Besatz 240l mit N. Multifacsiatus

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    • Besatz 240l mit N. Multifacsiatus

      Hallo zusammen,

      nachdem mein 300l Malawibecken nun schon längere Zeit problemlos läuft und ich mir demnächst ein zweites Ostafrikabecken aufstellen möchte (vermutlich 120x40x50) habe ich nun an die Kenner die ein oder andere Frage.

      Filtern würde ich gerne über ein oder zwei (Eck) Hmf Filter mit Pumpe wenn ich zwei Eck Hmf nutzen möchte, wie berechne ich dann die Größe, einfach den normalen Hmf halbieren und halbe Pumpenleistung?

      Ich habe hier noch ein 60cm Becken mit einer Kolonie Neolamprologus Multifacsiatus stehen, diese sollen in das neue Becken umziehen.

      Soweit ich die Diskussionen hier und in anderen Foren verstanden habe, wäre es möglich in ein solches Becken 2 weitere Arten zu setzen. Mir gefallen die paracyprichromis nigrippinis sehr gut, die würde ich bei meinem Händler auch bekommen. Würde das denn passen? Und könnte ich auch die Altolamprologus compressiceps dazu setzen oder würden die mehr als nur den Nachwuchs reduzieren?

      Sollte der Besatz möglich sein in welcher Reihenfolge und Stückzahl setze ich die Fische dann ins Becken?

      Gruß

      Oliver
    • Servus Oliver,

      ich habe davon gehört, dass adulte Altolamprologus calvus die kleineren Weibchen von Neolamprologus multifasciatus verspeist haben - das hat mich damals von einer Vergesellschaftung abgehalten.
      Ich habe stattdessen Altolamprologus sp. "Sumbu Shell" mit meinen N. multifasciatus vergesellschaftet - hat größentechnisch auch sehr gut harmoniert. Als dritte Art hatte ich ein Pärchen Lamprologus ocellatus mit dabei - passte auch gut dazu, man muss das Becken halt gut strukturieren.

      Für P. nigripinnis halte ich persönlich 240 Liter für zu knapp bemessen - sollten vernünftigerweise schon um die 400 Liter sein...

      Würde dir somit nebst deiner Multifasciatus-Kolonie je ein Pärchen Altolamprologus sp. "Sumbu Shell" und Lamprologus ocellatus oder eine weitere kleine paarbildende Art (Lamprologus signatus, Neolamprologus brevis, N. caudopunctatus etc.) empfehlen.

      Viele Grüße
      Chris
    • Moin,

      also habe ich einmal geht und einmal ich würde es lassen. Das bringt mich jetzt auch nicht wirklich weiter ?( . Habt ihr denn noch andere Ideen was ich mit den Multis zusammen setzen kann? Da ich was die verschiedenen Arten vom Tanganjikasee angeht fast keine Ahnung habe bin ich gerade etwas ratlos.

      Was deine Vorschläge angeht Chris, den a. Sumbu shell habe ich bei den mir bekannten bzw bei den Händlern bei den ich kaufen würde leider nicht gefunden. X(

      Den l. Caudopunctatus
      oder. l. Calliurus
      könnte ich allerdings bekommen, was wäre denn noch möglich? Und wenn ich mir meine Multis so anschaue frage ich mich ob ich überhaupt eine Höhe von 50 cm brauche oder nutzt eine der genannten Arten die Höhe?

      Vielen Dank erstmal für eure Antworten

      Gruß

      Oliver
    • Hi,

      also ich widerspreche Chris ja nun ungern, nun muss ich aber mal :D

      Ich hatte mich seinerzeit intensiv vorab hinsichtlich der Beckengröße für P. nigripinnis informiert und bekam aus mehren Richtungen gesagt, dass dies im Vergleich zu vielen anderen Paracyprichromisarten weitaus weniger schwimmen und dichter am Substrat (Felsen) leben. So hat es sich bei mir dann auch dargestellt. Sicherlich mögen 240 oder 250 Liter nicht das Optimum sein aber es ging eben gut.

      Chris mag aber insoweit Recht haben, dass die Weibchen von N. multifasciatus durch einen ausgewachsenen A. calvus gefährdet sein könnten. Letzere wachsen sehr langsam und sind bei mir nicht so sehr groß geworden. D
      Grüße aus Berlin

      Marco
    • Servus zusammen,

      zuerst mal bzgl. der A. calvus - da stimme ich Marco insoweit zu, dass sie wirklich total langsam wachsen und es somit seine Zeit dauern wird, bis sie den Weibchen von N. multifasciatus gefährlich werden können. Trotzdem halte ich rein von den Größenverhältnissen her A. sp. "Sumbu Shell" für wesentlich geeigneter - und die Altolamprologus-Optik besitzt diese Art ja ganz genauso.

