Einrichtung Malawibecken 200x60x70

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    • Hi

      BS3000 schrieb:



      PS: Eins hätte ich fast vergessen: Ich wollte das Becken nicht auf die herkömmliche Art und Weise einfahren lassen, sondern es mit einem Filterschwamm eines bestehenden Malawibeckens animpfen. Wie lange gibt denn die Farbe der Rückwand "Schadstoffe" an das Wasser ab bzw. wie viel Wasser muss gewechselt werden?
      Merci
      Das lässt sich so pauschal nicht sagen, das hängt natürlich ab von der Wassermenge und der Menge der aus der Rückwand auszuschwemmenden Stoffe. Aber vermutlich wird nach einer Woche und drei zwischenzeitlichen Wasserwechsels der ph-Wert im Aquarium kaum noch über den Leitungswert steigen.
      Grüße aus Berlin

      Marco
    • Wunderschönen guten Abend zusammen!
      Endlich ist alles fertig!






      Einrichtung:
      Der Bodengrund
      Im Aquarium sind 75 kg feiner schwarzer Sand mit der Körnung 0,4 - 0,8mm. Bei der Menge durfte es ruhig etwas mehr sein, da ich meine Buntbarsche kenne und weiß, dass diese sehr gern den Sand von A nach B tragen. Zusätzlich habe ich noch einen Hauch weißen Sand in das Becken, sodass es etwas aufgelockert wird (vielleicht 3 Schnapsgläser voll).

      Die Rückwand
      Die Rückwand ist, wie bereits erwähnt, aus Styrodur, mit Fließenkleber überzogen, mit schwarzer Farbe grundiert und weiße Farbe verfeinert Es wurde mit Abtönfarbe für außen gearbeitet (Nicht mit Acrylfarbe, wie im vorherigen Beitrag beschrieben). Für mehr Infos, siehe weiter oben im Thread.

      Die Steine
      Bei den Steinen habe ich mich für Basaltbruch entschieden:


      Hab mir also etwa 200 kg Basaltbruch vom Basaltsteinbruch geholt, wobei nicht alle Steine im Aquarium Platz gefunden haben. Vorher hatte ich Basalt aus dem Wald ausgegraben und geglaubt, diesen sauber zu bekommen... vergeblich. Nachdem der ausgegrabene Basalt mit Hochdruckreiniger abgesprizt, in Wasser 20 Minuten gekocht, selbstverständlich noch abgebürstet wurde, hatte er immer noch eine braune Farbe und wenig mit dem Basaltbruch auf dem Foto zu tun. Nicht mal ein Reiniger mit Aktiv Chlor konnte mir weiterhelfen...
      Zu dem Basalt habe ich noch Seiryu Steine bzw. Mini Landschaft verwendet, um Akzente zu setzen

      Die Beleuchtung

      Beleuchtet wird das Aquarium mit einer selbstgebastelten LED Hängeleuchte:


      Hierzu wurde eine Holzkonstruktion zusammengeschraubt und schwarz angestrichen. Die LED Leisten sind alle bei Weller LED gekauft. Insgesamt sind es 2x Warmweiß / Tagweiß gemischt, 1x Royal Blue, 1x Plant Red und 1x Grün. Sie werden mittels eines TC421 Aquariumcomputers gesteuert und gedimmt, um sowohl Morgenröte und Abendrot zu simulieren als auch ein Mondlicht darzustellen (Blaue Leiste auf 1%).

      Restliche Technik:

      Im Aquarium selbst ist ein Jäger 300W Heizstab und eine Bodenheizung installiert. Die Bodenheizung läuft aktuell nicht und wurde eher für den Winter mit verbaut. Ebenso im Aquarium befindet sich eine Strömungspumpe mit 4500l/h auf Bodenhöhe, um den Dreck aufzuwirbeln, eine Strömung im Becken herzustellen und das Wasser umzuwälzen.

