Cichlasoma - Gattung

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    • Cichlasoma orinocense

      Hallo zusammen,

      nun ja mit dem Cichlasoma orinocense haben wir auch einen erst 1983 durch Kullander beschriebenen Buntbarsch, welcher es nicht bis zu unseren Aquarien brachte. Warum - Keine Ahnung, dies schaften ja noch nicht einmal seine berühmteren Gattungsgenossen. Es fehlt das Interesse.
      Kullander war schon schlau bei seinen Beschreibungen, er verwies bei der Namensgebung dieser Fische auch gleich auf den Fundort hin. Hier also der Rio Orinoco. Doch Vorsicht, hier nur der linke Teil dieses gewaltigen Flusssystems. Es gibt im Rio Orinoco schon noch zumindest einen anderen Cichlasoma, dazu aber später. Der Typusfundort des Cichlasoma orinocense liegt jedenfalls in Kolumbien und zwar im Rio Meta - System und hier genauer gesagt in der Lagune Mosambik. Die Wassertemperaturen sind hier eher höher, also so bei 26° - 30° Celsius. Er ist somit in zwei Ländern beheimatet und zwar in Kolumbien und Venezuela.
      Auch dieser mittelgoße ( min. 15 cm - 20 cm Männchen und etwas kleiner die Weibchen ) und sehr friedliche Cichlide ist ein Offenbrüter, welcher auch wie alle anderen Cichlasomas stark bepflanzte Uferränder, wo am besten noch Ästen hingefallen sind oder ragen,seine Heimat nennt. Hier fühlt er sich wohl. So sollte auch ein Aquarium strukturiert sein, er liebt einfach die Möglichkeit sich zu verstecken.

      Kleiner Steckbrief


      Cichlasoma orinocense



      • Cichlasoma orinocense (Kullander, 1983) -> Orinoco Buntbarsch


      Name : Cichlasoma orinocense

      Deutsche Bezeichnung : Orinoco Buntbarsch

      Gattung : Cichlasoma

      Familie : Cichliden

      Herkunft : Südamerika / Kolumbien und Venezuela

      Ernährung : Omnivore ( Allesfresser )

      Ja und auf der Suche nach einem guten Bild bin ich bei der Aquarienfreunden in Zwickau gelandet. Super, dann ist er doch schon in Deutschland angekommen.






      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



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    • Dr.Sven O. Kullander

      Hallo zusammen,

      ja jetzt ist wieder das Sommerloch da. Ich lasse diesen Thread erst einmal ruhen, aber nicht ohne den " alten Schweden " wie unser Peter einmal schrieb, zu würdigen.

      Mich interessierte, wer ist denn Sven Kullander, dieser Name, der immer in Klammern hinter der Cichliden-Bezeichnung steht. Nun ja ohne ihn wüßten wir so manche Dinge, vor allem von den südamerikanischen Cichliden weniger bzw. gar nichts. Die Gattung der " echten " Cichlasomas basiert fast vollständig auf seinen Beschreibungen die er 1983 verfasste, so hat er von 13 Arten dieser Gattung allein 8 Arten beschrieben und somit diese Gattung vollständig abgehandelt. Erst er hat das Wirrwarr dieser Cichliden entschlüsselt und für jeden verständlich aufbereitet.
      Sven O. Kullander wurde am 30. November 1952 in Solleftea der Provinz Angermanland geboren. Er ist ein schwedischer Ichthyologe und studierte an der Universität Umea, wo er dann 1984 auch promovierte.
      Mit welchem Thema, klar " Die Taxonomie der südamerikanischen Buntbarsche ".
      Und er hat nicht nur die Cichlasoma - Gattung revidiert, sondern hinterließ seine Spuren genau so in den Gattungen Bujurquina, Cleithracara,Krobia, Laetacara, Mazarunia und Tahuantinsuyoa. Und dies schon seit 1976. Er hinterließ gewaltige Spuren, was auch weit über 100 Publikationen, Beschreibungen etc.von seiner Schaffenskraft bezeugen.



