270l für Malawi- oder Tanganjikasee?

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    • 270l für Malawi- oder Tanganjikasee?

      Hallo zusammen,

      nach meinem Umzug steht hier noch ein 270l (121*41*55) Becken ungenutzt und ich spiele mit dem Gedanken dort Bewohner der ostafrikanischen Seen einziehen zu lassen.

      Hier schwimmen noch 4 M. pancalus in einem standard 200l-Becken, das aber kurz- bis mittelfristig verkauft werden soll. Die Aale allein füllen das Becken nicht, zumal sie den Großteil des Tages, und auch die meisten Abende, eingegraben im Boden verbringen. Wie mein Vater zu sagen pflegt: "Du hast eine Vorliebe für Fische die man nicht sieht." :saint:
      Sowohl im Malawi- als auch im Tanganjikasee leben Stachelaale, die meinen Indern je nach Art (z.B: M. moorii) auf den ersten BLick recht ähnlich sehen. Ein Stilbruch zwar, aber einer mit dem ich leben könnte. Die Idee ist also ostafrikanische Seebewohner auf 270l mit den pancalus zu vergesellschaften. Die carnivore Ernährung der Aale, sie nehmen bei mir ausschließlich lebende und gefrorene MüLas und Artemia an, wäre bei der Besatzplanung zu berücksichtigen. Tatsächlich fressen sie nur ein paar mal pro Woche, selbst wenn Futter häufiger angeboten wird. Sie gehen zunächst etwas zögerlich an das Futter, werden dann aber zu echten Staubsaugern.

      Ich habe bis jetzt keine eigenen Erfahrungen mit den Bewohnern von Malawi- und Tanganjikasee machen können, war immer nur interessierter Beobachter bei Bekannten. Wie ist eure Einschätzung, wird die Vergesellschaftung der Aale, adulte Tiere von ca. 18cm, bei diesem zugegeben nicht üppigen Raumangebot problematisch? Welche Arten aus den Seen kämen für eine Vergesellschaftung in Frage?

      Wie immer dankbar für eure Ideen, Anregungen und schonungslose Kritik :rolleyes:
      Gruß Daniel

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    • Bei der Beckengröße würde ich grundsätzlich eher zu Tangis raten.
      Dort gibt es ja eine ganze Reihe carnivor lebender Arten die dazu noch recht klein bleiben
      Gruss
      Jan

      Twitter is eine typische Erscheinung der Generation ADS & SMS. Für einen Brief zu faul, für einen kompletten Satz zu dumm und für korrekte Grammatik zu cool.
    • Hi,

      mal abgesehen vom "Stilbruch" (Inder/Afrikaner) würd auch ich zu Tanganjikacichliden raten- Die 270 Liter sind für Malawis schon sehr grenzwertig. Und wenn die Aale dann noch carnivor ernährt werden müssen, kollidiert das mit den Ernährungsansprüchen der Malawis, die man in so ein kleines Becken setzen könnte. Die kleinen Malawiarten sind rgelmäßig Aufwuchsfresser, die einen hohen Anteil pflanzlicher Nahrung benötigen.
      Grüße aus Berlin

      Marco
    • Guten Morgen,

      jan.s schrieb:

      Bei der Beckengröße würde ich grundsätzlich eher zu Tangis raten.
      Dort gibt es ja eine ganze Reihe carnivor lebender Arten die dazu noch recht klein bleiben

      Snowgnome schrieb:

      Hi,

      mal abgesehen vom "Stilbruch" (Inder/Afrikaner) würd auch ich zu Tanganjikacichliden raten- Die 270 Liter sind für Malawis schon sehr grenzwertig. Und wenn die Aale dann noch carnivor ernährt werden müssen, kollidiert das mit den Ernährungsansprüchen der Malawis, die man in so ein kleines Becken setzen könnte. Die kleinen Malawiarten sind rgelmäßig Aufwuchsfresser, die einen hohen Anteil pflanzlicher Nahrung benötigen.
      Ja, die Ernährungsgewohnheiten der kleinen Malawis sind mir zwischenezitlich auch aufgefallen. Dann mache ich mir mal meine Gedanken zu einem möglichen Tanganjikabesatz. Hat ja keine Eile ;)
      Gruß Daniel

