fäulnis. 2. Je älter die Pflanzen, desto höher das Risiko, dass sie die Umstellung von Erde auf Hydrokultur nicht überstehen.)

      Für weitere Bilder einfach mal Google nutzen: "фитофильтр" Es gibt viele unterschiedliche Ansätze, unterschiedlichste Möglichkeiten ein solches System aufzusetzen.
      Gruß Daniel

      :bild:

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von MrR ()

    • Moinsen Daniel,

      Cool! Ich glaube das Prinzip verstanden zu haben, bzw. wie ich es mir bauen würde. Eine Seite das Wasser rein, durchfließen laßen, und am anderen Ende wieder raus. An dem Ende dann auch eine Art Überlaufschutz dessen Rand dann wohl etwas tiefer sein muß wie das Gefäß in dem die Pflanzen sitzen. Falls was verstopft so sorgt dann der Überlauf dafür das mir nicht das halbe AQ im WZ rumpaddelt (sofern dieser nicht auch noch verstopft, was aber dann unwahrscheinlich ist). Der Rest ist dann wahrscheinlich nur eine Frage der Fördermenge, also des Durchmessers von Rohren und Schläuchen. Sehe ich das richtig so?
      Gruss, Volkmar

      Alles fürs Aquarium ! Alles für den Fisch !
      Möge das Wasser mit Dir sein

      :Vic:
    • Guten Morgen,

      VoHa123 schrieb:

      Moinsen Daniel,

      Cool! Ich glaube das Prinzip verstanden zu haben, bzw. wie ich es mir bauen würde. Eine Seite das Wasser rein, durchfließen laßen, und am anderen Ende wieder raus.
      Ich habe mich dagegen und für das Strahlrohr entschieden um einer Verschlammung am Substrat vor dem Zufluss vorzubeugen. Aber das wird wohl erst nach sehr langer Standzeit ein Thema werden.

      Walther schrieb:

      Vielleicht könnte hier ein Schwimmerschalter helfen, den Du vor die Pumpe schaltest?
      Ein Schwimmschalter ist eine gute Idee, da hätte ich auch selbst drauf kommen können :D
      Gruß Daniel

      :bild:
    • Hi,

      sehr schöne Idee und auch Erklärung!

      Der Wasserstand ist laut Zeichnung bis an die Oberkante des Substrates?

      Zum Abgrenzen der Wurzeln im unteren Filterbereich könnte man ggf. noch etwas Teichflies einlegen.
      Überschwemmung sollte es nicht geben, wenn das Wasser bei Bedarf über alle Kammern fluten kann.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Moin Lutz,

      luzz schrieb:

      Der Wasserstand ist laut Zeichnung bis an die Oberkante des Substrates?
      Den Wasserstand kann man natürlich je nach Konstruktion variieren. Bei mir liegt etwa die Hälfte des Substrates unter Wasser. Für die Funktion als Fitofilter ist es ja vornehmlich von Interesse, dass die Wurzeln ins Wasser reichen. Wenn das Substrat darüber hinaus als biologisches Filtermaterial wirken soll, muss man den Wasserstand bis zur Oberkante des Substrates erhöhen oder das Wasser gleichmäßig über die volle Länge des Filters ausbringen (Stichwort Strahlrohr).

      Hier mal eine andere Lösung:

      (Der Pflanzkasten hängt direkt im Aquarium. Auf eine Pumpe kann man hier verzichten, der Wasseraustausch findet passiv über Löcher im Glaskasten statt.)

      Ich habe auch noch die Zeichnung gefunden mit der ich das Becken beim Aquariuenbauer geordert habe:

      (Man kommt natürlich auch ohne Bohrungen aus wenn man möchte, aber da das Becken über dem Aquarium hängt bot es sich an mit Bohrungen zu arbeiten.)


      Falls sich jemand für eine wissenschaftliche Untersuchung des Themas interessiert, in der DATZ 06/2014 gab es einen 8-seitigen Artikel über die Filterung von Aquarienwasser mithilfe von Monstera deliciosa. Dort wurde die grundsätzliche Wirksamkeit dieses Filterprinzips von Andreas Spreinat nachgewiesen. Allerdings fand die Nährstoffaufnahme der Pflanzen dort nicht durch Einbettung in der Wasserkreislauf sondern durch ins Wasser hängende Luftwurzeln statt. Das Prinzip bleibt aber das gleiche, man ermöglicht es emersen Pflanzen den Nährstoffbedarf aus dem Aquarienwasser zu decken.

      Langfristig interessiert mich vor allem der optische Effekt eines kleinen "Dschungels" über dem Aquarium. Erinnert dann fast ein wenig an ein Paludarium :)
      Gruß Daniel

      :bild:
    • Moinsen Daniel,

      das reizt mich doch sehr sowas mal umzusetzen. Ich muß bloß mene Frau davon überzeugt bekommen. Pflanzentechnisch müßten alle Sumpfpflanzen für solch ein Projekt geeignet sein, und auch noch ein paar andere.
      Was mich jetzt noch interessiert ist wie lange die Standzeit ist bis du das ganze mal entwurzeln mußt. Irgendwann wird da doch sicher der Platz durch die Wurzeln zu eng. Da ist das Prinzip mit dem Strahlrohr tatsächlich besser, denn bei starker Verwurzelung würde eine Durchströmung ja auch eventuell ins stocken geraten. Kann dir ja so nicht passieren. Das interessante für mich an der Sache ist das mein AQ dennoch geschlossen, also mit Deckel betrieben werden kann und ich dennoch einen Effekt erziele der einem Paludarium ähnelt. Da muß Frauchen schwer bearbeitet werden, habe ich beschlossen. Da habe ich ja mal wieder was wo ich basteln kann. Aber ich trage mich schon lange mit dem Gedanken sowas zu verwirklichen. Imme wenn ich sowas sehe dann denke ich mir: hätt'ste auch gerne! Eventuell über die Schiene Fischgesundheit, besseres AQ-Wasser...??? Irgendwie kriege ich ihr das schon unter gejubelt, hehehe!
      Gruss, Volkmar

      Alles fürs Aquarium ! Alles für den Fisch !
      Möge das Wasser mit Dir sein

      :Vic:
    • Wie es um die Standzeit geht kann ich dir nicht genau sagen, meiner läuft ja erst seit ein paar Monaten. Der Bekannte von dem ich das Konzept leicht verändert abgeguckt habe, hat seinen Fitofilter nun aber bereits seit zwei Jahren wartungsfrei in Betrieb.

      Bezüglich deiner Frau; am Ende ist es ja irgendwie ein selbständig bewässerter Blumentopf. Wann haben Frauen schon mal was gegen Blumen? :D
      Gruß Daniel

      :bild: