Biotodoma cupido

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    • Biotodoma cupido

      Hallo, ich habe ein neuer Projekt gestartet,

      Nachzucht von Biotodoma cupido.

      Von der Nachzucht von Biotodoma cupido wurde 1984 in einer DATZ berichtet. Was dort steht, kann ich kaum glauben: Relativ hartes Wasser, Temperatur 26° Celsius, keine Probleme.

      Bei mir sieht die Sache anders aus, denn bis jetzt läuft das Projekt eher negativ.

      1. Becken: 60er Würfel
      2. Wasser: ca. 200 mSiemens, ph-Wert 6 -6,5
      3. Temperatur gesteigert bis zu 30° C.
      4. Teilweise dichte Bepflanzung mit Riesenvallisnerien
      5. Begleitfische: 2 Epiplatys dageti (gekauft als Begleitfische für Pelvicachromis pulcher)
      Zu den Fischen:

      Gedrängt wurde ich zu diesem Experiment von meinem Sohn, der für sein Becken 5 Biotodoma cupido bei Schaffer/Pegnitz gekauft hatte. Die Tiere stehen sehr gut da, sind viel schöner als bei mir gefärbt, was auch an der dunkleren Beleuchtung liegen könnte. Dort hatten die Tiere auch schon gelaicht, bei Harnischwelsen im Becken kommt natürlich nichts hoch. Deshalb wanderte ein Pärchen zu mir. Ob wir beim Herausfangen die beiden richtigen Tiere erwischt haben, ist natürlich nicht sicher.

      Gekauft wurden die B.cupido bei Schaffer.


      "Die B. cupido schwimmen übrigens seit einer gefühlten Ewigkeit dort - weiß nicht, ob die noch so taufrisch sind?" bemerkte damals Chris.

      Ein Pärchen schwimmt nun bei mir. An anderer Stelle hat Chris dazu gefragt, ob das Pärchen harmoniere.

      Leider ist das bisher nicht der Fall. Das Männchen ist recht scheu und deshalb auch kaum zu fotografieren. Das Weibchen hockt reletiv weit oben im Vallisnerienwald. Es wird von mir mittels Pipette gefüttert. Leider sind die B.cupido da recht heikel, Granulat wird bisher nicht gefressen, Flockenfutter dagegen eher. Mehrmals täglich Fütterung, hauptsächlich Frostfutter, weiße Mückenlarven, Artemia. Trotzdem ist der anfangs zu beobachtende Laichansatz des Weibchens verschwunden.

      Zu den beiden Fotos: Das Männchen ist weitaus prächtiger gefärbt.

      Sollte ich weitere Begleitfische einsetzen, damit die Tiere abgelenkt sind und zudem ihre Scheu verlieren. Allzu flinke Räuber sollten es allerdings nicht sein.

      Gruß
      Günter
      Bilder
      • b_cupido_weibchen.JPG

        679,46 kB, 2.848×2.136, 14 mal angesehen
      • b_cupido_weibchen2.JPG

        233,7 kB, 1.107×831, 14 mal angesehen
      Mittelamerika-Becken ca. 400 l.
      Westafrika-Becken ca. 200 l.
      Südamerika-Zwergcichliden ca. 100 l.
      Sonstiges ca. 100 l.
      Seewasserbecken ca. 450 l.
    • Servus Günter,

      ich hab mal bisschen in meinem "Archiv" recherchiert - im Herbst 2013 waren diese B. cupido halbwüchsig beim Schaffer... - ein paar Jährchen haben sie also schon.
      Die Färbung des Weibchens gefällt mir nicht - das sind ja glaube ich Santarém-Cupido mit flächig orangener Brustfärbung, wenn sie sich wohlfühlen... - diese Dunkelfärbung deutet auf Unwohlsein hin.

      Meiner Meinung nach wird dieses Unwohlsein durch das relativ kleine Zuchtbecken hervorgerufen. Mit zutraulichen Arten wie Skalaren etc. mag das super klappen mit der Zucht in so einem Würfel - bei B. cupido sehe ich da gewisse Schwierigkeiten. Die Art ist recht scheu, gerade wenn es sich um ältere Tiere handelt, die aus einem größeren Becken dann in solch einen Würfel gesetzt werden (dazu fällt mir der Spruch mit dem Verpflanzen alter Bäume ein).

      Und wirklich harmonieren scheinen sie ja auch nicht - das macht es nicht leichter. Also auf Ewig würde ich diesen Zuchtversuch nicht ansetzen, aber man könnte versuchen, das Weibchen gezielt mit Enchyträen zu füttern (zweimal pro Woche Enchyträen), damit es gut Laich ansetzt. Und generell so wenig wie möglich am Becken herumwerkeln, aber das weißt du sicher selbst.

      Sollte dieser Versuch nach ca. einem Vierteljahr keine Früchte tragen, würde ich ihn abbrechen. Idealerweise müsste man das Aquarium deines Sohnes so abtrennen oder vom Besatz her so optimieren (Welse ausquartieren, ggf. überschüssige B. cupido ausquartieren, sobald abgelaicht wurde), dass in diesem größeren, vertrauten Becken die Jungfischaufzucht ermöglicht wird.

      Einmal habe ich auch schon die Alttiere mitsamt Gelege umgesetzt - das waren zwar Mikrogeophagus altispinosus, aber das sind ja auch recht verwandte Cichliden - das hat damals sogar geklappt. Also abgewartet, bis sie im großen Becken gelaicht hatten, und dann den Stein mitsamt Laich unter Wasser in einen Becher getan und damit dann in ein separates kleineres Becken umgesetzt, dann noch geschwind das brutpflegende Pärchen eingefangen (die ließen sich in ihrem "Brutpflegemodus" recht leicht fangen) und wieder zu ihrem Laich gesetzt - sie nahmen den Laich an und pflegten ihn im separaten Becken ohne Beifische weiter... - und scheu waren sie, bedingt durch den "Brutpflegemodus", im neuen kleinen Becken dann auch nicht.

