Entkalkungsanlage

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    • Entkalkungsanlage

      Guten Morgen,

      unsere Hausgemeinschaft wird sich demnächst sehr wahrscheinlich für eine Entkalkungsanlage entscheiden. Neben den unbestritten vielen Vorteilen, birgt das für mein Aquarium aber auch eine Gefahr. Derzeit kommt Wasser in der Härte 18 in unser Haus, mein Becken läuft mit GH 18 und KH 12 (ca Werte mit Streifentest.). Was wird passieren, bzw. was muss ich tun / beachten?

      Mein Besatz:
      Labidochromis yellow 5
      Melanochromis cyaneorhabdos maingano 1/3
      Pseudotropheus kingsizei (Cynotilapia pulpican) 4/5
      Synodontis lucipinis 5
      Schöne Grüße, Stefan

      :mala:
    • Hallo,

      was wird das denn für eine Technik sein? Eine Osmoseanlage? Dann kannst du das "Abwasser" auffangen und eimerweise ins Becken kippen.

      Eine weitere Variante wäre das Aufhärten des Wassers mit Pulvern und Pillen.

      Die eleganteste Lösung wäre wohl ein Meerwasser-Kalkreaktor.

      Wenn du relativ dicht an der Enthärtungsanlage wohnst, kannst du dir vielleicht auch eine separate Leitung in die Wohnung legen.

      12° KH muss ja nicht unbedingt sein. 4° oder besser 6° reichen auch.

      Gruß,
      Dirk
    • Hallo,

      zur Hauswasserentkalkung wird wie in der Spülmaschine ein Neutralaustauscher verwendet. Damit wird jegliches Calcium und Magnesium , also die gH, mit Natrium getauscht und die KH liegt ebenfalls in Natriumform vor. Deshalb heißt das auch Neutraltauscher, der Salzgehalt ändert sich nicht, die Salze liegen nur in für Haushaltsgeräte günstigerer Form vor. Für die Aquaristik ist diese Wasser jedoch ungeeignet. Man kann sich per Zapfstelle vor der Enthärtungsanlage oder Osmoseanlage behelfen.

      Gruß, helmut
    • Servus Zusammen

      intressantes Thema , wo sich wieder mal viele Meinungen bilden.
      Überlege seit einem Jahr ob ich mir so eine Anlage ins Haus (Eigenheim) installiere.
      in zb. grossen Hausobjekten sind solche Anlagen sehr oft verbaut , gehe mal davon aus das
      viele Aquarium Besitzer in solchen Häusern nicht mal beswust sind das sowas verbaut ist.

      Mich hält es noch immer ab , da niemand keine 100% Aussage machen kann ob es Fischen bzw Pflanzen schadet.
      Hier zb ein Artikel von vielen im Netz.
      haustechnikdialog.de/Forum/t/1…rtungsanlage-ist-geeignet

      Würde ich bei mir eine Anlage Installieren würde dieser Hahnblock verbaut werden

      somit könnte ich beim Wasserwechsel die Enthärungsanlage abstellen und das normale Leitungswasser verwenden.
      Lediglich das sich im Warmwasserspeicher befindliche Warmwasser würde mit verschnitten.

      Achtung :
      werden Häuser mit verzinkten Leitungen mit solchen nachgerüßtet werden diese zusätzlich mit einer Chemikalie zudosiert

      das die Rohre nicht rosten nach einigen Jahren Nutzung.
      haustechnikdialog.de/Forum/t/3…stfrass-in-Wasserleitung-
      Gruß Dieter
    • Hallo Dirk,

      ich gebe zu, das klingt schräg aber es handelt sich um das KH größer als gH Problem. KH lässt sich zwar messen, allerdings ist wegs mangelnder Kationen der KH bildner Natriumhydrogencarbonat und nicht wie normal Hydrogenkarbonat.

      Gruß, helmut
    • Hallo Helmut,

      im gelösten Zustand ist das doch egal. Die Anionen dürften die gleichen sein - demzufolge auch die Pufferwirkung.

      Die Kationen haben doch gar keine Auswirkung auf die Säurebindungskapazität.

      Ob da im Wasser jetzt noch Ca+, Mg+ oder Na+ -Ionen herumschwirren.....dürfte auf KH und pH praktisch keine Auswirkungen haben.

      Gruß,
      Dirk
    • Morgen Dirk,

      klar, der pH-wert bleibt gleich, die Leitfähigkeit auch. Nur liegen die Anionen in einer für Wasserpflanzen ungünstigen Form vor. Aber im Moment fällt es mir auf: Das könnte ja bei Malawi nebensächlich sein. Ich würde aber trotzdem dem Wasser Calcium Magnesium wieder zugeben, da es essenzielle Spurenelemente sind. Mit Malawi habe ich allerdings absolut keine Erfahrung.