      Was die Vergesellschaftung mit N. multifasciatus angeht - sicher passt da auch N. caudopunctatus oder N. calliurus.
      50 cm Höhe braucht N. multifasciatus nicht - besser wären da 50 cm Tiefe auf die Grundfläche bezogen, und als Höhe reichen auch 40 cm locker aus.

      Jetzt zu Paracyprichromis nigripinnis - ich glaube, da bin ich mir mit Marco mal ausnahmsweise nicht einig ;)
      Ich meine, gehen tut viel, und praktiziert wird auch viel. Ob es so optimal ist, steht wieder auf einem anderen Blatt - es ist sicher ein Stück weit Geschmackssache und ich bin jemand, der ungern ans Minimum geht.
      Habe beispielsweise momentan ein adultes Pärchen Apistogramma cacatuoides in einem 50-Liter-Becken zur Nachzucht sitzen - manche Leute pflegen diese Art dauerhaft in einem solchen kleinen Becken - würde mir nicht gefallen...

      Dann kommt der Faktor der Vergesellschaftung - meinetwegen 240 Liter für P. nigripinnis, wenn man das Becken als reines Artbecken betreibt, also nur eine Gruppe dieser Art. Aber da soll mindestens eine Kolonie N. multifasciatus noch mit dazu - diese Art ist nicht zimperlich bei der Revierverteidigung - das dürfte für die P. nigripinnis einfach ungemütlich/eng werden. Bei doppelter Literzahl sähe das ganz anders aus...

      Aber letztendlich muss natürlich jeder wissen, was er tut - nur kann bei riskanten Vergesellschaftungen es einem halt blühen, dass man entweder wieder Fische abgeben muss, oder aber das Beckenvolumen sich plötzlich vergrößern wird :P

      Viele Grüße
      Chris
    • Moin,

      Cichliden_Chris schrieb:


      Trotzdem halte ich rein von den Größenverhältnissen her A. sp. "Sumbu Shell" für wesentlich geeigneter - und die Altolamprologus-Optik besitzt diese Art ja ganz genauso.

      Ich habe ja nix gegen den Sumbu Shell, ich muss halt mal schauen ob ich den im Umkreis von Hannover bekomme.

      Cichliden_Chris schrieb:

      oder aber das Beckenvolumen sich plötzlich vergrößern wird
      Könnte ich persönlich mit leben, aber ich bin hier nicht der Alleinentscheider im Haushalt ;)

      Nochmal zu den sumbu shell, bzw N. caudopunctatus und N. calliurus (sind das nun Neolamprologus oder Lamprologus) sitzen die vom Verhalten auch nur am Boden oder nutzen die auch mal etwas von der Höhe?
      Und sollte ich die Sumbu Shell nicht bekommen, gingen dann die Multis mit N. caudopunctatus und N. calliurus odergibt es noch etwas ganz anderes?


      Vielen Dank erstmal, schöne Feiertage und Gute Nacht


      Oliver
    • Servus zusammen,

      @ Olli:
      Drei Arten von Tanganjika-Zwergcichliden sind bei deiner Beckengröße gut machbar. Oberflächenfische sind jetzt nicht wirklich darunter, aber auch die P. nigripinnis wären teilweise recht substratorientiert unterwegs.
      Ich hatte mal N. calliurus, da war das Männchen durchaus in mittleren Wasserschichten anzutreffen, die N. caudopunctatus ebenso.

      N. multifasciatus ist eher bodenorientiert wie du ja sicher weißt, und die Altolamprogus-Arten sind allesamt eher etwas zurückgezogen und sehr substratorientiert lebend, stehen gerne in der Nähe von Gesteinspalten und anderen Unterschlupfmöglichkeiten.
      A. sp. "Sumbu Shell" hatte sich bei mir als eine gute "Geburtenkontrolle" für die N. multifasciatus erwiesen.

      Letztendlich gehen alle kleinen (Neo)lamprologus-Arten aus dem Tanganjikasee, auch kleine Julidochromis-Arten wie J. transcriptus, J. sp. "Gombe" oder J. ornatus bieten sich an, wenn man ihnen einen Steinaufbau als Revier schafft. Und wenn die Schieferplatten etc. bis in Wasseroberflächennähe gestapelt sind, dann wird auch diese komplette Zone von den Julidochromis bewohnt - nur Freiwasserfische sinds natürlich nicht.