      Er ist einer der ganz Großen der Ichthyologie.
      Für Interessierte -> seine Publikationenen


      Ich kann hier nur den Hut ziehen :hut:

      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



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    • Cichlasoma paranaense

      Hallo zusammen,

      nachdem ich heute mal die Bilder hier im Thread erneuert habe, dachte ich mir, mach ich hier mal weiter.

      Was für den Cichlasoma orinocense gilt, gilt natürlich auch für den Cichlasoma paranaense. Auch er wurde erst 1983 durch Sven O. Kullander beschrieben.
      Auch hier hat Kullander sein Fundort, nämlich den Rio Paraná in Brasilien mit in die Namensgebung einfließen lassen. Im deutschsprachigen Raum findet man nichts über diese Cichlasoma - Art. So weit so gut, auch dieser friedliche Geselle dürfte von den Körpermassen an die 15 cm bzw. 13 cm bei Weibchen heranreichen, obwohl er als kleinerer Cichlasoma beschrieben ist. Auch er ist ein typischer Offenbrüter.
      Wie gesagt sein Habitat ist in Südamerika ausgehend vom Rio Paraná - Becken über den gesamten Flusslauf bis Guaira in Brasilien. Ein üppiger Pflanzenwuchs aus Wasser - und Sumpfpflanzen und emersen ins Wasser reichenden Ufergewächsen sind sein Biotop und genauso sollte auch sein Aquarium strukturiert sein.

      Kleiner Steckbrief


      Cichlasoma paranaense


      • Cichlasoma paranaense (Kullander, 1983) -> Parana - Buntbarsch


      Name : Cichlasoma paranaense

      Deutsche Bezeichnung : Parana Buntbarsch

      Gattung : Cichlasoma

      Familie : Cichliden

      Herkunft : Südamerika / Brasilien

      Ernährung : Omnivore ( Allesfresser )




      Und hier ein Linkbild von Fishorg.




      Fundort-Karte

      Grüsse
      Roland

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    • Cichlasoma portalegrense

      Hallo zusammen,

      der nächste Kandidat auf der Liste der echten Cichlasoma - Arten, so wie sie Sven O. Kullander aufstellte, ist der Cichlasoma portalegrense . Dieser Cichlasoma ist schon seit längerem bekannt und feiert demnächst seine 150 jährige Beschreibung. Die erste Beschreibung dieses Cichliden fand im Jahre 1870 durch den deutschen Zoologen Hensel statt, noch unter dem Namen Acara portalegrensis. Er fand ihn in der Nähe von Porto Alegre, daher auch seine Namensgebung.

      In der Geschichte dieses Fisches wurde er aber auch durch Eigenmann & Bray zunächst im Jahr 1894 der Gattung Astronotus und im Jahr 1903 endgültig der Gattung Aequidens zugeschlagen .

      Es ist aber auch unheimlich schwer ihn zu identifizieren. So wurde er unter anderem als Aequidens oder gar als Krobia vorgestellt. Die Bezeichnungen Aequidens potaroensis, Krobia sp. oder Aequidens itanyi sind ebenfalls bekannt.
      Sein Fortpflanzungsverhalten mögen zu diesem Irrtum beigetragen haben, denn auch er ist ein Offenbrüter, welcher zumindest im Aquarium, bevorzugt auf transportablen Substraten laicht. Deshalb sollte im Aquarium immer etwas Laub vorhanden sein, so das er das Laubblatt als "Kinderwagen" hinter sich herziehen kann, um den Laich in Sicherheit zu bringen.

      Seine Heimat ist Südamerika und hier Brasilien, Uruguay und Argentinien. Die Gewässer in welchen er sich befindet waren die Lagoa dos Patos, der Rio Torres und der Río Grande do Sul. Und auch er liebt es, wenn Versteckmöglichkeiten wie ein üppiger Pflanzenwuchs aus Wasser - und Sumpfpflanzen und ins Wasser hängende Ufergewächse seine Umgebung absichern.

      Kleiner Steckbrief


      Cichlasoma Portalegrensis

      • Cichlasoma portalegrensis (Hensel, 1870) -> Streifenbuntbarsch


      Name : Cichlasoma portalegrense

      Deutsche Bezeichnung : Streifenbuntbarsch

      Gattung : Cichlasoma

      Familie : Cichliden

      Größe Männchen (in cm) : 15

      Größe Weibchen (in cm) : 13

      Ernährung : Omnivore ( Allesfresser )




      Grüsse
      Roland

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    • Jon schrieb:

      Hallo zusammen,

      was mich interessiert ist wer ausser Jochen :wink: pflegt denn gerade c. dimerus? Und hat evtl. NZ? An Tiere von Jochen ist wohl leider nicht zu kommen denke ich... :rolleyes:

      :hut: Kolja
      Hallo,

      mit mehrmonatiger Verspätung nehme ich diese Frage wahr. Wenn es noch jemanden interessiert, ich hab noch etwa ein Dutzend dimerus, die mit Sicherheit von Jochens Mitbringsel aus Paraguay abstammen(F1/F2). Sind mehr als ich mittelfristig brauche.

      Beste grüße
      Sven
      :suptrop: "So Long, and Thanks For All the Fish" (Douglas Adams)
    • Cichlasoma pusillum

      Nun, der Cichlasoma pusillum wurde natürlich auch erst 1983 durch Sven O. Kullander beschrieben. So gesehen könnte man fast schon von der Kullander - Gattung sprechen. Und da der Cichlasoma pusillum von Kullander aus gesehen, als der kleinste Cichlasoma angesehen wurde, bekam er den Namen, dieses Mal nicht nach seinem Fundort, sondern aufgrund seiner Größe pusillum = klein (er).

      Auch seine Fundorte sind für mich sehr interessant, da dies in der Nähe von von der Stadt Puerto Palma,aber auch das Río Paraná System und der Alto Paraná alle in Paraguay sind. Weitere Verbreitungsgebiete sind der Rio Acaray ebenfalls in. Paraguay. Aber auch möglicherweise in Uruguay. Dies bedeutet, dass er bedarfsweise etwas kühleres Wasser für ein paar Monate des Jahres braucht, um stimuliert zu werden. So gesehen ist dies also auch ein Cichlide, welcher gut in einem Gartenteich gehalten werden kann.

      Er ist ebenfalls ein paarbildender Cichlide, welcher ebenfalls obwohl Offenbrüter, ein Substrat ( Blätter ) braucht um sein Gelege in Sicherheit zu bringen. Auch er wird, denke ich die 15 cm bzw. die 13 cm bei Weibchen erreichen.

      Er liebt stehende Gewässer, ja es werden sogar überflutete Landvegetationen bevorzugt. Hier suchen sie Schutz in stark verkrauteten Pflanzenbeständen, welche zum Teil mit Schwimmpflanzen versehenen sind.

      Kleiner Steckbrief


      Cichlasoma Pusillum

      • Cichlasoma pusillum (Kullander, 1983)


      Name : Cichlasoma pusillum

      Gattung : Cichlasoma

      Familie : Cichliden

      Größe Männchen (in cm) : 15

      Größe Weibchen (in cm) : 13

      Ernährung : Omnivore ( Allesfresser )







      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



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    • Hallo Jochen,

      roberti schrieb:

      worin besteht der Unterschied zwischen C. pusillum und dimerus, außer der Größenangabe? Von den Bildern her zu urteilen ist schwer, denn die sehen doch genauso aus wie dimerus.
      Vielleicht weißt du mehr!
      ja die Unterschiede sind so gut wie gar nicht messbar. Ich würde hierzu noch den Cichlasoma portalegrense gesellen. Alle haben leicht bläulich schimmernde Körperseitenn. Nur wenn ich mit meinen schlechten Augen genau schaue, hat der Dimerus keinen Wangenfleck. Obwohl hier im Forum behauptet wurde, alle Cichlasomas hätten einen Wangenfleck. Dies kann ich nicht unterstützen.

      Nun die Cichlasoma - Gattung ist eben für mich einzigartig. Da wird gesagt, die Cichlasomas seien tropische Fische. Dies bezweifle ich auch. Ich würde sie eher dreiteilen in reine tropische Arten, in subtropische Arten und in sowohl als auch Arten. Schon allein dies bedeutet doch, dass man richtig aufgepassen muß a. woher die Fische kommen und b. mit welchen Arten sie vergesellschaftet werden könen.
      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



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    • Cichlasoma sanctifranciscense

      Diesen Cichlasoma hat Sven o.Kullander ebenfalls im Jahr 1983 beschrieben und hat ihm wie es Kullanders Art war, nach dem Fundort benannt, dies war dieses Mal der Rio São Francisco.
      Ein kurzer Abschweif zu diesem unserem echten Cichlasoma........
      Der Rio São Francisco ist ein 3.199 Kilometer langer Fluss bzw. Strom in Brasilien, welchem natürlich auch wieder Ungemach droht.
      Warum wundert mich dies nicht, hier mal ein Link aus dem letzten Jahr für Interessierte.
      Brasilien will Strom umleiten

      Gott sei Dank gibt es diesen einmaligen Cichliden auch noch im Rio Preto, im Rio Parnaíba und ebenfalls im Rio Capivara Becken alle in Brasilien gelegen. Wenn man das so sieht, wo unser lieber S.Kullander so alles war, kann ich nur noch meinen Hut ziehen. :hut:
      Ja der Cichlasoma sanctifranciscense ist auch ein Offenbrüter und und auch er wird 15 cm, die Weibchen bleiben etwas kleiner. Auch er ist ein paarbildender Cichlide, welcher den Offenbrütern zugestellt ist.

      Kleiner Steckbrief

      Cichlasoma sanctifranciscense

      • Cichlasoma sanctifranciscense (Kullander, 1983)
      Name : Cichlasoma sanctifranciscense

      Gattung : Cichlasoma

      Familie : Cichliden

      Größe Männchen (in cm) : 15

      Größe Weibchen (in cm) : 13

      Ernährung : Omnivore ( Allesfresser )





      Grüsse
      Roland

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    • Cichlasoma taenia

      Hallo zusammen,

      ja wir haben noch zwei Cichlasomas, dann ist Ende.
      Und der Cichlasoma taenia ist schon seit Ewigkeiten beschrieben. Beschrieben hat ihn im Jahr 1831 der Arzt, Zoologe und Schriftsteller Edward Turner Bennett ( geb.am 06.Januar 1797 und gestorben am 21.August 1836, also alt wurde er nicht ). Zunächst als Chromis taenia, taenia bedeutet nichts anderes als Bandstreifen. Dieser Cichlasoma hat an und für sich eine sehr interessante Geschichte, denn jeder für uns interessante Zoologe oder Ichthyologe hat sich seiner angenommen.
      So hat ihn Heckel 1840 zu den Acaras verschoben, während Gill ihn 1858 in der Gattung ( alte Schreibweise ) Cychlasoma integrierte und dann wurde er auch noch von Günther 1862 als Synonym für Acara bimaculata beschrieben wurde. Und auch Regan hat ihn im Jahr 1905 wiederum als Synonym, dieses Mal als Cichlasoma bimaculatum beschrieben. Ja und erst Sven O.Kullander hat ihn 1983 richtig eingeordnet als Cichlasoma taenia.

      Die Fundorte dieses ebenfalls friedlichen Cichlasoma taenia liegen dieses Mal eindeutig im tropischen Teil Südamerikas. Er ist in Venezuela im Orinoco Delta und auf der Insel Trinidad zu finden . Auch er ist ein Offenbrüter und seine Masse sind ebenfalls beim 15 cm und etwas kleiner bei Weibchen zu suchen. Auch er liebt, wie alle anderen Cichlasomas einen üppiger Pflanzenwuchs aus Wasser - und Sumpfpflanzen und emersen ins Wasser reichenden Ufergewächsen, dazu Gehölz ob ins Wasser hängende oder gefallene Äste.
      Genau so sollte dann auch ein Aquarium strukturiert sein.

      Kleiner Steckbrief

      Cichlasoma taenia


      • Cichlasoma taenia (Bennett, 1831) -> Bandstreifenbuntbarsch
      Name : Cichlasoma taenia


      Deutsche Bezeichnung : Bandstreifenbuntbarsch


      Gattung : Cichlasoma


      Familie : Cichliden


      Herkunft : Südamerika

      Größe Männchen (in cm) : 15

      Größe Weibchen (in cm) : 13

      Ernährung : Omnivore (Allesfresser)

      Das wohl bekannteste Bild im Netz.




      mit Nachwuchs




      Karte wurde bearbeitet.

      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



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    • Hallo!

      Wie kommt der Cichlasoma taenia nach Westafrika?
      Servus
      Reinhard
      --------------------
      ca. 20 Becken zwischen 20 und 1300 Liter, im Wohnzimmer, Keller, Glashaus und auf der Terrasse mit Süß- und Meerwasser.
      Ein Schwimmteich, natürlich auch mit Fischen.
      Ganz neu Geophagus megasema Rio San Martin.
    • Hi Reinhard,

      r.seidl schrieb:

      Hallo!

      Wie kommt der Cichlasoma taenia nach Westafrika?
      ich wußte es. Nun ja hier hat Discoverlife.org eindeutig einen fatalen Fehler gemacht. Nur etwas anderes gibt es nicht. Ist eindeutig ein Südamerikaner und hat nichts mit Afrika zu tun, außer jemand hat eine Tüte voll in Afrika ausgesetzt. :grinsgrins:

      Edit : Ich lasse das Foto erst einmal drin, ausser Ihr wollt, dass ich es entferne.

      Edit 2 : Habe das Bild entsprechend verändert.
      Grüsse
      Roland

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    • Cichlasoma zarskei

      Und nun der letzte der Cichlasomas. Der Cichlasoma zarskei wurde 28 Jahre nach der Aufstellung von Sven O.Kullander, als 13. Cichlasoma durch Felipe Ottoni im Jahre 2011 beschrieben. Der Name Zarske wurde zu Ehren von Herrn Dr.Axel Zarske gewählt. ( Link ). Okay ich hätte Sven O. Kullander gewählt, welcher sich wirklich um diese Gattung verdient gemacht hat.

      Auch bei ihm handelt es sich um einen klassischen tropischen Cichliden, sein Fundort wird beschrieben, dass er aus dem Rio Maranhão Becken in Nordbrasilien kommt..Die neue Art unterscheidet sich von allen durch ein auffälliges Band des Längsstreifen zur Schwanzflosse hin. Nun ja dies hat auch der Cichlasoma orientale. Aber die anderen eben nicht.

      Auch er ist ein typischer Offenbrüter, welcher wie alle anderen Cichlasomas 15 cm wird, die Weibchen bleiben kleiner. Er stellt einen recht hübschen und sehr friedlichen Cichliden dar, welcher genau wie alle anderen aus dieser Gattung nahe des Ufers, wo er infolge üppiger Pflanzenwuchs aus Wasser - und Sumpfpflanzen und emersen ins Wasser reichenden Ufergewächsen sein Schutzgebiet hat.

      Kleiner Steckbrief


      Cichlasoma zarskei


      • Cichlasoma zarskei -> (Ottoni, 2011)
      Name : Cichlasoma zarskei


      Gattung : Cichlasoma


      Familie : Cichliden


      Herkunft : Südamerika

      Größe Männchen (in cm) : 15

      Größe Weibchen (in cm) : 13

      Ernährung : Omnivore (Allesfresser)






      Edit : Soddele, fertig. Jetzt mache ich erst einmal eine Pause. Salud Amigos.
      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



