Beckenverklebung

    • Beckenverklebung

      Hallo

      Ein weiteres Projekt steht an. Ich möchte in meinem Aquariumzimmer im Keller umbauen.

      Ich habe zwei 720er Kombination diese stehen nebeneinander und laufen beide an großen Töpfen die mir mit 40 und 60 Watt mittlerweile zu viel Strom ziehen desweiteren möchte ich auch die Handhabung beider Becken etwas vereinfachen.

      Mein Plan steht soweit. Da ich Sohn eines Schreinermeisters bin liegt mir der Umgang mit Holz und Elektrowerkzeugen und die Unterkonstruktionen steht schon fest.

      Ich möchte beide Becken übereinander stellen und entsprechend verrohren so das, dass Altwasser via Kugelhahn in den Bodenablauf fließt.
      Auch möchte ich die Kosten für das Projekt in Grenzen halten.

      Ein oder zwei HMF pro Becken wären eine Option jedoch möchte ich die Becken hin und wieder entsprechend stark besetzen und ich will einfach Erfahrungsbedingt nicht mehr auf entsprechend starke mechanische und biologische/großvolumige Filterung verzichten.

      Wie der Zufall es wollte habe ich ein undichtes 120 x 60 x 60 Becken also gleiche Höhe und Tiefe wie die 200 x 60 x 60 gefunden.
      Hab das Becken auseinandergenommen und genau in der Mitte geteilt und die Schnittseite entsprechend blank geschliffen.

      Die Rahmen für die Becken sollen 260 x 60 werden bzw die Latten sind 3 Meter und ich kann sie entsprechend kürzen.

      Die Idee selbst wird den meisten wohl einleuchten. Ich möchte praktisch ein 60 x 60 x 60 Becken das zu Seite zum 720er offen ist an das besagte verkleben und die Becken selbst mit 3 oder 4 40 mm Bohrungen verbinden. Praktisch ein Filterbecken nur halt neben den Becken und nicht darunter.

      Als Fördereinheit kommt die gute alte Tunze Nanostream oder eventuell 6500er Streams zum Einsatz. Bei den Bohrungen wäre ich flexibel.

      Ich habe schon Becken geklebt und ich kann mit einem Winkel umgehen, desweiteren werden Rückwand und die offene Seite des Filters und das komplette Becken samt Filter über die ganze Länge mit Styrodur gepolstert an zwei Wänden stehen. Es werden nur 2 oder 3 Kabelkanäle frei gelassen um entsprechend Licht, Pumpen und Heizer verlegen zu können.

      Ich möchte auch in der ersten Kammer eine Bodenbohrung einbauen mit der ich den Filter sauber halten und den TWW mit bewerkstelligen möchte.

      Meine eigetliche Frage ist wie breit sollte die oder darf die Silikonnaht zwischen den beiden Becken sein? Sind da 2 bis 3 mm ok oder sollte diese etwas breiter sein und sollte ich als weiteren Schutz eventuell einen 6 mm dicken und 40 bis 50 mm breiten Streifen nochmal zur Sicherheit über die Bodennuht ziehen oder ist das unnötig?

      Das alles findet im Keller statt und der Raum besitzt einen Ablauf. Also keine Angst oder zu großen Bedenken bei dem Projekt. Es kann bis auf die Becken selbst also nichts beschädigt werden.

      Ich weiß das es eine ziemliche Spielerei ist und 200 Liter Filtervolumen für ein 700er Becken alles weit über den möglichen für Beckenbesatz und für das was ich eigentlich vor habe hinaus ist.
      Jedoch ist ein Hobby kein Hobby wenn man nicht übertreibt :whistling:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von acertom ()

    • Hallo Tom,

      normalerweise beträgt die Fugenbreite 1/4 der Glasstärke - also in deinem Fall wohl tatsächlich 2 1/2 bis 3 mm.

      Wenn die Balken, auf denen deine Kombinationen stehen werden, auf 2,60 m Länge nicht durchbiegen, sollte das eigentlich keine Probleme geben und zusätzliche Verstärkungen wären wohl nicht notwendig.

      Wenn die Balken allerdings wegen der Länge und des Gewichts ein paar mm durchbiegen, wirst du extreme Zugkräfte auf die Bodennaht und starke Stauchungen in den oberen Bereichen der senkrechten Nähte haben.

      Eventuelle Verstärkungen würde ich aber gegebenenfalls aus dem gleichen Material wie die eigentlichen Becken einkleben - also 10 oder 12 mm. Eine 6 mm-Kante wäre mir da zu wenig.

      Gruß,
      Dirk
    • Guten Abend Dirk

      Danke für die Info, genau das musste ich wissen.

      Die Unterkonstruktionen baue ich aus 3 Rahmen. Einer für den Boden, der zweite für das untere Becken und und so weiter.

      Ich denke die Konstruktion wird dir geläufig sein. Die Rahmen werden verbunden und dann mit Zwichenstücken zwischen den Rahmen verstärkt. Das ganze auf 4 äußere und und zwei innere Füße hinten und einer vorne verstärkt.
      Bodenplatte aus einem Stück ubd dann Stydodur.
      Ich habe für 500 und 1600 Liter Becken ähnliche Untergestelle gebaut und sie standen Jahre ohne Probleme.
      Von der Tragkraft müsste das ebenfalls locker hin kommen.
      Ich hab mir unter dem gleichen Prinzip Regale im Keller gebaut und auf einem 2,5 Meter Stand lagen einmal gut dreißig Säcke Zement.

      Mit Holz arbeiten liegt mir und das gerade bekommen ist für mich kein großer Akt.
    • Die Tragkraft ist ja gar nicht das Problem. Bei einem durchgehenden Einzelbecken ist es egal, ob sich die Balken in der Mitte durchbiegen. Da hast du keine senkrechte Silikonnaht in Front und/oder Rückwand.

      2,60 m sind ganz schön lang. Ich sehe das Hauptproblem darin, dass sich eventuell die Spitzen der Einzelbecken oben berühren könnten, wenn die Balken durchbiegen und die Silikonnaht dem punktuellen Druck nicht standhält.

      Bin mir nicht sicher, ob du verstehst, was ich meine.
    • ...ich hatte vor über 10 Jahren zwei 280 cm übereinander, freitragend!

      allerdings auf 80 x 80 x 2mm Edelstahl-Quadratrohren. Max. Durchbiegung in der Mitte war weniger als 1 mm.
      Problem waren die nur 16,5 cm breiten (11 + , 5,5) Ytongsäulen, die 100 cm hoch waren, also 4 Steine. Das wackelte wie ein Kuhschwanz, solange das obere Becken leer war, mit 1,5 to Belastung war alles gut breitgrin.png
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      Viele Grüße,
      Mr. Dovii
      buchhauser-peter.de

      :mitt:
      Großcichliden









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      Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut! - Perikles
    • Guten morgen

      Über den Unterbau mache ich mir wirklich am wenigsten sorgen.

      Das gleiche Regal habe ich bereits für vier 200 x 50 x 50 Becken für einen Bekannten gebaut. Die Teile sind schon über 12 Jahre alt und 3 mal umgezogen/umgestellt worden und stehen immer noch.

      Es geht mir wie geschrieben um die Stärke der Silikonnaht zwischen den Becken.

      Es gibt wahrscheinlich immer eine optimalere Lösung.
      Für ein 200 bis 300 Euro könnte ich sicherlich auch etwas aus Metall zusammenschweißen aber ich habe nun mal noch 3.5 Bündel 300 x 10 x 2 Latten und jede Menge Duglasienholz zum verkleiden übrig.

      Es gibt nur drei kleine Bedenken meinerseits.

      1: Ich habe zugegeben bisher nur maximal mit 120 cm Becken kleben gespielt und die standen frei. Da kam man überall dran.
      Diese Konstruktion werde ich wohl an Ort und Stelle kleben müssen.
      Ich hoffe mal das ich nicht von außen fixieren kann dies mit 90 Grad Winkelklemmen von innen machen kann.

      2: Ist das bohren von Glas. Ich habe zwar schon Glas gebohrt aber bisher noch nie Vertikal und noch nie so dick aber mehr als hinten abkleben, ansetzen, mit ganz leichten druck den Kernbohrer machen lassen und nass halten kann man ja nicht. Aber ihr wisst ja Glas verzeiht halt keine Fehler. Aber wird schon schief gehen. Sibd ja nur insgesamt 12 Bohrungen :D

      3: Ist die oben beschriebene Nuht. Aber ich halte mich mal an 3 mm und mache dann für die Bodenplatte die dann Kontakt mit der Seitenscheibe des Hauptbecken bekommt noch einen Schutzstreifen mit einer Schicht Silikon dazwischen.
    • Tom, die Fugenbreite des Silikons beträgt bei meinen 3 Meter Becken vielleicht gerade mal 2 mm, wo soll da das Problem sein?
      Solange nicht wirklich Glas auf Glas zustande kommt und noch ein wenig Silikon dazwischen ist, passiert nix. Es ist ja nicht so, dass sich eine ausgehärtete Fuge von 2 mm Breite oben und unten rausdrückt. Die Fuge bleibt so, wird vielleicht um 0,2-0,3 mm gedrückt, mehr nicht.
      Viele Grüße,
      Mr. Dovii
      buchhauser-peter.de

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      Großcichliden









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    • ???