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    • Hallooo,

      kleines Update: Die Aale konnten gestern eine neue Heimat in einem 180cm Becken, zusammen mit weiteren Artgenossen finden. Damit ist der drohende Stilbruch abgewendet ;)

      Ich bin demnach nun frei was die Ernährungsprüche des Besatzes angeht. Bin aber insgesamt verunsichert, man findet doch sehr widersprüchliche Aussagen über den Platzbedarf und das Agressionspotenzial der Bewohner von Tanganjika- und Malawisee. Da liest man häufig N. leleupi sei vergleichsweise friedlich, an anderer Stelle aber, ein Pärchen reiche unter Umständen aus, ein 2m Becken zu tyranisieren ?(

      Ich habe keine große Lust auf riskante Experimente an deren Ende die Hälfte des Besatzes zu Tode gehetzt wird :hee:
      Gruß Daniel

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    • Frohe Ostern :)


      Viele gelesene Fischprofile und Beratung durch einen Bekannten später, würde ich das Becken nun gerne mit aufwuchsfressenden Malawis besetzen. Ich denke dabei an 1/4 Chindongo saulosi.

      Ist es sinnvoller bei einem Artbecken zu bleiben und dann 2 / 8 C. saulosi einzusetzen, oder sollte man besser eine weitere Art einsetzen (Stichwort innerartliche Agression)?
      Spräche etwas gegen die Vergesellschaftung mit Labidochromis "Hongi"?


      Suche nur noch farblich passendes Gestein.
      Gruß Daniel

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    • jan.s schrieb:

      Bei der Beckengröße würde ich grundsätzlich eher zu Tangis raten.

      Snowgnome schrieb:

      würd auch ich zu Tanganjikacichliden raten- Die 270 Liter sind für Malawis schon sehr grenzwertig.

      MrR schrieb:

      Viele gelesene Fischprofile und Beratung durch einen Bekannten später, würde ich das Becken nun gerne mit aufwuchsfressenden Malawis besetzen.
      Wenn unser Rat nicht zählt, warum fragst du dann?
      Gruss
      Jan

      Twitter is eine typische Erscheinung der Generation ADS & SMS. Für einen Brief zu faul, für einen kompletten Satz zu dumm und für korrekte Grammatik zu cool.
    • Ich hatte das als Aussage unter der Präsmisse carnivorer Ernährung verstanden, nicht als generelles Dogma:


      jan.s schrieb:

      Bei der Beckengröße würde ich grundsätzlich eher zu Tangis raten.
      Dort gibt es ja eine ganze Reihe carnivor lebender Arten die dazu noch recht klein bleiben

      Snowgnome schrieb:

      [...] wenn die Aale dann noch carnivor ernährt werden müssen, kollidiert das mit den Ernährungsansprüchen der Malawis, die man in so ein kleines Becken setzen könnte. Die kleinen Malawiarten sind rgelmäßig Aufwuchsfresser, die einen hohen Anteil pflanzlicher Nahrung benötigen.
      Gruß Daniel

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    • Faustregel: Malawi erst ab 300 l bei klein bleibenden Arten.

      Artbecken sind da sicher eine Ausnahme, wobei ich dann wohl auch bei einer Art bleiben würde.
      Für Artbecken bieten sich natürlich besonders Fische an, die man fast nur so halten kann.
      Unter den gegebenen Umständen wäre das z.B. Ps. demasoni.
      Davon etwa 20 stück als Zuchtansatz mit einem großen Berg an Steinen ... das würde prima klappen.

