Bodenfluter, Neueinrichtung

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    • Nichts.
      Das sind Gadgets aus den 80ern.
      Pflanzen wollen eher verdichtete Böden aus möglichst feinem Substrat, wie z.B. Sand. Dort wachsen sie auf natürliche Weise und finden Halt.
      Bodenfluter funktionieren nur mit grobem Substrat. Dabei wird das Eindringen von organischem Material in den Boden aber nicht wirklich verhindert, da dafür die Strömungsgeschwindigkeit zu gering ist.

      Alles in allem ein hoher Aufwand ohne besonderen Nutzen
      Gruss
      Jan

      Twitter is eine typische Erscheinung der Generation ADS & SMS. Für einen Brief zu faul, für einen kompletten Satz zu dumm und für korrekte Grammatik zu cool.
    • Ich hatte genau in der Zeit sowas von Eheim, ziemlich aufwendig. Es war aber ein anderes System es wurde regelrecht Wasser von unten durchgeführt. Die Drainage setzte sich dann auch zu, ich habe es danach nicht weiter betrieben. Das was ich meine ist eine auf dem Boden gelegte Heizschlange, die ist auch überflüssig?

      Gruß
      Wolfgang
    • Der Vorteil einer Bodenheizung ist nur ein optischer. Bei AQs ohne Strömung hat man wohl auch eine gleichmäßigere Erwärmung des Wassers.
      Der Nachteil dürfte wohl der sein, dass man mit einer solchen Heizung auch optimal die Unterlage beheizt.
      Ein weiterer Nachteil ist wohl die Notwendigkeit eines separaten Fühlers mit entsprechender Regelung. Wenn ich sowas einsetzen würde (und meine AQs beheizen würde) käme dann wohl auch gleich ein Schego Titan zum Einsatz.
      Gruss
      Jan

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    • Hallo Wolfgang

      Bodenheizungen verwende ich seit 1992 , wobei ich seit der Pfelge Ostafrikanischer Buntbarsche sehr wenig heize.
      Als ich noch Fische hatte die es wärmer möchten war ein Heizkabel 17 Jahre im Dauerbetrieb , der
      Pflanzenwuchs war beachtlich, keinerlei Probleme.

      Den Bodenfluter den Wolfgang anspricht kenne ich auch , wie schon erwähnt sowas setzt sich zu und das wars dann.

      VG Dieter
      Gruß Dieter
    • Hallo Wolfgang,

      Wärme steigt auf. Stagnierendes Wasser im Bodengrund ist normalerweise kälter als das (beheizte) Beckenwasser. Das hat 2 Nachteile:

      -Pflanzen, die im Boden wurzeln, mögen keine "kalten Füße" (wobei das natürlich in der Praxis auf den tatsächlichen Temperaturunterschied ankommt).

      -Ohne Bewegung ist der freie Sauerstoff im Boden schnell aufgebraucht und es kann zur Bildung von Faulschlamm und zur Freisetzung von Schwefelwasserstoff kommen (theoretisch).

      Ob Pflanzen verdichtete Sandböden bevorzugen, wie Jan oben schreibt...? Ich habe da Zweifel. In der Natur gibt es jedenfalls Grundwasserströmungen. Da ist kein Stillstand im Boden.

      Die frühen Systeme zur Bodendurchflutung (z.B. Eheim) funktionierten in der Praxis nur eingeschränkt. Farbversuche ergaben, dass nahezu das gesamte Wasser an einer kleinen Stelle austrat.

      Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, kamen die ersten Bodenfluter-Systeme mit Heizkabeln von Dupla. Voraussetzung war ein fest definierter Abstand der Kabel zueinander (etwa 3,5 cm) sowie eine vorgegebene Kieskörnung (1-3 mm) und -höhe (5 cm). Über den warmen Kabeln steigt das erwärmte Wasser auf und zwischen den Kabeln sinkt das kältere Wasser nach unten. So bekommen die Wurzeln der Pflanzen Wärme und Nährstoffe und durch die Bewegung kommt frisches, sauerstoffreiches Wasser in den Boden. Außerdem soll das System Strom sparen, da die Wärme gleichmäßig, unten und auf großer Fläche abgegeben wird.

      Ich hatte das System bei mehreren Becken teilweise über 10 Jahre in Betrieb. Hat immer bestens funktioniert.

