Vorstellung und Besatzfrage

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    • Vorstellung und Besatzfrage

      Hallo, ich bin der Micha, 35 Jahre alt und seit einigen Jahren Aquarianer.
      Ich habe in den letzen 15 Jahren diverse Salmler, Lebendgebährende, Welse, Regenbogenfische und amerikanische Cichliden gehalten.
      Nun reizt mich die Vorstellung ein Malawiaquarium zu betreiben.

      Ich wäre froh wenn mir Jemand bei der Besatzplanung helfen mag.
      Es ist ein 150x 50x 50 Aquarium, das mit feinem Sandboden und ( sehr unkonventionell) mehreren großen, stark verzweigten Wurzeln, sowie reichlich Anubias betrieben werden soll.
      Die Wurzeln sind natürlich schon ausgelaugt geben also keine Tannine etc ans Wasser ab.
      Sie werden so arrangiert, dass mehrere Höhlen entstehen, die auch durchschwommen werden können, aber dennoch als Sichtbarrieren fungieren.
      Mein pH-Wert ist bei 8,0 und die GH bei 8 Grad.
      Besetzen möchte ich mit
      1,5 Labidochromis caeruleus
      1,5 Pseudotropheus socolofi
      1,5 Metriaclima estherae

      Lässt sich das so realisieren?
      Oder wäre es besser 0,6 von den M. estherare zu nehmen?

      Wo kamn ich eigentlich gute Fische mit einem SICHEREN Geschlechterverhältnis bestellen?
      Ich finde nur welche in 4-6 cm.

      Alternativ könnte ich mir entweder:

      1,5 Labidochromis caeruleus
      3,0 Sciaenochromis fryeri
      3,0 Aulonocara "firefish"

      vorstellen.

      Mir ist es egal dass letztere Hybriden sind, ich finde sie schön anzusehen und will keine Nachzuchten in Umlauf bringen.

      Noch alternativer wäre ggf. statt den Halbaulonocaras 6,0 Glossolepis incisus.
      In amerikanischen Foren las ich, dass es dort teils Jahre erfolgreich lief.

      Aber ich habe Bedenken dass die Regenbögen eingestampft werden könnten.
      Hat wer Erfahrungswerte?
      Danke schon mal!
      Micha
    • Hallo Micha,

      ich finde, dein Becken ist für den angedachten Besatz zu klein. Ich denke, dass ist auch der Grund, warum bisher noch niemand geantwortet hat.

      Ansonsten hätte ich gegen die Zusammenstellung wenig Bedenken - auch nicht mit den Glossolepis. Nur die estherae passen vom Futter her nicht so ganz perfekt.

      Gruß,
      Dirk
    • Hallo,

      Vielen Dank!
      Zu klein wegen der veranschlagten Anzahl der Fische, oder wegen ihrer Endgröße in Verbindung mit Schwimm- / Revierverhalten?
      Wäre es denn mit je 1,3 L.caeruleus,
      P.socolofi und M.estherae sinnvoll?

      Oder 1,2 Sciaenochromis fryeri, 1,2 der unbeliebten Feuerfische mit ein paar Labidochromis caeruleus?


      Mich reizt die Kombination aus gelb, blau und rot, bzw. orange.
      Anstatt der Metriaclima estherae wären Iodotropheus sprengerae möglich?
      Davon gibt es ja auch recht rote Varianten.
      Die bleiben deutlich kleiner und werden meist als weniger aggressiv beschrieben


      Es gibt echt alle möglichen Infos im Netz,
      sicher auch viel Blödsinn.

      Kann jemand einen Fachhändler empfehlen der auch größere Fische in guter "Qualität" regelmäßig im Angebot hat?

      Schönen Abend!
    • Hi,

      also ich fände die erste Besatzvariante (Aufwuchsfresser) prinzipiell am besten. Allerdings würde auch die Metriaclima/Maylandia nicht unbedingt bei der Beckengröße einsetzen, ein paar Liter mehr wären einfach besser. Iodotropheus sprengerae gingen natürlich als Alternative. ich habe aber noch nie wirklich schöne Tiere gesehen. Ich würde noch eine kleinere Art hinzuseten, bei denen die Männchen ein senkrechtes Streifenmuster haben.

      Bei den L. caeruleus ist das Geschlechterverhältnis ohne Zuchtabsichten ziemlich schnuppe.
      Grüße aus Berlin

      Marco
    • Also mal die 375 l als Basis.

      Yellows gehen ja praktisch immer.
      Ps. socolofi oder auch Ps. pollit werden nicht sehr groß und passen auch
      Dazu dann noch eine Art mit überwiegend dunkler Färbung wie Ps. elongatus "Chewere"

      1/5 halte ich bei der AQ-Größe aber für übertrieben und in der Praxis kaum durchzuziehen.
      5 Yellows sind sicher OK (das Verhältnis ist bei Jungtieren praktisch nicht feststellbar und im Grunde auch egal)
      Bei den socolofi oder pollit sollten 3/3 oder 1/5 gehen.
      Die elongatus werden etwas größer, hier würde ich es bei 1/3 begrenzen.
      15 Fische in der Summe.