      Gruß, helmut
    • Moin,

      im Moment stehe ich echt auf dem Schlauch. Ich bin kein Chemiker und hab davon leider keinen blassen Schimmer... ?(

      Folgendes Szenario:

      Version 1: Die Malawis vertragen die Änderung und ich kann weiter verfahren wie bisher. (Ich will es nicht daraf ankommen lassen und brauche enstprechend eine fachkundige Meinung, nach der ich mich richten kann)
      Version 2: Die Malawis vertragen die Änderung nicht, ich müsste Mineralien oder was auch immer in Form von Tabletten zugeben.
      Version 3: Zapfstelle im oder am Haus mit unverändertem Wasser (also VOR der Anlage). Da fällt mir nur das Garternwasser ein, da hätte ich aber ein Problem im Winter, da ich das Wasser nicht heizen kann.

      Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass mich so ein Problem mal einholt... :( Jetzt läuft mein Becken so gut seit April...
      Schöne Grüße, Stefan

      :mala:
    • Hallo Stefan,

      kannst du bitte zuerst in Erfahrung bringen, mit welcher Technik die Anlage arbeiten wird?

      So wie ich das sehe, werden die Tiere mit dem neuen Wasser direkt keine Probleme bekommen - höchstens indirekt, da über die eventuell fehlende Karbonathärte des Frischwassers nach und nach die Säurebindungskapazität des Beckenwasser sinken könnte. Falls das so kommen würde, könnte dein pH-Wert beginnen, zu schwanken. Das wiederum könnte dann gefährlich werden, wobei auch das nicht passieren muss. Manche Becken laufen sogar ohne Karbonathärte mit stabilem pH.

      Ist bei derzeitigem Kenntnisstand alles etwas spekulativ.

      Karbonathärte nachträglich erhöhen ist grundsätzlich aber einfach.

      Hat noch jemand Bedenken wegen der eventuell höheren Menge an Na+ Ionen? Ich glaube, das ist aber auch kein Problem.

      Insgesamt denke ich, du brauchst nicht in den Panikmodus zu verfallen.

      Ich kenne mehrere professionelle Malawi-Züchter, bei denen nahezu Regenwasser (also fast ohne KH und GH) aus der Leitung kommt. Die härten auch nichts auf, wechseln nur viel und oft Wasser.

      Gruß,
      Dirk
    • Okay Dirk, wir werden uns in den nächsten Wochen zusammensetzen und mehrere Angebote diskutieren, dann kann ich mehr über die Technik sagen.

      Ich denke auch, das macht mehr Sinn, wobei die Anlagen, die bis jetzt im Gespräch waren, alle mit der Zugabe von Salz in irgendeiner Form arbeiteten... Das sind m.E. solche, wodurch dann eben der Na-Anteil erhöht würde, wenn ich da nicht ganz falsch liege.
      Schöne Grüße, Stefan

      :mala:
    • Hallo Stefan,

      vom Chemiker bin ich auch weit entfernt aber es lohnt, sich die für uns wichtigen Sachen anzueignen. Wenn man mal einen Haken ins Thema hat ist es auch halb so wild und sogar interessannt.
      Buchtip: Aquarienwasser von Hanns-J. Krause

      Hallo Dirk,

      KH ist per Natriumhydrogenkoarbonat ja weiterhin vorhanden also bleibt der pH-wert auf jeden Fall wo er ist. Calcium/Magnesium, die gH bildner die den pH-wert nicht beeinflussen sind beim Neutraltauscher weg. Allerdings sind gerade Calcium und Magnesium für Tiere und Pflanze essenziell und sollten je nach Tier/Pflanzenarten in passender Menge vorliegen. So haben meine KH 0 und pH unter 5 Aquarien trotzdem eine gH von 0,5-1 in einem Ca/Mg Verhältnis von 1 zu 3,5. Ich erreiche das mit einem speziellen Dünger.

