Kann man bei Fischen ihren Standort erkennen ?

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    • Michael,

      Du bist ein ganz übler Kerl, weißt Du das eigentlich. :ups: :ups: :ups:

      Es war für mich ganz klar, dass ich zumindest 2016 keine bifasciata aus Mexiko mitnehmen will! :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown:

      Jetzt, wo ich diese Fotos sehe (gib' es zu, Du hast farblich nachgeholfen!), kommt mir spontan nur wieder eins in den Sinn: :hut: :hut: :hut:

      WILL HABEN, vor allem die Form links (das Paar) und das rechte Tiere (blauer Kopf)... breitgrin.png breitgrin.png breitgrin.png :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

      Also, d.h. doch Candelaria und Usumacinta, oder? ;) ;) ;)
      Viele Grüße,
      Mr. Dovii
      buchhauser-peter.de

      :mitt:
      Großcichliden









      __________
      Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut! - Perikles
    • Ja Peter links Candelaria und rechts Usumacinta.
      Aber wirklich, die Farben sind so. Das Blau hatten die Usumacinta-Tier von Anfang an. Ich habe noch mehr Bilder von denen.
      Man kann die Qualität der Bilder stets etwas verbessern, aber entfremden würde ich meine Bilder nie. Blau ist blau und rot ist rot. Es reicht wenn man etwas mit Kontrast und Helligkeit arbeitet ;)

      Aber der Usumacinta ist groooooß.
      Hier mal ein Bild wie sie bei der Brutpflege aussehen. Vielleicht sollten wir uns das merken.
      Bilder
      • bifusumacinta2.jpg

        234 kB, 1.024×709, 26 mal angesehen
    • Hallo Michael, :hut:

      nelson schrieb:

      Also für mich ein ganz klares Ja. Man erkennt viele Variantenan Farbe, Form woher sie kommen.
      Deiner Meinung schließe ich mich an. :wink: Ich möchte nur erfahren, kann man Rückschlüsse ziehen, dass in einem gewissen Gewässer gewisse Farbtöne bei Fischen vorherrschen. Und welche Ursachen dieses Farbwechselspiel haben. Unsere Fische machen dies bestimmt nicht aus Jux und Tollerei. Und sie können dies eben sehr schnell tun. Du weißt Ursache und Wirkung. :freufreu:

      nelson schrieb:

      Ein bifasciatus sieht doch in jedem Fluß irgendwie anders aus. Hierzu mal ein paar ganz klare Beispiele.
      Rio Chacamax
      Rio Candelaria
      Rio Usumacinta
      Laguna Catazaja
      Also Michael, richtig super Bilder. Du bist eben nicht nur bei den Fischen ein Spezialist, sondern auch ein Spitzenfotograf. :top:
      Ich habe mir mal erlaubt aus Deiner Bifasciatus - Liste den Rio Usumacinte herausgepickt. Wunderschönes Blau. :wink:
      Okay der Fluss ist nicht gerade klein, 1000 km müssen auch erst mal abgefahren werden. Ich hab mal ganz schnell gegoogelt und siehe da -> :ups:
      Im Rio Usumacinta z Bsp. Exvieja ufermanni und Paraneetroplus argentea, hmm alle leicht bläulich

      Link -> fishtanksandponds.co.uk/profil…neetroplus-argenteus.html
      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



      Reden ist Silber und Schweigen ist Gold
    • Roland aus E. schrieb:

      Hallo Michael, :hut:
      ....
      Okay der Fluss ist nicht gerade klein, 1000 km müssen auch erst mal abgefahren werden. Ich hab mal ganz schnell gegoogelt und siehe da -> :ups:
      Im Rio Usumacinta z Bsp. Exvieja ufermanni und Paraneetroplus argentea, hmm alle leicht bläulich

      Link -> fishtanksandponds.co.uk/profil…neetroplus-argenteus.html
      ja und auch leicht rötlich, gelblich, bräunlich, etc. breitgrin.png breitgrin.png breitgrin.png

      Sorry, Roland, aber was willst Du wirklich mit dieser Aussage!