      Hallo Dirk,

      verstehe ich nicht ganz. Dein Extrembeispiel zeigt dann immer noch eine Berührungslinie und keinen Berührungspunkt, es sei denn die Durchbiegung ist hinten und vorne unterschiedlich, also dreidimensionale Absenkung.
      Das mag passieren, aber sehr, sehr selten, bzw. nur bei hohen Durchbiegungen.
      Wenn es mal soweit kommt, dann ist es eh meist zu spät...für die Bodenplatte.
      Viele Grüße,
      Mr. Dovii
      buchhauser-peter.de

      :mitt:
      Großcichliden









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    • Hallo Peter,

      Tom hat doch ein Becken in der Mitte durchgeschnitten und will es mit der offenen Seite an ein bestehendes Becken mit gleichem Querschnitt ansetzen.

      Wenn es dann so kommen sollte wie in der Skizze, wären es jeweils die oberen 1-2 cm der Front-/ Rückscheibe(n) des angesetzten Teils, bei dem es eine punktuelle Belastung gäbe.

      Ich habe derartiges tatsächlich schon mehrmals selbst erlebt, wenn z.B. 2 Becken auf lange Träger nebeneinander gestellt und dann befüllt werden. Durch das Gewicht des Wassers biegen die Träger durch und die Becken "kippen" oben zusammen.

      Wäre an sich kein Problem, solange sich die Gläser nicht berühren.

      Gruß,
      Dirk
    • Hi,

      so wie ich die Ausführungen verstanden habe, bleibt im Hauptbecken die Seitenscheibe und wird nur gebohrt. Das halbe Becken 60x60x60 soll dann an der Seitenscheibe verklebt werden. Damit ergeben sich 2 Klebenähte (je eine links und rechts von der gebohrten Seitenscheibe). Diese dürften in Summe genug Flexibilität besitzen. Für Ängstliche lassen sich sich ja noch oben Querriegel an Front- und Rückwand zwischen den beiden Seitenscheiben kleben.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Moinsen,

      mal ein ganz anderer Gedanke:

      du verklebst das wie geplant, und nimmst dir dann eine 15er, oder 18er MDF-Platte (passend für das AQ zugeschnitten) und verklebst diese grossflächig mit der Bodenplatte. Mußt dann nur die Seiten und eventuell die Rückseite mit Klarlack wasserdicht machen. Das nimmt auf jedem Fall Druck aus dem Glas, selbst wenn es sich durchbiegen sollte. Oder halt eine zweite Bodenplatte aus Glas ankleben (zweiteilig). Würde auch gehen und denselben Verstärkungseffekt nach sich ziehen. Ist allerdings auch etwas arbeitsintensiv, grade bei der Größe.
      Gruss, Volkmar
      Alles für's Aquarium !!! Alles für den Fisch !!!
      Möge das Wasser mit Dir sein !!!
      :allgemein:
    • Hi,

      ich halte MDF für ungeeignet, weil zu weich.
      Irgendwann ist der Aufwand so groß, als das es gleich ein neues Aquarium sein kann.
      Ein neues oder gebrauchtes 250x60x60 mit einer Trennscheibe zu versehen, dürfte dann schneller und sicherer zum Ziel führen.
      Viele Grüße
      Lutz


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    • Hallo

      Das wäre nur günstiger wenn ich die Becken irgendwo gebraucht in annehmbaren Zustand erwerben würde, an Ort und Stelle zerteile und im Keller wieder zusammen setze und die anderen entsprechend verkauft bekomme
      Ein 250 x 60 x 60 Becken passt nämlich nicht durch den Kellerflur. Bei den 720ern war das um vier 90 Grad Kurven zu bekommen gerade so möglich mit einer Hand breit Platz.
      Die beiden 720er müssten dann raus, die anderen beiden rein usw. Transport usw ist ja so eigentlich kein Ding mit Anhänger aber es gibt angenehmeres als 700 Liter Becken durch den Keller zu wuchten und sich für den Verkauf mit den Kleinanzeigenleuten rumzuärgern.

      Nicht das es mir das nicht wert wäre aber all das lässt sich wohl nicht unter 2 oder 3 lila Scheine bewerkstelligen inklusive einem Haufen schlepperei für die ich auch noch entsprechend viel Hilfe brauche. Das alles nur für von Topfilter auf angebaute MKIF umzusteigen?

      Das 120 x 60 x 60 Becken war undicht und praktisch geschenkt. Zerlegt hab ich das bequem selbst nach unten in die Werkstatt bekommen und teilen können.
      6 Dosen Aquariumsillikon waren knapp 55 Euro, die beiden Glaskernbohrer zusammen 40 Euro. Holz und Schrauben liegen hier.

      Alles was ich an Hilfe benötige ist das mir jemand für 20 Minuten hilft die beiden 700er mit entsprechenden Werkzeug ( ja ich besitze nutzloserweise Transportsaugnäpfe :whistling: ) von Unterkonstruktionen A auf B hebt.

      Im Fall Becken tauschen würde ich die ganze Aktion einstampfen einfach 2 Mattenfilter pro Seite in jedes Becken stopfen und mit dem Mehraufwand beim TWW und weniger Filterleistungund Volumen weiter leben.