Gezieltes einrichten für Saugwelse

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    • Gezieltes einrichten für Saugwelse

      Guten morgen

      Ich würde gerne mal ein paar andere Ansichten zum Thema gezieltes einrichten eines Beckens für mittelgroße und große Saugwelse hören.

      Würdet ihr das Becken standartgemäß wie sonst auch einrichten also Bodensubstrat, Ornamente wie Steine und Holz, eventuell ein paar Pflanzen oder eventuell ein ganz anderen Weg wie kein Bodengrund dafür Stein mit Holzaufbauten und dafür massive Strömung von sagen wir mal 10000/12000 Liter pro Stunde auf 200 x 50 x 50 cm ?

      Glaubt ihr das Verhalten der Tiere würde sich ändern bzw es würde mehr aktivität als im normalen Becken gezeigt?
    • Hi,

      Wichtig wären für mich bei der Auswahl:
      - massive Strömung
      - viel weiche Wurzeln (Moorkien)
      - einige Höhlen verschiedener Größe
      - Bodengrund min. 0,8-1mm oder kleiner
      - gute Sauerstoffsättigung um die Temperatur hoch zu halten
      - und auch ein paar problemlose Beifische, welche die Scheu etwas nehmen
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Hai,

      ist ja auch von der jeweiligen Art abhängig. Gibt auch Saugwelse, die kein oder kaum Holz raspeln.

      Für echte Holzfresser kann man auf Steine verzichten.

      Bodengrund...? Warum? Da können sie sich doch nicht ansaugen. Aus Fischsicht wahrscheinlich unnötige Oberflächen-Verschwendung.

      Strömung würde ich nicht so stark machen. Wozu? Welchen Vorteil soll das haben? Selbst wenn sie es vertragen - von Natur aus suchen sich die Fische eher die Stellen mit schwächerer Strömung aus - wenn sie die Wahl haben.

      Unabhängig davon: Mehr Aktivität gibt es wohl nur mit knurrendem Magen.

      Gruß,
      Dirk
    • Hallo Dirk

      Deine Meinung glatten Boden oder halt mehr glatte aber feste Oberflächen teile ich.

      Zur Strömung war oder bin ich der Meinung das die Tiere ihr bodennahes Maul so wie die abgeflachte Form besitzen um sich erstens am Boden festzuhalten und zweitens selbst hoher Strömungsgeschwindigkeiten mit so wenig wie möglich Widerstand oder eher noch mit Anpressdruck standzuhalten um an zum Beispiel Strömungskanten zu sitzen.
      Genau da wo das Wasser schnell fließt, relativ flach ist und viel Sauerstoff eingetragen wird.
      Ich vergleiche solche Stellen mal mit denen die ich vom Kanu fahren kenne, dort ist ein permanenter 1 bis 3 mm dicker Bio und Algenfilm auf großen und flachen Findlingen und Schiefer. Wenn es in Südamerika ähnlich ist wäre das doch der ideale Weidegrund für diese Fische.

      Die Simulation im Aquarium ist wohl nur mit großen technischen Aufwand möglich aber eventuell würde eine dezente Strömung für große L Welsverhältnisse diese Tiere hin und wieder mal zu höherer Aktivität verleiten oder anregen sich in die Strömung zu legen.

      Das ist nur ein Gedanke.. Ob sie das machen würden weiß ich nicht.
    • Hi,

      zum warum und wozu meines Vorschlages:

      Etwas fürs Auge sollte das Aquarium doch schon sein. Daher würde ich Bodengrund verwenden. Optional vielleicht eine BTN-Slimline auf den Boden geklebt und mit ein paar größeren Brocken beschwert.


      Dirk1 schrieb:

      Die Saugwelse sitzen an der Stelle mit der geringsten Strömung.
      Muß nicht sein. Cichliden als auch Welse habe ich schon mit der Nase vor bzw. fast schon in der Verrohrung meiner Strömungspumpe (12000L/h) gesehen.
      Toms Gedanken zum Strömungsbecken kann ich gut nachvollziehen.
      Über die Realisierung dessen hatte ich mir auch schon mal Gedanken gemacht. Ein großes Problem ist die Verwirbelung der Strömung im Becken. Ideal wäre ein Ringbecken, wo das Wasser wie in einer umgerührten Tasse rotiert. Bei den in aller Regel rechteckigen Aquarien lässt sich das nur ähnlich wie im Pantarhei-Aquarium realisieren - Durchlauf von einer Seite zur anderen.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Hallo,

      Durchlauf von einer Seite zur anderen verbraucht unnötig Energie. Du kannst damit maximal die Menge Wasser von rechts nach links fördern, die aus der Pumpe kommen.

      Viel effektiver ist es, das gesamte Beckenvolumen in in eine endlose Kreisbewegung zu bringen. Das geht, wie bei deinem Tassenbeispiel oder wie beim Vortex-Filter, in einem runden Gefäß, aber (mit leichten Abstrichen) auch in einem eckigen.

      Ein gutes Beispiel dafür sind die so genannten Strömungsbecken mit doppeltem Boden. Geht aber auch anders.

