Wasserwerte für Südamerika-Becken

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    • Wasserwerte für Südamerika-Becken

      Hallo

      Nach einer Woche ist mein 250 Literbecken schon ganz gut in den Wasserwerten. Die Pflanzen sind nach gelb werden ,mit Eisen versorgt worden.

      Ph 7,5

      Gh 15 dH

      KH 5 Kh

      No2 0,15 ppm

      Wasserwechsel und Feinfilter,sowie Kohlefilter werde ich nochmal machen. Start sollte ca. Ende Januar sein. Dann ist alles im grünen Bereich

      Gepflegt werden in der nächsten Zeit eine 10er Gruppe Panzerwelse,4 Scalare, 10er Rotkopfsalmler und even. ein 3/1 Apistogramma.

      Gibt es Verbesserungsvorschläge von Eurer Seite?

      Gruß aus Berlin

      Thomas
    • Moin,

      wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind momentan noch keine Fische drin.
      Da erübrigt sich eigentlich Fein- und Kohlefilterung.

      Einfach nur die Wasserwerte kontrollieren, und die Fische nicht auf einmal einsetzen, sondern im Abstand von zum Beispiel einer Woche immer wieder eine Gruppe dazugeben.
      Alternativ kannst Du natürlich auch schon jetzt im leeren Becken regelmäßig Futter hereingeben, in der Größenordnung, wie Du den kommenden Besatz fütttern wirst. Das sieht auf den ersten Blick nicht schön auf, aber dafür können sich die Filterbakterien schon jetzt so vermehren, wie es für den kommenden Besatz notwendig ist.
      viele Grüße

      Axel

      UBB-Code
    • ...naja, rein von den Wasserwerten her ist das für Südamerika weniger geeignet (ph und Härte zu hoch), das sind Wasserwerte wie in Mittelamerika..

      Wie Axel schreibt, erübrigt sich ohne Fischbesatz die Fein- und Aktivkohlefilterung (wozu auch), ebensowenig braucht es einen Wassserwechsel.

      Futter würde ich nicht reingeben, wenn erst "in der nächsten Zeit" die Fische kommen, den Filter kann man ja mit Bakterien oder gebrauchtem Filterschlamm prima anderweitig animpfen.

      Angenommen, Du wirfst hier täglich Futter rein, das vergammelt nur und dann brauchst Du den Wasserwechsel mit Sicherheit.

      Ich habe ganz ähnliche Wasserwerte (ph 7,2 und 16°dH), daher pgflege ich fast nur Mittelamerikaner, immerhin gibt es auch 2 Aquarien mit Skalaren, aber bei den Wasserwerten wird es nichts mit der Nachzucht.

      Apistos würde ich nur paarweise oder mit Weibchenüberzahl einsetzen, denn 3 Männer und nur 1 Weib, das geht selten gut.
      Viele Grüße,
      Mr. Dovii
      buchhauser-peter.de

      :mitt:
      Großcichliden









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      Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut! - Perikles
    • Moin,

      das ist die alte Streitfrage , wie man den Nitritpeak vermeidet.
      Sich damit zu beschäftigen ist auch in hohem Maße sinnvoll.
      Der Peak kommt ja nicht automatisch, sondern erst, wenn das Becken eine entsprechende organische Belastung erfährt.

      Wenn man jetzt den Filter mit Filterbakterien aus dem Regal des Fachhandels oder mit frischen Mulm aus einem funktionierenden Filter impft, so überträgt das Filterbakterien auf das neue Medium.
      Problem ist zum einen, dass die Filterbakterien was zum Fressen brauchen und dass sie eine gewisse Zeit brauchen um in ausreichender Menge vorhanden zu sein.

      Die maßgebliche Belastung setzt bei Fütterung der Fische und den entsprechenden Ausscheidungen der Fische ein. Solange keine Fische im Becken sind, wird die organische Belastung gering oder gar nicht vorhanden sein. Bei der Impfung durch Filtermulm aus einem anderen Becken bringe ich neben den darin enthaltenen Bakterien auch organische Belastung mit ein. Das ist ein Weg.

      Der andere Weg ist eben die unpopuläre aber ebenso wirksame Fütterung des leeren Beckens. Hier kann ich durch regelmäßige Futtergabe für eine künstliche organische Belastung sorgen, die der entspricht, die nach dem Einbringen der Fische entsteht. Ich kann also sehr schön die notwendige Menge an Filterbakterien heranzüchten, die ich für das vollbesetzte Becken benötige.

      Wenn ich immer in einer Ecke füttere, kann ich kurz vor Einbringen der Tiere einen 50 % Wasserwechsel machen und dabei die Futterreste absaugen.

      Das Messen der Nitrit/Ammoniakwerte im leeren Becken ist trügerisch und bietet wenig Sicherheit für die Zeit zu der die Tiere eingesetzt werden sollen.
      Die Werte mögen sich im unproblematischen Bereich eingepegelt haben. Wenn dann aber plötzlich eine starke organische Belastung entsteht, indem Fische eingesetzt und gefüttert werden, wird dies je nach Größe des Besatzes zwangsläufig zu einem zweiten oder verzögerten Nitritipeak führen, mit der naheliegden Folge von Ausfällen bei den neuen Fischen.