      Die Wurzeln würde ich aber überwiegend entfernen. Wirklich neutral sind Wurzeln nie. Kalkgestein wäre von Vorteil und wirkt sich günstig aufs Wasser aus
      Gruss
      Jan

      Twitter is eine typische Erscheinung der Generation ADS & SMS. Für einen Brief zu faul, für einen kompletten Satz zu dumm und für korrekte Grammatik zu cool.
    • Vielen Dank für eure Meinungen und Vorschläge!
      Die Idee mit den C. saulosi und Lebendgebärenden ist farblich sicherlich reizvoll, allerdings wollte ich dass die Mehrheit der Fische mindestens 10 cm erreicht und Schwertträger finde ich nicht so spannend.
      Das Aquarium kommt ins Wohnzimmer und ich sitze dort dann zumeist 4 Meter davon entfernt.
      Die Chindongo saulosi plus Xiphophorus maculatus etc.
      wirken dann ziemlich klein.

      Also halte ich mal fest, dass ich es wohl mit
      Labidochromis caeruleus, Pseudotropheus socolofi und Iodotropheus sprengerae angehe.

      Oder ginge in einem 375er die Kombi Labidochromis caeruleus und Labidochromis hongi red top?

      Schönen Tag euch!
    • Hi,

      L. Caeruleus und L. hingi habe ich selbst mehrere Jahre problemlos gehalten. 375 Liter sind da absolut in Ordnung. L. caeruleus ist zwar eigentlich eher Kleintierfresser, L. hongi mag es dagegen pflanzlicher (Algenaufwuchs). Wenn man aber mit hohem pflanzlichen Anteil füttert, geht das schon.

      Ich halte im Hinblick auf die Malawihaltung übrigens überhaut nichts von diesen kontinentalübergreifenden Fischmixen. Da bin ich ganz strikt.
      Grüße aus Berlin

      Marco
    • Wobei man von den Hongies nicht zu viel erwarten darf. Ein Kerl wird ein Farbe zeigen und der Rest bleibt blass.

      Bei einem Abstand von 4 m sollten die Farben schon leuchten. Yellows sind da schon mal prima.
      Wie wäre es denn mit Cynotilapia pulpican? Da könnte ich mir durchaus 3 Kerle in 375 l vorstellen und die zeigen alle volle Färbung. Das Becken sollte dann aber entsprechend gegliedert sein.
      Dazu dann die bereits genannten Ps. elongatus "Chewere" in 1/3.

      Also 6-8 Yellows
      3/3 bis 3/5 C. pulpican und
      1/3 Chewere
      Gruss
      Jan

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    • Hi,

      ich würde das mit den Iodotropheus sprengerae noch mal überdenken. Ich bin mir relativ sicher, dass die aufgrund der oben genannten Entfernung kaum zur Geltung kommen, zumal die Tiere ja auf Bildern im Netz häufig noch farbiger aussehen als diejenigen, die dann "in echt" schwimmen.

      Jans Einwand mit den Hongis hat auch was. Außerdem sind bei denen die Mädels meist nicht wirklich schön. Ich würde bei nun genannten Arten wohl zu folgender Kombination tendieren:

      1. L. caeruleus
      2. Ps. socolofi
      3. Ps. elongantus chewere oder C. pulpican
      Grüße aus Berlin

      Marco
    • Servus zusammen,

      hat jemand von euch echt schon mal für längere Zeit erfolgreich Malawisee-Cichliden und Platys/Schwertträger etc. vergesellschaftet?
      Finde den Vorschlag sehr gewagt...

      Persönlich fände ich ein Artbecken mit C. saulosi richtig toll - große Gruppe, viel Farbe :)

      Viele Grüße
      Chris
    • :) Es ist echt nicht so leicht wie ich ursprünglich dachte.
      Mir ist jetzt auch aufgefallen dass die I.sprengerae auf Bildern oft viel bunter rüberkommen als in Filmen.


      Eure Bemühungen in allen Ehren, ich mag aber nicht so recht von meinem rot-gelb-blauen Traum abrücken.
      Wenn ich "gelb" durch Labidochromis caeruleus abdecke, kann ich dann nicht noch 6 Aulonocaras mit roten und blauen Färbungen dazusetzen?
      Da werden viele nicht übermäßig groß und es müssen ja keine Hybriden sein.
      Somit sollte das Aggressionspotential etwas geringer sein.
      Obwohl das ja auch immer vom Individuum abhängt, wie ich durch die Haltung von Amerikanern weiß.

      Grüße Micha
    • Guten Abend,

      danke für den Vorschlag!
      Da gibt es tatsächlich interessante Fische, die jedoch enweder zu groß werden, oder wo nur die Männchen richtig farbig sind und nur eines pro Art passen würde oder wo man nur reine Artenbecken betreiben kann.
      Ich werd es mit den Labidochromis caeruleus und 6,0 Aulonocara xyz versuchen.

      Danke nochmals allen die ihre Vorschläge eingebracht haben!
    • Die Farbe rot wird in Aquarien meist überbewertet. Gerade bei einer Beleuchtung die blaue Farbtöne leuchten lässt, wirkt rot oft eher stumpf. Natürlich geht auch blau und rot, aber dann wirkt gelb nicht.
      Warum gibt es keine roten Malawis? Weil langwelliges rotes Licht vom Wasser sehr stark gefiltert wird.
      Muss es unbedingt rot sein? Stell ein Goldfischglas aufs Aquarium ;)
      Wenn du mit blau, gelb, Körperformen und Mustern spielst, wird es ein interessantes Becken.

      Die Größe ist ja nun mal nicht der Burner, also bleib dort bei bewährten Kombinationen, denn dann wird es auch ein funktionierender Besatz.
      Gruss
      Jan

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