      @ Marco:
      Wie gesagt, würde man die P. nigripinnis in genanntem Becken alleine pflegen - Artbecken somit - könnte ich mich damit sogar anfreunden. Hattest du sie wirklich als adulte Gruppe mit einer Multifasciatus-Kolonie in einem ebensolchen Becken?
      Ich selbst kann mir diese Kombi nur sehr schwer vorstellen, ich weiß, wie sich Multis zusammenrotten um dann größere "Gegner" anzugreifen... - aber falls du erprobte Erfahrungen dazu hast?

      Viele Grüße
      Chris
    • Hi

      @Chris

      das ist inzwischen bestimmt 9 Jahre her, mal überlegen...
      Ich hatte sechs oder sieben c. nigrippinnis und ebensoviele N. multifasciatus. Die ersteren kamen schon mehr oder weniger ausgewachsen ins Becken. Das Becken war mit zwei hohen Steintürmen eingerichtet ind es gab zwei Sandflächen. Die Multis hatten eine der beiden Sandflächen für sich beschlagnahmt und diese außer bei der Fütterung eigentlich nie verlassen. Die beiden Arten sind sich eigentlich nie in die Quere gekommen. Aber vielleicht hatte ich auch wirklich Glück gehabt, wer weiß das schon.

      Das Ganze endete - dieses hat mit der Fragestellung aber nix zu tun - leider irgendwann mal mit einem Verlust von 2/3 aller meiner Tiere in meinen damals drei Aquarien aufgrund erhöhter Kupferwerte im Wasser. Dieses war vermutlich auf den Austausch von Ventile in der Wasseranlage zurückzuführen.
      Grüße aus Berlin

      Marco
    • Servus Marco,

      du schreibst, deine Multis hatten eine der beiden Sandflächen für sich beschlagnahmt - das bringt mich auf eine Idee. Einfach nur in einer einzigen Ecke des Beckens eine Schneckenhaus-Zone anlegen und diese dann mit Steinen noch eingrenzen. Ich denke, so verweist man die Multis auf ihren Platz und es bleibt im restlichen Becken genug Raum für die P. nigripinnis. Ein gewisses Risiko sehe ich bei dieser knappen Beckengröße in dieser Vergesellschaftung aber trotzdem noch.

      Ich hatte bei der Diskussion immer meine damalige Multifasciatus-Kolonie im Meterbecken vor Augen - das waren locker 30 oder 40 Tiere und das Schneckenhausfeld erstreckte sich über die ganze Beckenlänge und -breite. Da wäre es unmöglich gewesen, noch Paracyprichromis mit dazuzusetzen. Ich hatte kurzzeitig mal Hechtlinge darüber schwimmen, um die Oberfläche zu beleben... auch das ging nicht gut, die Multis verteidigten einfach alles.

      Wenn man somit die Multifasciatus nicht als Kolonie pflegt, sondern als Kleingruppe, und deren Revier von vornherein gut einschränkt (da sie recht schneckenhausfixiert sind, sollte das klappen), dann sollte da eigentlich genug Platz bleiben für eine ebensolche Kleingruppe P. nigripinnis, am Besten nur ein Männchen mit ein paar Weibchen - aber ein Patentrezept gibts natürlich nicht.

      Das ist bedauerlich mit den Kupferwerten, aber dagegen ist man (vorallem als Mieter) ja machtlos. Wir hatten in der Firma auch mal plötzlich nur noch trübes Leitungswasser, und ich war gerade am Wasserwechseln meines Bürobeckens. Gut, dass ich die Eimer noch nicht ausgekippt hatte - so musste das alte Wechselwasser wieder zurück ins Becken.

      Viele Grüße
      Chris
    • Hi,

      @Chris

      Genau das könnte es gewesen sein, die Steine waren so positioniert, dass die Multis die Schneckenhäuser auch beim Buddeln auch nicht aus ihrem Bereich schieben konnten. Na und 30 bis 40 Tiere sind natürlich eine andere Hausnummer :D
      Grüße aus Berlin

      Marco
    • Hallo,

      während der Feiertage habe ich mir noch mal Gedanken gemacht, bzw geschaut was derzeit auf den Stockkloster der Händler in meiner Nähe zu finden ist.
      Fix sind ja die Multifacsiatus aus meinem 60er, wenn zu bekommen noch ein Paar sumbu shell oder eine Gruppe damit sich ein Paar findet. Gefallen würden mir noch die Julidochromis Marlieri, für die ich dann seitlich einen Steinhaufen bis fast zur Oberfläche bauen würde. Ich denke Mal dann auch 1/1 oder braucht es da auch ein echtes Paar? Passt das soweit oder habe ich da noch einen Fehler drin?
      Nochmal die Frage zum Einsetzen, alle auf einmal da Chichliden oder erst die Julidochromis und dann die anderen? Da ich ja noch kein Becken besitze und ich mich erstmal umschaue was ich finden kann, noch die Frage ob sich bei einer 50er Tiefe Grundsätzlich was an der Anzahl der Arten/Tiere ändert die ich besetzen könnte.

      Vielen Dank erstmal und Gruß

      Oliver
    • Moin,

      wenn Du Wert darauf legst viel Nachwuchs von den N. multifasciatus zu haben dann lass die A. "Sumbu Shell" weg.
      Da<s sind echt fiese Möpp in der Beziehung.

      P. nigripinnis "Blue Neon" gehen in 240 Litern. Kein Problem.
      Hätte ich sogar zur Abgabe in Hannover.

      Gruß und so
    • Hallo,
      ich habe derzeit eine Becken mit den gleichen Maßen laufen. Gefiltert wird es durch den Juwel Innenfilter, der in dem Becken eingebaut ist.

      Als Besatz habe ich ein juveniles Paar Altolamprologus compressiceps und eine Kolonie Neolamprologus multifasciatus.
      Die Fische kommen alle klar, wobei ich sagen muss, dass die Altos die Jungtiere der Multis nicht reduzieren, wie ich gehofft hatte.
      Dies kann jedoch daran liegen, dass es sich um halbwüchsige Tiere handelt(6cm/4cm) welche aber schon für Nachwuchs gesorgt haben.

      mfg David
    • Servus zusammen,

      bzgl. P. nigripinnis und was in dem genannten Becken mit dieser Art möglich wäre gegebenenfalls - da habe ich mich ja schon hinreichend dazu geäußert ;)

      Es stimmt - Altolamprologus sp. "Sumbu Shell" ist ein sehr effektiver Jungfischräuber, man wird also kein merkliches Anwachsen der Multifasciatus-Kolonie erleben.
      Hingegen hat sich früher mal A. calvus längst nicht so effektiv gezeigt - man merkt, dass A. sp. "Sumbu Shell" wirklich auf das Erbeuten von Schneckencichliden-Brut spezialisiert ist...

      Was die Julidochromis-Art angeht, so empfinde ich J. marlieri als etwas wuchtig für N. multifasciatus... würde da persönlich eher zu einer kleineren Art wie J. transcriptus, J. ornatus oder J. sp. "Gombe" tendieren...

      Und unbedingt alle Arten gleichzeitig einsetzen!
      50 cm Tiefe - würde ich es trotzdem bei drei Arten belassen.

      Viele Grüße
      Chris
    • Hallo Olli,

      die Coudopunctatus sind wunderschöne Fische, aber verdammt garstig.
      Ich pflege und züchte sie selbst und bei mir stellen sie sogar fast ausgewachsene A. Compressiceps in die Ecke.
      Die Multis können ebenfalls sehr dominant sein.
      ich hoffe also, dass die Sumbus genug Luft zum atmen haben werden.

      Mmn würden da Transcriptus besser passen...
      Fisch-Fromm-Fröhlich-Frei
      Grüße Chris

      mein YouTube-Kanal
    • Servus Chris,

      bei mir haben sich die Sumbus bei Attacken stets unbeeindruckt gezeigt und ihre "Breitseite" präsentiert. Aber natürlich sind Cichliden immer Charaktertiere und vielleicht hatte ich da auch dickfellige (im Wortsinn!) Individuen erwischt.

      Viele Grüße
      Chris
    • Hallo,

      die julidochromis würden mir auch gefallen. Eventuell denke ich auch gerade zu viel über Probleme nach, die es nicht gibt. Eigentlich wollte ich die beiden verbleibenden Arten bei einem Händler kaufen. Bei dem Händler der die sumbus führt bekomme ich derzeit nur j. marlieri und j. marksmithi mal sehen was sich ergibt bis das Becken steht. Ich melde mich dann bestimmt noch einmal bei,euch.

      Grüße

      oliver