Synodontis lucipinnis räuberisch?

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    • Synodontis lucipinnis räuberisch?

      Servus,

      ich würde gerne Synodontis lucipinnis mit meinen Heringscichliden (Cyprichromis microlepidotus) vergesellschaften und trotzdem nicht auf gelegentlichen, "natürlichen" Aufwuchs an Cichliden verzichten wollen.

      Kann ich mir das abschminken oder sind diese kleinen Synodontis nicht arg hinter Kleinfischen her?

      Gemeinsam im 2.000 Liter Becken sind Xenotilapia ochrogenys, Neolamprologus similis und N. caudopunctatus. Spricht ansonsten irgend etwas gegen solch eine Vergesellschaftung?

      Beste Grüße
      Stefan
      Ein Hobby ist erst dann ein richtiges Hobby, wenn man anfängt es zu übertreiben!
    • Das ist ja blöd!

      Dass sie ihre eigenen Eier zum Fressen gerne haben war klar, aber dass sie auch Jungfischen anderer Arten stark nachstellen wusste ich nicht :(
      Auch dem sich im Freiwasser aufhaltenden und nach dem Ausspucken schon etwas größeren Nachwuchs von Maulbrütern wie meinen Cyprichromis microlepidtous!?

      Beste Grüße
      Stefan
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    • Ich kenne keinen Fisch, der einen ins Maul passenden Jungfisch nicht fressen würde. Gerade bei den Buntbarschen ist dies ja eher die Regel. Die Welse sind da auch nicht anders.
      Die Grabenseen sind nährstoffarme Gewässer, da kann es sich kein Fisch leisten, auf eine extra Energiequelle zu verzichten.

      ... und trotzdem nicht auf gelegentlichen, "natürlichen" Aufwuchs an Cichliden verzichten wollen.

      Das bedeutet aber auch, dass sich die kleinen vor anderen Fischen verstecken. Dafür muss das Becken aber dann auch entsprechend gestaltet sein
      Gruss
      Jan

      Twitter is eine typische Erscheinung der Generation ADS & SMS. Für einen Brief zu faul, für einen kompletten Satz zu dumm und für korrekte Grammatik zu cool.
    • Um das angehängte Becken (180x135x80cm) hier dreht sich's. Zwischen den Steinen wären schon diverse Versteckmöglichkeiten gegeben und auch das Ceratophyllum wird sicher noch ordentlich wachsen und soll später auch flotierend im Becken vorhanden sein.
      Bislang ingorieren die Cyprichromis WF mit ihren 14-16cm im aktuellen Becken mit den Maßen 250x80x60cm ihren Nachwuchs komplett, obwohl er locker in ihr großes Maul passen würde und ihnen permanent vor der Nase rumschwimmt.
      Auch die Xenotilapia finden keinen Gefallen daran die kleinen Cyprichromis zu futtern, nur deren eigener Nachwuchse wird stets nach Entlassen aus dem Maul sofort aufgefressen. Vor N. similis und N. caudopunctatus braucht vermutlich niemand Angst zu haben und auch deren Nachwuchs wird in ca. 200 Schneckenhäusern und zwischen den Steinen ausreichend Schutz finden, dass auch mal 2-3 Fischchen einer Brut groß werden ;)

      Beste Grüße
      Stefan
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      Ein Hobby ist erst dann ein richtiges Hobby, wenn man anfängt es zu übertreiben!
    • Hallo Stefan,

      geniales Becken - sieht aus wie ein Ausschnitt aus der Natur.

      "Pflegst" du die Sandschicht irgendwie - z.B. mit Mulmglocke - damit der Sand sich nicht zu sehr verdichtet? Oder wird das Becken beispielsweise jährlich mal ausgeräumt zwecks Reinigung des Bodengrunds?

      Viele Grüße
      Chris
    • Cichliden_Chris schrieb:

      ...
      "Pflegst" du die Sandschicht irgendwie - z.B. mit Mulmglocke - damit der Sand sich nicht zu sehr verdichtet? Oder wird das Becken beispielsweise jährlich mal ausgeräumt zwecks Reinigung des Bodengrunds?
      ...

