Laetacara Cruviceps - irgendwas stimmt nicht

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    • Laetacara Cruviceps - irgendwas stimmt nicht

      Hallo,
      dies ist mein erster Beitrag, also zunächst "Hallo" an alle :)

      Ich habe hier schon viel gestöbert und gelesen, nun habe ich aber doch einige Fragen zu meinen zwei Laetacara Curviceps. Ich habe diese Fische seit Ende Januar, also etwa 12 Wochen. Die beiden teilen sich ein 200L Aquarium mit 6 Corydoras Sterbai, einigen Otocinclus, ~25 Axelrodia Riesei und Zwerggarnelen. Leider hatten die beiden Anfangs offenbar Verdauungsprobleme. Vielleicht kamen sie schon damit bei mir an, ich hatte aber auch lebende Entrychäen gefüttert, was ich im nachhinein nicht mehr tun würde. Ich habe das Futter mit Knoblauchsaft getränkt, das hatte scheinbar eine gute Wirkung, der Kot sah danach besser aus und war nicht nicht mehr so oft lang und fädig. Ganz lösen konnte ich die Probleme damit aber nicht und habe auch noch mit Flagellol behandelt. Nun sieht der Kot normal aus.

      Beide haben Anfangs reichlich Garnelen gefressen, damit habe ich natürlich gerechnet. Nun ist es so, dass der eine Fisch extrem dick ist. Er bedient sich an den Garnelen und frisst gierig sämtliches Futter. Der andere ist sehr schlank, frisst zwar (an manchen Tagen auch nicht, ist aber die Ausnahme). Er frisst nur die Welstabs, alles andere wird wieder ausgespuckt. Manchmal legt er ein wenig zu, die beiden sind dann auch oft einträglich zusammen unterwegs. Beim füttern schubst und verjagt der dicke Fisch aber den dünnen. In den letzten Tagen hält er sich oft komplett versteckt. Außerdem hat er auch leichte Glubschaugen, vielleicht wirkt es aber auch so weil er so schmal ist.

      Was mir helfen würde wären einige Einschätzungen, in wie weit das Verhalten normal ist bzw. Tipps wie ich dem entgegen steuern könnte. Geschlechterbestimmung ist auch ein Thema, bei dem ich Hilfe brauchen könnte. Welches Futter kann ich anbieten damit der Fisch nicht immer nur Welstabs bekommt?

      Anbei noch einige Bilder.
      Der Dicke:


      Der Dünne:


      Beide im Vergleich:


      Hier sind die Glubschaugen gut zu sehen:


      Viele Grüße,
      Stefan
    • Hallo Stefan,
      also der "Dicke" ist ja wirklich extrem. Dachte zu erst, das der Bauchwassersucht hat. Füttere mal 3-5 Tage überhaupt nicht und beobachte weiter die Proportionen der Tiere. Dann probiere es mit lebenden Cyclops oder Daphnien, aber sparsam. Die Geschlechter sind nich eindeutig zu erkennen. Männchen werden immer größer und zeigen mehr Farbe. Weibchenh zeigen sehr zeitig einen stärker ausgeprägten dunklen Fleck in der Rückenflosse, den die Männchen auch zeigen können. Da aber nur schwach ausgebildet. Ich vermute, es sind zwei Männcchen, welche aber sehr unterschiedlich stark entwickelt sind.

      Also weiter gut beobachten und viel Erfog.
      So long und immer gute Wasserparameter, Gruß Bernd. :wink:
    • Hallo Stefan,

      glücklicherweise kotet der dicke Curviceps noch (zumindest auf den Fotos) - sonst wäre es wohl zu spät. Diese Art überfrisst sich gern, und dann geht es oft schnell, bis der Kot fädig wird und der Tod eintritt.

      Von daher - Radikaldiät - bis eine normale Form beim großen Tier eingetreten ist. Und ab da dann sparsame und ballaststoffreiche Fütterung, wie Bernd schon anmerkte.

      Das kleine, schmächtigere (wirklich dünn ist es auch nicht) Tier ist wohl ein Weibchen - das mit den Glotzaugen sieht jedoch nicht gut aus und ich weiß nicht, ob das Tier noch zu retten ist?
      Das größere Tier könnte ein Männchen sein, dazu wäre mal ein Foto von der Seite wichtig, sobald der Fisch wieder Normalform angenommen hat. Könnte aber auch ein Weibchen sein - das ist schwer zu sagen - wenngleich er deutlich längere Flossen-Enden besitzt als das kleinere Tier (das auf jeden Fall ein Weibchen ist).

      Sicher benimmt das größere Tier sich beim Futter dominant und verjagt das kleinere - daher möglichst an verschiedenen Stellen gleichzeitig und sehr maßvoll füttern.

      L. curviceps ist manchmal nicht so unkompliziert, wie oftmals dargestellt - hängt auch mit der Herkunft der Tiere zusammen.

      Ich würde - vorallem wegen der Glotzaugen - für die nächste Zeit viele reichliche Wasserwechsel (alle 3 - 5 Tage 70 % oder mehr) empfehlen, vielleicht kann man da noch etwas retten.
      Dazu eine sehr mäßige Fütterung (sobald das große Tier sich über ein paar Tage Fastenzeit ausgekotet hat), ballaststoffreich und an verschiedenen Stellen im Becken gleichzeitig.
      Auch eine damit einhergehende Temperaturerhöhung (28° C) kann hilfreich sein. Sollten die C. sterbai und die Otocinclus vertragen, oder? (Bin nicht so der Welsfachmann, manche Corydoras mögen es kühl, aber meines Wissens gehört C. sterbai da nicht dazu.)

      Viel Erfolg und Grüße
      Chris
    • Vielen Dank für die Hinweise!
      Ich habe die Temperatur jetzt langsam hochgefahren, für die übrigen Fische stellt das kein Problem dar. Die Fütterung habe ich eingestellt, bis auf gefrorene Cyclops. Die werden von den Laetacara nicht gefressen. Garnelen stehen natürlich weiterhin zur Verfügung und der Dicke wird auch davon sicher die eine oder andere erwischen. Ich denke, dass darin auch der eigentliche Grund für das Übergewicht liegen könnte. Außerdem gab es in letzter Zeit oft Sterbai-Eier.

      Vielleicht hilft die Temperaturerhöhung auch gegen die Glotzaugen. Sie sind auf jeden Fall nicht mehr dunkel verfärbt wie zuvor. Allerding zieht der Fisch nun auch wieder längere, weiße Kotfäden hinter sich her :|

      Ich hoffe, dass ich noch alles zum Guten wenden kann.

      Gruß
      Stefan