      Diese drei Arten sind grundverschieden und das "leicht bläulich" kann ich mir jederzeit einreden!

      Im Rio Usumacinta findest Du P. bifasciatus von rein gelb/rot bis blau/rot, je nachdem, aus welchem Zufluß sie stammen. Im Unterlauf mischt der Rio Grijalva bei Regenzeit mit dem Rio Usumacinta und daher kann ich auch "Catazaja"-Tiere dort finden...

      Sind dann bei gelb/roten bifasciatus aus dem Usumacinta-Einzug die argentea auch gelb/rot? :grinsgrins: :grinsgrins: :grinsgrins:

      Bitte nimm' es mir nicht übel, ich schätze Deine Beiträge, aber manchmal scvhreibst Du einfach irgendwas "ohne Hand und Fuß"...nur weil Du im Internet dazu wieder irgendwo was gefunden hast.

      Nix für ungut bitte,
      Peter
      Viele Grüße,
      Mr. Dovii
      buchhauser-peter.de

      :mitt:
      Großcichliden









      __________
      Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut! - Perikles
    • Hallo,

      einen solchen Zusammenhang wie Roland ihn beschreibt, kenne ich nur aus dem Tanganjikasee. Da gibt es tatsächlich Ecken, an denen einige Fische artübergreifend ähnlich gefärbt sind. Allerdings wird das nicht an irgendwelchen Wirkstoffen im Wasser liegen, sondern eher an der Umgebung, den Lichtverhältnissen etc.
      Viele Grüße
      Malte
    • Hi Peter,

      Mr. Dovii schrieb:

      ja und auch leicht rötlich, gelblich, bräunlich, etc. breitgrin.png breitgrin.png breitgrin.png

      Sorry, Roland, aber was willst Du wirklich mit dieser Aussage!

      Diese drei Arten sind grundverschieden und das "leicht bläulich" kann ich mir jederzeit einreden!

      Im Rio Usumacinta findest Du P. bifasciatus von rein gelb/rot bis blau/rot, je nachdem, aus welchem Zufluß sie stammen. Im Unterlauf mischt der Rio Grijalva bei Regenzeit mit dem Rio Usumacinta und daher kann ich auch "Catazaja"-Tiere dort finden...

      Sind dann bei gelb/roten bifasciatus aus dem Usumacinta-Einzug die argentea auch gelb/rot? :grinsgrins: :grinsgrins: :grinsgrins:

      Bitte nimm' es mir nicht übel, ich schätze Deine Beiträge, aber manchmal scvhreibst Du einfach irgendwas "ohne Hand und Fuß"...nur weil Du im Internet dazu wieder irgendwo was gefunden hast.

      Nix für ungut bitte,
      ich will mit meiner Aussage eigentlich aussagen, dass in gewissen Gewässern gewisse Farben vorkommen. breitgrin.png Okay, dies zum einen, wurde hier eigentlich nicht abgesprochen. Siehe Aussage vom Michael. Hier auch einmal eine seiner sehr guten Beschreibungen -> Roland's Tiere halte ich für Rio-Usumacinta/Rio Candelaria-Tiere, denn die Variante aus dem Cenote-Azul hat einen stumpferen Kopf und kaum Blauanteile!

      Und böse bin ich deswegen nicht, schon gar nicht mit Dir. :freufreu:


      Fazit

      Mein Fazit daraus, ist dass es keine Mutation ist, auch keine räumliche Trennung oder Isolation, sondern andere Ursachen dafür verantwortlich zeichnen.
      Ist eben die Fischsprache und wenn es nur um den Selbsterhaltstrieb geht, z.B. bei der Fortpflanzung.

      Ich wiederhole hier einen Artikel aus dem Stern ->

      Aber ist räumliche Trennung dafür unbedingt notwendig? Evolutionsbiologen glauben, dass auch innerhalb einer Population Artbildung möglich ist - sympatrische Artbildung (sym, griechisch für
      gleich) heißt diese Theorie. Starke sexuelle Selektion könnte auch zur Aufspaltung einer Art in zwei neue führen.

      Goldene Barsche haben Vorteile gegenüber schwarzen

      Der Evolutionsbiologe Axel Meyer hat zusammen mit Kathryn Elmer und Topi Lehtonen von der Universität Konstanz nun die möglichen Anfänge einer Aufspaltung durch sexuelle Selektion nachgewiesen. Im Fachmagazin " Evolution " schreiben Forscher, dass sie bei den sogenannten Midas - Buntbarschen im Xiloa - Kratersee in Nicaragua Hinweise darauf beobachtet haben.Die Midas-Buntbarsche sind innerhalb der ohnehin schon sehr artenreichen und vielfältigen Buntbarsche einzigartig. Manche Individuen sind in der Lage, im Laufe ihres Lebens ihre Farbe vom normalen Grauschwarz zu Gold zu ändern. Daher sind sie benannt nach dem sagenhaften König Midas, der Dinge durch bloße Berührung in Gold verwandeln konnte. Bis zu ein Fünftel der Tiere -Männchen wie Weibchen gleichermaßen - betrifft diese Farbwandlung. Und sie ist unumkehrbar. Wann der Farbwechsel stattfindet, ist noch unklar. Meyer geht davon aus, dass er vor der Geschlechtsreife vollzogen ist.

      Die Wissenschaftler glauben, dass sich die Goldvariante genetisch erhalten hat, weil diese Individuen einen Vorteil gegenüber den normal gefärbten besitzen. "Goldene Barsche haben gegenüber den schwarzen einen Vorteil im Kampf um die Reviere", sagt Axel Meyer. Ein Nachteil aber sei, dass sie Feinden auch stärker auffallen.

      Jaja diese Fischsprache. :wink:
      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



      Reden ist Silber und Schweigen ist Gold

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Schwabe () aus folgendem Grund: Ergänzung

    • Ich denke das gibt es überall

      Hallo Malte, :hut:

      Mii schrieb:

      einen solchen Zusammenhang wie Roland ihn beschreibt, kenne ich nur aus dem Tanganjikasee. Da gibt es tatsächlich Ecken, an denen einige Fische artübergreifend ähnlich gefärbt sind. Allerdings wird das nicht an irgendwelchen Wirkstoffen im Wasser liegen, sondern eher an der Umgebung, den Lichtverhältnissen etc.
      siehst Du. Meine Überlegung gibt es :grinsgrins: UNd ich denke nicht nur im Tanganjikasee. Warum es zum Umfärben kommt, ist eine andere Frage. Ich denke auch dieses Geheimnis wird noch gelöst. breitgrin.png

      Hi Malte dieser Link könnte Dich interessieren evolutionsbiologie.uni-konstanz.de/pdf1-182/P92.pdf
      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



      Reden ist Silber und Schweigen ist Gold

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    • HAllo Roland,
      also ich finde es erstaunlich mit was für schweren Fragen du dich beschäftigst. Sicherlich sind es solche oder andere schwere Fragen welche dich an das Hobby binden. Finde ich voll i.O.
      Nötige Infos zu diversen Fragen zu finden ist recht schwer da oftmals, und auch in der Wissenschaft, die Meinungen weit auseinander gehen. Oft sogar recht widersprüchlich sind.
      Die Wissenschaftler glauben, dass sich die Goldvariante genetisch erhalten hat, weil diese Individuen einen Vorteil gegenüber den normal gefärbten besitzen. "Goldene Barsche haben gegenüber den schwarzen einen Vorteil im Kampf um die Reviere", sagt Axel Meyer. Ein Nachteil aber sei, dass sie Feinden auch stärker auffallen.

      Also Vorteil und Nachteil gleichzeitig. Klingt wie die Antwort eines vierjährigen Mädchens. Dafür brauche ich nicht auf die Uni.

      Ich für meine Fälle erfreue mich der Tatsache das es verschiede Varianten gibt. Sie machen die Aquaristik spannend und farbenfroher. Sie machen Reisen spannender(wie wird die gefangene Variante in zwei Jahren aussehen?). Sie macht eine individuelle Variantenerhaltung nötig. Aquaristisch oft eine nicht zu bewerkstelligende Aufgabe. Zum einem eine vermischen verschiedener Varianten zu verhindern aber zum anderen aufzupassen dass sie genetisch nicht degenerieren. Du siehst, wir haben auch so alle Hände voll zu tun. Ein Erfassen und auflisten aller möglichen Varianten wäre mal nicht schlecht (MA-Bereich).

      Sollte mir dann mal eine Bericht über farbliche Erklärungsversuche der Wissenschaft unter die Augen kommen lese ich sie natürlich auch. In wie weit ich sie dann verstanden habe und ob ich dann schlauer bin als vorher.....................?

      Ich freue mich schon auf dein nächstes Thema und hoffe das du die für dich wichtigen Antworten stets erhalten wirst.
    • Hi Michael, :hut:

      nelson schrieb:

      HAllo Roland,
      also ich finde es erstaunlich mit was für schweren Fragen du dich beschäftigst. Sicherlich sind es solche oder andere schwere Fragen welche dich an das Hobby binden. Finde ich voll i.O.
      ganz nach dem Motto " Warum einfach, wenn es auch schwer geht " breitgrin.png Und Fragen sind tatsächlich nicht das Einzige, was mich an diesem Hobby interessiert. Ihr habt da ein kleinen Vorsprung von sagen wir mal 30 Jahren. :grinsgrins:

      nelson schrieb:

      Also Vorteil und Nachteil gleichzeitig. Klingt wie die Antwort eines vierjährigen Mädchens. Dafür brauche ich nicht auf die Uni.
      Relativitätstheorie " Alles hat zwei Seiten " - Standpunkt des Beotrachters. Kann auch ein vierjähriges Mädchen oder alter Sa.. wie ich sein. :freufreu:

      nelson schrieb:

      Ein Erfassen und auflisten aller möglichen Varianten wäre mal nicht schlecht (MA-Bereich).
      Kann ich leider nicht daran teilnehmen Mangels fehlender Fotos. breitgrin.png Und klauen tue ich nicht. :ups:

      nelson schrieb:

      Sollte mir dann mal eine Bericht über farbliche Erklärungsversuche der Wissenschaft unter die Augen kommen lese ich sie natürlich auch. In wie weit ich sie dann verstanden habe und ob ich dann schlauer bin als vorher.....................?
      Ich finde es schon sehr interessant, dass Fische eben keine Veränderung durch Mutation oder ähnliches haben, sondern diese Fähigkeit der Farbveränderung schon seit Jahrtausenden in sich tragen. Es ist auch interessant das der Genpool, nenne ich mal so, von den Cubanern (Fische ) mit denen Afrikas übereinstimmen.
      Auch der Farbwechsel bei den Midas innerhalb einer Generation war für mich überraschend . :ups:

      Ich für mich habe bei diesem Thread eine Menge dazu gelernt. Und sich weiterbilden, dass wollen wir doch alle. Oder ? breitgrin.png
      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



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    • Hallo Roland,

      Roland aus E. schrieb:

      Es ist auch interessant das der Genpool, nenne ich mal so, von den Cubanern (Fische ) mit denen Afrikas übereinstimmen.


      Der Satz sagt leider gar nicht aus, da fehlt, in wie fern der Genpool übereinstimmt. Die afrikanischen Cichliden sind einfach viel älter, daher ist es völlig normal, dass da gewisse genetische Übereinstimmungen vorliegen.
      Das trifft übrigens auch auf die anderen Mittelamerikaner zu.


      Zu den Farbmorphen bei A. citrinellus gibt es einiges zu lesen. Z.B.: "Competition between Color Morphs of the -Polychromatic
      Midas Cichlid Cichlasoma citrinellum"

      Abstract. The Midas cichlid, Cichlasoma citrinellum, is a polychromatic fish
      that occurs in Nicaragua. All of these fish start life as normally colored, cryptic
      individuals. In somie populations a few fish change into conspicuously colored
      morphs, most frequently gold. When kept in unm1ixed color groups, golds and
      normals grow at the same rate; but when they are mixed, growth of the golds
      becomes faster and that of the normals slower. Golds dominate normals in contests
      over food, which accounts for their advantage.


      (Link musst Du leider selber suchen, da ich hier einen nicht öffentlichen Zugangslink dazu habe und es daher nicht verbreiten darf.)

      edit: vielleicht hat man hier Zugriff (kann ich grade nicht überprüfen)
      Viele Grüße
      Malte

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Mii ()

    • Werde ich machen

      Hi Malte, :hut:

      Mii schrieb:

      Der Satz sagt leider gar nicht aus, da fehlt, in wie fern der Genpool übereinstimmt. Die afrikanischen Cichliden sind einfach viel älter, daher ist es völlig normal, dass da gewisse genetische Übereinstimmungen vorliegen.
      erst mal Dankeschön für Dein Engagement und Deine für mich immer interessanten Infos. Die Passage über die Genzusammenstellung der Cubaner und Afrikaner suche ich Dir heraus. breitgrin.png breitgrin.png breitgrin.png
      Nur nicht heute, vielleicht heute abend, aber mir wird es langsam zu warm. :grinsgrins:
      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



      Reden ist Silber und Schweigen ist Gold
    • Hi Malte, :hut:

      mir schwirrt langsam der Kopf. breitgrin.png
      Dein Zitat
      Der Satz sagt leider gar nicht aus, da fehlt, in wie fern der Genpool übereinstimmt. Die afrikanischen Cichliden sind einfach viel älter, daher ist es völlig normal, dass da gewisse genetische Übereinstimmungen vorliegen. Das trifft übrigens auch auf die anderen Mittelamerikaner zu.


      Hierzu eine kurze Beschreibung des Vergangs ( Doktorarbeit 122 Seiten lang auf Englisch ) :grinsgrins: -> kops.uni-konstanz.de/bitstream…22/Clabaut.pdf?sequence=1
      Jaja unsere Fische sind uuuuuralt. breitgrin.png
      Dateien
      • G 1.pdf

        (710,28 kB, 2 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



      Reden ist Silber und Schweigen ist Gold

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Schwabe ()

    • Roland aus E. schrieb:

      Hi Peter,

      ...
      Siehe Aussage vom Michael. Hier auch einmal eine seiner sehr guten Beschreibungen -> Roland's Tiere halte ich für Rio-Usumacinta/Rio Candelaria-Tiere, denn die Variante aus dem Cenote-Azul hat einen stumpferen Kopf und kaum Blauanteile!
      ...

      Lieber Roland,

      dieser Satz stammt nicht von Michael, sondern von mir, siehe Post 3!

      Bitte a bissl aufpassen, was Du schreibst, gell :wink:
      Viele Grüße,
      Mr. Dovii
      buchhauser-peter.de

      :mitt:
      Großcichliden









      __________
      Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut! - Perikles
    • Hallo Peter, :hut:

      Mr. Dovii schrieb:

      Lieber Roland,

      dieser Satz stammt nicht von Michael, sondern von mir, siehe Post 3!