      Warum sollte man so etwas machen? Eine ordentlich verdichtete Sandschicht ist doch super. Da dringt kein Dreck mehr ein und man läuft auch weniger Gefahr, dass sich der Sand mit der Strömung durchs Becken bewegt
      Gruss
      Jan

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    • Servus Chris,

      Cichliden_Chris schrieb:


      "Pflegst" du die Sandschicht irgendwie -


      Ich habe mir eine Art "Lanze" aus einem etwa 1 Meter langen Aluminiumrohr gebastelt, an dem am einen Ende eine Schlauchkupplung und ein kleiner Kugelhahn dran ist.
      Das andere Ende dieser Konstruktion stecke ich von Zeit zu Zeit mal beim Wasserwechsel in den Bodengrund, um den darin enthaltenen Mulm auszuspülen und den Bodengrund teils auch vorsichtig zu lockern.

      Zum einen bin ich kein Fan von Mulm im Aquarium (+Filter) und die dabei teils aus dem Bodengrund aufteigenden Gasblasen zeigen mir zudem, dass das dieses Prozedere wohl nicht allzu falsch sein kann.

      Beste Grüße
      Stefan
      Ein Hobby ist erst dann ein richtiges Hobby, wenn man anfängt es zu übertreiben!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Monaco ()

    • Hallo Stefan,

      sehe ich ganz genauso - bin kein Freund von vermulmten Becken, habe damit schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht.
      Deine "Lanze" erfolgt also in umgekehrter Manier zu einer klassischen Mulmglocke - du wirbelst durch den Wasserstrahl den Sand durch und spülst somit die Schwebestoffe ins freie Wasser?
      Vielleicht wäre bei dieser Beckengröße eine Mulmglocke aus einer großen PET-Flasche eine Idee? Da hätte man den Dreck auf direktem Weg draußen.

      @ Jan:
      Mag sein, dass manche Arten es gut wegstecken, aber ich habe eine über lange Zeit (>1 Jahr) ungepflegte Sandschicht stets als problematisch erlebt.

      Viele Grüße
      Chris
    • Servus Chris,

      Cichliden_Chris schrieb:


      Deine "Lanze" erfolgt also in umgekehrter Manier zu einer klassischen Mulmglocke


      Ganz genau so!

      Cichliden_Chris schrieb:


      Vielleicht wäre bei dieser Beckengröße eine Mulmglocke aus einer großen PET-Flasche eine Idee?


      Bei 80er Beckenhöhen und meinen Beckentiefen von 110, 135, 145 und 260cm hätte man da keinerlei Chance damit zu hantieren. Bei letztgenannter Tiefe komme ich mit der Lanze schon jetzt nicht ansatzweise ins letzte Eck ohne ins Becken zu steigen. Zudem verwende ich in einigen Becken Korngrößengemische von 0,5 mm bis 30cm mit fließenden Übergangen, da würde die Mulmglocke definitiv versagen.

      Beste Grüße
      Stefan
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    • Hi Stefan,

      danke für die Erklärungen - funktioniert dieses Prinzip denn gut, also bekommt man den mit der "Lanze" aufgewirbelten Mulm dann via Filterung gut aus dem Becken?

      Und benutzt du den normalen Wasserstrahl aus einer üblichen Wasserleitung, oder eine Art Hochdruckreiniger?

      Viele Grüße
      Chris
    • Ich verstehe einfach nicht, warum ihr den Boden unbedingt Locker haben müsst? Wollt ihr, dass dort Dreck eindringt?

      Ich verwende Sand mit einer Körnung bis 0,3 mm und der verfestigt sich prima. Da dringt kein Schmutz ein und deshalb gammelt auch nichts.
      Der Sand liegt bis zu 15 cm hoch
      Gruss
      Jan

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    • Jetzt sind wir aber doch ein wenig ab vom Thema ;) vielleicht sollte man das trennen?