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    • Hallo zusammen,

      ein kleines Nachwort sei mir noch erlaubt.
      Ja diese Cichlasoma - Gattung hat es in sich. Sven O.Kullander hat sich hiermit wirklich seinen Doktor-Titel mehr als erarbeitet und ich selber habe eine ganze Menge dazu gelernt.
      Die Unterschiede in Größe und Aussehen sind zum Teil nur sehr schwer feststellbar. Doch gerade bei dieser Gattung gilt uneingeschränkt, sich vorher zu informieren, welche Art man sich zulegen will. Vor allem aus der Gruppe c. ist es wichtig, den Standort zu wissen.
      Für mich gibt es eine ganz klare Aufteilung -

      a. in tropische Arten
      • Cichlasoma amazonarum
      • Cichlasoma araguaiense
      • Cichlasoma boliviense
      • Cichlasoma orientale
      • Cichlasoma orinocense
      • Cichlasoma taenia
      • Cichlasoma zarskei



      b. in suptropische Arten
      • Cichlasoma paranaense
      • Cichlasoma portalegrense
      • Cichlasoma pusillum


      c. in tropisch / subtropische Arten
      • Cichlasoma bimaculatum
      • Cichlasoma dimerus
      • Cichlasoma sanctifranciscense
      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



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    • Hallo,
      ich will das Thema C. pusillum noch mal aufgreifen und verweise auf die Arbeit von Ingo Schindler - "Anmerkungen über die Gattung Cichlasoma", wo er unter anderem schreibt -

      C. dimerus, C. portalegrense, C. pusillum: Alle drei Arten bilden eine einheitliche Gruppe,die sich farblich von den übrigen durch bläulich schimmernde Körperseiten und kräftig dunkelumrandete Schuppen im Nackenbereich unterscheidet. Alle besitzen drei Afterflossenstachelund eine kräftig gemusterte Schwanzflosse. Die Unterschiede zwischen den Arten sindgering, so dass es sehr schwer ist, sie zu bestimmen. Das Verbreitungsgebiet ist das La-PlataSystemeinschließlich Rio Paraguay, Rio Paraná, Rio Uruguay und Lagoa dos Patos.

      und so genau sehe ich das auch. Vom Habitus, von der Färbung und ich würde auch sagen von der Größe, kann man diese Arten nicht unterscheiden. Ich Frage mich nur, an was erkennt man die Arten!

      Wir haben relativ viele Cichlasoma in Paraguay gefangen, da sie praktisch überall vorkommen. Große Tiere, kleine Tiere, in Flüssen, Tümpeln und Seen. Je nach Biotop sehen sie immer etwas anders aus. Das liegt natürlich am Biotop, am zu Verfügung stehenden Futter usw.. Aber wie soll man sie unterscheiden?
      Hier mal als Beispiel vier Bilder, aus verschiedenen Fundorten, darunter der Rio Paranà, der Rio Paraguay und eine Lagune, die wahrscheinlich in den Paraguay entwässert. Wer kann mir sagen welche Art was ist!

      Gruß Jochen
    • Hi Jochen,

      roberti schrieb:

      ich will das Thema C. pusillum noch mal aufgreifen und verweise auf die Arbeit von Ingo Schindler - "Anmerkungen über die Gattung Cichlasoma", wo er unter anderem schreibt -

      C. dimerus, C. portalegrense, C. pusillum: Alle drei Arten bilden eine einheitliche Gruppe,die sich farblich von den übrigen durch bläulich schimmernde Körperseiten und kräftig dunkelumrandete Schuppen im Nackenbereich unterscheidet. Alle besitzen drei Afterflossenstachelund eine kräftig gemusterte Schwanzflosse. Die Unterschiede zwischen den Arten sindgering, so dass es sehr schwer ist, sie zu bestimmen. Das Verbreitungsgebiet ist das La-PlataSystemeinschließlich Rio Paraguay, Rio Paraná, Rio Uruguay und Lagoa dos Patos.

      und so genau sehe ich das auch. Vom Habitus, von der Färbung und ich würde auch sagen von der Größe, kann man diese Arten nicht unterscheiden. Ich Frage mich nur, an was erkennt man die Arten!
      da gebe ich Dir völlig Recht, es ist unheimlich schwer hier Unterschiede heraus zu arbeiten. In Bild 1 und drei, eigentlich typische Bilder hinsichtlich der Beschreibung, nur einen Cichlasoma pusillum kann ich nicht erkennen. Für mich haben die Pusillum eindeutig einen Wangenfleck und alle von Euch vorgestellten Bilder des Dimerus hat keinen. Also müßte es sich hierbei um einen Dimerus oder einen Portalegrense handeln. Für mich daher auch eher ein Portalegrense aufgrund des spitzeren Kopfes. Aber ich kann natürlich meilenweit daneben liegen. Bei Bild 3 denke ich, dass das ein Cichlasoma bimaculatum ist. Bei Bild 4 keine Ahnung, kann ich schon aufgrund der Färbung keinem dort ansässigen Cichliden zuordnen.

