Thorichthys pasionis

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    • Hallo zusammen,

      Es wird mal wieder Zeit für ein kleines Update :thumbsup:

      Vor 2 Wochen hab ich endlich die 500km, ein Weg, auf mich genommen und bin zu Thomas Tillmann nach Duisburg gefahren.

      Ich bin immernoch total begeistert von der imensen Auswahl und "Qualität" der Cichliden vor Ort, etwas vergleichbares kenne ich bisher nicht.
      Natürlich habe ich den Laden nicht ohne "Beute" verlassen.

      Den Farben der pasionis konnte ich nicht widerstehen. So habe ich mir einen 3er Trupp mitgenommen, 1M (~11cm) und 2W (~11 und ~8cm).

      Zusätzlich noch 8x Xiphophorus montezumae (4M/4W). Biotopgetreu und als Ablenkung/Beruhigung für die pasionis.

      Eins der montezumae männchen:



      Nun zu den pasionis.
      Es gibt einige Unterschiede zwischen meiner alten Gruppe und der Neuen (die alten schwimmen nichtmehr bei mir, sie sind jetzt bei meinem Vater).
      Die neuen von Tillmann sind zum einen farbenfroher und zum andern zeigen sie, zumindest bisher, ein ganz anderes Wesen.
      Sie sind lange nicht so selbstbewusst, viel schreckhafter, extrem ruhig und gegenüber den l200 sehr undurchsetzungsfähig. Außerdem gibt es so gut wie keine Aggression innerhalb der 3er Gruppe pasionis, sie sind sehr friedlich miteinander. Bei meiner alten Gruppe war das M ja sehr dominant.
      Wie sich das entwickelt wird sich zeigen, sie sind ja schließlich erst 2 Wochen im Becken.

      Was mir jedoch von Beginn an aufgefallen ist, ist das Fressverhalten. In meiner alten Gruppe waren alles sehr gierige Fresser und sind bei der Fütterung durchs ganze Becken geflitzt um sich jedes Stückchen Frostfutter zu holen.
      Die neuen hingegen sind sehr vorsichtige/schlechte fresser. Ich habe von Thomas eine Tüte Tetra cichlid sticks mitbekommen, diese ignorieren sie komplett.
      Da diese sticks an der Oberfläche treiben, wundert mich das aber auch nicht sonderlich, da ich auch bei meiner alten Gruppe nie beobachten konnte, dass von der Oberfläche gefressen wurde. Lieber wird vom Boden gepickt oder was im Wasser herumschwirrt gegessen.
      Da sie die Sticks komplett ignorieren, fing ich an mein Frostfuttersortiment durchzuprobieren.
      Hier verhält es sich so, dass sie fast ängstlich auf das Futter reagieren. Meisst stehn sie dann unter einem Ast und nur wenn ein Stück Frofu wirklich direkt vors Maul gespült wird, schnappen sie es kurz, aber fressen es dann auch ohne auszuspucken. Es wirkt fast so als wäre es nur ein Beisreflex auf vorbeitreibende dinge, denn aktiv holen sie sich kein Futter.
      Egal ob Mückenlarve weiß/schwarz, Krill, Artemia, Mysis, etc, bei jedem Futter verhalten sie sich gleich.

      Ob das normal bzw gut ist auf Dauer ? Ich weis es nicht, denn viel mehr als 5-10 Stücke Futter pro Fütterung (2x täglich), schnappt sich keiner der 3.

      Aber es gibt auch durchaus positives zu berichten. Seit 2-3 Tagen balzen das M und das größere W immer wieder :thumbsup:
      Die Mulden sind bisher aber seeehr klein, maximal 5cm Durchmesser und 2cm tief (mein altes M hatte locker 15cm Durchmesser und 5cm tiefe Mulden).
      Leider verteidigen sie die Mulden gegenüber den Welsen noch garnicht (mein altes M war da sehr vehement), sodass die Mulden spätestens bei der nächsten Fütterung von den Welsen platt gemacht wird/werden.
      Da muss ich schauen wie sich das entwickelt, eventuell müsste ich mich von den drei l200 trennen.

      So das wars erstmal, dann kommt jetzt der schöne Teil, Bilder und Videos !

      Das wunderschöne Männchen:



      Kopf an Kopf:












      Kreisen:





      Zum Abschluß noch zwei Videos vom Balzen. Die Videos sind unbearbeitet, da bekommt man den Eindruck der Farben am besten :top:
      Leider regelt youtube die Qualität runter, die Originale sind gestochen scharf..






