Danakilia sp. Shukoray

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Danakilia sp. Shukoray

      An alle Ostafrikaner,

      meine ersten Danakilia sp. Shukoray schwimmen frei. Interessant bei dieser Art ist das Ablaichverhalten. Neben einem zentralen Stein gräbt das Männchen eine Kuhle, zuerst dachte ich, dass das eine Ablaichmulde wird. Weit gefehlt, das Weibchen und das Männchenputzten den Stein. Darauf legt das Weibchen ein großes Ei, das dann vom Männchen befruchtet und danach vom Weibchen aufgenommen wird. Beim ersten Ablaichen waren es fast 30 Eier. Bei einer Temperatur von 30°C dauert die Tragzeit etwa 25 Tage. Die Jungfische sind verhältnismäßig groß wenn sie entlassen werden.

      Gruß Jakob

      Der Klügere gibt nach, nicht auf!
    • Hallo Uwe,

      bei Panta Rhei sind sie zur Zeit auf der Stockliste, allerdings willst du den derzeitigen Preis nicht wissen (100.--€). Ich denke über kurz oder lang wird sich der Preis etwas ändern. Aber selten bleiben sie trotzdem.
      Gruß Jakob

      Der Klügere gibt nach, nicht auf!
    • Hallo Freunde,

      wollte euch nur kurz ein Bild von einem Jungfisch mit 13 Tagen zeigen. Dem Algenwuchs zwischen Aquarienscheibe und Einhängebecken ist schlecht bei zu kommen.

      Leider trägt das Weibchen das 2. Gelege nicht mehr. Ich denke, da es so kurz nach dem Zurücksetzen erneut abgelaicht hat, dass ihre Reserven nicht zum vollständigen Austragen gereicht haben. Immerhin sind es fast 4 Wochen Brutzeit, bis die Jungfische entlassen werden.
      Gruß Jakob

      Der Klügere gibt nach, nicht auf!
    • Ich wollte nur melden, das Weibchen trägt wieder mal, hoffe in 2 Wochen sehe ich dann so 30 Jungfische rumschwimmen.
      Das Ablaichverhalten ist echt verrückt, diesesmal hat er an einem Stein eine Grube bis zum Aquarienboden ausgehoben, dort haben sie dann nach dem bekannten Muster abgelaicht. Man lernt eben nie aus.
      Gruß Jakob

      Der Klügere gibt nach, nicht auf!
    • "Man lernt eben nie aus"

      Wohl wahr... :)

      Meine Danakilia (2,4) überraschen mich auch immer wieder bzgl. Ablaichplatz. Allerdings ist bei jedem Laichakt eine Grube zumindest mit im Spiel - ob sie auch zum eigentlichen Ablaichen verwendet wird, scheint nicht notwendigerweise dazu zu gehören. Ich habe klassisches Ablaichen in Gruben ebenso beobachten können, wie auch auf grossen Kieseln, Wurzeln, nahe der Oberfläche oder Blumentopfscherben in Bodennähe.

      Allen Akten gemeinsam ist, dass diese kleinen, hübschen Mistviecher derart hektisch und bewegungsfreudig sind, dass man sie nur schwer vor die Linse bekommt.

      Anbei: Fotos eines Männchens, Weibchens und Weibchen+3 Wochen alte JF+3 Mon. alter JF.

      viele Grüße,
      Jörg

      PS: "Guten Rutsch" an Alle... :)

      Denke immer an die 217. Ferengi-Erwerbsregel: "Du kannst den Fisch nicht aus dem Wasser nehmen!"
    • Hallo Jörg,

      hast recht, die Biester sind derart hektisch, dagegen sind meine Sarotherodon kanauere ja direkt gemütlich. wielange tragen die Weibchen bei dir? bei der letzten Brut habe ich die Zeit überprüft, es waren bei 28°C genau 19 Tage. Erst dachte ich sie hätte noch Junge im Maul, musste aber feststellen, dass sie mindestens 2 gefressen hat, bevor ich sie aus dem Ablaichbecken raus bekam. Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht?