      Als zweites kam das System von Dennerle auf den Markt. Die gaben eine Kieshöhe von 10 cm vor. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, ging es ihnen hauptsächlich um den Ausgleich des Temperaturunterschiedes. Sie arbeiteten mit schwachen Heizkabeln und einem dualen Regler, der die Wassertemperatur mit einem Stabheizer erhöhte (bei Dupla gab es nur das Bodenheizkabel). Hatte ich nie im Einsatz. Ich fand die Dupla-Philosopie überzeugender.

      Hatte später noch ein Becken mit einem schwachen, ungeregelten Heizkabel im Dauerbetrieb im Einsatz (ansonsten nach Dupla-Vorgabe). Hat auch gut funktioniert.

      In einem Becken mit Dupla-System hatte ich testweise starken Überbesatz. Der Nitratwert stieg nicht über 50 mg/l - trotz reichlicher Fütterung. Ich kann es nicht beweisen, aber zumindest theoretisch kann ein langsam durchströmter Bodengrund, in den auch kleine Mengen Futterreste einsickern, Nitrat reduzieren.

      Gruß,
      Dirk
    • Dirk1 schrieb:

      So bekommen die Wurzeln der Pflanzen Wärme und Nährstoffe und durch die Bewegung kommt frisches, sauerstoffreiches Wasser in den Boden. Außerdem soll das System Strom sparen, da die Wärme gleichmäßig, unten und auf großer Fläche abgegeben wird.

      Gruß,
      Dirk
      Hallo zusammen,

      dass man Energie spart würde ich ausgehend vom "Energieerhaltungssatz" eher verneinen. Gerade bei elektrischer Heizung hat man kaum einen Einfluß auf die benötigte Energie. Entweder man will z.B. 26°C mit einer auf das Aquarium passenden "Wattzahl" erreichen oder man setzt zu wenig Energie ein und schafft diese Temperatur nicht.
      Eine Durchflutung des Bodengrundes hat seine Vorteile, aber die Natur lehrt uns auch anderes. Natürlich kommt es auch auf die verwendeten Pflanzen an. Cryptos wachsen durchaus gut in feinem Sandboden und sogar auf Schaumstoff. Bedingt durch meine Geophagen verwende ich nur feinen Sand und hatte noch nie Probleme mit Faulstellen. Bei meinen Mittelamerikanern findet natürlich grober Kies Verwendung und da bin ich der Meinung, dass sich ein besserer Bakterienbesatz bilden kann. Trotz der sich im Verhältnis höheren Besatzdichte sind dort die Wasserwerte positiver.

      Beste Grüße von Mathias
    • Hallo Mathias,

      die Argumentation ist, dass Stabheizer einen kleinen Bereich stark aufheizen und ein gewisser Teil der (aufsteigenden) Wärme schon an die Luft abgegeben wird, bevor sie im gesamten Becken verteilt werden kann. Die Heizer sitzen auch oft dicht an gut Wärme leitenden Glasscheiben, die ebenfalls einen Teil der Wärme nach außen ableiten. Ist allerdings erstmal nur Theorie. Ob sich das auch praktisch auswirkt...?

      Dass du bei Geophagus keine Faulstellen im Sand hast dürfte nachvollziehbar sein. Hättest du bei diesen Tieren wohl auch bei Kies bis zu einer gewissen Körnung nicht. Sieht aber ganz anders aus, wenn man keine Tiere im Becken hat, die den Boden in Bewegung halten.

      Gruß,
      Dirk
    • Hallo,

      ob Bodenfluter Sinn machen oder nicht hängt vom Aquarium ab. Garnelenleute schwören in Kombination mit Akadama drauf und ein Margarinebecherfilter (Schale voll Kies mit umgdrehtem Trichter und Luftheber) in Zuchtbecken ist ja eigentlich auch nichts anders. Für ein größeres Aquarium sehe ich da aber auch keinen nutzen. Auch für Wasserpflanzen nicht, jede bodenwurzelnde Pflanze lässt sich problemlos ohne Bodenfluter über die Wassersäule düngen.

      In der Natur sind die untern Wasserschichten kälter als die oberen, das setzt sich im Boden fort. Das ist nicht nur bei uns am Baggersee so, das gleiche habe ich an praktisch allen Wasserpflanzenbiotopen in de Tropen vorgefunden. Ich beschäftige mich mittlerweile hauptsächlich mit Pflanzen, ganz besonders mit Cryptocorynen und anderen Araceaen und habe Aquarien die per Beckenbeleuchtung des unteren Aquariums eine Bodenheizung haben. Das macht absolut keinen Unterschied außer das die Heizung im oberen Becken weniger an ist.
      Ich kenne auch sonst keine Pflanzenleute die bei Neueinrichtung noch eine Bodenheizung ins Becken tun wenn sie nicht schon vorhanden ist.

      Unten Fotos von Aquarien bei mir, keine Bodenheizung, kein verdichteter Boden, kein Aquarium drunter das heizt und passabler Pflanzenwuchs.

      Gruß, helmut
      Bilder
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    • Hallo,

      die Heizung des Bodens ist ja nur ein Aspekt. Sicherlich gibt es da innerhalb einer Wohnung nicht so große Temperaturunterschiede, dass daran die Pflanzenpflege scheitern würde.

      Wichtiger erscheint mir die Durchströmung des Bodens - nicht nur, um dort Nährstoffe einzubringen, sondern vor allem, um dort überhaupt Bewegung und damit Sauerstoff hin zu bekommen. Und diese Durchströmung funktioniert tatsächlich mit dem Dupla-System am zuverlässigsten - nicht wegen der Produkte, sondern wegen der getesteten Kombination von Kabelabstand, Kieshöhe und -körnung.

      Selbst wenn in den Tropen die Grundwasserströmungen tatsächlich etwas kälter als das das Oberflächenwasser sein sollten (da gibt es auch Veröffentlichungen, in denen von identischen Temperaturen berichtet wird), bleibt die Tatsache, dass (Wasser-) Bewegung im Boden ist. Die gesamte Bodengrundmasse wird so aktiv in das Biosystem Aquarium mit einbezogen. Das kann aus meiner Sicht nur vorteilhaft sein.

      Gruß,
      Dirk
    • Eine Durchdringung des Bodens durch Grundwasser wird es wohl nur sehr selten geben. Sowas kann man wohl eher vernachlässigen.
      Da hat man wohl eher versickerndes Wasser, also eine Durchdringung in umgekehrter Richtung.
      Bodenbereiche sind auch in der Natur meist anaerob, also eben nicht von Sauerstoffreichem Wasser durchdrungen (was ja im Grunde auch der Theorie mit dem Grundwasser eher widersprechen würde)
      Gruss
      Jan

      Twitter is eine typische Erscheinung der Generation ADS & SMS. Für einen Brief zu faul, für einen kompletten Satz zu dumm und für korrekte Grammatik zu cool.
    • Ich würde es eher so sehen, dass Flüsse und Bäche von Grund-/Regenwasser gespeist werden, das durch den Boden in Richtung Bäche und Gräben sickert. Das dürfte auf jeden Fall in den regenreichen Tropengebieten so sein und das ist bei uns im Garten auch so. Wenn ich ein Loch grabe, sehe ich in etwa 80 cm Tiefe das Oberflächenwasser in Richtung des Bächleins sickern, das etwa 50 m entfernt an unserem Grundstück vorbeifliesst.

      Wie auch immer: Die nach Dupla-Philosophie eingerichteten Becken funktionieren gut.

      Gruß,
      Dirk
    • Hallo,

      es gibt schon auch Strömung in manchen Gewässern im Subsrat in Natur nur lässt die sich wie der ganze Bach nicht per Bodenfluter im Aquarium simulieren. Und in diesen durchtrömten Gewässern wachsen die Pflanzen in Nestern mit sehr stark verdichtetem Substrat auch wenn drumrum loser Sand ist. Wer mal versucht hat z.B. Cryptocoryne crispatula ohne Werkzeug aus dem Bach zu holen weiß was ich meine.

      Der Boden im Aquarium wird ohne Bodenheizung ausreichend für sehr gutes Pflanzenwachstum bei Düngung ausschließlich über die Wassersäule durchflutet. Die ganz normale Pumpe die für ein wenig Strömung sorgt reicht völlig. Eine Bodenfluterheizung schadet nicht hat aber auch außer der Heizfunktion keinen Nutzen. Weder für die auflockerung des Bodens noch für das Pflanzenwachstum. Im Gegenteil, wenn der Boden messbar durchflutet würde hätte ich sogar Bedenken, daß er sich gerade dann zusetzt. Auch wenn die durchflussrate sehr gering ist.

      Gruß, helmut
    • Moin,
      wenn ich mir Bodenfluter nach dem Muster dieser zusammensetzbaren Platten vorstelle, die es früher mal gab, sehe ich das Problem, das gut wurzelnde Pflanzen nicht vor den Bodenfluterplatten halt machen, sondern die Schlitze schnell durchdringen und dann auch verstopfen werden.
      viele Grüße

      Axel

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