Geschlechterverhältnis bei Nachzuchten

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    • Geschlechterverhältnis bei Nachzuchten

      Hi,

      ich bin nicht der große Züchter. Wenn sich Fische vermehren, bleibt die Nachzucht im Aquarium. Was durchkommt ist gut. Ich tu mich ohnehin schwer, Fische "zu vermarkten".
      Bei Festae ist mir über die Jahre aufgefallen, dass sich in den Kinderstuben fast ausschließlich Männchen befanden. Diese Erfahrung habe ich bei mehreren Paaren machen können.
      Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder vielleicht sogar eine Erklärung dafür?
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Servus Lutz,

      mir ist das genannte Phänomen im Zusammenhang mit der Wassertemperatur bei Apistogramma und auch bei Wildguppys aufgefallen. Bei höheren Temperaturen hat man schnell einen Männchenüberschuss, bei niedrigeren Temperaturen einen Weibchenüberschuss. Beispielsweise waren es bei A. cacatuoides bei rund 27° C fast nur Männchen, bei knapp 24° C ausschließlich Weibchen. Bei meinem aktuellen Brutversuch habe ich den Mittelwert (also etwas über 25° C) angepeilt und es schaut bislang recht ausgeglichen aus :)

      Viele Grüße
      Chris
    • Hallo,

      das gibt es bei einigen Arten und hat je nach Fisch unterschiedliche Ursachen. Bei einigen Betta simplex stämmen gibt es in weichem Wasser nur Männchen, bei ein paar Laubbettas in komplett Ca/Mg freiem Wasser auch, bei denen sind aber noch Humisstoffe und deren zusammensetzung in Diskusion, bei Barbus hulstaerti hat die Temperatur Einfluss....
      Ich habe den Eindruck daß wenn die Sache nichts mit Temperatur zu tun hat irgendwas im Wasser oder Futter fehlt und nur xy und nicht xx gebildet wird. Erstfutter der Larven habe ich auch schwer in Verdacht. Ich denke nur Artemia reicht nicht. Irgendwas mit HUFA, Detritus und Schwebealge sollte mit dabei sein. Bei mir übernehmen das mit Schwebealgen gefütterte Brachionus, kleine Ceriodaphnia / Moina und Muschelkrbsnauplien die noch im Detritus leben.

      Gruß, helmut
    • Hi,

      Temperatur kann schon gut sein. Meine schwimmen bei 28°-29°C.
      Futter gebe ich für Jungfische nicht extra. Ich konnte am Anfang gut das "Abweiden" der Elterntiere beobachten. Was nicht heisst, dass es an irgendwas gemangelt haben könnte.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Moin Lutz,

      bei Viktoriaseecichliden ist es das Selbe. Keine Ahnung, woran das liegt.
      Viele Halter 'züchten' bei 23 - 24° und bekommen oft Mädel-Überschuß. Ab 26° ist's dann umgekehrt: da dominieren die Jungs. Ausgleich stellt sich bei ca. 25° ein.
      Besten Gruß aus Oberhausen
      :top: Walther :top: :ohne: :top:
    • Hallo Walther,

      die Angaben in der Literatur schwanken im Bereich von 22°C-30°C bei festae.
      Erfahrungsgemäß haben sich recht hohe Temperaturen eher günstig auf die Gesundheit der festae ausgewirkt. Auch die vergesellschafteten H. temporalis haben nach Erhöhung der Temperatur von 26/27°C auf 28-29°C keine Hauttrüber mehr.
      Bei den A. Rivulatus bin ich mir bezüglich der Temperatur nicht so sicher - da könntest Du recht haben.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Hi Lutz,

      ok, festae, temporalis und rivulatus kenne ich persönlich nicht, das sind wohl auch alle recht groß werdende Arten und da weiß ich gar nicht, wie die auf Temperaturen reagieren.

      Meine Frage bezog sich nur auf die Empfehlung eines Züchters von Apistogramma-Zwergen, die Haltungstemperatur lieber von 27-28 °C auf 25 °C zu senken, 'da die Tiere dann länger leben'.
      Besten Gruß aus Oberhausen
      :top: Walther :top: :ohne: :top:
    • Hi,

      ich habe aktuell von festae NZ nur Männchen und beim letzten Gelege waren es 80% Mädels.
      Meine Wassertemperatur liegt immer bei 25-26°C.
      Bei festae wachsen eigentlich immer die Mädels vor, bis etwa 5-6 cm, dann holen die Jungs auf...
      Viele Grüße,
      Mr. Dovii
      buchhauser-peter.de

      :mitt:
      Großcichliden









      __________
      Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut! - Perikles
    • Moin Walther,

      Walther schrieb:

      Meine Frage bezog sich nur auf die Empfehlung eines Züchters von Apistogramma-Zwergen, die Haltungstemperatur lieber von 27-28 °C auf 25 °C zu senken, 'da die Tiere dann länger leben'.

      höhere Temperaturen bedeuten normalerweise einen gesteigerten Stoffwechsel, das führt tatsächlich zu verkürzter Lebenszeit. Soweit die Theorie. Das fällt bei Zwergen, die ohnehin nur einige Jahre leben, wohl mehr ins Gewicht, als bei großen Cichliden, die deutlich älter werden. Aber wenn die Racker kühlere Temperaturen nicht gut vertragen, dann bringt dir das Einbremsen des Stoffwechsels auch nichts.
      Gruß Daniel

      :bild:
    • Moin zusammen,

      die Frage mit dem Geschlechterverhältnis habe ich mir vor ein paar Jahren auch mal gestellt und habe auch mit der Temperatur, mit dem Futter, Futtermenge, Futterart und Abwechselung, auch mit der Wasserchemie habe ich Versuche angestellt. Dabei ist mir aufgefallen wenn man "Wildfänge" nachzieht ist es im Verhältnis m/f viel ausgeglichener als bei jeder weiteren F Generation. Bei C. Joka fällt dieser Umstand sehr auf, bei Hemichromis sp. Gabun, fiel mir auf das diese je weiter von der Wildfanggeneration weg, alle immer kleiner blieben und auch anfälliger für Darmkrankheiten waren was sich dann in einer kürzeren Lebenszeit zeigte. Meine Quintessenz ist, dass sich die Temperatur und das dargereichte Futter nicht so sehr auf die Stämme auswirken als die Degeneration bei der Inzucht. Vieles liest man über" Reinerbige Zuchten", wobei sich bei mir die Nackenhaare aufstellen aber das ist ein anderes Thema.

      Das sind natürlich alles Erfahrungen die ich machte und keine wissenschaftliche Aussagen die irgendeinen aussagekräftigen Hintergrund haben.



      VG

      Uwe
      Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch noch Aktien, Gold und Grundstücke dazu.

      Danny Kaye
    • Hallo Uwe,


      snoopy schrieb:

      die Degeneration bei der Inzucht
      das halte ich generell für ein Problem.
      Leider gibt es nicht immer die Möglichkeit frisches Blut einzubringen. Manche Arten sind leider nicht so weit verbreitet. Oder es lohnt sich kein Import, weil der Markt (mit degenerierten Nachzuchten) gesättigt ist.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)