      Das mit dem "Rutsch" gilt natürlich ebenso :hut:
      Gruß Jakob

      Der Klügere gibt nach, nicht auf!
    • Khao Man schrieb:

      Hallo Jörg,

      hast recht, die Biester sind derart hektisch, dagegen sind meine Sarotherodon kanauere ja direkt gemütlich.
      wielange tragen die Weibchen bei dir? bei der letzten Brut habe ich die Zeit überprüft, es waren bei 28°C genau 19 Tage. Erst dachte ich sie hätte noch Junge im Maul, musste aber feststellen, dass sie mindestens 2 gefressen hat, bevor ich sie aus dem Ablaichbecken raus bekam. Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht?
      Hallo Jakob,

      stimmt - für nervöse Menschen wären Danakilia, S. knauerae oder Alcolapia wirklich die falschen Fische. :)

      Bzgl. Tragzeit: anfangs hatte ich meine Tiere noch bei 31-32 °C (war eher ein Unfall, der Heizer war schon alt... Er stand auf 28 und hat aber über 30 gemacht.). Da betrug die Tragzeit lediglich 15-16 Tage. Die Jungen waren auch etwas kleiner als solche, die bei 28 °C erbrütet wurden. Aber immer noch gross genug, um sich durch eine Spirulina-Flocke zu knabbern. Ich habe selten so unkomplizierte Jungfische aufgezogen...
      Zur Zeit schwankt die Temperatur im grossen Becken für die Elterntiere zwischen 28-29 °C (die LF halte ich zwischen 3000-3500 mikroS/cm), bei diesen Werten entlassen die Weibchen die Jungtiere nach 19-20 Tagen - hängt evtl. auch etwas davon ab, ob morgens oder abends gelaicht wurde, oder ob die entsprechende Dame besonders grossen Hunger hat (bzw. ob sie geschickt genug war, während der Tragzeit immer mal wieder die eine oder andere Flocke an den Larven vorbei in den Magen zu bugsieren).
      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Weibchen während der ersten Tage nach dem Ablaichen eher verstecken, danach ca. 2 Wochen am "Gruppenleben" teilnehmen und kurz vor dem Entlassen der Jungen ein kleines Revier besetzen. Dieses fällt allerdings bedingt durch die relativ geringe Beckengrösse (der übliche Platzmangel...) eher klein aus. Und irgendwann kommt dann spontan der Moment (häufig, wenn die anderen gerade fressen), an dem die Jungen ausgespuckt werden. Und dann geht die Jagd los und nach wenigen Minuten ist kein Jungfisch mehr zu sehen. Übrigens - auch das Muttertier schnappt nach den Kleinen.
      Separierung in einem "Gerd-Kasten" habe ich auch getestet: dann habe ich die gleiche Erfahrung gemacht wie Du: das Muttertier frisst früher oder später seine Jungtiere. Evtl. funktioniert die Einzelhaltung in einem grösseren Becken mit mehr Einrichtung ja besser - aber ich habe Zweifel...
      Wahrscheinlich ist es am besten, einer Gruppe möglichst viel Raum zu bieten, damit Jungtiere auch ohne Schutz überleben können. Vorläufig mache ich es so, dass ich in der Nacht vor dem errechneten Termin das tragende Weibchen vorsichtig herausfange und kurz kopfüber halte... Sie spuckt dann normalerweise die Jungen direkt ins Netz. Nicht nett, aber effektiv - und da sie ja ohnehin die Jungfische nicht mehr weiter ins Maul nimmt (ausser um eines zu fressen ;) ), richtet das Ausbeuteln auch keinen Schaden an.

