Erfahrungen mit Glanzwürmern?

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    • Hallo Chris,

      Cichliden_Chris schrieb:

      die Würmer haben sich nahezu komplett in die Schaumstoff-Matten verzogen - ist das normal?
      So habe ich das vor ein paar Iahren auch mal versucht; hatte aber nichts gebracht. Vielleicht war ich einfach zu ungeduldig. Im Moment versuche ich es ganz ohne Substrat; Versuch macht ja kluch.

      Ich erinnere mich, mal gelesen zu haben, daß die Würmer zum wohlfühlen frisches Wasser brauchen. Angeblich gelingt nur dann eine ertragreiche Zucht von bis zu 100% Reproduktion. Also wechsle ich im Moment versuchsweise täglich das Wasser und füttere auch täglich, hauptsächlich mit Grünflocken. Am Abend haben die das restlos verarbeitet, die Schale stinkt entsprechend. Ich selber brauche momentan täglich 25 - 30 Gramm, die ich meinem Ansatz täglich entnehme. Ich bin mir nicht sicher; es scheint aber, daß sich die Gesamtmenge (ca. 700 - 900 Gramm) nicht reduziert.
      Besten Gruß aus Essen
      :top: Walther :top: :Vic: :top:
    • Hallo zusammen,

      habe die Glanzwurm-Population noch durch ein kleines Tütchen aus dem Handel aufgestockt – waren für 1,10 € auch sehr preiswert.

      Als Futter verwende ich nun JBL NovoFect-Tabletten, laut Inhaltsangabe auf der Packung ohne Bestandteile von warmblütigen Tieren – denn bei der Verfütterung an die Fische gelangen ja auch etwaige Futterpartikel mit ins Aquarium.

      Die Akzeptanz ist beachtlich, die Würmer stürzen sich förmlich auf die Tabletten und bilden ein richtiges Knäuel. Wenn man sich dann ans Becken annähert und die Würmer erschrecken, schießen sie blitzartig auseinander – sind sehr mobil und echte Wasserbewohner, ganz anders als z.B. die gemächlichen Enchyträen. Auch wenn man sie zum Verfüttern absaugen will, zeigen sie durchaus Fluchtreflexe, ebenso im Aquarium, was den Jagdinstinkt der Fische natürlich ganz besonders anheizt.

      Konnte auch erleben, wie die Würmer anzeigen, wenn es Zeit für einen großzügigen Wasserwechsel wird – sie sind dann bevorzugt in der obersten Matte zu finden und kriechen auch vermehrt die Seitenscheiben hoch, vereinzelt sogar ein Stückchen aus dem Wasser.
      Geruchlich nimmt die Intensität dann auch ein bisschen zu, aber nicht wirklich merklich. Nach einem ca. 70-prozentigen Wasserwechsel sind die Würmer wieder beruhigt am Bodengrund unterwegs, bevorzugt in den Matten.

      Tja – auch Futtertiere haben so ihr Verhalten ;)

      Viele Grüße
      Chris
    • Hi Chris,


      Cichliden_Chris schrieb:

      Als Futter verwende ich nun JBL NovoFect-Tabletten,
      Werde ich auch mal probieren.

      Cichliden_Chris schrieb:

      Konnte auch erleben, wie die Würmer anzeigen, wenn es Zeit für einen großzügigen Wasserwechsel wird – sie sind dann bevorzugt in der obersten Matte zu finden und kriechen auch vermehrt die Seitenscheiben hoch, vereinzelt sogar ein Stückchen aus dem Wasser.
      Benutzt Du Leitungswasser oder 'altes' Aquariumwasser?
      Besten Gruß aus Essen
      :top: Walther :top: :Vic: :top:
    • Hallo,

      Konnte auch erleben, wie die Würmer anzeigen, wenn es Zeit für einen großzügigen Wasserwechsel wird – sie sind dann bevorzugt in der obersten
      Matte zu finden und kriechen auch vermehrt die Seitenscheiben hoch,
      vereinzelt sogar ein Stückchen aus dem Wasser.
      Geruchlich nimmt die Intensität dann auch ein bisschen zu, aber nicht
      wirklich merklich. Nach einem ca. 70-prozentigen Wasserwechsel sind die
      Würmer wieder beruhigt am Bodengrund unterwegs, bevorzugt in den Matten.
      Wenn sich die passende Mikroflora gebildet hat und stabil ist muß man nur noch sehr sehr selten Wasser wechseln, dann ist der Ansatz auch ertragreicher. Das kann allerdings Monate dauern bis es wirklich eingespielt ist.

