Pelvicachromis pulcher - Gelege verschwinden

    • Pelvicachromis pulcher - Gelege verschwinden

      Guten Abend,
      seit eingen Wochen habe ich ein Becken (60ger Würfel) für ein Pärchen P.pulcher hergerichtet. Daneben noch zwei Epiplatys dageti für den oberen Bereich.
      Vorher schwammen da noch verschiedene andere Westafrikaner - das Becken war total überfüllt, trotzem haben sich St.casuarius darin vermehrt.
      Wichtig ist das aus 2 Gründen:
      1. Die P.pulcher (rote Form) sind schon mehrere Jahre alt - wie alt weiß ich selbst nicht mehr.
      2. Ich habe bisher unser Leitungswasser verwendet (enthärtet mit der Hausanlage - Ionenaustauscher - aber immer über 700 Microsimens). Dadurch haben sich Verkrustungen gebildet, die ich nicht nicht so ganz beseitigen konnte.
      Jetzt arbeite ich mit Osmosewasser, so dass nach einem Teilwasserwechsel knapp 300 (Microsimens) zu messen sind - später steigt der Salzgehalt wieder. Gleiches gilt für den ph-Wert, den ich vor allem mit Eichenextrakt senke.

      Nun zum Problem:
      Die P.pulcher fühlen sich sehr wohl, laichen etwa alle 10 - 14 Tage ab, aber das Gelege verschwindet nach 2 - 4 Tagen, was man ja am Verhalten des Weibchens deutlich beobachten kann.
      Früher habe ich auch schon P.subocellatus matadi gezogen, dann natürlich mit niedrigem Salzgehalt und sehr deutlich niedrigem ph-Wert.
      Ich habe immer geglaubt, die P.pulcher - es handelt sich ja nicht um Wildfänge - seien da unproblematisch?

      Könnte das Alter der Tiere eine Rolle spielen? Liegt es vieleicht doch am Wasser? Die Fütterung ist recht abwechslungsreich, wobei die pulcher auch gerne von den Pinselalgen zu naschen scheinen. Gibt es eventuell Ernährungsprobleme?

      Für Tipps wäre ich sehr dankbar.
      Gruß
      Günter
      Mittelamerika-Becken ca. 400 l.
      Westafrika-Becken ca. 200 l.
      Südamerika-Zwergcichliden ca. 100 l.
      Sonstiges ca. 100 l.
      Seewasserbecken ca. 450 l.
    • Hallo und vielen Dank!
      Ich werde so verfahren, wie Ihr vorschlagt und dann berichten.
      Gruß
      Günter
      Mittelamerika-Becken ca. 400 l.
      Westafrika-Becken ca. 200 l.
      Südamerika-Zwergcichliden ca. 100 l.
      Sonstiges ca. 100 l.
      Seewasserbecken ca. 450 l.
    • Hallo Günter,

      hast du in dem Becken tatsächlich keine anderen Fische drin? Meine erste Idee war, dass die Eier nachts von Welsen gefressen werden (oder von anderen, nachtaktiven Tieren).

      Etwas ganz anderes:

      Eichenextrakt reagiert mit dem im Wasser gelösten Hydrogenkarbonat. Dadurch wird CO2 freigesetzt, was den pH-Wert senkt. Das CO2 gast aus und der pH-Wert steigt wieder an. Das kann man so lange wiederholen, bis das Hydrogenkarbonat aufgebraucht ist - mit dem Nachteil, des ständig schwankenden pH-Wertes. Eine nachhaltige pH-Senkung tritt erst dann ein, wenn kein Hydrigenkarbonat mehr vorhanden ist. Das will man ja eigentlich auch nicht, weil das Hydrigenkarbonat den pH-Wert puffert.

      In der Regel tut man den Tieren mit der Verwendung von Eichenextrakt keinen Gefallen - es sei denn, man hat kein Hydrogenkarbonat im Wasser bzw. es schon vorher entfernt. Die pH-Schwankungen sind meist nachteiliger als ein etwas zu hoher, dafür stabiler, pH-Wert.

      Gruß,
      Dirk
    • Servus zusammen,

      zumal bei P. pulcher - ausgenommen vielleicht Wildfänge aus einem Schwarzwasser führenden Gewässer - eh kein Kult um die Wasseraufbereitung betrieben werden muss.
      Bei mir vermehrte sich diese Art bereits zu frühen Jugendzeiten in ganz normalem Leitungswasser völlig problemlos, es verpilzte kein Ei - das ist für mich eh immer ein Indiz, dass eine bestimmte Fischart auch bei "mittleren" Wasserwerten gut pflegbar ist - denn die Eier sind ja viel empfindlicher als der adulte Fisch...

      Viele Grüße
      Chris
    • Hallo Chris,

      da gehe ich mit dir konform.
      Die pulcher und Nigeria red vermehren sich ohne Probleme in völlig unbehandeltem Leitungswasser bei pH 7,6 und einem Leitwert von ca. 300 µS.

      Hallo Günterl
      leider ist dein Leitungswasser nicht so, wie meins. :|

      Bei Lamprologus markerti, - werneri und - congoensis ist der pH - Wert zu vernachlässigen. Die Jungen schlüpfen in hartem und weichem Wasser bei pH - Werten von 6 - 8. Hauptsache Steine, Holz und Wasserbewegung.
      Ein regelmäßiger Wasserwechsel tut sein übriges.

      Beste Grüße aus dem Taunus :hut:
      Axel
    • So,
      die P.pulcher haben gestern wieder brav in einer Kokosnuss gelaicht. Heute habe ich den Laich, wie von Bernd empfohlen, vorsichtig kontrolliert. Die Eier waren ockergelb, also meiner Meinung nach nicht abgestorben. Morgen Abend werde ich den Vorgang wiederholen.
      Ich vermute, dass das Männchen ganz einfach zu alt ist. Mal sehen!
      Gruß
      Günter
      Mittelamerika-Becken ca. 400 l.
      Westafrika-Becken ca. 200 l.
      Südamerika-Zwergcichliden ca. 100 l.
      Sonstiges ca. 100 l.
      Seewasserbecken ca. 450 l.
    • Guten Abend,
      habe heute wieder das Gelege kontrolliert, es scheint sich zu entwickeln, ich habe nur ganz wenige (3 - 4) weiße Eier am Rande des Geleges gesehen. Ab morgen werde ich nicht mehr kontrollieren, weil ich die Entwicklung der Larven nicht stören möchte - wenn es eine Entwicklung gibt.
      Über das Alter der Tiere kann ich wenig sagen, sicherliche mehrere Jahre.
      Gruß
      Günter
      Mittelamerika-Becken ca. 400 l.
      Westafrika-Becken ca. 200 l.
      Südamerika-Zwergcichliden ca. 100 l.
      Sonstiges ca. 100 l.
      Seewasserbecken ca. 450 l.
    • Guten Abend!
      Heute Nacht hat das Weibchen heftig gebuddelt und den Sand unter der Bruthöhle entfernt. Während des Tages hat es dann das Männchen angebalzt und sich nicht mehr für die Bruthöhle interessiert.
      Es könnte jedenfalls sein, dass das Weibchen die Jungen beim Schlüpfen frisst - ist aber egal.
      Ich werden das Becken frei machen und mir etwas anderes ausdenken.
      Gruß Günter
      Mittelamerika-Becken ca. 400 l.
      Westafrika-Becken ca. 200 l.
      Südamerika-Zwergcichliden ca. 100 l.
      Sonstiges ca. 100 l.
      Seewasserbecken ca. 450 l.
    • Hallo, das mit der Brutpflege stimmt.

      AAAAAAAAAAber -ein Pärchen hat 10 Tage lang ihren Schwarm mit ca. 50 - 60 Jungtieren geführt, Die kleinen begannen, die ersten Farbtupfer zu zeigen, da war dann Abends Schluß mit lustig.

      Das Weibchen hatte erneut abgelaicht und das Männchen hat alle Jungen aufgefressen.
      Schade, aber hängt natürlich mit der Beckensituation zusammen. 120 x 40 x 50 cm, zweifach geteilt mit Mehrkammerfilter und Luftheber.
      In der Natur oder in sehrgroßen Becken würde so etwas nie passieren.

      Beste Grüße aus dem Taunus :hut:

      Axel
    • Hallo,
      das Projekt P.pulcher ist beendet, auf Drängen meines Sohnes habe ich von ihm ein Pärchen Biotodoma cupido übernommen und soll sie züchten. Ich werde davon berichten.
      Gruß
      Günter
      Mittelamerika-Becken ca. 400 l.
      Westafrika-Becken ca. 200 l.
      Südamerika-Zwergcichliden ca. 100 l.
      Sonstiges ca. 100 l.
      Seewasserbecken ca. 450 l.