      Naja - und da ich die Nachzuchten ohnehin nicht loswerde, ziehe ich auch nicht so viele nach, wie es mit vier Weibchen möglich wäre.
      Die Steiermark ist nun mal Malawi-Land; und wenn man erwähnt, wie Danakilia gehalten werden sollte, will sie niemand mehr. Wenn es um Stromkosten geht, ist "Geiz wieder geil" - schade!

      viele Grüße
      Jörg

      PS: Detail am Rande...
      mein zweites Männchen hat von Anfang an entdeckt, wie es durch den Luftheber in die Filterkammer hinter dem Mattenfilter gelangen kann. Ich habe es vier mal herausgefischt und vier mal ist er am nächsten Tag wieder hereingeschwommen. Ich habe daher die Matte etwas verschoben um die Filterkammer zu vergrößern - und jetzt lebt Mann #2 dort dauerhaft. Eines der Weibchen hat den Trick ebenfalls heraus, wie man hinter die Matte gelangt - und zurückkommt. Vor einige Wochen müssen sie auch hinter der Matte gelaicht haben - zumindest gab's dort eine Grube und der Mann hatte eine hübsche, gelbe Beule.
      :)
      Denke immer an die 217. Ferengi-Erwerbsregel: "Du kannst den Fisch nicht aus dem Wasser nehmen!"
    • Hallo Jörg,

      da ich einen großes gemeinsames Filterbecken habe, halte ich meine Danakilia im Münchner Leitungswasser bei 420 µS und das funktionier super, die selbe Tragzeit wie bei dir und vom Verhalten gibt es offenbar auch keinen Unterschied. Übrigens, da es bei mir 3/1 heisst, ist das dominante Männchennur am Jagen. Ich habe deshalb eine Plexischeibe in das Becken montiert, hinter dem das Weibchen und auch die übrigen Männchen Schutz suchen. Das geht solange gut, bis der Dominante ebenfalls darin landet. Dann sind alle anderen im grossen Teil, usw. Einfach nur verrückt :D :D :D

      Die Jungfische der ersten Brut schwimmen noch in einem separaten Becken, da der Versuch ein fast 2cm grosses Jungtier in das Elternbecken zu setzen schon nach sehr kurzer Zeit beendet war. Ich glaube unter 3-4cm brauche ich garnicht daran denken. Ich muss einfach so schnell wie möglich ein 2. Weibchen haben, ich will ja nicht, dass sie zu schnell hintereinander Trächtig wird.

      Übrigens bei mir schwimmen auch Nachzuchten von Chilochromis duponti. Wenn der Anton im Frühjahr bei mir ist um sich welche abzuholen, könnte da evtl. was gehen.

      Gruß Jakob

      Der Klügere gibt nach, nicht auf!
    • Hallo Jakob,

      gut zu erfahren, dass die Haltung auch bei niedrigeren Salzgehalten funktioniert. Ich wollte es bei den geschlechtsreifen Tieren nicht unbedingt ausprobieren... Aber dann werde ich die NZ mal langsam aber sicher auf mein Brunnenwasser-Niveau von ca. 450 mikroS/cm herunterbringen.
      Bislang habe die ersten beiden Bruten (waren nur wenige Tiere) noch bei den Eltern im selben Becken untergebracht bzw. auch schon mal versucht, sie gemeinsam mit Alcolapia alcalica zu halten (funktioniert zumindest bei Jungfischen bislang gut). Die Kleinen sind bei den grossen Danakilia eher als Unfall eingezogen als gezielt. Mir ist der Gerdkasten bei einem Wasserwechsel abgerutscht - und schon waren sie im grossen Becken untergetaucht. Glücklicherweise war das Männchen so sehr mit seinen Damen beschäftigt, dass er die JF zwar kurz gejagd hat, aber dann das Interesse verlor und nur noch gelegentlich nach ihnen schnappt. Aber die Kleinen sind auch seeeehhhr schnell - es bleibt also bei dem gelegentlichen Verlust einer Schuppe oder einem abgebissenen Stück Flosse. Die regeneriert aber sehr schnell wieder. Aktuell schwimmen 2,4 grosse und ca. ein Dutzend Junge von 2.5-3.5 cm in einem 250L-Becken. Die nächste Brut kommt in ein separates Becken und auf Dauer werde ich wohl ein 500L-Becken freimachen müssen. Evtl. lässt sich ja ein gemeinsames Danakilia-Alcolapia-Haltungsbecken eröffnen und nur zur Zucht bekommt ein Paar dann ein Separée... :)

      Ich denke, du wirst nicht lange auf ein Weibchen warten müssen, denn die Tierchen wachsen ja recht schnell. Wir könnten evtl. auch mal gelegentlich über einen kleinen "Gen-Austausch" nachdenken. Meine Tiere stammen von Oliver Lucanus, Deine wahrscheinlich direkt von Anton L., oder? Müssten wir dann ggf. klären, ob ein Austausch Sinn macht, oder ob die Tiere ohnehin verwandt sind...