      Gruß, helmut
    • moskal schrieb:

      Hallo Stefan,

      vom Chemiker bin ich auch weit entfernt aber es lohnt, sich die für uns wichtigen Sachen anzueignen. Wenn man mal einen Haken ins Thema hat ist es auch halb so wild und sogar interessannt.
      Buchtip: Aquarienwasser von Hanns-J. Krause

      Hallo Dirk,

      KH ist per Natriumhydrogenkoarbonat ja weiterhin vorhanden also bleibt der pH-wert auf jeden Fall wo er ist. Calcium/Magnesium, die gH bildner die den pH-wert nicht beeinflussen sind beim Neutraltauscher weg. Allerdings sind gerade Calcium und Magnesium für Tiere und Pflanze essenziell und sollten je nach Tier/Pflanzenarten in passender Menge vorliegen. So haben meine KH 0 und pH unter 5 Aquarien trotzdem eine gH von 0,5-1 in einem Ca/Mg Verhältnis von 1 zu 3,5. Ich erreiche das mit einem speziellen Dünger.

      Gruß, helmut
      Servus Helmut,

      Pflanzen habe ich keine im Malawi-Becken, aber ich weiß halt nciht wie die Fische auf diese Veränderung reagieren. Gibt es "Medikamente" resp. Mittel mit denen ich die fehlenden essentiellen Ca und Mg wieder ins Wasser bekäme?
      Schöne Grüße, Stefan

      :mala:
    • devito666 schrieb:

      Da fällt mir nur das Garternwasser ein, da hätte ich aber ein Problem im Winter, da ich das Wasser nicht heizen kann.
      Ja und?
      Das Wasser im AQ hat irgendwas um die 22-24°
      Aus der Leitung hat das Wasser auch im winter mindestens 4°
      Den Fischen macht es nicht wirklich was, wenn sie für kurze Zeit mal nur 14-16° haben. Da sollte man dann eben einfach nen Heizer verwenden, damit die Temperatur innerhalb von ein paar Stunden wieder normal ist
      Gruss
      Jan

      Twitter is eine typische Erscheinung der Generation ADS & SMS. Für einen Brief zu faul, für einen kompletten Satz zu dumm und für korrekte Grammatik zu cool.
    • Die Entkalkungsanlagen arbeiten oft etwas unterschiedlich. Da hilft meist nur ein Blick in die BA um die genaue Wirkungsweise zu erkennen. Für das Aquarium in meinem Büro bekommt der Neubau neben der normalen Entkalkung auch noch eine Enteisungsanlage mit allem Zip und Zap.
      Zu Hause haben wir eine Entkalkung die ist auf 2° dH eingestellt, also ziemlich weich. Den Wasserpflanzen, Fröschen und sonstigen Getier im Teich scheint es nichts auszumachen.
      Wie es sich mit Malawis verhält kann man nur testen. Im Prinzip gibt es überall in Deutschland unterschiedliche Härtegrade vom Grund- und Stadtwasser. Im Emsland haben wir oft sehr weiches Wasser. Haben Aquarianer dort Probleme?
    • Hallo

      Im Privaten Bereich arbeiten die Handelsüblichen Enthärtungsanlagen über ein Harztauscher System.
      Diese Anlagen haben eine Flasche die einer Gasflasche ähnelt , diese ist mit einen Harz befüllt.
      Durch das durchstömen des Wassers durchs Harz nimmt das Harz Calzium und Magnesium auf .
      Ist das Harz voll mit diesen Härtebildnern wird mit Salz regeneriert , eine Salzlösung läuft bei dieser Regeneration Durchs Harz
      und spült den Aufgenommenen Kalk wieder raus .
      Somit kann das Harz wieder erneut arbeiten.
      Meine Gedanken liegen mehr darin ob der Natrium Pegel beim getauschen Wasser ansteigt.
      Gruß Dieter
    • Malawist schrieb:

      Hallo

      Im Privaten Bereich arbeiten die Handelsüblichen Enthärtungsanlagen über ein Harztauscher System.
      Diese Anlagen haben eine Flasche die einer Gasflasche ähnelt , diese ist mit einen Harz befüllt.
      Durch das durchstömen des Wassers durchs Harz nimmt das Harz Calzium und Magnesium auf .
      Ist das Harz voll mit diesen Härtebildnern wird mit Salz regeneriert , eine Salzlösung läuft bei dieser Regeneration Durchs Harz
      und spült den Aufgenommenen Kalk wieder raus .
      Somit kann das Harz wieder erneut arbeiten.
      Meine Gedanken liegen mehr darin ob der Natrium Pegel beim getauschen Wasser ansteigt.
      Moin Dieter,

      wie gesagt, ich bin kein Chemiker, aber weshalb sollte der Na-Spiegel ansteigen, wenn das Gerät mit dem Salz den Kalk ausspült? Bei den anderen Optionen wie oben beschrieben, funktioniert das doch anders?!
      Schöne Grüße, Stefan

      :mala: