Haltung von Satanoperca rhynchitis

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    • Haltung von Satanoperca rhynchitis

      Hallo,

      eigentlich fand ich Sie immer schon schön, die Teufelsangeln...
      Vor einem halben Jahr habe ich mir dann 5 Satanoperca rhynchitis "Iracoubo" gekauft. Waren zwar ca. 5-6 cm und recht blass, aber laut Internet sollte diese Art nur 14 cm groß werden und schöne rote Lippen bekommen. An Farbe haben die Tiere im Vergleich zum Verkaufsbecken schon etwas zugelegt, aber von roten Lippen ist nix zu sehen. Fand sie trotzdem schön.
      Ja und da ist mein Problem, vier der Tiere sind seit Dezember 2016 gestorben. Immer nacheinander, erst wurden sie immer dünner und dann lagen sie Tod im Becken. Ich nehme an, dass ich mir eine Krankheit eingeschleppt hatte, die auch mein Heros-Männchen geschafft hat.
      Habe auch versucht die Tiere mit verschiedenem Lebendfutter zu ernähren, hat nix genützt ;( .
      Ja nun schwimmt nur noch einer der Fische in meinem Becken...
      Ich weiß nicht so recht was ich falsch gemacht haben soll: 400 l, mit sandigem Bodengrund, ph 6,5-7, GH 15
      Die Fische waren eine ziemlich teure Anschaffung (ca. 36 €/St.). Gefallen haben sie mir schon, aber ich habe Angst dass wenn ich neue kaufe diese wieder sterben. Teufelsangeln sollen ja auch etwas empfindlich sein..?
      Kann mir vielleicht einer von euch einen guten Tipp geben? Freue mich über eure Erfahrungen..

      Liebe Grüße
      Kieso
      :west: + :sued:
    • Hallo Kieso,
      ich pflege S. daemon. Unter einer Temperatur von 28 Grad lässt bei ihnen der Appetit ganz schön nach. Also auf jeden Fall wärmer halten. Ich füttere Artemia, weiße Mülas, viel Flocke und auch Granulat. Es soll eben abwechslungsreich sein. Beim Füttern schalte ich die starke Strömungspumpe aus. Etwa 15 Minuten nach dem Füttern lasse ich sie wieder laufen. Eine gute Durchströmung des Beckens ist wichtig für ihr Wohlbefinden und die Sauerstoffsättigung des Wassers. Aber wie gesagt das Wichtigste: Unbedingt warm halten - Appetit, Gesundheit und Farbenpracht hängen davon ab - sie sind dann eigentlich ganz pflegeleicht.
      Schönen Gruß
      Jochen
      Jochen
    • Hallo Sophia,
      die Turmdeckelschnecken sind unproblematisch - die habe ich auch. Aber wie Artur schon ansprach - welche Fische hast du als weitere Beckenbewohner? Satanopercas sind da schon empfindlich, gerade wenn durchsetzungstarke Arten vergesellschaftet werden.
      Schönen Gruß
      Jochen
      Jochen
    • Hi Kieso,
      für mich haben die S. rhynchitis auch ihren ganz besonderen Charme und ich ziehe mir gerade fünf Tiere auf. Sie wachsen recht langsam, haben keinerlei rote Lippen aber rosa gefärbte Ventralen. Bin gespannt was aus ihnen wird - aktuell lasse ich sie mit einigen Krobia aufwachsen. Wahrscheinlich sollte ich da etwas Dampf aus dem Kessel nehmen - die Krobia sind wohl 2/3 und haben immer mal Schuppenirritationen - und die langsam aus dem Becken entfernen. Ich halte sie aktuell bei PH ~7,5, GH 9, KH 6 und 28°C in einem 90x50x50 Becken. Welche Grundfläche hat dein 400l Becken?
      Die kleinen S. rhynchitis hatten im September 4 bis 5 cm und sind nun auf etwa 6, maximal 7cm herangewachsen. Trotz der geringen Größe waren sie zu Beginn innerartlich recht zickig und zweien fehlte die komplette Schwanzflosse - wuchs aber perfekt nach. Ein Tier verschwand komplett - kommt halt auch mal vor.
      Ich bin gespannt wie es weitergeht und drücke dir die Daumen bei einem möglichen zweiten Anlauf.
      Ich habe sie etwa zum halben Kurs gekauft.
      Liebe Grüße
      Phil
    • Hallo Sophia,

      ein Heranwachsen der Satanoperca rynchitis in deinem Becken könnte auf jeden Fall gut funktionieren, aber dann dürfen sie nicht mit Nahrungskonkurrenten vergesellschaftet werden. Geophagen allgemein und Satanoperca insbesondere sind bedächtige Fresser, welche mehrfach am Tag gefüttert werden sollten. Des Weiteren sind Satanoperca-Arten mehr oder weniger"sensible" Vertreter, welche bei Streß ziemlich schnell zuUnwohlsein/ Krankheiten neigen und verkümmern. Und bei einer Vergesellschaftung mit Heros in einem 400-l-Becken ist die Wahrscheinlichkeit hoch. Es wird auch gern die zu erwartende Endgröße übersehen, ich kenne eigentlich keine Art kleiner 20 cm. Für eine kleine Gruppe adulter Tiere ist eine Grundfläche vonca. 2,0 x 0,6 m m.E. Voraussetzung. Bei den größeren Arten ist eine noch größerTiefe optimaler. Selbst hatte ich mal halbwüchsige S. leucosticta mit wesentlich kleineren G.sp. Tapajos in einem 700-l-Becken schwimmen. Letztere haben durch ihr Temperament dafür gesorgt, dass sich die leucosticta nach hinten verkrochen und nicht wie gewohnt in der freien Sandfläche nach Futter suchend unterwegs waren. Als die Geophagen umgesetzt wurden, schwammen sie wieder normal durch das Becken. Anderseits halte ich 6 G. dicrozoster mit 2 S. daemon (beide Artenderzeit ca. 20 cm) in einem ähnlich großen Aquarium ohne Probleme.

      Beste Grüße von Mathias
    • Diese Satanoperca-Art soll 15 cm groß werden, deshalb hatte ich mich ja so gefreut sie im Handel zu sehen?
      Hey Mathias, du meinst echt 400 l sind zu wenig? Ich lasse mich natürlich gern beraten...

      Meine Heros (der Mann ist leider erst gestorben) interessierten sich übrigens nicht für die Erdfresser. Die finden das wahrscheinlich komisch, dass die den ganzen Tag den Kopf in den Sand stecken...Die Heros fressen lieber meine neuen Orange-Salmer (...müsst ihr jetzt nix dazu sagen, war ein Versuch!...) und sie hassen Antennenwelse!

      Ich war am Wochende noch mal beim Händler und habe mit ihm gesprochen. Er meinte aber auch, dass diese Art wenig sensibel ist.

      Ich werde den einen jetzt mal noch etwas beobachten. Wenn er duchhält, verrät mir Phil hoffentlich, wo ich die Fische etwas preiswerter erwerben kann. Mittlerweile liegt der Preis bei meinem Händler bei 59 €/Stück (ca. 9 cm).

      Liebe Grüße
      Kieso
      :west: + :sued:
    • Hi Kieso,

      muß vorweg stellen, dass ich diese Art bisher noch nicht gehalten habe. Aber Angaben in der Literatur gehen von ca. 20 cm aus, ich stand auch schon vor einem Paar dieser Größe (mich hielt nur der exorbitante Preis ab) und es werden auch Tiere über 20 cm per Annonce angeboten. Aber man sieht ja auch S. daemon von 30 cm und mehr eher selten.
      Auf jeden Fall würde ich dann in das 400-l-Becken keine anderen Bb. setzen. Auch wenn die anderen Mitinsassen sie " links liegen lassen", geht von ihnen ein Streßfaktor aus und sie haben auch gegen einen Heros nichts entgegen zusetzen. Persönlich vergesellschafte ich Geophagen mit Mesonauta oder Heros nur in Aquarien ab 1000-l. Und auch da besteht die Gefahr, dass z.B. nicht genügend Futter für die Satane übrig bleibt.

      Beste Grüße von Mathias
    • Hallo Leute,

      nun will ich mich endlich mal zurückmelden.
      Trotz der vielen Bedenken von euch, habe ich damals vier neue Satanoperca gekauft. Nach einem Monat war dann der letzte Fisch der ersten Gruppe auch gestorben und ich habe innerlich so richtigen Stress gehabt...Mist hätte ich doch gehört usw....
      Habe jeden Tag stundenlag die Fische beobachtet und mich dann nach Lesen vielfältiger Literatur für verschiedene Maßnahmen gegen bakterielle Infektionen entschieden.
      Alle vier Fische der zweiten Gruppe schwimmen nun immer noch bzw. wieder munter im Becken. Sie sind jetzt schon 12 cm lang und die Lippen sind auch orange geworden. Sie sind untereinander sehr friedlich. Scheu sind sie nur, wenn fremde Gesichter zu ungewöhnlichen Zeiten ins Aquarium schauen. <X :cursing: 8o
      Sie scheinen mich auf jeden Fall zu erkennen, aber dass war bei den Heros ja auch immer sehr deutlich. ^^

      Beste Grüße
      :west: + :sued:
    • Die Körnung ist bis 2 mm. Sieht vielleicht durch die Farbmischung etwas gröber aus, gefällt mir auch nicht so richtig.
      Man sieht im Laden in den Tüten immer schlecht wie es später aussieht. Ich wollte eigentlich einen schönen natürlich etwas dunkleren Sand. Und das ist es dann... X(
      Nach verschiedenen Expertenmeinungen muss der Sand bei diesen Satanoperca nicht wie bei deinen Schneckenbubas sein.
      Ich habe das Gefühl, dass die Körnung okay ist. Das ganze Becken wird ständig umgegraben.

      Beste Grüße
      Kieso
      :west: + :sued:
    • Moin,
      ich sehe das so wie Chris.
      Satanoperca sind tolle Fische.
      Aber dazu gehört Sand.
      Der Unterschied ist, dass der Sand durch die Kiemen ausgeschieden werden kann und so die Kiemen von Parasiten befreit werden.
      Kies kann zwar durch gekaut, aber nicht durch die Kiemen gedrückt werden.
      viele Grüße

      Axel

      UBB-Code
    • Ich hatte den Händler extra danach gefragt und er hatte abgewunken, also wäre so in Ordnung.....?
      Jetzt bin ich in der Zwickmühle!
      Aber ich werde mal schauen, so eine große Aktion ist das ja eigentlich nicht. :huh:
      Raus und rein sind kein Problem, aber das Gewasche. Habe mich schon oft gefragt, warum bei den Preisen der Kies oder Sand nicht schon gewaschen ist...?
      Wenns dem Wohlbefinden der Fische dient, dann geht's los!
      Dann ist der Bodengrund allerdings wieder total clean. Muss ich hier noch was tun, damit die Biologie stimmt? ?(

      Beste Grüße
      Kieso
      :west: + :sued:
    • Servus Kieso,

      noch zwei Anmerkungen von meiner Seite:

      Mit einem Sack ungewaschenem Maurersand aus dem Baumarkt kanns eine ordentliche Trübung geben, inklusive einem Schleier, der sich über alles legt - muss man mögen... - würde ich persönlich nicht tun.

      Dass der Bodengrund wieder total "clean" ist, tut der Biologie keinen Abbruch - der Filter läuft ja weiter und du hast sicher auch einiges an Einrichtungsgegenständen im Becken.

      Viele Grüße
      Chris
    • Hey Leute,
      erst einmal vielen Dank für eure Ratschläge.
      "Gewaschener Quarzsand" klingt super! Ich bin bloß nicht so ein Freund von weißem Sand und in einer anderen Farbe gibt es den nicht.
      Ich könnte den Sand auch durchsieben?

      Jetzt mach ich mich erst mal auf den Web in die Zoofachhandlung und schaue was es so gibt. Bis denne...

      Kieso
      :west: + :sued: