Hohe Nitrit & Nitrat Werte

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    • Hohe Nitrit & Nitrat Werte

      Moin liebe Aqua Freunde,

      ich habe kürzlich ein Zuchtbecken für meine Ap. hongsloi eingerichtet.
      Es ist mit einer dünnen Schicht dunklem Bodengrund, einer großen Morkienwurzel,
      2 Tonhöhlen und einem Semandelbaumblatt eingerichtet. Verwendet wird Regenwasser (gefiltert!)
      Das Becken habe ich eine Woche einlaufen lassen. Danach waren Nitrit und Nitrat sehr gering.
      Nun habe ich vor 4 Tagen die hongsloi eingesetzt und schon am Folgetag sind Nitrit und Nitrat drastisch angestiegen. Die nächsten 2 Tage habe ich jeweils 40% Wasser gewechselt. Ohne Erfolg.
      Gestern dann 60 %. Trotzdem keine Besserung. Was mich wundert ist, dass das Wasser (frisch) vorher keine erhöhten Werten aufweist. Aber nach dem Wasserwechsel sind die Werte im Becken scheinbar unverändert.

      Meine Frage:
      - War die Einlaufphase zu kurz?
      - Warum sinken Nitrit und Nitrat trotz Wasserwechsel nicht? :/

      Viele Grüße
      Benny
    • Hallo Benny,

      anscheinend war die Einlaufphase wirklich zu knapp, zumal das eingebrachte Material wenig Bakterienmasse beinhaltet haben dürfte. Sofern ein eingefahrenes Aquarium zur Verfügung steht, sollte man, anstatt von Null zu beginnen, immer dessen Filterinhalt in das neu zu startende Becken geben. Der Filter wird den Mulm dann rasch aufnehmen und die anfängliche Trübung beseitigen, was einen Fischbesatz auch ohne relevante Wartezeit ermöglicht. Ohne Animpfung bleiben Dir aktuell zur Verdünnung nur radikale, nahezu komplette Wasserwechsel bis zu mehrmals täglich, zudem eine Fütterungskarenz bis sich ausreichend nitrifizierende Bakterien gebildet haben.

      Da drücke ich mal die Daumen

      Viele Grüsse

      Christian
    • Danke schon mal für die Antworten und Tipps.

      Das Becken fast 50 l und ist mit einem Pärchen besetzt.
      Gefiltert wird über Filterschwamm und Aktivkohle.

      Während der Einlaufphase habe ich mit Wasser aus einem Langjährig aktivem Becken angeimpft.

      Gestern hatte ich gesagt 60% gewechselt und die Werte blieben beinahe unverändert.

      Die Fische verhalten sich aber normal.
    • Benny-85 schrieb:

      Während der Einlaufphase habe ich mit Wasser aus einem Langjährig aktivem Becken angeimpft.
      Das bringt nichts.
      Mit altem AQ-Wasser kann man zwar Krankheiten transportieren, aber für die biologische Filterung hat es keinen Vorteil
      Gruss
      Jan

      Twitter is eine typische Erscheinung der Generation ADS & SMS. Für einen Brief zu faul, für einen kompletten Satz zu dumm und für korrekte Grammatik zu cool.
    • jan.s schrieb:

      Benny-85 schrieb:

      Während der Einlaufphase habe ich mit Wasser aus einem Langjährig aktivem Becken angeimpft.
      Das bringt nichts.Mit altem AQ-Wasser kann man zwar Krankheiten transportieren, aber für die biologische Filterung hat es keinen Vorteil
      Hi,

      genau so sieht es aus. Bodengrund, oder Filtermaterial hilft. Das ist ein ganz normaler Nitritpeak.

      Und wechseln solltest du ab 50% aufwärts. In deinem Fall eher ab 80%

      mfg Thimo
    • Hallo zusammen,

      Banga schrieb:

      Ohne Animpfung bleiben Dir aktuell zur Verdünnung nur radikale, nahezu komplette Wasserwechsel bis zu mehrmals täglich, zudem eine Fütterungskarenz bis sich ausreichend nitrifizierende Bakterien gebildet haben.
      Christian hat doch alles schon richtig beschrieben.
      Weniger füttern ist schon mal ganz wichtig.

      Benny-85 schrieb:

      Gefiltert wird über Filterschwamm und Aktivkohle.
      Hi Benny, wie lange filterst Du über Aktivkohle? Nimm sie lieber mal raus, nicht das sie die Giftstoffe wieder abgibt.
      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



      Reden ist Silber und Schweigen ist Gold
    • Hallo,

      ich habe Zweifel an der Diagnose "klassischer Nitrit-Peak während der Einlaufphase" als Begründung für die hohen Nitrat-Werte.
      Nach meiner Erfahrung ist es zwar richtig, dass die Nitrit-Werte in diesem Fall durch 40%ige Wasserwechsel praktisch nicht sinken bzw. kurzfristig wieder den vorherigen Stand erreichen, dem gegenüber hätten aber die Nitrat-Werte durch mehrmalige Wasserwechsel meiner Ansicht nach messbar sinken müssen bzw. hätten durch ein paar kleine Fischchen gar nicht erst so schnell "drastisch" ansteigen dürfen.

      Ich habe den Verdacht, dass die Nitrit-/Nitrat-Meßchemikalien auf die Seemandelbaumblätter bzw. Huminsäuren aus der Wurzel reagiert haben - oder vielleicht vorher schon mit der Luftfeuchtigkeit. Hast du mit Papierstreifen gemessen?

      Außerdem kommt mir der zu schnelle Nitrit-Peak bei der angegebenen Wasserzusammensetzung merkwürdig vor. Karbonatfreies Regenwasser in Verbindung mit Seemandelbaumblatt und Moorkienholz sollte einen ziemlich niedrigen pH zur Folge haben, was die Nitritproduktion deutlich bremst. In Verbindung mit den paar Gramm Fisch.....

      Die Verbindung mit dem Einsetzen der Fische könnte Zufall sein. Kommt dein Regenwasser von einem Dach mit Betondachsteinen? Dann hättest du vielleicht ganz zu Anfang noch etwas KH im Wasser gehabt, was die Werte anfangs noch stabilisiert hätte.

      Ist alles ziemlich spekulativ ohne Angaben zu KH und pH.

      Das "langjährig aktive Becken"....wird das auch mit dem gleichen Regenwasser betrieben?

      Womit hast du das Regenwasser vor der Benutzung gefiltert?

      Gruß,
      Dirk
    • Hi,


      Roland aus E. schrieb:

      wirf sie raus. Aktivkohle ist für kurzfristigen Einsatz gedacht
      genau!!
      Wie Rpoland schrieb, kann gesättigte Aktivkohle wieder einige Schadstoffe abgeben.
      Wie soll dien Filter einlaufen, wenn gleichzeitig Aktivkohle genutzt wird ?
      Umgekehrt funktioniert es - animpfen mit altem Filterschmodder. Altes Aquarienwasser nutzt da nichts.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)