Pelvicachromis Humilis Formen - Pflege und Zucht (z.B. P.Humilis "Liberia Red")

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    • Da muss ich Dich leider berichtigen Normen. Schau Dir mal die aktuelle Stockliste von "Amazon Exotic Import" genau an. Da gibt es keine P.Humilis.
      Die Tiere die Du meinst stehen dort leider nicht auf der aktuellen Stockliste, sondern sind Bilder aus der Galerie von "Amazon Exotic Import". In dieser Galerie sind Fische abgebildet die er mal früher im Angebot hatte!
      Alle Bilder in der Galerie haben links oben eine Datumsangabe anhand der man sehen kann, wann diese Fische bei "Amazon Exotic Import" mal auf der Stockliste standen. Und das war im Fall der Humilis eine Lieferung 2008 - und eine weitere Lieferung 2009. Also doch schon ziemlich lange her... ;)
      Und seitdem hat er auch keine mehr im Angebot gehabt. Ich habe ja auch meine Manacapurus bei diesem Importeur gekauft und bei dieser Gelegenheit hatte ich Herrn Matthäus auch gleich noch auf die Humilis-Photos angesprochen, die ich zufällig in seiner Galerie entdeckt hatte. Dabei hat er mir dann auch bestätigt, dass seit 2009 bei keiner Westafrika-Lieferung mehr P.Humilis dabei waren und dass diese Tiere erfahrungsgemäß nur ausgesprochen selten verfügbar sind.
      Kurz nach diesem Gespräch sind sie dann auf der Stockliste und auf dem "Newsletter" von Glaser aufgetaucht. Glaser hat in diesem Newsletter auch explizit darauf hingewiesen, dass das nach längerer Zeit wieder mal die erste Westafrika-Lieferung war.
      Ich habe dann deswegen trotz momentanem Zeitmangel sofort noch ein extra Becken speziell für die Humilis eingerichtet, weil ich mir diese seltene Gelegenheit auf keinen Fall entgehen lassen wollte. Schließlich bin ich diesen Fischen - und ganz speziell den P.Humilis "Liberia Red" praktisch mein halbes Aquarianerleben hinterher gerannt.
      Bei den Namensbezeichnungen der verschiedenen Humilis-Formen in der Bildergalerie von "Amazon Exotic Import" sind dem Großhändler allerdings Fehler reingerutscht. Denn einige Formen sind definitiv falsch benannt. Aber das würde hier jetzt den Rahmen sprengen.

      Außerdem...was muss ich da lesen......zwei Humilis Männchen in einem Becken Normen... :?: :?: Dann würdest Du garantiert bald den nächsten Toten beklagen müssen.... X(

      Beste Grüße
      Fred
    • Tach Fred!

      Importeure die generell in den letzten Jahren P. humilis eingeführt haben...

      Nicht aktuell... :wink:

      Schon die Videos gesehen?

      Haltungs Empfehlung gelesen?

      Wieso sollten mehrere Quellen lügen?

      Auch mein Großhändler meinte, dass sie bei Glaser sehr harmonisch wirken als Gruppe...

      habe aber auch Abtrennscheiben und passende Halterungen. ;)
    • Hallo Normen,

      zwei Paare sind doch keine richtige Gruppe. Die "Argumentation" Deines Händlers verwundert mich doch etwas.......zurückhaltend ausgedrückt. Es ist doch wohl logisch, dass fünfzig bis hundert - oder mehr Fische in einem Großhändler-Glaskasten ohne jegliche Einrichtung, keinerlei territoriale - oder gar Paarbildungs-Ambitionen entwickeln können.
      Die schwimmen bei diesem hohen Besatz dann einfach nur noch wild durcheinander im Becken hin und her. Durch diesen vorübergehend aufgezwungenen Überbesatz wird das natürliche Revier - und Paarbildungsverhalten natürlich vollkommen unterdrückt.

      Nimm`s mir nicht übel, aber was da irgendwo steht interessiert mich nicht im geringsten. Ich habe schon so viel aquaristischen Unsinn gelesen, dass ich nur noch das glaube was ich auch selbst (erfolgreich) ausprobiert habe. Ich kann Dir in der ja wirklich reichhaltigen aquaristischen Literatur jede Menge Haltungs - und Zuchtanleitungen zeigen, die sich teilweise bis ins kleinste Detail vollkommen widersprechen :!: Da muss man eben ganz einfach selbst ausprobieren, was dann letzendlich auch wirklich zutrifft und somit dann auch zum Erfolg führt.