      Gruß,
      Dirk
    • Guten morgen

      Man muss ja nicht direkt übertreiben, die beiden Störungsbecken aus der PantaRhei kenne ich von Bildern und Videos und obwohl ich beide wirklich toll konzipiert finde ist es für den Normalbürger wohl ausgeschlossen sich etwas in der Art zu stellen. Der Kostenfaktor von Becken und Pumpen sind wahrscheinlich in der Liga eines neuen VW Golf in der Grundausstattung, die 200, 250 Euro Betriebskosten pro Monat fallen dann gar nicht mehr so richtig auf.
      Das gleiche gilt wohl auch für ein Rundbecken mit Vortex aber wenn ich mal in Gelegenheit habe ein 2 Meter Rundbecken zu stellen ist das bestimmt eine interessante Alternative. ;)

      Man muss ja aber nicht direkt von 0 auf 320 gehen sondern könnte halt nur mit einer für Süßwasser überdimensionierten Strömungspumpe arbeiten. Immerhin besser als nichts.
      Brauchen tun es die meisten Fische wohl nicht und 35/50 Watt zumindest über den halben Tag laufen zu lassen ist auch ein Kostenfaktor der den meisten wohl sinnlos erscheint aber erst letztens habe ich das ganze etwas kleiner dimensioniert in einem 240 Liter Becken und einer Nanostream 6045 mit 45000l/pH nachgespielt und das Verhalten der Tiere hat sich schon verändert.
      Die paar Ancistrus wurden deutlich aktiver und nachdem der erste Schrecken vorbei war hat es nicht lange gedauert bis der erste sich etwa 60 cm auf Pumpenhöhe auf ein Stück Holz gesetzt hat und sich dabei richtig in die Strömung legte.

      Vor ein paar Jahren habe ich in einem Meteraufzuchtbecken Cryptoheros aufgezogen und habe später auch einfach mal eine 6025 also 2500L/pH für eine Zeit lang mitlaufen lassen ud selbst die grade mal 1 cm großen Jufis hatten selbst keinerlei Probleme und waren deutlich aktiver und kamen mir zumindest durch die mehr Bewegung teilweise hungriger vor.


      Mal schauen, vielleicht schenke ich mir zum GB selbst einen HW42 und spiele damit mal etwas rum :)
    • acertom schrieb:

      finde ist es für den Normalbürger wohl ausgeschlossen sich etwas in der Art zu stellen.
      Hi,

      so schlimm ist das nicht. Zum Anfang des Videos sieht man, daß das Aquarium auf einer schiefen Ebene steht.
      Die Pumpe braucht also wenig Förderhöhe.


      youtube.com/watch?v=SN9vqf8yp7c
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Hallo Luzz

      Bei dem Becken mit dem doppelten Boden hab ich mal gelesen das da wohl 2 oder 3 HW63 drin sitzen, die brauchen unter Volllast 120 Watt pro Stück und kosten 1700 Euro.
      Das Raftingbecken wird wohl nicht wesentlich kleiner konzipiert sein aber da der Herr Böttner die Becken gebaut hat und ja auch hin und wieder hier ist kann dieser ja vielleicht etwas mehr zu den Details sagen. :)

      Was mich bei den beiden Becken noch interessieren würde wäre die Filterung.
    • Hi,

      es muß ja nicht gleich so ein Koloss von Aquarium werden. 2mx50x50 sollte für einen Flußlauf mit einigen Welsen ja reichen.
      Im benannten Beispiel wurde aber mein Anspruch nach Optik sehr gut realisiert. Ein nackter Boden hätte nicht mal die Hälfte an Charme.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Moin,

      das Bachlaufbecken bei der Panta Rhei stellt in meinen Augen auch ein Extrem dar. Dient halt als Bespielträger für die Leistungsfähigkeit der Hydrowizards. Aber selbst in dem Becken sind die Pumpen nicht bei voller Leistung, ganz im Gegenteil. Wenn dich Becken mit doppeltem Boden interessieren, gibt's es einige bei der Panta Rhei. Musst du mal bei Youtube gucken.

      Dirk, ich muss dir übrigens widersprechen, was die Welse in dem Becken angeht. Die "liegen" oft genug in der stärksten Strömung und nutzen diese um sich an das Substrat zu pressen. Genauso die Leporinus oder Oligosarcus, die dort schon drin lebten.

      Ich sehe es ähnlich wie Lutz, ein Becken der genannten Größe sollte schon gut ausreichen, für kleinere Chaetostoma noch weniger. Ein doppelter Boden ist logischerweise, wenn das Becken nicht rund sein soll, was ich mir für Harnischwelse optisch unschön vorstelle, die effektivste Lösung.

      Viele Grüße

      Lennert :hut:
      :sued: :wels:
    • Guten morgen

      Wenn man eine sich spiegelnde Scheibe als Bodenplatte hat dann ja aber es gibt ja diverse alternativen wie Folie oder Latexfarbe aber natürlich kann man auch Sand als zwischenelement nutzen so lange es in einem solchen Becken nur punktuell genutzt wird um die Bodenscheibe zu kaschieren und der überweigene Teil aus Hardscape besteht.
      Es geht halt nur um so viel wie möglich Ansaugfläche für Welse und natürlich auch um Schbodderreduzierung.

      Aber das ist ja wieder ein Thema für sich ob und wieviel Substrat und ob regelmäßiges reinigen oder liegen lassen.