      Viele Grüße
      Chris
    • Hallo,
      gerne würde ich Lebendfutter geben, in unserer Vereinsanlage gibt es die Möglichkeit, Lebendfutter zu fangen, um diese Jahreszeit vor allem weiße Mückenlarven. Leider paddelt dort im Augenblick so wenig herum, dass sich der Aufwand nicht lohnt.

      aquarienverein-scalare.de

      Noch ein Bild aus dem Aquarium meines Sohnes. Das Männchen bei mir sieht übrigens genau so aus und fühlt sich wohl - von seiner Verlobten mag ich das leider nicht sagen. Mal sehen, wie sich das Projekt entwickelt.

      Gruß
      Günter
      Bilder
      • cupido_m1-klein.JPG

        766,85 kB, 4.912×3.264, 18 mal angesehen
      Mittelamerika-Becken ca. 400 l.
      Westafrika-Becken ca. 200 l.
      Südamerika-Zwergcichliden ca. 100 l.
      Sonstiges ca. 100 l.
      Seewasserbecken ca. 450 l.
    • Hallo Günter,
      prima Projekt. Bin aktuell auch dabei. Hab nur eine Anmerkung zu dienen ersten Bildern. Ja das Tier fühlt sich nicht wohl. Aber bist Du dir sicher, das es ein Paar ist?
      Das angebliche Weibchen ist sicherlich ein Männchen. Möchte hier nicht als Schlaumeier gelten, aber hänge mal Bilder von meinen Tieren an. Der türkisfarbene Augenstrich ist beim Männchen durchgängig und bei den Weibchen eine Punktreihe. Kannst Du das bestätigen wenn Du die Tiere bei deinem Sohn anschaust.
      Lebendfutter und auch Frostfutter mit reichlichem Wasserwechsel, dann fangen die cupido zu balzen an; das ist ne ware Pracht. Leider bekomme ich keine gescheiten Bilder hin aber ich denke Du kannst das angesprochene Unterscheidungsmerkmal erkennen.
      Gruß aus OWL

      Harald

      DCG 32 2542

    • Servus zusammen,

      prächtige Tiere habt ihr da schwimmen :top:

      @ Günter:
      Wie gesagt, die Paarbildung ist halt nicht so einfach bei dieser Art. Seid ihr euch denn sicher, die beiden richtigen Tiere erwischt zu haben?

      Wenn es insgesamt fünf Tiere waren, müsste die Geschlechterverteilung vorher ja klar gewesen sein und ein Blick ins andere Becken mit den drei verbliebenen Tieren müsste Aufschluss darüber geben, ob denn nun die beiden richtigen Tiere im Zuchtbecken schwimmen?
      Ich habe auch schon erlebt, dass sichere Weibchen durchgängige Unteraugenstreifen zeigen und sich diese nur bei der Balz in Punktreihen auflösen. Wie schauts denn bei den drei restlichen Tieren aus?

      Was Lebendfutter angeht, so müsste man in der kalten Jahreszeit wohl auf Lebendfutter aus dem Handel zurückgreifen (Echyträen, Glanzwürmer). Vielleicht züchtet ja auch jemand aus eurem Verein Lebendfutter?

      Viele Grüße
      Chris
    • Servus zusammen,

      @ Jochen:
      genau das bestätigt meine Beobachtung - die Weibchen sind sehr variabel mit ihren Unteraugenstreifen - bei der Balz hat mein damaliges B. cupido-Weibchen diese Punktreihen gezeigt, aber es gab auch andere Lebensphasen, in denen sie den gleichen Unteraugenstreifen wie das Männchen zeigte.

      @ Günter:
      Ich denke, bei fünf Tieren müsste es möglich sein, sie individuell zu erkennen durch langes Beobachten, um dann die "richtigen Beiden" zusammenzusetzen, so als "Schritt 1".
      Dann genug Lebendfutter für die Dame, genug Ruhe, anregende Wasserwechsel... - dann könnte das schon klappen (aber auf Rezept lässt sich diese Art leider nicht züchten).
      Viel Erfolg!

      Viele Grüße
      Chris
    • Guten Abend,

      wir haben uns entschlossen die 5 B.cupido wieder im Becken meines Sohnes zusammen zu führen. Vermutlich haben wir die falschen Partner erwischt. Dort haben die B.cupido auch schon gelaicht. Weil sich aber L-Welse im Becken befanden, kam keine Brut hoch.

      L-Welse und auch ein Schwarm Schmucksalmler wanderte zu mir ins Exil. Im Becken (65er-Würfel) schwimmen noch 5 halbwüchsige P.scalare "Santa Isabella". Vielleicht etwas viel, aber ich habe früher eigentlich nie schlechte Erfahrungen gemacht, wenn das Becken leicht überbesetzt ist. Mal sehen.

      Wenn Junge aufschwimmen sollten, wollen wir sie absaugen und getrennt von den Eltern hochziehen. Für mich ist dies der große Nachteil eines überbesetzten Beckens, man kann die Brutpflege selten beobachten.

      Gruß
      Günter
      Mittelamerika-Becken ca. 400 l.
      Westafrika-Becken ca. 200 l.
      Südamerika-Zwergcichliden ca. 100 l.
      Sonstiges ca. 100 l.
      Seewasserbecken ca. 450 l.