      Ps. saulosi sollte da aber auch klappen. 1/4 wäre mir da aber zu wenig. 2 Kerle ist fast immer ungünstig. 3/7 bis 5/5 würde da wohl besser passen.

      Die Rückwand ist prima. Das größte Problem bei so kleinen AQs ist immer der Steinaufbau. Wie will man ein solches Becken gliedern?
      Ein Sichtschutz in der Mitte ist gut und würde das Becken teilen. Das Problem ist dann aber, dass es noch zu wenig Reviere gibt.
      Ein nach vorne offenes U hat den Nachteil, dass sich die Fische vom rechten und linken Revier immer sehen können.
      Ein doppeltes U oder liegendes E würde das Problem lösen, aber ist natürlich nur schwer umsetzbar in einem so kleinen AQ. Die Rückwand entschäft es ein wenig. Also 3 Streifen links, Mitte, rechts wäre da dann wohl ein Möglichkeit.

      Störer gegen innerartliche Aggressionen: Yellows gehen fast immer, sind aber in der Rolle eines Störers kaum zu gebrauchen. Wie wäre es mit Synodontis lucipinnis (syn. Syno. "Petricola Dwarf") aus dem Tanganjikasee?
      Gruss
      Jan

      Twitter is eine typische Erscheinung der Generation ADS & SMS. Für einen Brief zu faul, für einen kompletten Satz zu dumm und für korrekte Grammatik zu cool.
    • Danke für die ausführliche Erläuterung. Die Steine werde ich deiner Empfehlung folgend anordnen.

      Die demansoni gefallen mir sehr gut, bei mir um die Ecke bietet aber gerade ein privater Züchter Jungtiere von C. saulosi für kleines Geld an, daher würde ich zu diesen tendieren. Auch gefällt mir der schöne Kontrast der blauen Männchen zu den gelben Weibern sehr gut.

      Bezüglich der Synodontis, ich möchte ungern Tangas in ein Malawibecken einsetzten. Nicht den einen Stilbruch abwenden, nur um den nächsten zu begehen. Es spricht ja auch nichts dagegen, es bei einer Art zu belassen, gerade da die saulosis so schön bunt sind.
      Gruß Daniel

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    • Guten Abend,

      habe mich ein wenig umgesehen und die einzigen Steine die ich in der passenden Farbe finden konnte waren dieser Schieferbruch:

      Frontansicht:


      Draufsicht:


      Farblich passt er ziemlich gut in das Becken. Beim stappeln war ich dann aber von dessen Eignung für mein Projekt nicht mehr ganz überzeugt. Man kommt ja kaum in die Höhe, und siehe da, gingen mir die Steine aus :rolleyes:

      Kommt das so hin, oder muss ich höher bauen um mehr Sichtschutz zu bieten?
      Gruß Daniel

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    • Guten Morgen,

      nachdem mir der Schiefer nicht so richtig zugesagt hatte, bin ich am Wochenende ein paar km gefahren und habe anderes Gestein besorgt. So sieht das neue Ergebnis aus:



      Ich bin mit dem Ergebnis optisch sehr zufrieden, auch wenn man das angestrebte E auf dem Bild nur erahnen kann. Insgesamt sind ca 110kg Steine im Becken, es gibt reichlich Spalten, unter- und hinterschwimmbare Steine und auch größere Freiräume zwischen Wand und Steinaufbau. Allerdings ragen die Aufbauten bis fast an die Frontscheibe, für Felscichliden sollte das aber eigentlich kein Problem darstellen oder?


      Cichliden_Chris schrieb:

      Aber das Becken wäre für zwei kleinere Arten Tanganjikasee-Cichliden super geeignet.
      Viele Grüße
      Chris
      Was soll ich sagen, ich habe mich in die C. saulosi verliebt und die wohnen nunmal im anderen See ;)

      Ich habe 15 Jungtiere (~1,5cm) von Privat in der näheren Umgebeung erstehen können. Die kleinen erkunden bereits eifrig ihr neues Heim. Ich hoffe aus der Gruppe bildet sich ein passendes Geschlechterverhältnis heraus, das sollte spätestens ab 5cm (Geschlechtsreife) zu erkennen sein. Ich strebe 3/7 an, aber mal sehen was sich ergibt. Die überzähligen Tiere wären dann in ein paar Monaten zu haben.

