Eine Pflanzenrückwand ?

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    • Eine Pflanzenrückwand ?

      Hallo zusammen,

      der Daniel hat mich mit seinen Pflanzenaquarien inspiriert.
      Ich möchte meine Becken umgestalten und da ich keine 3D - Rückwand oder ähnliches einbauen möchte kam mir jetzt der Einfall einer lebenden Pflanzen- Rückwand.
      Könnte dies und unter welchen Umständen bei einem durchschnittlichen Cichliden - Bestand gutgehen ?

      Eure Meinung bitte dazu.

      Ich habe hier im Netz ein Foto gefunden, wie ich es mir in etwa vorstelle eben ohne Bodenbepflanzung.


      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



      Reden ist Silber und Schweigen ist Gold
    • Hallo Freund Roland,

      das ist eine richtig gute Idee und sowas sieht klasse aus :top: . Im Vordergrund wäre viel Platz für große Steine oder um Gruben auszuheben.
      Nach meinen Erfahrungen würden Heros + Co. die Bepflanzung lieben, falls sie gut schmeckt.

      Ganz sicher würde das funktionieren mit Viktoriasee-Cichliden, soweit es sich nicht um Arten handelt, die pflanzliche Nahrung brauchen. Z.B. mit Freiwasser-Cichliden, die den Schwimmraum ausnutzen.
      Besten Gruß aus Oberhausen
      :top: Walther :top: :Vic: :top:
    • Hi,

      Knackpunkt ist das Trägermaterial. Da kann unter Umständen mehr Platz beansprucht werden als mit einer strukturierten Rückwand.
      Ich habe schon gelesen, dass zum Besiedeln eine schwarze Filterschaummatte an der Rückwand fixiert wurde.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Hallo

      Ich sehe das eher kritisch bzw. als wahrscheinlich vergeudete Mühe, Zeit und Geld. Bei Zwergcichliden mag es natürlich funktionieren und eventuell noch bei diversen kleineren Arten in der Amatitlania oder Cryptoherosfamilie aber bei allen größeren Cichliden wäre es eigentlich nur Glück wenn es zwischen den Faktoren "Fische fressen Pflanzen, Fische graben oder reißen Pflanzen raus oder Pflanzen überleben die doch meist eher spärlich beleuchteten Cichlidenbecken nicht auf Dauer bis auf die üblichen Verdächtigen wie Anubias, Javafarn und Moose.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von acertom ()

    • Hi ihr Beiden,

      Severum02 schrieb:

      Im Vordergrund wäre viel Platz für große Steine oder um Gruben auszuheben.
      Nach meinen Erfahrungen würden Heros + Co. die Bepflanzung lieben, falls sie gut schmeckt.

      Ganz sicher würde das funktionieren mit Viktoriasee-Cichliden, soweit es sich nicht um Arten handelt, die pflanzliche Nahrung brauchen. Z.B. mit Freiwasser-Cichliden, die den Schwimmraum ausnutzen.
      ja Walther mein Freund, genauso habe ich es vor, nach vorne sollen nur noch ein paar größere Kiessteine. Die Gruben sollen sie selber machen, sind doch darin Profis.
      Meine Scheiben, sprich Heros und Diskusfische kommen weg. Somit ist die Gefahr der Umwandlung von Pflanze zu Spinat erst einmal gebannt.

      Und ja Deine Viks, hmm Du weißt doch, Platz ist in der kleinsten Hütte. Ich geb dir, wenn ich fertig bin, die einzelonen WG ´s durch und Du entscheidest. .rollroll:

      luzz schrieb:

      Knackpunkt ist das Trägermaterial. Da kann unter Umständen mehr Platz beansprucht werden als mit einer strukturierten Rückwand.
      Ich habe schon gelesen, dass zum Besiedeln eine schwarze Filterschaummatte an der Rückwand fixiert wurde.
      Hi Lutz,
      gute Idee mit der Filterschaummatte. Muß ich mir in Ruhe anschauen. Und ja Platz benötigt dieser Aufbau auch, aber ich liebe Pflanzen, auch wenn ich andauernd nachkaufen muß.
      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



      Reden ist Silber und Schweigen ist Gold

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schwabe ()

    • Hallo Roland,

      ich hatte mal bei einem 160 x 80 x 60 die komplette Rückwand mit ineinander verschachtelten Moorkienwurzeln zugestapelt und diese dann mit Anubias nana und Javafarn bepflanzt.

      Nach ein paar Monaten war die komplette Rückwand grün. Sah klasse aus.

      Gruß,
      Dirk
    • Hi Tom,

      acertom schrieb:

      ch sehe das eher kritisch bzw. als wahrscheinlich vergeudete Mühe
      dass kann unter Umständen so sein. Ich habe bisher eben die Erfahrung gemacht, dass sie die Pflanzen, welchen Ihnen nicht im Wege standen sprich an der Rückwand jedenfalls von meinen Mittelamerikanern in Ruhe gelassen wurden. Aufgefressen haben nur die Südamerikaner und hier vor allem die Heros die Pflanzen. Und hier war es tatsächlich so, dass der Standort bei IHnen völlig egal war.
      Aber mal schauen.
      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



      Reden ist Silber und Schweigen ist Gold
    • Hi Dirk,

      Dirk1 schrieb:

      ich hatte mal bei einem 160 x 80 x 60 die komplette Rückwand mit ineinander verschachtelten Moorkienwurzeln zugestapelt und diese dann mit Anubias nana und Javafarn bepflanzt.

      Nach ein paar Monaten war die komplette Rückwand grün. Sah klasse aus.
      hast Du davon vielleicht ein Foto gemacht ?
      Wäre super es einmal zu sehen. Im voraus Danke. :top:
      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



      Reden ist Silber und Schweigen ist Gold
    • Hallo,

      bei einer Filtermatte hätte ich Bedenken, dass das auf Dauer eine zu große Dreckschleuder wird. Mit Javafarn und vor allem Anubien habe ich aber gute Erfahrungen gemacht. Die wachsen auch ohne viel Licht und Düngung; wie auf dem Foto wird es wohl eher nicht so leicht... Anubien kann man einfach auf Holz aufbinden und mit etwas Geduld werden das auch bei schwachem Licht dicke Sträucher. Bei Einrichtunsbeispiele gibt es von "hevo", einem Forenmitglied, ein Westafrikaaquarium; er hat kleine Halterungen aus Schieferplatten geklebt, um die Pflanzen an der Rückwand zu verteilen. Abhängig von der Aquariengröße und davon, wie viel Raum man der Rückwand einräumen will, ist die Wahl der Arten. Anubias bateri nimmt ordentlich Raum weg. Da gehen schonmal zwanzig Zentimeter "flöten". Anubias nana ist besser geeignet, wenn man Platz sparen will. Allerdings dauert es auch etwas länger, bis die Rückwand wirklich dicht ist. Natürlich kann man auch mit beiden Arten unterschiedlich tiefe Strukturen schaffen und so schon Räume im Aquarium einteilen. Sieht außerdem schön aus, wenn die Blätter unterschiedlich groß sind. Was sich grade in Nähe der Wasseroberfläche auch anbietet, ist Kongofarn. In Oberflächennähe und mit Strömung wächst dieser sehr schön und man kann Akzente setzen.
      Gruß
      René
    • Moin Roland,

      bei Mittelamerikanern und größeren Südamis sehe ich das auch kritisch.
      Ich habe allerdings über Jahre ein bepflanztes Becken mit Anubia und Farnen gehabt, die ich dicht auf Holz aufgesetzt hatte. So blieb der Boden frei. So bepflanzt ließ sich das Becken mit Astronotus und Geophagen gut halten.
      In das Bodensubstrat eingebrachte Pflanzen habe ich immer mit Kiesel und Steinen geschützt. Das ging bei vielen nicht pflanzenfressenden Arten ganz gut.

      Ich kann mir gut vorstellen, dass man eine BtN Slimline einbringt und dort Anubia, Farne und Moose befestigt.

      Für eine so stark beplfanzten Boden sehe ich schwarz, bei allem, was über Zwergcichliden hinausgeht. Außerdem ist es dann auch schwierig das Becken von Futterresten etc. zu reinigen.
      Auch verendete Tiere werden in solch einem Becken schwer auszumachen sein.

      Aber einen angepassten Versuch solltest Du starten.
      BB Code
      viele Grüße

      Axel

      UBB-Code
    • Roland aus E. schrieb:

      Zitat von »Dirk1«
      ich hatte mal bei einem 160 x 80 x 60 die komplette Rückwand mit ineinander verschachtelten Moorkienwurzeln zugestapelt und diese dann mit Anubias nana und Javafarn bepflanzt.

      Nach ein paar Monaten war die komplette Rückwand grün. Sah klasse aus.

      hast Du davon vielleicht ein Foto gemacht ?
      Wäre super es einmal zu sehen. Im voraus Danke. :top:


      Hallo Roland,

      nein, leider nicht. Das ist auch schon 20 Jahre her.

      Die Rückwand war komplett grün und ab und zu ragte mal ein Moorkien-Ästchen heraus.

      Hat auf dem Boden etwa 20-25 cm Tiefe benötigt - nach oben dann immer weniger.

      Gruß,
      Dirk
    • Hallo,

      es gibt durchaus stabile Stängelpflanzen die für viele Barsche tauglich wären und per groben Kies gegen ausgraben gesichert werden können. Rotala rotundifolia wäre z.B. so ein Kandidat. Wenn die gelegenheit bekommt ordentlich zu wurzeln, ist sie praktisch nicht auszubuddeln, da sie unterirdisch jede menge Ausläufer bildet an denen sie austreibt und so gerne mal das Aquarium entert. Mein Channa pulchra konnte der Pflanze nichts anhaben und der ist Bullenklasse mit Gestaltungswillen. Wichtig ist nur, daß die Pflanzen überhaupt echte Bodenwurzler sind, schon ordentlich angewurzelt sind und Ausläufer gebildet haben bevor die Fische einziehen. Klar gibt es auch Fische mit denen das nicht geht.

      Allerdings habe ich bei den meisten Cichliden, ob zwerg oder größer, den Eindruck , daß so ein Gebüsch als Bedrohung angesehen wird, in dem ein Räuber lauern könnte. Die Stimmung im Becken war mit Pflanzen die Deckung von oben bieten und dafür Rundumsicht jeweils sehr viel entspannter.
      Und so ein Gebüsch haut ordentlich Nährstoffe weg, wenn die aufgebraucht sind kolabiert das ganze, der Bestand bricht zusammen, diverse Algen kommen, die restlichen Pflanzen wachsen schlecht oder gar nicht mehr und die Sache wird unschön. Wasserwechsel und einen Blick auf die Nährstoffzufuhr ist da sehr wichtig. Der überwiegende Teil der benötigten Nährstoffe wird nicht per Fisch zur Verfügung gestellt, da muß man sich drum kümmern.

      Rückwand lässt sich erstklassig mit Glasfaser Armierungsgewebe das auf einen Rahmen gespannt ist begrünen. Da lässt sich neben Javafarn und Anubien auch die gute alte Najas aufbinden, was sehr ansprechend aussieht und unkompliziert ist.

      Gruß, helmut
    • Hallo

      Meine Erfahrung mit Bepflanzung und Großcichliden ist auf Astronotus begrenzt und hier ist es wirklich so das sie einem beim anbringen der Pflanzen egal wie ob aufbinden oder einpflanzen mit etwa 20 bis 30 cm Abstand sehr genau und interessiert zuschauen und sobald die Hand das Wasser verlässt wird es direkt kaputt gemacht. Selbst große alte Anubien werden entweder gefressen oder einfach nur kleingeschreddert.
      Bei den Flaggenbuntarschen war es sogar noch schlimmer, diese waren wie die Karnickel und haben alles abgemäht.
    • Hallo,

      als Träger für Moose oder Aufsitzerpflanzen eignet sich WDVS-Gewebe (Armierungsgewebe) hervorragend. Das gibt es auf Rollen und ist meist nen Meter breit, auch als Meterware erhältlich.
      Einfach ein passendes Stück zurecht schneiden, mit Heißkleber oder Sekundenklebergel auf Cyanacrylat-Basis ein paar Sauger (zur Fixierung des Gewebes an der Rückscheibe) ankleben und dann mit Moosfetzen oder eben Aufsitzer wie Javafarn u. ä. bestücken. Stängelpflanzen einfach davor setzen.
      Habe ich mal in einem 30 Liter Cube mit Spikymoos gemacht, sah sehr gut aus als das Moos das Gewebe vollständig durchwuchert hatte und ich konnte diese "Matte" schnell und einfach von der Rückwand lösen.
      Ich suche mal ein Bild und stell es ein.
      Gruß Daniel :wink:

      PFLANZENFRAKTION :top:
    • Leider habe ich kein Bild mehr davon wie es vollständig bewachsen war. Aber ich denke man kann sehen was ich meine.
      Bilder
      • IMAG1483_1.jpg

        398,66 kB, 1.122×1.216, 19 mal angesehen
      • IMAG1484.jpg

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      • IMAG1606_1.jpg

        366,54 kB, 1.180×1.236, 18 mal angesehen
      Gruß Daniel :wink:

      PFLANZENFRAKTION :top:
    • Hallo Daniel, :top:

      spezzeguti schrieb:

      als Träger für Moose oder Aufsitzerpflanzen eignet sich WDVS-Gewebe (Armierungsgewebe) hervorragend. Das gibt es auf Rollen und ist meist nen Meter breit, auch als Meterware erhältlich.
      ja so versuche ich es auch. Mal schauen wie es wird. Ich mach dann mal Fotos vom Entstehen.
      Aber das dauert noch etwas. Planung läuft auf Mitte Januar.
      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



      Reden ist Silber und Schweigen ist Gold