Wie befestigt man "Javamoos" Taxiphyllum barbieri auf Holzern, Bambus etc.

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Wie befestigt man "Javamoos" Taxiphyllum barbieri auf Holzern, Bambus etc.

      Moin,

      man sieht immer wieder mit
      Taxiphyllum barbieri bewachsene Hölzer, was ich richtig schön finde.
      Natürlich kann man so was auch kaufen, aber die Hölzer sind dann regelmäßig zu klein und natürlich auch zu teuer.

      Daher würde ich das gerne selber machen. Die Frage ist nur, wie ich das Moos auf den harten Gegenstände so befestige, dass es dort anwächst.

      Ich würde ganz gerne dickere Bambusstäbe mit dem Moos besiedeln. Das wäre dann natürlich eine harte, glatte und überwiegend geschlossene Oberfläche.

      Gibt es einen wasserfesten und für Tiere und Pflanzen unbedenklichen Kleber, den man verwenden könnte ???

      viele Grüße

      Axel

      UBB-Code
    • Moinsen Axel,

      glaub' oder glaub's nicht: Sekundenkleber auf Cycranalat-Basis (oder so ähnlich) funzt supergut und ist ungiftig für unsere AQ-Insassen. Tipp: nimm den Kleber in Gelform. Flüssig ist 'ne grosse Sauerei und verklebt alles andere (Finger, etc.) aber nicht was du willst. Nicht zu grossflächig auftragen da der Kleber mit der Zeit weiss wird was dann hässlich ausschaut. Google mal nach Aquarium Sekundenkleber. Findest du recht interessante Berichte in verschiedenen Foren die sich damit beschäftigen. Habe selber damit mein Javamoos auf Wurzeln gesetzt. Hält bombig und keine Auswirkungen auf die Tiere. Bei raspelnden Welsen wäre ich allerdings vorsichtig, aber ansonsten eine coole Methode um Moose scapingmässig an Wurzeln zu platzieren. Wusste ich bis vor ca. 1 Jahr auch noch nicht das die so damit arbeiten. Hoffe ich konnte helfen.
      Gruss, Volkmar
      Alles für's Aquarium !!! Alles für den Fisch !!!
      Möge das Wasser mit Dir sein !!!
      :allgemein:
    • aus Wikipedia:

      "Cyanacrylat-Klebstoffe

      Cyanacrylat-Klebstoffe sind im Allgemeinen besser bekannt unter dem Begriff Sekunden- oder auch Superkleber. Es handelt sich dabei um dünnflüssige oder bewusst eingedickte Ester der Cyanoacrylsäure, die in 1K-Form als Monomere in den Handel kommen und durch Polymerisationsreaktion im Fügespalt zum eigentlichen Klebstoffpolymer reagieren. Voraussetzung für den Start der Polymerisation, die zur Aushärtung führt, ist das Vorhandensein polarer Gruppen oder Teilchen, beispielsweise die OH-Ionen in der Feuchtigkeitsschicht an der Fügeteiloberfläche. Es handelt sich dabei um eine anionische Polymerisation, d. h. Nukleophile, wie organische Stickstoffverbindungen, Schwefelverbindungen oder Alkohole und Wasser, greifen die durch die beiden stark elektronenziehenden Substituenten polarisierte Doppelbindung am Kohlenstoffatom an. Dabei entsteht ein mesomeriestabilisiertes Anion, das im weiteren Reaktionsverlauf das nächste Monomermolekül angreift. Die Polymerisation läuft sehr schnell ab, so dass in Sekunden eine feste Verbindung hergestellt ist. Bevorzugte Substrate sind Metalle, Glas oder Keramik, die einen extrem dünnen Klebespalt ermöglichen. Um etwas breitere Spalten zu füllen, wird durch Zusatzmittel die Viskosität angehoben oder durch Thixotropiermittel ein Gelzustand erzeugt. Solche Typen werden bevorzugt zum Verkleben von EPDM-Gummidichtungen eingesetzt.

      Cyanacrylat wurde ursprünglich 1942 von der Firma Kodak für das US-Militär als transparente, unzerbrechliche Zieloptik für Panzer entwickelt. Nachdem es zu diesem Zweck nicht geeignet war, kam 1958 der erste Sekundenkleber mit dem Namen Eastman 910 auf Basis der damals entwickelten Substanz heraus.

      Verklebungen mit Cyanacrylat-Klebstoffen sind nicht feuchtigkeits- oder temperaturstabil, da unter entsprechenden Bedingungen das Polymer wieder gespalten wird. Außerdem lassen sich nur kleine Flächen richtig verkleben. Verbindungen lassen sich mit Hilfe von Aceton (enthalten in vielen handelsüblichen Nagellackentfernern) wieder lösen.

      Spezielle Ester der Cyanacrylsäure finden auch in der Medizin zum Wundverschluss statt des Nähens Anwendung. Durch die feucht-warmen Umgebungsbedingungen lösen sich diese Verklebungen langsam wieder auf. Seit 1998 ist in den USA Cyanacrylat auch zur Wundbehandlung freigegeben, weil insbesondere Schnittwunden damit schnell verklebt werden können.
      Anwendungsrisiken

      Cyanacrylatklebstoffe können bei Anwesenheit von Wasser (z. B. auch bei zu hoher Luftfeuchtigkeit) schlagartig reagieren. Die dabei entstehende Verklebung hat hohe innere Spannungen und ist extrem spröde; sie kann keine oder nur geringe Kräfte übertragen. Man kann diesen an sich negativen Effekt aber auch nutzen, um versehentlich applizierten Sekundenkleber mit einigen Tropfen Wasser sofort auszuhärten. Die dabei entstehende opake Masse ist mechanisch wesentlich leichter zu entfernen, als wenn man bis zur regulären Aushärtung des Klebstoffs wartet.
      Bei Verklebungen auf Glasscheiben kann es durch die am Glas adsorbierten Hydroxid-Schichten ebenfalls zu schlagartigen Reaktionen kommen. Unter Umständen kann das Glas an der Verklebungsstelle brechen/ausmuscheln.
      "



      ich verstehe nicht, wie man auf Sekundenkleber kommt, wenn es viel einfachere und weitaus ungiftigere Methoden gibt, welche IMHO sogar besser funktionieren!
      Viele Grüße,
      Mr. Dovii
      buchhauser-peter.de

      :mitt:
      Großcichliden









      __________
      Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut! - Perikles
    • Moin Axel,
      Sekundenkleber ist Gang und Gäbe bei den Scapern:
      flowgrow.de/pflanzen-allgemein…zen-aufkleben-t17373.html

      Es gibt auch speziellen Unterwasserkleber für Pflanzen.
      Hier gibts einige Tipps
      Ich nutze oft Kabelbinder, weil die unter Wasser einfacher zu handhaben sind als ein dünner Faden den ich knoten müsste.
      Und ja, das wird funktionieren. Javamoos wächst auch auf glattem Untergrund fest.
      Ich habe aber eine andere lat. bezeichnung für Javamoos im Kopf.
      Liebe Grüße
      Phil
    • Moin,

      ich habe mir das bei Flowgrow und anderen Foren mal durchgelesen und kann da nichts Schlimmes dran finden.
      Ich habe vielfach Angelschnur oder auch Haarnetz gelesen, aber ein Kleber, der in Amerika sogar als Wundverschluss zugelassen ist, also dementsprechend nicht giftig sein kann, ist doch eine gute Sache.
      Wenn ich Moos damit befestigen will, dann muss es ja auch kein Gewicht halten und wenn sich die Verbindung irgendwann löst, das Moos dann aber schon selber angewachsen ist, macht das doch nichts.
      Ich werde das einfach ausprobieren. ;)
      viele Grüße

      Axel

      UBB-Code
    • Moinsen Axel,

      sehe ich auch so. Probiers aus und zeige uns mal dann das Ergebniss. Bin dann mal gespannt wie es ausehen wird. Der einzige Nachteil den ich bislang habe ist der das wenn ich die so beklebten Wurzel mal länger aus dem Wasser holen muss (was ja nicht oft vorkommt), dann muss ich sie mit feuchten
      Ex & Hopp-Tüchern bedecken um die Pflanzen vor zu schnellem Austrocknen zu schützen. Aber sonst... :top:
      Gruss, Volkmar
      Alles für's Aquarium !!! Alles für den Fisch !!!
      Möge das Wasser mit Dir sein !!!
      :allgemein:
    • Hallo Axel

      Wenn dir Angelschnur, Nähseide, Kabelbinder, etc. zu umständlich sind, und dir ein "Klebstoff" mehr zusagt, dann schau mal Im Aquaiumfachhandel in die Seewasserabteilung (Nudelwasser breitgrin.png ) nach.
      Dort gibt es, alternativ zum "Superkleber", einen Art "Kitt", der ist speziell zum Festkleben von Korallenableger. Den kann man auch unterlassen verwenden.
      Wird auch von zoologischen Gärten verwendet.
      Grüsse aus Österreich
      Joachim
    • Hallo,

      mit Sekundenkleber lassen sich Weichkorallen und Scheibenanemonen anpicken, bis sie selbst am Substrat festgewachsen sind.
      Das mit Javamoos zu versuchen halte ich für eine gute Idee. Wenn sich der Kleber nach einer Weile wieder im Wasser löst, ist das doch ein Vorteil.
      Ich glaube gehört zu haben, daß mit Cyanacrylat-Klebstoffen Wunden von Kriegsverletzten verschlossen wurden.
      Grüße Duschl