      Wenn ich es richtig im Kopf habe sollten meine ansätze jetzt drei Jahre alt sein.

      Tja – auch Futtertiere haben so ihr Verhalten
      Allerdings! Und das ist mitunter so interessant wie die Aquaristik selbst. Bei mir hatten Mikrofex und Glanzwürmer lange Haustierstatus und ob ich jemals Feenkrebse verfüttern werde weiß ich nicht. Das ganze kleinfutter wie Rotatorien ist auch sehr spannend. Oder Futter für Futter züchten, also Schwebealgen, kann auch eine Herausforderung sein. Das Thema Lebendfutter ist sehr sehr vielseitig und spannend.

      Gruß, helmut
    • Hallo zusammen,

      @ Artur:
      Auch wenn ich kein Mod bin und garantiert nicht "schulmeistern" will - ich finde, eine Anrede und ein Gruß gehört zum guten Ton hier einfach dazu...

      Anbei mal drei Fotos von meiner Glanzwurm-Kultur. Ich kann noch nicht von einem erprobten System sprechen, dafür läuft es ja viel zu kurz. Aber es sieht gut aus soweit.
      Habe dazu ein altes 20-Liter-Becken verwendet, welches zu ungefähr zwei Dritteln gefüllt ist. Inventar aus diversen Filtermatten, mit Kieselsteinen etwas beschwert, damit sie beim Wasserwechsel an ihrem Platz bleiben und nicht alles herumwirbelt. Keine Technik. Wasserwechsel nach Bedarf (momentan ca. 70% wöchentlich).

      @ Helmut:
      Bin gespannt, wann sich die Mikrofauna soweit eingespielt hat, dass weniger Wasserwechsel notwendig werden. Aber es eilt ja nicht, und es ist auch kein großer Akt, da mal 10 Liter in der Woche auszuwechseln. Bin momentan auch nicht gezwungen, Würmer zu entnehmen, sodass es sich wirklich einpendeln kann.
      Ich habe schon auch mit einer Lebendfutterzucht geliebäugelt, solange sie möglichst aufwandsarm bleibt. Von Enchyträen liest man ja immer wieder, dass die Leute Probleme mit Milben haben etc. -und den Platz dafür braucht man auch. Finde solch ein Becken mit den Glanzwürmern irgendwie praktischer und aufwandsärmer.
      Hatte auch schon überlegt (vorallem, als ich noch meine Mittelamerikaner hatte), eine vermehrungsfreudige Zwerggarnelen-Art als Futter zu züchten, aber die sind echt fast zu schade zum Verfüttern.

      @ Walther:
      Hab normales Leitungswasser genommen.

      Viele Grüße
      Chris
      Bilder
      • Glanzwuermer4.jpg

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cichliden_Chris ()

    • Hallo Chris,

      besten Dank für die Bilder. Ich denke mein ungenutztes 10l Becken wird bald auch Würmer beherbergen.

      Cichliden_Chris schrieb:


      Hatte auch schon überlegt (vorallem, als ich noch meine Mittelamerikaner hatte), eine vermehrungsfreudige Zwerggarnelen-Art als Futter zu züchten, aber die sind echt fast zu schade zum Verfüttern.
      Ich hatte früher Zwerggarnelen in einem 30l Becken, zwecks Eindämmung von Überbevölkerung fing ich irgendwann an einen Teil der Tiere zu verfüttern. Heute wohnen sie in 60l und ich entnehme regelmäßig eine Hand voll Tiere als Futter für meine BB. Also wenn man so will eine aus der Not geborene Praktik ;)

      Gibt es denn Garnelenarten die wesentlich vermehrungsfreudiger sind als andere?
      Gruß Daniel

      :bild:
    • Hallo Frido,

      hättest du vielleicht Lust, deine Garnelenzucht hier - evtl. in einem gesonderten Futterthread - vorzustellen?

      Wäre sicherlich interessant - es geht meiner Meinung nach in Punkto Futter schließlich nichts über Lebendfutter, und eine eigene Futterzucht schont oftmals auch den Geldbeutel auf Dauer.