      Grüße,
      Niels
    • Hallo Niels,

      also mir persönlich hatten deine "alten" Th. pasionis besser gefallen!

      Aber die Montezuma-Schwertträger sind natürlich top, und auch die "Neuen" werden sich noch besser einleben - braucht halt seine Zeit. Jungtiere gewöhnen sich in aller Regel sehr schnell ein, bei schon größeren Exemplaren dauert es oft etwas.

      Ein Foto von der Gesamtansicht des Beckens wäre toll :)

      Viele Grüße
      Chris
    • HAllo Niels,


      na einen schönen Trip nach Duisburg gehabt? Immer wieder ein Besuch wert.



      Einigen Fische brauchen immer etwas Zeit sich an alles zu gewöhnen. Gib ihnen diese. Das wird schon. Sehen ja jetzt noch nicht verhungert aus. Sie müssen erst mal etwas Vertrauen in die neue Umgebung gewinnen.


      Die Schwertträger sind klasse.

    • Hi,

      Ne Gesamtansicht vom Becken reiche ich gerne nach, bin aber erst morgen Abend wieder zuhause, solang müsst ihr euch gedulden..

      Ja war absolut beeindruckend in Duisburg, wird nicht mein letzter Besuch dort gewesen sein :thumbsup:

      Die Nahrungsaufnahme hab ich aufjedenfall im blick, bisher konnte ich immerhin noch kein Gewichtsverlust feststellen, also toi toi toi.

      Gruß,
      Niels
    • Hallo,

      Hier noch die gewünschte Gesamtansicht:



      Und ein paar Neuigkeiten gibts auch noch :top:
      Die letzten 2 Tage war ich nicht daheim und die Zeit haben die pasionis sinnvoll genutzt !
      Um den mittleren stein herum befinden sich jetzt 2 tiefe/große Mulden.
      Man sieht dem W den Laichansatz mittlerweile auch deutlich an, ich hoffe das es dann in nächster Zeit ein Gelege gibt, was hoffentlich nicht von den Welsen gefressen wird.
      Das Pärchen hat sein Vehalten nun auch geändert. Die Mulden werden jetzt weitest gehend gegen die Welse verteidigt und auch die Xiphophorus werden hin und wieder verscheucht.
      Ansonsten sind zwischen M und W keine besonderen Aggressionen zu erkennen.

      Gruß,
      Niels
    • Hi Chris,

      In echt wirkt es ganz anders, aufm Bild sieht es wirklich kahl aus, aber ich würde nicht mehr drin haben wollen mit Rücksicht auf Beckengröße und Endgröße der pasionis, sie sollen ja noch genügend Schwimmraum haben.
      Zumal die Naturhabitate meisst weitaus kahler sind, zumindest von dem was ich auf videos sehen konnte.

      Äste sind Erle und ich glaube Birke (die dickeren aufm Boden).

      Gruß,
      Niels
    • Hallo Niels,

      persönlich finde ich die Beckengröße gerade für die großwerdende Thorichthys-Art Th. pasionis seeehr grenzwertig - aber ist auch ein Stück weit Geschmackssache.

      Nochmal wegen dem Holz - ist das selbst gesammelt? Wenn ja, gehe ich davon aus, dass es Totholz war? Oder lebendes Holz im Winter (ohne Saft)? Hast du es irgendwie behandelt, bzw. bleibt es dauerhaft "haltbar"?

      Viele Grüße
      Chris
    • Hi Chris,

      Mit der Beckengröße hast du recht, es wird sich zeigen ob es tragbar ist auf Dauer. Empfohlen wird ja so gut wie überall 120x50 fürn Pärchen, deshalb hab ich mich einfach mal daran orientiert.

      Ja das Holz ist selbst gesammelt.
      Die Birke war Totholz vom Boden, wobei ich keine Ahnung hab wie lang sie da lag, kann noch recht frisch gewesen sein da die Rinde noch ziemlich gut aussah und wenig Flechten/Moose drauf waren.
      Die Erle war frisch vom Baum, zwar im Winter gesammelt, aber noch ohne das es Minusgrade hatte.
      Die Erle hatte auch noch Knospen welche im Becken ein paar Tage weitergewachsen sind, bevor sie abstarben.
      An den Stellen wo Knospen waren, gab es die ersten 2 Wochen kleine Bakterienbeläge wie man es vom einfahren kennt. Alles völlig undramatisch.
      Behandelt hab ich das Holz, bis auf abwaschen mit warmen Wasser nicht.
      Dauerhaft haltbar ist jetzt so ne Frage. Grundsätzlich ist kein organisches Material dauerhaft haltbar, auch gekaufte Wurzeln nicht, das zerfällt alles irgendwann.
      Ich kann mir vorstellen, dass die dünnen Erlenzweige in 2-3 Jahren ausgetauscht werden müssen, aber die dickeren Birkeäste sollten erstmal ne ganze Weile halten.

