Wels Rekord

    • Moinsen,

      Wahnsinn! Wenn der sein Maul ruckartig aufreißt und du in seiner Nähe bist, dann war's dass.
      Mich würde mal interessieren wie alt ein solcher Fisch wohl ist, damit er so groß wird. Der muß ja Unmengen fressen um so zu wachsen, im Verhältniss gesehen. Die Werbung für die Angel kann man dann aber ausblenden. Obwohl, schon irre was die aushalten müßen. Ich denke mir den Wels aus dem Wasser zu kriegen wird wohl locker eine Stunde gebraucht haben. Der kämpft ja auch noch.
      Gruss, Volkmar
      Alles für's Aquarium !!! Alles für den Fisch !!!
      Möge das Wasser mit Dir sein !!!
      :allgemein:
    • Guten Abend

      Da wird schon einiges verwertet. Ich fische selbst hin und wieder vom Belly auf Waller am Rhein aber lange nicht auf so etwas. Tiere in der Größe fressen eigentlich alles was passt von unterarmlangen Fischen, Wasservögel und Tauben, Biesamratten, Frösche, Schlangen usw.
      Fressen tun die Burschen natürlich einige Kilo bei 80 bis über 100 kg jedoch sind sie bei kühleren Temperaturen erstaunlich genügsam.
      Beim Alter würde ich so einen Fisch mal auf mindestens 35+ Jahre schätzen. 60 sollen sie angeblich werden jedoch glaube ich persönlich das da bestimmt deutlich mehr geht, vielleicht so zwischen 70 bis 80+ Jahre. Ist halt schwer nachzuweisen.

      Das interessante ist das vor 250 bis 200 Jahren in Osteuropa angeblich noch größere Tiere gefangen worden sein sollen. Da die Tiere in Südeuropa deutlich bessere Lebensbedingungen haben und dort eingewandert sind, wurden dort innerhalb von ein paar Jahrzehnten ein Rekord nach dem anderen gelandet. Wenn sie also wirklich deutlich über 3 Meter werden könnten, wie früher angegeben wird sich das wohl in den nächsten 10 bis 20 Jahren in Spanien, Italien und Südfrankreich zeigen.

      Der Drill mit solchen Tieren ist übrigens nicht so lange wie du denkst. Meist so zwischen 10 bis 15 Minuten. Das gezielte Wallerangeln in diesen Dimensionen ist natürlich nur mit entsprechenden Gerät möglich, da werden 0,50/0,60mm Geflechte mit 60 kg Tragkraft eingesetzt. Die braucht man auch denn die Bisse solcher Brocken sind hart und können einen wortwörtlich von den Beinen hauen, auch muss man wirklich hart auf Spannung hochpumpen da Welse instinktiv immer versuchen Richtung Grund zu gehen wo oft viel Totholz und anderes Zeug und vor allem abfallende Kanten mit Steinpackungen sind. Mit der Karpfenrute und 0,35er Mono braucht man das erst gar nicht probieren. Der Fisch wird abreißen und wahrscheinlich die Rolle vorher schrotten.
    • Moinsen,

      danke für die Infos. Was die Welse angeht so sind das die Infos die ich bislang auch so im INet erfahren habe. Mich wundert bloß das es den Tieren immer noch gelingt genug Nahrung zu finden, wo doch in vielen Flüssen das Angebot abnimmt. Was mich auch noch mal interessiert ist die Frage: sind die Welse eigentlich ortsfest, oder wandern die eventuell ihrer Beute hinterher?

      Was das angeln angeht da merkt man dann schon das du selber auch "vom Fach" bist. Bei deinen Angaben muß ich rätseln was du meinst, obwohl ich vermute das du dich auf Carbonfaser-Geflechte bei Angelruten beziehen könntest. Bei der Mono-Angabe steckt vermutlich die Stärke der Angelsehen hinter? Und das die Rolle geschrottet wird kann ich mir vorstellen (Überhitzung, zu schwach ausgelegt?).
      Das ist halt wie überall mit Hobbys, oder speziellen Berufen: überall gibt es eben themenbezogene "Fachausdrücke".
      Wenn ich loslegen würde über PC-Technik würden manchem hier auch die Birne rauchen. Aber heutzutage kann man sich ja relativ schnell schlau lesen, dank INet & Google (sofern man weiß wonach man suchen will).

