Erfahrungen mit LED-Beleuchtung

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    • Hallo,

      also zu erst mal: t5 und HQI sind beide erstklassig zum beleuchten von Aquarien geeignet und bei richtig großen Pötten mit ordentlich wasserstand würde ich klar HQI bevorzugen.

      und LED verlieren ebenso an Leuchtkraft.
      die, ich glaube 5Jahre, seit ich auf LED umgestellt habe bisher nicht. Daraufhin lässt sich allerdings nicht auf ewiges Leben schleißen und die Angaben die manchmal zur Lebensdauer gemacht werden verwundern mich doch. Es gibt dazu noch zu wenig Erfahrungen. Wichtig für langes Leben scheint mir aber, daß die LEDs irgendwo in der unteren Hälfte ihrer Leistungsfähigkeit betrieben werden. So habe ich über Jahre kein Leuchtkraftverlust.



      Was die Farbwiedergabe angeht muss man zudem gegebenenfalls ziemlich teure LED-Systeme kaufen, um auf ähnliche Werte wie bei den Vollspektrum-LSR oder HQI zu kommen. Auch hier sind die LED nach heutigem Stand unterlegen.
      Da hat sich einiges geändert. Momentan habe ich die Klick in direktem Vergleich mit denen Klack in Betrieb. Die eine hat CRI 80 und die andere CRI 90. Es ist kein Unterschied zu sehen. Beide sind günstig und dem Baumarktleuchten haushoch überlegen. Allerdings lässt sich alles über CRI 80 mit dem menschlichen Auge unter Wasser so und so nicht auseinanderhalten und damit machen die t5 auch kein schöneres Licht.




      Die normalerweise im Baumarkt und/oder Zoohandel angebotenen LED-Systeme sind aber einer guten T5-Beleuchtung (nach heutigem Stand) beim Preis-/Leistungsverhältnis auch mittel- und langfristig unterlegen.
      Wenn man Baumarktschrott mit einer selbstbau t5 Lösung vergleicht schon. Wenn LED Zooladen mit t5 Selbstbaulösung verglichen wird auch. Wenn sich t5 selbstbau und LED selbstbau gegenüber stehen sind diese Zeiten rum. Da wird es erst wieder bei Riesenpötten spannend.
      Allerdings kosten hochwertige t5/HQI Zoofachlösungen auch richtig Geld.




      Gerade nochmal bei Helmuts verlinkten LED nachgesehen. Die haben "nur" 105 Lumen pro Watt - nicht 116.
      die 50cm Streifen leisten bei 24V und 900mA minimal 2500lm, V *mA ergibt W also hier 21,6W die mindestens 2500lm rausbrettern. ich komme auf mindestens 115,7lm/W und bei den typisch angegebenen 2800lm auf 129,6lm/W. In reihe geschalten und mit konstantstrom betrieben machen die gleichen LEDs (das sind die aus dem anderen Link) 150lm/W. Das kommt, weil bei Konstantstrom und Reihe der Vorwiederstand entfällt.

      Gruß, helmut
    • Hallo Helmut,

      ich hatte auch zuerst diese Angabe zum Rechnen genommen und war damit auch auf 116 oder 117 Lumen pro Watt gekommen.

      Im Link selbst ist aber ganz rechts auch der tatsächliche Stromverbrauch angegeben. Den als Basis zum Rechnen genommen war ich auf 105 Lumen pro Watt gekommen.

      Dass man einen CRI - Wert von 80 und von 90 oder 95 nicht mit dem bloßen Auge unterscheiden kann, glaube ich bei Malawi und Tanganjika, bei Mittelamerikanischen Cichliden und auch bei den meisten asiatischen Barben und Schmerlen.

      Bei Fischen mit schillernden Regenbogenfarben wie z.B. blauen Kongosalmlern würde ich aber behaupten, den Unterschied zu sehen.

      Und obwohl ich in meinem Becken "nur" normal bunte Fische habe und meine Osram LED auch mit einem CRI von 80 angegeben sind, wirkt das ganze Becken damit insgesamt gegenüber den Narva BioVital LSR deutlich farbloser.

      Gruß,
      Dirk
    • Severum02 schrieb:

      Hallo,

      Malawist schrieb:

      mitSteuergerät
      Danke für den Tip. Grundsätzlich: was wird da auf 80% reduziert? Die Spannung?
      Hallo

      die Leistung/Watt lässt sich regeln,ist auch mit Wattmessgerät schön messen.

      das von mir verlinkte Steuergerät ist was sehr einfaches.
      mit einem GHL und passenden Leisten zb LumLight kann man noch mehr spielen.
      zb Gewitter Wolkenzug usw.
      aber irgendwann wirds kindisch :)
      Gruß Dieter

      Mein Becken
    • Hallo nochmals,

      könntest Du bitte kurz ausführen wie du das umgesetzt hast? Ich habe mich bisher nicht groß mit LED beschäftigt, das mein Aquarium unbedingt abgedeckt bleiben sollte und ich mich nicht mit Kühlung etc. auseinandersetzen wollte.
      Es sind Leuchten die wasserdicht sind und mit einem Magnethalter am Glas befestigt werden. klick
      Ich habe die LED eco white chic mit ausschließlich weißen LEDs. Sie trägt im Blau etwas auf und dürfte den meisten Aquarianern taugen. Mit der Farbwiedergabe kommt sie HQi und Vollspektrumröhren nicht hinterher.
      Im Selbstbastellager gibt es sicher LEDs, die auch den CRI von über 90 erreichen. Aber der 0815-Aquarianer will das doch gar nicht. Dem setzt man zu den weißen LEDs ein paar rote und blaue hinzu und das Becken ist bunt :thumbsup:

      An die LED-dimmenden Sparfüchse!
      Ich glaube mal aufgeschnappt zu haben, wenn die LED nicht im optimalen Bereich bestromt wird entweder der Wirkungsgrad in den Keller geht oder schlimmerenfalls bei mehr Stromstärke die Lebensdauer in die Grätsche geht. ;(
      Grüße Duschl

    • Hallo,

      eine LED braucht bei einer bestimmten Spannung einen bestimmten Strom. Das ist in einem diagramm des Datenblattes der entsprechenden LED genau dargestellt. Das wird nicht gedrosselt sondern die LED wird nur mit dem exakt für das gewünschte Resultat mit Energie versorgt. Im unteren Drittel der maximalen Leistungsfähigkeit sind Effizienz und Langlebigkeit am besten, dafür sind aber die Systemkosten höher. Schön zu sehen bei z.B. der LED , bei 350mA und 2,7V also 0,945W 144lm, also 152lm/W, bei 750mA und 2,98V noch 134lm/W und bei 1800mA und 3,23V nur noch 100lm/W. Ich denke dem ist es zu verdanken, daß so manche LED-Leuchte nicht hält, was sie verspricht.

      Gruß, helmut
    • Servus Helmut,


      moskal schrieb:


      eine LED braucht bei einer bestimmten Spannung einen bestimmten Strom.
      Das ist in einem diagramm des Datenblattes der entsprechenden LED genau
      dargestellt. Das wird nicht gedrosselt sondern die LED wird nur mit dem
      exakt für das gewünschte Resultat mit Energie versorgt. Im unteren
      Drittel der maximalen Leistungsfähigkeit sind Effizienz und
      Langlebigkeit am besten, dafür sind aber die Systemkosten höher. Schön
      zu sehen bei z.B. der LED
      , bei 350mA und 2,7V also 0,945W 144lm, also 152lm/W, bei 750mA und
      2,98V noch 134lm/W und bei 1800mA und 3,23V nur noch 100lm/W. Ich denke
      dem ist es zu verdanken, daß so manche LED-Leuchte nicht hält, was sie
      verspricht.
      :thumbsup:

      Und, das Teil angekommen?
      Grüße Duschl

    • Hallo Duschl,

      ja, ist angekommen. Bretthell und kaum warm. Was mich besonders erfreut ist, daß nicht mal der Streifen selbst aus Alu ist. Das zeug ist ja immerhin hauptverantwortlich für den bau des Bel Monte Staudams und die massenhafte und unwiederbringlichen Zerstörung vieler Lebensräume. Auch am Rio Xingu.
      Für die meisten Cichlidenaquarien mit spärlicher Bepflanzung sind die Dinger aber überdimensioniert. Interessant wird es wieder bei höheren Wasserständen.
      Die Farbwiedergabe ist auch sehr gut. Zum Farbwiedergabeindex, dem CRI(RA)-Wert, will ich noch kurz was schreiben: Dazu wird die Wiedergabe von festgelegten Normfarben getestet, grob gesagt aus der Schnittmenge des Ergebnisses errechnet sich dann der CRI(RA) wert.
      Hier ein Link zu Spektren der verschiedenen Leuchtmittel:

      klick

      oben rechts die Leutstoffrören hat peaks, bei 3-bandröhren drei, bei 5-bandröhren CRI90+ Vollspektrum 5. Dazwischen ist ebbe. Die LEDs sind viel ausgeglichener in der Kurve, dafür sind sie aber nicht genau an den CRI-Test Wellenlängen besonders gut und erreichen damit oft nicht die Werte von guten Leuchtstoffröhren, was aber ab CRI 80 LED nicht ins Gewicht fällt. Da ist die Farbtemperatur viel aussagekräftiger und die lässt sich mischen.

      Gruß, helmut
    • Hallo Helmut!

      Eine interessante Led hast Du da gefunden.
      Wie sieht es mit den roten Farben aus?
      Die sind ja bei den Kaltweißen Led meistens ein Problem.
      Servus
      Reinhard
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      ca. 20 Becken zwischen 20 und 1300 Liter, im Wohnzimmer, Keller, Glashaus und auf der Terrasse mit Süß- und Meerwasser.
      Ein Schwimmteich, natürlich auch mit Fischen.
      Ganz neu Geophagus megasema Rio San Martin.
    • moskal schrieb:

      Da ist die Farbtemperatur viel aussagekräftiger und die lässt sich mischen.
      Sicherlich empfehlenswert um den erfragten Rotanteil zu heben.
      Wie sieht das bei Mischung aus? Farbige Schatten wie 3D Brille oder verträglich. Diesen Effekt konnte ich schon öfter bei Beleuchtung von Meerwasseraquarien beobachten. Die normalerweise schwarzen Schatten waren blau (Zusatzleuchten).
      Beim letzten Forentreffen erinnerte das eine LED-beleuchtete Aquarium eher einer Diskokugel .
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Hallo,



      Duschl schrieb:

      Was verwendest du als Gehäuse oder Träger?
      bisher verwende ich für Aquarien als Träger passende Alu Flachstangen und die Gehäuse entwerfe und baue ich komplett selbst. Das hat allerdings mit meinem Beruf (dort nicht für Aquarien) zu tun und wird für Laien ohne passenden Maschinenpark schwer reproduzierbar sein. Die Streifen hier kann man mit ein paar Unterlagscheiben als Distanz an ein Brett (z.B. Regalunterseite) schrauben und mit ein wenig Distanz zum Leuchtmittel mit einer Plexiglasscheibe gegen Spritzwasser schützen.


      Duschl schrieb:

      Mich fasziniert der Unterwasserbetrieb, da so keine Reflexionen der Wasseroberfläche entstehen.
      Dazu dürften dann nur LEDs im 12/24V betrieb verwendet werden also nicht die hier. Da gibt es auch passendes, wenn mir was unterkommt verlinke ich das.

      r.seidl schrieb:

      Wie sieht es mit den roten Farben aus?
      Die sind ja bei den Kaltweißen Led meistens ein Problem.
      Die Streifen gibt es in 3000K (wie Kerzenlicht) 4000K (in etwa Tageslicht) und 6500K (Kaltweiß). Die meisten bevorzugen die 6500K fürs Aquarium.

      luzz schrieb:

      Wie sieht das bei Mischung aus? Farbige Schatten wie 3D Brille oder verträglich. Diesen Effekt konnte ich schon öfter bei Beleuchtung von
      Meerwasseraquarien beobachten. Die normalerweise schwarzen Schatten
      waren blau (Zusatzleuchten).Beim letzten Forentreffen erinnerte das eine LED-beleuchtete Aquarium eher einer Diskokugel .

      Disko wird von tatsächlich bunten LEDs gemacht. Ich meinte Weißtöne michen also z.B eine mit 3000K mit zwei 6500K. Für gehobene Anwendungen gibt es Tuneable White Leuchtmittel, man kann die Farbe zwischen Warm und Kaltweiß einstellen. Aber bis das in der Aquaristik ankommt kann es dauern.


      Gruß, helmut