      Bitte a bissl aufpassen, was Du schreibst, gell :wink:
      das tut mir leid, dass mir hier eine Verwechselung untergekommen ist. Ich dachte nur, hmm blau und der Rio-Usumacinta. breitgrin.png
      Und Du kennst doch den Spruch, wo gearbeitet wird passieren Fehler ( dies war mein Fehler ), wie könnte ich dies vermeiden ??? breitgrin.png
      Sag es mir, dann passiert mir mit Sicherheit kein Fehler mehr, Ihr müßt es nur sagen. OKay. :ups:



      Ich möchte nur noch kurz eine Kopie einstellen und dann ist für mich dieser Thread durch.

      Kopie aus Focus.de (2008 )

      Um eine Partnerin zu finden, ändern afrikanische Buntbarsche sogar ihre Farbe. Dabei geht es nicht um Schönheit, sondern darum, für das Weibchen besser sichtbar zu sein. Auch im Tierreich spielen optische Reize bei der Partnerwahl eine große Rolle. Ein Musterbeispiel dafür sind die afrikanischen Buntbarsche aus dem Viktoriasee. Wissenschaftler um den Evolutionsbiologen Ole Seehausen wiesen nach, dass die Partnerwahl bei den Tieren auf eine unterschiedliche Wahrnehmung der Farben zurückzuführen ist.

      Die afrikanischen Buntbarsche passen sich an die vorherrschende Lichtfarbe der jeweiligen Wassertiefe an, schreiben die Forscher im Fachmagazin „Nature“. Fische im tiefen Wasser sehen rot besser, Fische im flachen Wasser blau, fanden die Forscher durch DNS-Analysen heraus. So können sich die Buntbarsche besser orientieren und finden mehr Futter. Das hat auch Auswirkungen auf die Partnerwahl: Die Weibchen bevorzugen die Partner, die sie am besten sehen können.

      Durch diese Selektion dominieren im tieferen Wasser Männchen, die zur Geschlechtsreife rote Farben ausbilden, im flachen Wasser solche mit blauen Farben. Die Ergebnisse der Forscher stützen die These, dass Vorlieben bei der Partnerwahl zur Artbildung beitragen, auch wenn keine räumliche Trennung zwischen den Populationen vorliegt.

      Artenvielfalt wird getrübt

      Die Forschungsresultate liefern auch eine plausible Erklärung für den drastischen Einbruch der Artenvielfalt im Viktoriasee in den vergangenen 25 Jahren. Die Überdüngung des Sees durch die Landwirtschaft, Entwaldung und die umliegenden Großstädte trübte das Seewasser. Das führte dazu, dass sich die Lichtverhältnisse schon nach wenigen Metern Wassertiefe drastisch änderten.

      Hierzu noch einen Kink -> scinexx.de/wissen-aktuell-8912-2008-10-06.html


      Mein Fazit
      lautet daher, es ist so simpel wie logisch. Um seiner Art eine Zukunft zu bieten, müssen sich unsere Fische auf ihre Sicht verlassen können und das heißt ein Weibchen muss seinen Partner, sprich Männchen sehen können. Sonst droht der Artuntergang, auch bei Zugereisten. Sie müssen sich anpassen. :hut:
      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



      Reden ist Silber und Schweigen ist Gold

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Schwabe () aus folgendem Grund: Oh manno

    • ..... Um seiner Art eine Zukunft zu bieten, müssen sich unsere Fische auf ihre Sicht verlassen können und das heißt ein Weibchen muss seinen Partner, sprich Männchen sehen können. Sonst droht der Artuntergang.....quote] ..... sagte der blinde Höhlensalmler und donnerte gegen den Felsvorsprung... .rollroll:

      Spass bei Seite, ein guter Thread, hat mir Spaß gemacht mitzulesen. Das sich die Männchen so präsentieren, dass sie eine möglichst große Aussicht auf Erfolg haben kann ich gut nachvollziehen, und wenn die Damen schlecht rot sehen können ist der Blaue im Vorteil.