      Nachtrag: Habe mal ein Videobericht gesehen: Hochsee-Angeln auf, ich glaube Thunfisch, oder Schwertfisch. Da war die Rolle auch am rauchen und mußte sogar mit Wasser gekühlt werden. Ich wundere mich oft wieviel Kraft selbst in kleinen Fischen steckt.
      Gruss, Volkmar
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von VoHa123 ()

    • Hallo

      Es gibt geflochtene und monofile Schnur. Geflechte haben bei geringeren Durchmesser wesentlich mehr Traglast sind aber da diese keine Dehnung wie monofile Schnur besitzt auch härter zu fischen bzw ist die Gefahr wesentlich höher das der Fisch ausschlitzt da der bungeeeffekt nicht gegeben ist.
      Zudem mögen geflochtene Schnüre auch keine scharfen Kanten bzw sind da etwas empfindlicher.

      Zum Thema Nahrung, unsere Flüsse sind voller als so mancher denkt. Gerade der Weißfischbestand ist sehe üppig und davon leben zum großen Teil die Waller von. In Spanien und Südfrankreich fangen sie sogar an im Flachwasser meist an Steinpackungen/Sandbänken oder an Brücken aktiv nach Vögeln zu jagen, meist Tauben die im Sommer ein kühles Bad nehmen wollen aber auch adulte und junge Enten, kleine Möwen usw. Das sieht so ähnlich aus wie ein Orka der nach Robben jagt.

      In der kalten Jahreszeit sind die wie gesagt ziemlich faul und liegen viel rum bzw halten sich meist nur an Kanten auf, im Sommer und Hochsommer jagen sie deutlich aktiver, da kann man auch schon mal den einen oder anderen 2 Meter Fisch im Kraut Frösche fangen sehen aber gerade die Tiere in Flüssen legen doch einige km am Tag zurück.

      Der Waller ist zumindest in Spanien gezielt ausgesetzt worden. Ich glaube sogar von einem deutschen Biologen und zwar für den kommerziellen Gebrauch, nur wurde Süßwasserfisch ja bis auf die Forelle die letzten Jahre immer unpopulärer, dass Problem war in Spanien halt das die Temperaturen dauerhaft so hoch waren das die Tiere deutlich schneller wachsen und sie dort kaum jemand essen will. So wachsen sie halt ihr Leben lang immer weiter.
      In Frankreich, Belgien, Niederlande, Italien bin ich mir nicht sicher aber ich denke die Binnenschifffahrt bzw die Erschließung von Kanälen hat hier Schuld.
      Über den gleichen Weg sind z.B auch die Schwarzmeergrundeln bis zu uns in den Rhein gelangt.
      Das sind wirklich sehr nervige Viecher die regelrecht zur Plage geworden sind aber viele Räuber wie Waller und Zander haben sich mittlerweile an diese angepasst.



      Für mich bleibt der Waller einer der wohl interessantesten heimischen Fische und würden sie nur zwischen 40 bis eventuell max 70 cm werden so hätte ich wahrscheinlich einem im Becken aber bei entsprechender Haltung wachsen sie unglaublich schnell auf einen Meter Länge und sind dann halt entsprechend schwer zu vergesellschaften da sie alles fressen was in ihr Maul passt. Vor ein paar Jahren besuchte ich einen Freund am Ebro der einige 2 Meter Fische in 4 Tagen fing, einer hatte bevor er sich noch einen 4 Pfund Karpfen für die Nacht gönnen wollte zuvor noch einen ganzen Kormoran gefressen dessen Füße noch aus dem Schlund ragten.

      Ein anderer Bekannter von mir hat einen Mandarinwaller also einen geschenkten und einen Albino im Koiteich. Beide Tiere sind gut 120+ und erstaunlich zutraulich für Welse. Diese kann man mit ganzen Fischfilets, ganzen Forellen oder gefrorenen Weißfisch füttern.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von acertom ()