      Noch eine Frage zur Fütterung der Zwerge: Adulte saulosi sind Aufwuchsfresser und vertragen als solche keine proteinlastige Ernährung. Gehe ich recht in der Annahme, dass der Art junge Tiere zwecks Wachstums im Vergleich trotzdem mehr Protein vertragen? Ich füttere zur Zeit allerhand Flocken mit mehr oder weniger großen pflanlichen Anteilen, die kleinen machen sich aber auch schon über normale Artemia (lebend) her.

      Gruß R
      Gruß Daniel

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von MrR ()

    • Hi,

      also die Einrichtung ist so weitaus besser als zuvor.

      Das Becken ist zwar klein, aber mit den Saulosis wird das funktionieren. Hab ich ja selbst auf 250 Litern gehabt. Über das Geschlechterverhältnis würde ich mir keine all zu großen Gedanken machen. Wenn das halbwegs ausgeglichen ist, dann passt das. Ich hatte damals 5 Männchen und 7 Weibchen. Es haben aber nur 3 Männchen richtig blaue FArbe gezeigt, die anderen beiden sahen immer etwas schmudelig aus.

      Ich würde überwiegend "aufwuchsfresserüblich" füttern, 1x die Woche Artemia oder auch mal weiße Mückenlarven sollte aber in Ordnung sein.
      Grüße aus Berlin

      Marco
    • Hi

      @Markus

      Weiße Mückenlarven (gefroren) gingen bei meinen Malawis immer gut. Schwarze hab ich nie probiert weil ich ehrlich gesagt noch die darauf geachtet habe, ob es die auch gefroren gibt. Die weißen gab und gibt es immer :D . Wahrscheinlich gehen schwarze genauso gut. Nur rote würde ich nicht empfehlen. Hinsichtlich derer gab es doch in den Foren immer Diskussionen wegen irgendwelcher kleiner Widerhaken usw.
      Grüße aus Berlin

      Marco
    • Hallo Markus,

      was gegen gefrorene schwarze Mückenlarven spricht, ist die Tatsache, dass du nach dem Auftauen nur noch eine schwarze Brühe ohne Konsistenz hast. Rote gehen garnicht, die sind für viele Cichliden einfach tabu.
      Gruß Jakob

      Der Klügere gibt nach, nicht auf!
    • Hallo Jakob,

      Khao Man schrieb:

      Hallo Markus,

      was gegen gefrorene schwarze Mückenlarven spricht, ist die Tatsache, dass du nach dem Auftauen nur noch eine schwarze Brühe ohne Konsistenz hast. Rote gehen garnicht, die sind für viele Cichliden einfach tabu.
      Meiner Erfahrung nach überstehen die schwarzen den Prozess des Einfrierens zwar tatsächlich deutlich schlechter als die weißen MüLas, die kleinen "Stückchen" wurden bei mir aber gerade von kleineren Fischen immer gerne genommen. Ich habe aber mal gelesen die schwarzen MüLas seien fetthaltiger als die weißen, daher verfüttere ich lieber letztere.
      Gruß Daniel

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    • Hallo Markus,

      markus1de schrieb:

      Hallo,

      ich meide kommerzielles Frostfutter und füttere schwarze lebend aus der Regentonne und hatte nie Probleme. Deswegen hatte ich etwas gestutzt.
      Wenn man die Möglichkeit hat ausreichende Mengen zu entnehmen, sicherlich nicht die schlechteste Lösung. Fütterst du damit nur zusätzlich, oder hauptsächlich? Wenn letzteres, wie viele Becken / Fische versorgst du mit der Tonne?
      Gruß Daniel

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