      WOW, Chilochromis! Da kommen Begehrlichkeiten auf... Wäre toll, ein paar NZ zu erhalten! Nur die Transportoption Anton fällt für mich flach - um es mit Cliff Richard zu sagen: "we don't talk anymore". ;) Aber vielleicht ergibt sich ja auch eine andere Möglichkeit, evtl. über Christian und Xaver H., wenn sie mal in Graz vorbeikommen oder notfalls organisiere ich einen Transport per INT-Logistik, wenn es wieder wärmer wird.

      Da fällt mir ein: hast Du zufällig mal gehört, ob irgendjemand Pterochromis congicus in D hält und Tiere abgibt oder tauscht? Ich habe zwei grosse Damen, aber kein Männchen... (ursprünglich hatte Oliver L. mir 2,3 geschickt - aber die drei größten Tiere haben den Transport nur ein paar Tage überlebt. - Dank der Schlamperei am Flughafen Wien hat der Transport zu lang gedauert).

      viele Grüße
      Jörg
      Denke immer an die 217. Ferengi-Erwerbsregel: "Du kannst den Fisch nicht aus dem Wasser nehmen!"
    • Hallo Jörg

      Ich schreibe da mal unaufgefordert rein ;) entschuldige bitte. Ich habe 3 Pterochromis, aber auch 2 sichere W und ein angebliches M. Ich habe Schwierigkeiten die GU zu erkennen. Wie vergesellschaftest Du denn deine ??

      Gruss Frank
    • Hallo Frank,

      dann besteht ja noch Hoffnung, dass sich Pterochromis etablieren kann, wenn bei Dir auch welche schwimmen!
      Bei meinen Tieren war es so dass die Männchen 1. deutlich größer und etwas hochrückiger als die Weibchen waren und 2. eine sehr schön ausgezogene bzw. zugespitzte Dorsale und Anale hatten. Die beiden restlichen Tiere haben beide gerundete Flossenspitzen und nach starker Fütterung sieht man eine eher stumpfe Genitalpapille.
      Ich halte die Beiden zur Zeit mit einer kleinen Gruppe halbwüchsiger Heterochromis in einem 2m-Becken bei ca. 400 mikroS/cm und 28 °C. Die Pterochromis sind eindeutig der Boss im Becken - eine Dame sitzt links, die andere rechts und in der Beckenmitte giftet man sich gegenseitig an. Laut Oliver L. soll man das Ablaichen durch starkes Absenken der Leitfähigkeit und Erniedrigen des pH triggern können. Habe ich versucht - hat die Beiden nur aggressiver gemacht... Aber vielleicht geht's ja besser, wenn beide Geschlechter vorhanden sind. :D

      Wenn Du es mal mit einer größeren Gruppe bzw. Auswahl für Dein Männchen versuchen möchtest, kann ich Dir meine Beiden im Frühjahr/Sommer schicken - und wenn's klappt, bekomme ich Jungtiere retour. ;) Besser die Ressourcen vereinen, als Einzelstücke als Jungfern verstauben lassen, oder?

      Ich werde demnächst mal versuchen ein paar Fotos hinzubekommen...

      viele Grüße
      Jörg
      Denke immer an die 217. Ferengi-Erwerbsregel: "Du kannst den Fisch nicht aus dem Wasser nehmen!"
    • Nachtrag...

      Ich habe in meinen Fotos gestöbert und zwei Aufnahmen gefunden.

      ...und JA - sie sind dünn. Fressen aber gut, sie bekommen nur "kein Fleisch auf die Rippen".

      die beiden verstorbenen Männchen hatten schön verlängerte Weichstrahlen in der Rückenflosse (vergleichbar mit A. heckeli) und deutlich längere Bauchflossen

      Denke immer an die 217. Ferengi-Erwerbsregel: "Du kannst den Fisch nicht aus dem Wasser nehmen!"