      Daher entweder mit frischem Filtermulm aus einem eingefahrenen Becken (möglichst mehrfach) den neuen Filter impfen oder eben das Gleiche mit einer regelmäßigen Futtergabe im leeren Becken erreichen oder als dritte Alternative einen langsames Zuführen der neuen Fische, in Intervallen durchführen, damit die Filterbakterien sich an die steigende Belastung anpassen können
      viele Grüße

      Axel

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    • Hallo Axel,

      wenn ich Futter in ein Aquarium ohne jegliche Fische, Schnecken, etc. werfe, dann verpilzt das unter Wasser nach 2-3 Tagen und ich möchte nicht unbedingt ein neues Aquarium voll mit Schimmelpilzen haben!
      Würde ich niemals machen!

      Es gibt sicher viele Methoden den sog. "Nitritpeak" zu vermeiden.
      Ich hatte noch nie einen Nitritpeak und ich habe noch nie in ein unbesetztes Aqaurium Futter geworfen.
      Die Filterbakterien bilden sich auch so, völlig ohne Futter oder animpfen, dann dauert es halt ein paar Tage länger.
      Viele Grüße,
      Mr. Dovii
      buchhauser-peter.de

      :mitt:
      Großcichliden









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    • ...ich auch nicht, dafür bin ich zu ungeduldig und habe auch zu viele Fische, d.h. das ist schier unmöglich.
      "Einfahren" wird IMHO zu sehr übertrieben, gar stilisiert, bin da eher Frischwasserfan...

      also nicht einfahren, dafür öfter WW ;)

      Hatte auch in fast 40 Jahren Aquaristik mit durchaus heiklen oder gar grossen Tieren (!) nie einen Nitritpeak, weil ich regelmässig pro Woche in jedem Aquarium mind. 50-60% des Wasserinhalts wechsle. Bei den "nackten" Aufzuchtaquarien ohne Bodengrund sind es schon mal 90-95%.

      Klar, wenn man neu einrichtet, gleich alles incl. Fische reinwirft und dann zu viel (wie in den meisten Fällen) füttert, dann mag es so einen "Nitritpeak" schon geben, aber es sollte jedem, wirklich jedem Aquarianer klar sein, dass man Fische, die einen Umzug hinter sich haben, nicht gleich mästen sollte...also lieber erst mal wenig, dafür aber Qualität füttern. Neuankömmlinge bekommen bei mir fast immer erst mal nur weiße Mückenlarven, Frostfutter, nicht lebend, für 2-3 Wochen.
      Das klappt so seit über 20 Jahren...
      Viele Grüße,
      Mr. Dovii
      buchhauser-peter.de

      :mitt:
      Großcichliden









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    • Moin,

      das Thema "EInfahren" ist wie Religion.
      Eine Menge Thesen werden da vertreten.

      Tatsächlich gehöre auch ich zu der ungeduldigten Sorte.
      Allerdings habe ich auch schon mal Schaden damit erlitten, dass ich bereits nach 2 Wochen eine Menge von Tieren eingesetzt habe und dann der tötliche Peak kam.

      Ich würde vorschlagen, dass wir diese Diskussion gerne an anderer Stelle, aber nicht in diesem Thema weiterführen, was damit überlastet und verfälscht würde.
      viele Grüße

      Axel

      UBB-Code
    • Hallo zusammen,

      es gibt durchaus "Südamerikaner", die bei diesen Wasserwerten problemlos züchtbar sind - Apistogramma cacatuoides oder A. borellii beispielsweise... - A . eunotus oder A. linkei würden wohl auch gehen, oder Mikrogeophagus altispinosus.
      Würde bei den Apistogramma aber nur ein Pärchen einsetzen, bei den Mikrogeophagus 1/2.

      Auf Skalare würde ich verzichten - nach meiner persönliche Meinung ist das Becken etwas knapp dafür. Panzerwelse in Kombination mit Zwergcichliden sehe ich bei der Beckengröße ebenfalls kritisch. Gegen Salmler spricht natürlich nichts (außer dass sie ordentlich an die Brut der Cichliden gehen würden).

      Viele Grüße
      Chris
    • Hi Thomas,

      was mir noch bei deiner Aufstellung des Besatzes fehlt sind ein paar Ancistrus. Diese könntest du bereits jetzt problemlos einsetzen und alle 2-3 Tage mit einigen Flocken Trockenfutter füttern. Ancistrus sind meiner Erfahrung nach sehr hart im Nehmen und der Idealfisch für den Erstbesatz eines frisch eingerichteten Beckens. Desweiteren würde ich die Anzahl der Rotkopfsalmler aufstocken, 10 Stück sieht man ja fast nicht.

      mfg Lele
    • Hallo,

      Genau! Welse zuvor einsetzen und dann die stärkeren Fresser zusetzen.
      Bei den Wasserwerten würde ich keine Bauchschmerzen bekommen, wobei bei Skalaren nur wenig oder keine Larven schlüpfen werden.
      Zur dauerhaften Pflege ist es ok.
      Grüße Duschl