      Gruß,
      Niels
    • Hallo,

      Niels7 schrieb:

      Ja das Holz ist selbst gesammelt.
      Die Birke war Totholz vom Boden, wobei ich keine Ahnung hab wie lang sie da lag, kann noch recht frisch gewesen sein da die Rinde noch ziemlich gut aussah und wenig Flechten/Moose drauf waren.
      Die Erle war frisch vom Baum, zwar im Winter gesammelt, aber noch ohne das es Minusgrade hatte.
      Die Erle hatte auch noch Knospen welche im Becken ein paar Tage weitergewachsen sind, bevor sie abstarben.
      An den Stellen wo Knospen waren, gab es die ersten 2 Wochen kleine Bakterienbeläge wie man es vom einfahren kennt. Alles völlig undramatisch.
      Behandelt hab ich das Holz, bis auf abwaschen mit warmen Wasser nicht.
      Dauerhaft haltbar ist jetzt so ne Frage. Grundsätzlich ist kein organisches Material dauerhaft haltbar, auch gekaufte Wurzeln nicht, das zerfällt alles irgendwann.
      Ich kann mir vorstellen, dass die dünnen Erlenzweige in 2-3 Jahren ausgetauscht werden müssen, aber die dickeren Birkeäste sollten erstmal ne ganze Weile halten.
      ich überlege auch gerade auf selbst gesammeltes Holz auszuweichen. Die Fantasiepreise, die der Fachhandel für "Aquarienwurzeln" verlangt, gehen ja auf keine Fischhaut. Gerade wenn man halbwegs filligrane Elemente, dünneres Holz/Wurzeln/Äste, haben möchte wirds im Verhältnis zum tatsächlichen Material schnell sehr teuer.

      Hat sonst noch jemand gute / schlechte Erfahrungen mit weitgehend unbehandeltem Holz aus dem Wald gemacht?
      Gruß Daniel

      :bild:
    • ich hole seit über 20 Jahren mein Aquarienholz aus der Donau, habe ich hier schon bestimmt 20 mal gepostet.
      "Ernte" im Spätsommer, wenn das Wasser warm ist, ausfrieren lassen über den Winter , wegen Egel, Schnecken, Planarien, dann über den Sommer austrocknen lassen und ein Jahr nach der "Ernte" ins Aquarium. Funzt seit mindestens 1992
      Viele Grüße,
      Mr. Dovii
      buchhauser-peter.de

      :mitt:
      Großcichliden









      __________
      Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut! - Perikles
    • Hallo zusammen,

      Zurück zum Thema :P

      Die pasionis sind gerade am Eier legen ! :thumbsup:
      Das ganze geht schon 1,5h und noch kein Ende in sicht.
      Ich hab versucht das ganze zu filmen, aber sobald ich mich dem Becken nähere, unterbrechen sie die Eiablage recht schnell.
      Evt hab ich ein bisschen was filmen können, aber da muss ich mir das wenige Material später erst ansehen. Die Ablagestelle liegt sowieso etwas verdeckt..
      Bilder gibts dann später/morgen je nachdem wann sie fertig sind, bis sie fertig sind möcht ich sie jetzt nichtmehr stören.

      Gruß,
      Niels
    • Hallo zusammen,

      @ Niels:
      Klar verfällt jedes Holz irgendwann, ist ja ein organisches Material. Nur auf die Dauer kommts eben an - es gibt Wurzeln (besonders Savannenholz), die ich seit fast 20 Jahren "unter Wasser" hab und die keinesfalls merklich kleiner geworden sind und auch zu keinem Zeitpunkt faulig gerochen haben.

      Bei selbstgesammelten Hölzern hätte ich immer Bedenken, dass da etwas gammelt und dann das Wasser immens belastet. Selbst bei gekauften Hölzern hatte ich schon Kandidaten mit fauligem Geruch nach einiger Zeit im Wasser. Daher interessiert mich eben die "Haltbarkeit" (klar, dass filigrane Stücke keine 20 Jahre halten) generell.

      Und Gratulation zur "Vaterschaft"!

      @ Peter:
      Ja - das Ausfrieren- und Austrocknenlassen ist sicherlich sinnvoll. Aber hast du keine Bedenken wegen irgendwelcher Rückstände aus dem Donauwasser (von der Schifffahrt etc.)?

      Viele Grüße
      Chris
    • Hallo,

      @Khao Man
      Weitere Berichte folgen aufjedenfall :top:

      @Chris
      Ja Savannenholz ist ein sehr hartes Holz, das hält ewig, ist aber je nach Besatz ungeeignet (Welse).
      Ich habe jahrelang Welse gehalten, immer mit Mangrovenwurzeln aus den Handel.
      Das ist natürlich klasse was den Schwarzwassereffekt angeht, aber ein reines Welsbecken einzurichten kostet dann mal schnell mehrere Hundert euro.
      Deshalb bin ich auf selbstgesammeltes umgestiegen und hatte nochnie Probleme, auch nicht mit "lebendem" Holz.
      Keine Geruchsentwicklung/Fäulniss.
      Sollte es doch irgendwann anfangen zu gammeln, ist Ersatz schnell besorgt.
      Sicherlich halten gerade die dünneren Äste niemals so lange wie Wurzeln aus dem Handel, aber da Ersatz nichts kostet und in rauen Mengen vorhanden ist, bin ich gern bereit es zu tauschen falls es soweit ist.
      Es ist sicherlich eine überwindung beim ersten mal, da es keine 100% Sicherheit gibt, aber ich kann es dir nur empfehlen :thumbup:

      Zu den pasionis:

      Gestern abend hatten sie sich ziemlich schnell nach der Eiablage zerstritten. Sie waren beide ziemlich verrupft, wobei das Weibchen als "Sieger" hervor ging und das Gelege weiter bewachte.
      Das Männchen zog sich zurück.

      Heute Morgen scheint es sich etwas beruhigt zu haben, das W jagt das M nichtmehr und lässt ihn wieder in die Mulde, er ist jedoch sehr zurückhaltend, auch was das verjagen von Feindfischen angeht.

      Die l200 hab ich Gestern, zum glück vor der Eiablage, umgesetzt.
      Das war einfach nur noch ein hin und her zwischen den pasionis und den Welsen, was für keine der beiden Parteien zufriedenstellend sein kann.
      Die pasionis sitzen nun allein, nur mit den Xiphophorus im Becken.

      Gruß,
      Niels
    • Cichliden_Chris schrieb:

      Hallo zusammen,

      ...

      @ Peter:
      Ja - das Ausfrieren- und Austrocknenlassen ist sicherlich sinnvoll. Aber hast du keine Bedenken wegen irgendwelcher Rückstände aus dem Donauwasser (von der Schifffahrt etc.)?

      Viele Grüße
      Chris
      Ich würde mal sagen, dass die Donau bei uns heutzutage dank der ganzen Kläranlagen weitaus weniger belastet ist als das Wasser in meinen Aquarien! :ups:
      Rückständer der Schifffahrt...was meinst Du hier? ?(
      Viele Grüße,
      Mr. Dovii
      buchhauser-peter.de

      :mitt:
      Großcichliden









      __________
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    • Hallo Peter,

      naja, die Donau wird ja doch ziemlich von Schiffen frequentiert, und ich denke mal, so ganz ohne Schadstoffe (Diesel etc.) geht das nicht über die Bühne?
      Aber wahrscheinlich ist die Wassermenge ja so groß, dass das bzgl. des Schwemmholzes nicht ins Gewicht fällt.

      Viele Grüße
      Chris
    • Hallo,

      Sooo ziemlich genau auf die Stunde ists soweit. Nach zwei Tagen bei 28 Grad schlüpfen gerade die Larven ! :thumbsup:

      Das Pärchen hat sich soweit wieder vertragen.
      Brutpflege war aber ausschließlich Aufgabe des Weibchens.
      In dem Video sieht man es sind einige Eier verpilzt, aber ansonsten lief alles gut.

      Ich werde Nachts ein kleines Licht überm Becken laufen lassen, in der Hoffnung dass die Brut nicht gefressen wird.

      M:



      W:



      Noch ein Video, man siehts am Stein rumzucken und wenn ich hochschwenke, sieht man das auf dem Boden auch schon einige Larven liegen.



      Gruß,
      Niels