      Dass allerdings die Härtegrade oder Erze etc. - man denke an die Leitfähigkeit mancher Gewässer von ~ 10 us - etwas mit der Färbung zu tun haben glaube ich auch nicht, mir erscheint das was Malte zu den Farben geschrieben hat am wahrscheinlichsten und auch ausreichend gesichert.

      Farbe, Muster etc sind zum großen Teil auch Tarnung, Augenflecke reduzieren die Gewissheit auf eine 50/50 Chance wo denn nun vorne ist etc, das sollte man bei der Betrachtung von Farben mit in Erwägung ziehen.
      Ein Reiher kann in klarem Wasser eine kontrastierende Struktur gut ausmachen, ich denke mal auch die Glanzpunkte der Satanoperca dienen mit Sicherheit weniger der Erquickung uns Aquarianer, als vielmehr der optischen Auflösung im glitzernden Wasser....

      Der Verlust aber an Artenvielfalt hängt immer mit einer Verarmung an Nischen (Nahrung) zusammen, und ist sicher mit eingeschränktem Nahrungsangebot unter trüberem Wasser (im Vergleich zu vorher) zusammen (Algen-Aufwuchs..... Nahrungskette), aber aus meiner Sicht nicht, dass die Damen nichts mehr sehen können :)

      LG Magnus
      LG Magnus *~*
    • Tja so ist das

      Hallo Magnus, :hut:

      Teufelsangel schrieb:

      Zitat

      ..... Um seiner Art eine Zukunft zu bieten, müssen sich unsere Fische auf ihre Sicht verlassen können und das heißt ein Weibchen muss seinen Partner, sprich Männchen sehen können. Sonst droht der Artuntergang.....quote] ..... sagte der blinde Höhlensalmler und donnerte gegen den Felsvorsprung... .rollroll:



      Spass bei Seite, ein guter Thread, hat mir Spaß gemacht mitzulesen. Das sich die Männchen so präsentieren, dass sie eine möglichst große Aussicht auf Erfolg haben kann ich gut nachvollziehen, und wenn die Damen schlecht rot sehen können ist der Blaue im Vorteil.



      Dass allerdings die Härtegrade oder Erze etc. - man denke an die Leitfähigkeit mancher Gewässer von ~ 10 us - etwas mit der Färbung zu tun haben glaube ich auch nicht, mir erscheint das was Malte zu den Farben geschrieben hat am wahrscheinlichsten und auch ausreichend gesichert.



      Farbe, Muster etc sind zum großen Teil auch Tarnung, Augenflecke reduzieren die Gewissheit auf eine 50/50 Chance wo denn nun vorne ist etc, das sollte man bei der Betrachtung von Farben mit in Erwägung ziehen.

      Ein Reiher kann in klarem Wasser eine kontrastierende Struktur gut ausmachen, ich denke mal auch die Glanzpunkte der Satanoperca dienen mit Sicherheit weniger der Erquickung uns Aquarianer, als vielmehr der optischen Auflösung im glitzernden Wasser....



      Der Verlust aber an Artenvielfalt hängt immer mit einer Verarmung an Nischen (Nahrung) zusammen, und ist sicher mit eingeschränktem Nahrungsangebot unter trüberem Wasser (im Vergleich zu vorher) zusammen (Algen-Aufwuchs..... Nahrungskette), aber aus meiner Sicht nicht, dass die Damen nichts mehr sehen können :)