      Viele Grüße
      Chris
    • Bedingt durch Umzug herrscht bei mir zur Zeit das absolute Chaos. Bei Gelegenheit kann ich meine Garnelenzucht mal vorstellen.
      Im Moment habe ich bis auf wenige Tiere alle verfüttert, fange im neuen Haus dann bei 0 an, kann daher keine Tiere abgeben.
      Wenn Ihr eine Internetrecherche mit Sulawesi-Inlandsgarnele startet werdet ihr in einschlägigen Shops aber schnell fündig, die Tiere sind im Vergleich nicht teuer und vermehren sich bei mir ohne wesentliche Pflege mit herkömmlichem Grünfutter(Brennesseln, grüne Futtertabletten)
      Gruß Frido :)
    • Hallo,

      man kann diese Garnelen auch direkt im Aquarium züchten in dem man eine Klarsichtdose wie die von Ferrero mit ein paar kleinen Löchern versieht, die Dose mit Laub und ein wenig Hornkraut/Wasserpest/... befüllt und im Aquarium versenkt. Die Garnelen kommen zwar raus aber die Fische nicht rein. Bei ausreichend Garnelen Erstbesatz funktioniert das. Allerdings muß man wissen was man tut, die Garnelen gehen an Fischlaich und wenn sie eine Niesche gefunden haben an die kein Fisch kommt sind sie praktisch nicht mehr loszubekommen. Evers hat da mal einen Artikel zu Sulawesi-Inlandsgarnelen in der Amazuonas geschrieben. Er beschreibt sie als Unterwasserkarkalaken und echte Pest. Allerdings ist Sulawesi-Inlandsgarnele sehr weit gefasst und umfasst viele viele Arten und er beschreibt seine Erfahrung mit selbst mitgebrachten. Die hier im Aquarium üblichen verhalten sich nicht so ruppig und selbst habe ich auch noch nicht gar so schlimme Erfahrungen gemacht.

      Was alternativ auf gleiche Weise sehr gut funktionjert ist die ganz normale Wasserassel. Die geht garantiert an nichts lebendes, macht sauber und ist ein sehr gutes Futter. In jede Fischlaich/Larvenschale setze ich immer 2-3 plus Buchenblatt dazu. Sie fressen jeglichen Pilz/Bakterinbelag ohne dabei an befruchtete lebende Eier zu gehen. Sie machen nur sauber und verhindern Verpilzung.

      Gruß, helmut
    • Hallo zusammen,

      @ Frido:
      Welche Technik hast du am Garnelenbecken im Einsatz - Belüftung?

      @ Helmut:
      Wie sieht es mit der Züchtbarkeit der Wasserasseln aus?

      @ alle:
      Dann müssen diese Sulawesi-Inlandsgarnelen schon ein anderes Kaliber sein als beispielsweise Red-Cherry, denn letztere würden sich nie so krass vermehren können in einem mit Fischen besetzten Aquarium.

      Viele Grüße
      Chris
    • Keine Belüftung, kleine Motorkreiselpumpe mit HMF, der wird gerne abgeweidet. Recht üppige Bepflanzung (war zumindest so, aktuell nach Umzug ist das Becken kahl), die Pflanzen sehen immer top gepflegt aus, keinerlei Algenbewuchs dank der kleinen Biester.
      Gruß Frido :)
    • Die weitere Technik waren 2 LED-Strips, ausreichend für eine Anubia und Cryptocorynen, keine Heizung. 1x/Woche Wasserwechsel von 20-50%.
      Zuletzt hatte ich Probleme mit Planarien, ich hoffe, dass die im neuen Becken erst mal ausbleiben werden.
      Gruß Frido :)
    • Hallo,



      Wie sieht es mit der Züchtbarkeit der Wasserasseln aus?
      geht so, sie wachsen sehr langsam und brauchen lange bis zur Geschlechtsreife.

      Aber in einer Futterzucht ergänzen sie sich erstklassig mit Daphnien da die Asseln tote Wasserflöhe und anderes tote organische Material fressen, was dann zur Nahrungsgrundlage für die Mikroorganismen, die wiederum die Wasserflöhe filtrieren, wird. Kurz gesagt: Wasserasseln machen spitzen Detrius ohne dabei unangenehm aufzufallen. Der Detrius an sich kann schon zur Larvenaufzucht verwendet werden, dadrinn wimmelt es von kleinlebewesen die bestes Mikrofutter sind. Und so eine Futterkultur in z.B. einem 12l Aquarium oder Eimachglas ist spannend und unterhaltsam. Hat ein wenig was von Y-Heft.




      Dann müssen diese Sulawesi-Inlandsgarnelen schon ein anderes Kaliber sein als beispielsweise Red-Cherry
      das sind sie. Die haben sich bei mir schon im Wasserwechseleimer fortgepflanzt.