      In meiner doch recht reichhaltigen Literatur wird übrigens von der Haltung mehrerer Paare bei P.Humilis wegen der außergewöhnlich hohen innerartlichen Aggression übereinstimmend abgeraten. Ich selbst hatte es (weil ich es damals auch selbst ausprobieren wollte...) bei meinen ersten Humilis auch schon getestet und habe das unterlegene und ständig durch`s Becken gehetzte Pärchen bereits keine 24 Stunden später wieder aus dem Becken entfernt.

      Hör auf meine gut gemeinte Empfehlung Normen. Ich kenne mich bei diesen Viechern wirklich gut aus....wenn es erlaubt ist, so etwas auch mal auch von sich selber behaupten zu dürfen..... ;)

      Wir beide haben uns vor einiger Zeit aus der gleichen Quelle - zum gleichen Zeitpunkt - die gleichen Fische gekauft. MEINE leben alle noch und es geht ihnen bestens......
      Ich wollte Dir eigentlich eine PN schicken, in der ich Dich darauf aufmerksam machen wollte, was da bei Dir wohl schief gelaufen ist. Aber Du würdest es mir wohl eh nicht glauben.
      Besorge Dir also zwei Paare - stecke sie ins gleiche Becken - womöglich noch mit einer Menge anderer Cichliden zusammen - und mach dann eben Deine eigenen Erfahrungen. Schade drum.

      Beste Grüße
      Fred

      Beste Grüße
      Fred

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stormy Monday ()

    • Hallo Norman,

      was Fred schreibt trifft bei P. humilis bis auf's letzte i-Tüpfelchen zu und da ist es vollkommen egal welche Fundortvariante. Da bräuchtest schon ein 10m langes Becken und dann bin ich mir noch immer nicht sicher ob das dominante Männchen das unterlegenen Männchen nicht doch noch suchen und bei Bedarf in's Jenseits befördern würde. Du kannst natürlich das Becken total ohne Einrichtung nehmen und dann 20 Tiere einsetzen, das wäre dann möglich, da er kein Einzeltier mehr zielgerichtet verfolgen könnte, aber das möchten wir ja doch nicht. Paarweise Haltung und dann noch reichlich Verstecke für die Madam, falls er mal durchdreht, nur so funktioniert's, so hielt ich es jedenfalls auch und bin damit gut gefahren. Ich mische mich ja kaum in solche Diskussionen, aber mir geht es dabei um die Fische und es wäre schade, wenn derart seltene Importe wegen eines vermeidbaren Haltungsfehlers umkommen.

      Gruß

      Jakob

      :west:
      Gruß Jakob

      Der Klügere gibt nach, nicht auf!
    • Hallo ihr zwei

      Ich kann Jakob nur Recht geben ........



      Wenn ihr mehr Infos braucht, und euch diese zu Herzen nehmen würdet, dann lest euch diesbezüglich zur Haltung und Zucht von "humilis" die Bücher und Beiträge von Anton Lamboj durch.
      Er war selber in den Fundgebieten und hat sie selber nachgezüchtet :wink:
      Grüsse aus Österreich
      Joachim
    • Fred,

      Du bist wohl der einzige der alles weiß und grundsätzlich Recht hat.

      Mal ganz im Ernst, ich halte seit mittlerweile über 20 Jahren Zierfische.

      Habe mehrere Jahre in einer Fischzucht gejobbt.

      Angle seit dem ich laufen kann.

      Hatte und habe aktuell ganz andere Kaliber an Fischen.

      In meinem Freundes und Bekannten Kreis Biologen/Ichthyologen, langjährige professionelle Züchter, Händler und ich nenne Sie mal sehr ambitionierte Aquarianer, sowie Personal aus der Kläranlage in Sankt Augustin und Bonn.

      Ein wenig erfährt man da schon und die ein oder andere Erfahrung kommt da auch zusammen. ;)

      Erfahrungen sind natürlich sehr Wertvoll!

      Eine Musterlösung gab es aber bei noch keinem Fisch...

      So großspurige Forengötter ( so kommst du mir leider gerade ein wenig rüber ) ohne bislang erbrachten Erfolg, empfinde ich als rein kontra produktiv!