      In einem Bodengrund wie dem im Bild meines angehängten Beckens, dringt definitiv jede Menge Schmutz ein und den hätte ich dann eben auch gerne wieder draussen.

      Beste Grüße
      Stefan
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    • Hallo

      Ich würde sagen, dass es auf die Körnung des Bodens ankommt. Bei feinem Sand bleibt der Dreck oben liegen das bringt das abmulmen mit der Glocke eher nichts, da bei mir der feine Sand auch mit abgesaugt wird.
      Bei Kies der ja schwerer ist kann man den Mulm gut entfernen.
      Verdichteter feiner Sand hat, wie schon gesagt keine Fäulnisherde.
      Ob Mulm für das Wasser schädlich ist, da gibt es gegensätzliche Ansichten. Da ja auch jede Menge nützliche Bakterien darin enthalten sind. Da spielt wahrscheinlich die Filterung die entscheidende Rolle. Filtersystheme die von Hause aus schon am Limit arbeiten, werden mit größeren Mulmansammlungen sicherlich nicht fertig.
      Vielleicht können die Chemiker unter den Aquarianern da mehr dazu sagen ?
      :Gruß Doldilein :wink:
    • Nebenbei noch mal was zum Thema ;)

      Der Adler ist gelandet......und zwar gleich 8x :D

      Beste Grüße
      Stefan
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    • Hallo Stefan

      Ich halte eine Gruppe S. lucipinnis zusammen mit Tropheus und Eretmodus. Ich habe noch nie beobachtet, dass die S. lucipinnis aktiv Jagd auf Jungfische machen. Auch kommen mehr oder weniger alle Tropheus NZ sowie etliche Eretmodus NZ hoch.
      Bei den Tropheus hatte ich noch keinen Ausfall an Nachzuchten, d.h. von dem Zeitpunkt an als ich sie im Becken entdeckt habe. Das sind bisher allerdings auch erst 5, da die Eltern erst anfangen sich fortzupflanzen.
      Von den Eretmodus hat es etliche Nachzuchten in allen Grössen im Becken, und diese befinden sich hauptsächlich am Boden oder zwischen den Steinen, ebenfalls der bevorzugte Platz der S. lucipinnis. Ob hier alle durchkommen kann ich nicht sagen, da ich sie beim besten Willen nicht zählen kann. Aber die Lucipinnis schwimmen zwischen den Kleinen durch ohne diese zu jagen. Würden sie einen zwischen ihre Barteln kriegen, würden sie ihn sicherlich fressen, aber da passen die Kleinen auf.

      Gruss
      Furu
    • Hi Stefan

      vile Spaß mit Deiner 8er Gruppe. Sind wunderschöne Tiere. Wir selbst haben ne 10er Gruppe Synodontis petricolas. Einfach schön anzusehen wenn die durchs Becken wuseln. Unsere S. wollen ab und zu mal am Anfang, wenn unsere Malawis anfangen mit Ablaichen, stören, werden dann allerdings sehr schnell darauf hingewiesen dass sie hier und jetzt fehl am Platz sind. Also von daher denke ich auch dass du dir keine Sorgen machen musst.

      LG
      Da Mitch
      Klug zu fragen, ist schwieriger, als klug zu antworten.

      Mfg Da Mitch


      :mala:
    • Servus,

      nach rund 3 1/2 Monaten Haltung von S. lucipinnis in Gesellschaft meiner anderen Tanganjikas kann ich sagen, dass sie zumindest den Jungfischen meiner Cyprichromis microlepidotus keine Flosse krümmen. Ich kann mich kaum noch vor jungen "Heringen" aller Größenklassen retten, die Würfe kommen trotz der Synodotnis stets zu 90-100% durch. Neolamprologus similis wachsen auch ausreichend Jungtiere heran, dass ich bald eine ordentliche Kolonie haben werde.

      Beste Grüße
      Stefan
      Ein Hobby ist erst dann ein richtiges Hobby, wenn man anfängt es zu übertreiben!