      Edit :
      Hallo Jochen schau Dir mal den Cichlasoma paranaense an, auch er gehört für mich zu diesem von Schindler beschriebenen Komplex, nur dann haben wir noch mehr Fragen. Er ist auch blauschimmernd an den Seiten.

      Edit 2 :
      Hi Jochen, Deine Bilder lassen mir keine Ruhe. Bild 3 und 4 sind doch zum allermindestens die gleiche Art, einmal bläulich und einmal bräunlich. Sind das junge Dimerus aus verschiedenen Gebieten ? Die Hand dürfte auch die gleiche sein.
      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



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    • Hi,

      tja, das sind nur ein paar Beispiele....ich hätte noch mehr, um noch weitere Verwirrung zu schaffen ^^

      Das 2. Bild und 3. zeigt einen Cichlasoma aus dem Rio Paraguay und Paraguay-Einzug, dass 4. einen aus dem Rio Paranà, also C. pusillum Gebiet.
      Einige Cichlasoma die vorher als dimerus bezeichnet werden, heißen bei einigen Autoren jetzt sp., oder cf. dimerus.
      Ich glaube, da wird sich noch einiges tun und es wird weitere Cichlasoma geben............dann wissen wir noch weniger um welche Art es sich handelt. :rolleyes:
      Ich wollte auch nur aufzeigen, wie schwer und wie undurchsichtig diese Gattung und speziell der Formenkreis um Cichlasoma dimerus für Laien, aber auch für Profis ist. Allein an der Färbung, Größe, Gestalt lassen sie sich für mich nicht zuordnen.

      Hier sagt man - ya vemos - wir werden schon sehen. In diesem Sinne Hasta luego!
      Jochen
    • Hallo Jochen,

      roberti schrieb:

      tja, das sind nur ein paar Beispiele....ich hätte noch mehr, um noch weitere Verwirrung zu schaffen
      ja, dass ist Dir gelungen. Verwirrungen bezüglich dieser Gattung gibt es mehr als genug.

      roberti schrieb:

      Einige Cichlasoma die vorher als dimerus bezeichnet werden, heißen bei einigen Autoren jetzt sp., oder cf. dimerus.
      Ich glaube, da wird sich noch einiges tun und es wird weitere Cichlasoma geben............dann wissen wir noch weniger um welche Art es sich handelt.
      Auch da bin ich völlig Deiner Meinung und hätten wir nicht unseren Sven O. Kullander, wäre noch vieles mehr im Dunkeln. Nur sollten wir uns davon nicht abhalten lassen, weiter Werbung für diese tollen Cichliden zu machen. Wenn dieser Thread auch nur einen inspiriert hat sich dieser Gattung anzunehmen, hat sich mein Zeitaufwand gelohnt.

      Von nichts kommt eben auch nichts.

      roberti schrieb:

      Ich wollte auch nur aufzeigen, wie schwer und wie undurchsichtig diese Gattung und speziell der Formenkreis um Cichlasoma dimerus für Laien, aber auch für Profis ist. Allein an der Färbung, Größe, Gestalt lassen sie sich für mich nicht zuordnen
      Dies ist Dir vollständig gelungen. Die Zuordnung grenzt bei dieser Gattung schon mehr an Zauberei.

      roberti schrieb:

      Ich glaube, da wird sich noch einiges tun und es wird weitere Cichlasoma geben............dann wissen wir noch weniger um welche Art es sich handelt.
      Aber genau, hmm aber dies macht doch unser Hobby erst so richtig spannend. Und das Rätselraten komm, geb es zu gefällt Dir doch auch.

      Edit : Hi Jochen, wenn Du noch Bilder hast. Super bitte einstellen auch wenn noch keine Zuordnung stattfinden kann. :hut:
      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



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