A.baenschi - Junge und was nun?

    • A.baenschi - Junge und was nun?

      Guten Abend,
      vor einigen Wochen habe ich mir bei Linhardt Hofmann in Coburg ein Pärchen Apistogramma baenschi gekauft, die Tiere waren recht klein und wanderten in ein Becken mit einer Grundfläche von ca. 50 x 60 cm. Kurz darauf laichten die Tiere wieder Erwarten schon ab. Seit 16.11. schwimmen die Jungen und werden vom Weibchen bewacht. Die Jungen entwickeln sich gut, es sind heute ca. 15 Stück. Das Männchen beteiligt sich nicht an der Brutpflege, es konsequent von den Jungen fern zu halten, scheitert ganz einfach daran, dass die Jungen nicht mehr in einem engen Schwarm schwimmen. Die Jungen werden meiner Beobachtung nach vom Männchen in Ruhe gelassen.
      Problem: Von den gefütterten Artemia naschen die Alten so viel, dass wohl demnächst ein neues Gelege zu erwarten ist. Platz für ein neues Becken für die Eltern habe ich zur Zeit nicht. Was ist zu erwarten, falls die Tiere erneut ablaichen? Kann ich die Sache einfach laufen lassen und habe dann verschiedene Bruten in dem doch recht kleinen Becken?
      Gruß
      Günter
      Mittelamerika-Becken ca. 400 l.
      Westafrika-Becken ca. 200 l.
      Südamerika-Zwergcichliden ca. 100 l.
      Sonstiges ca. 100 l.
      Seewasserbecken ca. 450 l.

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    • Hallo Günter,

      ich denke, du kannst tatsächlich erwarten, dass die Tiere erneut ablaichen. 60 x 45 ist dabei gar nicht mal so klein. Ich hatte bei A. agassizii schon 3 Bruten gleichzeitig in 40 x 25 x 25 - die zweite und dritte gleichzeitig, da der Bock sich auch mit seiner 2,5 cm großen Tochter aus der ersten Brut vermehrt hat - aus Not sogar ohne Höhle.

      Wo ein Wille ist, da findet sich auch ein Gebüsch...

      Gruß,
      Dirk
    • Hallo,
      es ist so weit! Heute haben die A.baenschi wieder gelaicht.
      Problem: Diesmal sind die Wasserwerte wohl schlechter, weil ich Artemia direkt aus deren Zuchtbehälter mit Pipette ins Becken gebe.

      GH 2
      KH 2
      Leitwert: 230 mS!!!
      ph-Wert 6,5 - 7 (genauer beim JBL-Test nicht abzulesen)
      Temperatur 26° Celsius.

      Der Leitwert war bei der letzten Brut nur bei ca. 100 mS. Bin gespannt, ob sich die Brut entwickelt.

      Gruß
      Günter
      Mittelamerika-Becken ca. 400 l.
      Westafrika-Becken ca. 200 l.
      Südamerika-Zwergcichliden ca. 100 l.
      Sonstiges ca. 100 l.
      Seewasserbecken ca. 450 l.

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    • Hallo,
      seit einigen Tagen schwimmen wieder kleine A.baenschi im oben beschriebenen Becken.
      Einige Erfahrungen zusammengefasst:

      1. Jungfische gibt es bei mir nur, wenn das Wasser weich und leicht sauer ist. (max. 120 Microsiemens, besser darunter)

      2. Meine Tiere sind, was das Futter angeht, recht heikel: Die Elterntiere fressen gerne Lebenfutter (frisch geschlüpfte Artemia, weiße Mückenlarven etc.) und Frostfutter (Artemia etc.); Granulatfutter, Flockenfutter werden eher nicht gefressen, da sind meine Wildfang-agassizii wenigter problematisch.

      3. Der Versuch, Jungfische mit Frostfutter und Granulatfutter aufzuziehen, funktioniert schlecht. Bei mir ist die Zahl der Jungfische stark zurückgegangen, auch sind die Tiere schlecht gewachsen. Seitdem ich mir bessere Artemiaeier (Genzel) und Artemio-Aufzuchtgefäße von Jbl besorgt habe und Artemia in ausreichenden Mengen anbiete, beschleunigt sich das Wachstum.

      4. Auch Jungtiere sind untereinander recht aggressiv. Die Folgen halten sich, da ich einen Anubien-Urwald im Becken halte, noch in Grenzen.

      Gruß
      Günter
      Mittelamerika-Becken ca. 400 l.
      Westafrika-Becken ca. 200 l.
      Südamerika-Zwergcichliden ca. 100 l.
      Sonstiges ca. 100 l.
      Seewasserbecken ca. 450 l.
    • Klingt ja sehr produktiv! Cool! Wieviele baenschis hast du denn nun aktuell im Becken? Gibt es Fremdfische oder ist es ein reines Artenaquarium? Und wie ist das Verhältnis m:w? In dem zusammenhang: Gilt deine o.g. Temperatur von 26° immer noch und ist grundsätzlich konstant?

      Ich habe endlich mal wieder junge Apisto. Trifas. DIe Mitter hat ganz schön zu kämpfen gegen die Fremdfische. Leider habe ich (mal wieder) den Moment verpasst, die Eier in der Höhle rauszuholen. Da werden wohl nicht allzu viele durchkommen. Ich bin aber auf das Geschlechterverhältnis gespannt. Habe die Temp. auf 25° konstant eingestellt, was zu einem leichten Weibchen-Überschuss führen müsste, den ich auch gerne hätte.
    • Hallo,

      leider sind bei mir die A.baenschi im Endergebnis gar nicht so produktiv. Ich habe jetzt das Becken von den Anubien befreit und die Jungen in ein anderes Becken mit A.agassizii, Resbeständen Pelvicachromis pulcher, Schmucksalmlern, L-Welsen umgesetzt. Es waren nur noch 7 Junge. Die Kleinen sind unterschiedlich groß, ca. 2 - 3 cm. Geschlechtsunterschiede kann ich nicht feststellen, vielleicht sind es nur Weibchen?
      Anlass war, dass die Mutter wieder einmal gelaicht hat. Wegen der Anubien konnte das Weibchen wohl die bisherigen Jungen kaum schützen.
      Trotz des Umräumens, auch das Männchen wurde entfernt, pflegt das Weibchen noch. Das Gelege schien mir recht umfangreich zu sein. Mal sehen, was rauskommt.

      Temperatur:

      Die Anmerkung von Dirk, dass bei ihm 3 Bruten A.agassizii in einem Becken hochkommen, stimmt nicht mit meinen Beobachtungen bei A.baenschi überein.
      Ich werde von nun an die Eltern recht früh von der Brut entfernen. Hier überzeugt mich folgender Artikel:

      zwergcichlidenfreunde-dcg.jimd…-berichte/ap-sp-wilhelmi/

      Allerdings sind die A.baenschi den Männchen gegenüber nicht so aggressiv.
      Gruß
      Günter
      Mittelamerika-Becken ca. 400 l.
      Westafrika-Becken ca. 200 l.
      Südamerika-Zwergcichliden ca. 100 l.
      Sonstiges ca. 100 l.
      Seewasserbecken ca. 450 l.
    • Servus Günter,

      interessanter Artikel!

      Das Weibchen kann ruhig lange bei der Brut bleiben - die Brut fühlt sich dann sicherer und wächst laut verschiedenen Berichten auch zügiger heran als bei künstlicher Aufzucht.
      Das Männchen würde ich nach dem Ablaichen umsetzen.

      Viele Grüße
      Chris