      LG Magnus
      zunächst einmal wollte ich zu diesem Thread keinen Kommentar mehr abliefern. :ups: Ich finde es langsam mühsig, hier irgendwelche Wissenschaftler zu verteidigen. breitgrin.png
      Du hast doch zu Teil Recht, dass sich Cichliden auch mit Farbgebungen tarnen. Dies geschieht in Ihrer Rücken - und Bauchpartie. Richtig. :wink:
      Nur Deinem letzten Satz muss ich von meiner Seite aus eben widersprechen, wenn also Gewässer dunkler werden, hat dies mit was zu tun. Nahrungskette. Das heißt doch dann, das gelöste Mineralien wie beispielsweise Düngemittel zunächst die Nahrungskette unterbrechen und dies führt dann zum Artensterben. Ich darf Dich bitten mir etwaige Berichte zur Verfügung zu stellen. :wink: Bei der Midas - Untersuchung in den Kraterseen Nicaraguas war eher von einer Erweiterung der Nahrungskette auszugehen. :ups: Die Urform besteht weiter. Eben dunkler.
      Hingegen wenn Farben, welche auch immer ( zum Beispiel Blau ) für Buntbarsche ( haben ein ganz anderes Sehen wie wir, Buntbarsche sehen sogar Infrarot ) nicht mehr sichbar sind, gibt es nun einmal keine Chance mehr auf Nachwuchs. Ich denke dazu habe ich genügend hier verlinkt. Für mich ist der sexuelle Akt eben arterhaltend. :ups:

      Auch hierzu einen sehr neuen Link der Uni Konstanz aus dem Jahr 2015 -> kops.uni-konstanz.de/handle/123456789/29527
      Grüsse
      Roland

      DCG 89 2012



      Reden ist Silber und Schweigen ist Gold

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schwabe ()

    • zunächst einmal wollte ich zu diesem Thread keinen Kommentar mehr abliefern. :ups: Ich finde es langsam mühsig, hier irgendwelche Wissenschaftler zu verteidigen. breitgrin.png


      Hi Roland, musst du doch auch gar nicht, weder was schreiben, noch Wissenschaftler verteidigen..... :ups:

      Nur Deinem letzten Satz muss ich von meiner Seite aus eben widersprechen, wenn also Gewässer dunkler werden, hat dies mit was zu tun. Nahrungskette. Das heißt doch dann, das gelöste Mineralien wie beispielsweise Düngemittel zunächst die Nahrungskette unterbrechen und dies führt


      Nein, ich glaube da hab ich mich nicht eindeutig genug ausgedrückt. In dem diskutierten Fall, in dem Barsche in verschiedenen Tiefen leben, und dort auch ihr Futter finden verhält es sich nicht so, dass ein Mineralstoffeintrag die Nahrungsgrundlage per se verbessert, da insbesondere eben in tieferen Schichten das Licht durch Eintrübungen für eine entsprechende Algenmatte und Aufwuchs nicht mehr ausreicht. Generalisten können das ab, aber Nahrungsspezialisten eben weniger.

      Es ist ein lehrbuchhaftes Geschehen, dass wenn neue Lebensräume erschlossen werden die Populationen zunächst explodieren, in einem zweiten Schritt bei Ausschöpfung der Nahrungsquelle sich differenzieren (Artbildung durch Spezialisierung) und bei einem Wegfall der speziellen Nische aussterben.

      Dazu braucht es kein Zitat aus einem aktuellen Paper, das ist Lehrbuchwissen.

      Im Übrigen kann man bei den wissenschaftlichen Arbeiten lediglich von Modellen sprechen, bewiesen und zu 100% wahr ist gar nichts. Erkenntnisse werden in der Wissenschaft mit Wahrscheinlichkeiten verknüpft, dass dem so ist. Signifikant wird ein Ergebnis "X" angesehen, welches mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% nicht zufällig zustande gekommen ist. Es bleibt aber ein Modell, das so lange Geltung hat, bis es durch andere Ergebnisse widerlegt ist.

      Von daher bewegen wir uns - und insbesondere in der Aquaristik - in einem wunderbaren Bereich von Modellen, der Spekulation, begründeten Spekulation und und und....

      Das Sexualität - betrachtet man die Rekombination von Erbanlagen - der Arterhaltung dient wird niemand ernsthaft in Frage stellen, auch ich nicht :thumbup: Gruß Magnus
      LG Magnus *~*