      Im Aquariumunterschrank befindet sich das Filterbecken (der Dreck erklärt sich durch das Animpfen):


      Von rechts nach links:
      1. Kammer: grobe Filterschwämme
      2. Kammer: Siporax
      3. Kammer: feine Filterschwämme und eine Schicht Filterwatte (mal kucken, ob die drin bleibt)
      4. Kammer: Pumpe 3500l/h, die das Wasser wieder ins AQ befördert

      Der Überlaufschacht, der sich im Aquarium befindet und das Wasser in das Filterbecken befördert, ist mit Biobällen bestückt.

      Über dem Filterbecken ist noch ein UV Klärer installiert. Oben drüber hängt der TC421, der mit der LED Beleuchtung verbunden ist.



      Der Besatz:
      Sciaenochromis fryeri 1/4
      Labidochromis caeruleus "Yellow" 1/2
      Labidchromis hongi red top 1/4 (plus Jungtiere)
      Aulonocara firefish 1/1
      Pseudotropheus demasoni 1/1
      Synodontos eupterus 2/3

      Die Tiere scheinen sich sehr wohl zu fühlen und haben das vermutlich stressige Umsetzen gut vertragen, fressen anständig und verhalten sich unauffällig.


      So!
      Am Ende freue ich mich dann doch sehr, dass alles so geworden ist, wie ich mir das vorgestellt hab. Nicht zuletzt auch an euch ein ganz großes Dankeschön für euer Engagement und die nützlichen Tipps!
      Ich hoffe, das Becken gefällt euch, wie es geworden ist und über ein Feedback wäre ich sehr dankbar!

      Beste Grüße und schönen Abend noch,
      Basti
      Bilder
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    • Hi,

      die Einrichtung (insbesondere der schwarze Sand) ist jetzt nicht so mein Fall, das ist aber eine Frage des persönlichen Geschmacks.

      Wirklich kritisieren möchte ich aber den Besatz, der scheint hinsichtlich der Nahrungsansprüche der einzelnen Arten nicht ausgewogen. Labidchromis hongi und insbesondere Pseudotropheus demasoni benötigen weitaus proteinarmere Nahrung als der rest. Das könnte mittelfristig zu Problemen führen. Außerdem zeichnet sich Ps. demasoni durch eine relativ hohe innerartliche Aggressivität aus. Es ist fraglich, ob das mit nur zwei Tieren gut geht,

      Edit: Zudem sind die meisten Tiere Felsenbewohner. So richtig viele Verstecke in Form eines Steinaufbaus sind nicht vorhanden. Da würde ich noch mal nachbessern
      Grüße aus Berlin

      Marco
    • Hallo Basti

      schön das Du dein Projekt nach deinen Wünschen vollzogen hast.
      Einzig die Demasoni sollten sofort raus bevor sie übern Jordan gehen.
      Das sind Fische für ein Arten Becken
      bzw entscheide dich ob non Mbuna oder Mbuna.
      Wobei yellow eine Mubuna Art ist die man auch mit Nons zusammen pflegen kann.
      Gruß Dieter
    • Hi

      Malawist schrieb:

      Hallo Basti

      Wobei yellow eine Mubuna Art ist die man auch mit Nons zusammen pflegen kann.
      Solche Aussagen helfen nicht viel. Die Begriffe "Mbuna" und "Nonmbuna" sind kaum geeignet, einen passenden Besatz zusammenszustellen. Mbuna meint Felsenbewohner, sagt aber nicht viel mehr

      Beispiele:

      1. S. fryeri gilt als "Nonmbuna", lebt aber in der Felsenzone.
      2. L. caeruleus gilt als "Mbuna", lebt auch in steinigen Regionen, ist aber eher Insektenfresser als Aufwuchsfresser
      3. Ps. demasoni und Ps. sind dagegen typische "Mbuna" - soll meinen Felsenbewohner und Aufwuchsfresser
      4. P. taeniolatus gilt als "Nonmbuna", ist aber hinsichtlich des Futters sehr vielseitig und kann relativ problemlos mit richtigen Aufwuchsfressern gepflegt werden.
      5. Melanochromis "northern blue" gilt als Mbuna, ist aber ein Räuber

      Die Aufzählung ließe sich problemlos fortsetzen.
      Grüße aus Berlin

      Marco