      Gruß, helmut
    • Hallo zusammen,

      @ Frido:
      Danke für die Info - wäre sicherlich interessant, mal einen Versuch mit den Garnelen zu wagen - insbesondere wenn ich meine Mittelamerikaner noch hätte.

      @ Helmut:
      Dann sind Wasserasseln somit eher ein "Nebenher-Lebendfutter" und jetzt nichts, was man als Haupt-Lebendfutterquelle einsetzt somit. Hatte als Jugendlicher mal Wasserasseln und Bachflohkrebse in einem Keller-Aquarium - war interessant - heimische Bachfauna somit.

      @ alle:
      Sind die Sulawesi-Inlandsgarnelen wirklich so schlimm, was den Laichraub von anderen Fischen angeht - also dass sie Eier von Freilaichern fressen würden, ist klar. Aber von Cichliden, die ihr Gelege bewachen? Oder würde diese Garnelenart gar auf noch nicht schwimmfähige Brut übergriffig werden?
      Ich meine, wären das jetzt Ringelhandgarnelen oder ähnlich großes Getier, könnte ich mir das gut vorstellen, aber die sind ja kleiner als die meisten Neocaridina?

      Viele Grüße
      Chris
    • Cichliden_Chris schrieb:

      Hallo zusammen,

      @ Frido:
      Welche Technik hast du am Garnelenbecken im Einsatz - Belüftung?

      @ alle:
      Dann müssen diese Sulawesi-Inlandsgarnelen schon ein anderes Kaliber sein als beispielsweise Red-Cherry, denn letztere würden sich nie so krass vermehren können in einem mit Fischen besetzten Aquarium.
      Guten Morgen,

      ich bin zwar nicht Frido, aber in meinem Garnelenzuchtbecken filtere ich mit HMF und Luftheber, Motorpumpen stehen ja im Verdacht den kleinsten Garnelennachwuchs zu schreddern. Das wäre der Ergibigkeit der Futterquelle nicht zuträglich ;)

      Meine Tiere sind Red Rilis, zum Thema Vermehrung von Zwerggarnelen in Becken mit Fischbesatz folgendes: In meinem dicht bewachsenen Afrikabecken haben sich einzelne Tiere schon gelegentlich länger verstecken können. Am Ende hat die Heimmanschaft (P. pulcher, S. nigriventis und E. calabaricus) aber immer alles verputzt. In meinem Südamerikabecken dagegen hatten sich die Biester im schwimmend kultivierten Hornfarn eingenistet und die Population wuchs und wuchs....da wurden aus den ursprünglichen 6, sehr schnell 20 - 30 Tiere. Aus ihrem Unterschlupf kamen die Garnelen meines Wissens aber nicht, und wenn doch, dürfte das immer ein kurzer Ausflug gewesen sein.
      Gruß Daniel

      :bild:
    • Dem kann ich nur zustimmen.
      Ich habe die Tiere auch schon hin und wieder in meinen Barschbecken als Futter verwendet (nicht zu häufig, da ich es um die Tiere meist zu schade finde, und nur bei starkem Überbesatz im Garnelenbecken), ich habe danach keine Spuren der Tiere mehr gefunden, auch nicht unter Steinen und Wurzeln, oder im Filter.
      Ich kann keine Aussage dazu treffen ob sie laichräubern, auf Grund der meist doch eher kurzen Überlebenszeit würde ich mich in meinem Fall aber auf ein Nein festlegen.

      Sehr gute Erfahrung gemacht habe ich mit den Tieren in meinem Zwergkrallenfrosch"art"becken. Hier habe ich mal eine Gruppe der Tiere von ca. 15 Stück eingesetzt, die Tiere haben sich vermehrt und über Monate für Lebendfutter für die Frösche gesorgt. Beim Auszug waren allerdings nur noch 3 Garnelen im Becken, habe die Frösche so aber für ca. 4 Monate mit nur gelegentlichen weiteren Lebendfuttergaben gut (Bauchumfang war ordentlich) versorgt.

      MrR schrieb:

      ich bin zwar nicht Frido, aber in meinem Garnelenzuchtbecken filtere ich mit HMF und Luftheber, Motorpumpen stehen ja im Verdacht den kleinsten Garnelennachwuchs zu schreddern. Das wäre der Ergibigkeit der Futterquelle nicht zuträglich ;)
      Stimmt, so steht's im Lehrbuch, meine haben sich trotzdem fleißig vermehrt. Die Motorkreiselpumpen waren für mich einfach immer wartungsärmer.
      Gruß Frido :)