Einfach nur Schön

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    • Hallo Peter,

      das Zeug funktioniert tatsächlich ähnlich wie ein Ionentauscher, aber da es im Boden nur einen langsamen Austausch gibt, erschöpft sich das Material erst nach ca. 1-2 Jahren. Entscheidend ist dabei wie hart das Ausgangswasser ist. Ist es verbraucht kann es trotzdem noch als Dünger bzw. Mineraldepot für Pflanzen dienen, der pH-Wert aber beginnt zu steigen. Ich habe sowas in meinem Nano-Becken zuhause, jetzt ist es erschöpft und müsste langsam ausgetauscht werden, aber.....

      Gruß Jakob
      Gruß Jakob

      Der Klügere gibt nach, nicht auf!
    • Hallo,

      Soil ist nur ein Sammelbegriff für aktive Bodengründe aus (halb)gebranntem Material, meist Vulkanerde mit hohem Zeolithanteil. Allerdings tauscht es wesentlich effektiver als Zeolith. Es gibt da mehrere Hersteller und Amano hat das nicht erfunden. Der Ursprung davon ist Akadama, das Bonsaisubstrat.

      Die meisten Pflanzenaquarianer verwenden es nicht wegen der Wirkung auf KH, gH oder pH, das wird eher per Osmose oder Regenwasser gemacht. Das Düngerspeichern ist die Hauptsache.

      Aber wie schon geschrieben, als aktives Filtermaterial kann es in ungedüngt Sinn machen. Ganz besonders Akadama in doppelt gebrannter harter Qualität und davon die Korngröße 5-10mm.

      Gruß, helmut
    • Hallo Helmut,

      vielen Dank für deine Infos.

      Angenommen, man betreibt ein Becken mit sehr weichem Wasser/Osmosewasser und möchte Akadama im Außenfilter als pH-Puffer nutzen; gibt es eine Angabe, auf welchen pH-Wert das Wasser durch das Akadama gepuffert/eingestellt wird?

      Danke und Gruß,
      Dirk
    • Hallo Dirk,

      gerne geschehen.

      Angenommen, man betreibt ein Becken mit sehr weichem Wasser/Osmosewasser
      und möchte Akadama im Außenfilter als pH-Puffer nutzen; gibt es eine
      Angabe, auf welchen pH-Wert das Wasser durch das Akadama
      gepuffert/eingestellt wird?
      bisher ist bei mir noch kein Aquarium mit Akkadama unter pH 6 gerutscht, auch wenn ich unverschnitten Osmose verwendet habe. Allerdings bringen die verwendeten Dünger Calcium und Magnesium mit, was ja auch puffert. Ich mach mal einen Versuch mit Osmose ohne irgendwas und Schwarzwasser bei pH 4.

      Gruß, helmut
    • Hallo,

      momentan verwende ich Akadama feucht gehalten in flachen Schalen mit Enchyträen als Besatz :) Das Wasser kommt hier mit KH 4 und einer Leitfähigkeit von 270µs/cm aus dem Hahn, das passt für fast alles und hat sogar noch Luft zum düngen. Wo so richtig weich sauer verlangt ist kann ich den Puffer bei pH 6,5 von Akadama nicht gebrauchen. Als das Leitungswasser noch KH 8 hatte verwendete ich es im Filterstrumpf. Wie schon geschrieben, über mehrere Tage wässern ist sehr wichtig, anfangs spielen die Wasserwerte PingPong und das sollte nicht im Aquarium passieren. Bei der Gelegenheit am besten kurz mit der Brause durchspülen um feine Partikel zu entfernen. Das geht bei dem gröberen sehr gut mit einem Haushaltssieb. Färben tut es nicht, es hält eher das Wasser klar, von Schwebstoffen anfangs mal abgesehen aber das ist ja bei Sand nicht anders. Garnelenhalter verwenden es gerne als Bodengrund mit Luftheber als Bodenfluter. Auch eine Möglichkeit. Bei beidem ist zu beachten, das es die harte, doppelt gebrannte Qualität und nicht gedüngt ist. Mit so einer Filterung haben es Pflanze die ihre Nährstoffe über die Blätter beziehen schwer, da die von ihnen benötigten Nährstoffe von dem Akadama aufgenommen werden.

      Noch kurz zu dem Soil: Das Zeug ist mit Vorsicht zu geniesen und man muß wissen, wie man damit umgeht. Was bedeutet, man muß sich mit dem Thema Düngung detailiert auseinandersetzen, weil alles was von den Pflanzen an Nährstoffen aus dem Boden bezogen wird von dem Soil durch Närstoffe aus dem Wasser ersetzt wird. Die fehlen dann dort und nach zum Teil mehrmonatigem sensationell gutem Pflasnzenwuchs kolabiert das Ganze. Wenn einem diese Zusammenhänge klar sind und das Wissen über gezielte Düngung vorhanden und anwendbar ist, ist Soil aber ein hervorragender Pflanzbodengrund.

      Gruß, helmut