      Du weißt weshalb mein humilis Mann von dannen ist und ein ichthyologe nicht??? Sry aber das ist mir eine Spur zu viel... :D

      Aber man lernt ja nie aus und darfst mir sehr gerne den Grund verraten! :thumbup:

      Ich bin leider nur ein dummer Aquarianer und habe neben der Arbeit noch weitere Hobbys, deswegen höre ich auf den Rat und werde die Tiere nach einer Paarfindung trennen! :)

      Jakob,

      10m Becken? 20 Tiere? Keine Deko???

      Ein wenig ins Grüne... Aber die Infos sind angekommen! :thumbup:

      Joachim,

      meinst du "Die Cichliden des westlichen Afrikas"?

      Das ist aber auch mittlerweile 12 Jahre alt...

      Ob das noch auf dem aktuellsten Stand ist und nicht womöglich neue Erkenntnisse, darin nicht enthalten sind?

      Für meinen Geschmack jedoch nicht sonderlich ausführlich, aber eine gute, wenn nicht die beste Übersicht von Westafrikanischen Cichliden.

      Zumindest für den Hobby gebrauch. :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von N@bby ()

    • Ein Forum ist zum Meinungs - und Erfahrungsaustausch da. Meinungen sind naturgemäß nicht immer gleich. Meine Meinung und Erfahrungen zu diesem Thema habe ich Dir kundgetan. Ich wollte Dich lediglich vor einem vermeidbaren Fehler bewahren. Aber leider bist Du "ein wenig" beratungsresistent. Ich freue mich jedenfalls immer wenn ich einen wertvollen Hinweis bekomme.

      Du hast in Deinem Becken öfter mit Krankheiten zu kämpfen (kurz vor dem tödlichen Bakterienbefall Deiner Humilis hattest Du auch noch einen Fräskopfwürmerbefall in Deinem Becken...) und Du mischst Taeniatus-Standortformen miteinander. Sich ab und zu mal was sagen lassen könnte also zumindest mal nicht schaden.

      "Ohne bisher erbrachten Erfolg"...? Also diese Provakation verstehe ich nun wirklich nicht. Ich halte diese halbwüchsigen Tiere ja nun mal gerade wenige Wochen. Also welche Erfolge "muss" ich Dir da jetzt vorweisen? Aber so gesehen.....meine Humilis leben zumindest noch. Und das Pärchen das sich mein Händler für sich privat damals mitbestellt hatte, ist ebenfalls noch bester Dinge......

      Aber wenn gut gemeinte Ratschläge die ja letztendlich den Fischen auch Leid ersparen sollen tatsächlich als "kontraproduktiv" empfunden werden, dann unterlasse ich das ab jetzt selbstverständlich.
      Das spart mir ne Menge Arbeit - Zeit und Stress. Da lese ich ab jetzt lieber wieder nur noch ganz entspannt mit, als selbst noch was zu schreiben und mich dafür dann auch noch ständig in die Nesseln setzen lassen zu müssen. Ist ja auch nicht das erste Mal hier.
      Einigen wir uns also abschließend darauf.....es lag wohl ausschließlich nur an mir. Kein Problem.

      Beste Grüße
      Fred
    • Pelvicachromis Humilis Formen - Pflege und Zucht (z.B. P.Humilis "Liberia Red")

      Hallo Zusammen

      Eigentlich halte Ich aus solchen Diskussionen,obwohl das ja keine mehr ist. Aber Ich denke man muss gutgemeinte Hinweise (die zum Wohl der Fische abgegeben werden ) nicht so kommentieren. Wenn jemand schon jahre Fische erfolgreich hält und diese nachzieht macht er ja nicht allzuviel falsch auch wenn er nicht gerade einen Fischbiologen zu seinen Freunden zählen kann.
      Und vielleicht mal Tipps von erfahrenen aquarianern annehmen und nicht gleich als Kritik sehen bzw angegriffen fühlen ist ja nur zum Wohle unserer Pfleglinge , und um das soll es uns doch gehen.

      Das war das Wort zum Sonntag aus Südbaden :wink:

      Gruss Frank
    • Hallo Fred,

      Stormy Monday schrieb:

      Hallo,

      das Zusammenleben meiner fünf A.Thomasi mit den P.Humilis nimmt überraschenderweise Formen an, die ich so vorher eigentlich für unmöglich gehalten habe. Denn ausgerechnet die kleine Thomasi Truppe, die ich ja eigentlich nur als Gesellschafter eingesetzt hatte, um die gelegentlichen Aggressionen des Humilis-Männchens von seinem Weibchen abzulenken, bedrängen das Humilis Pärchen mittlerweile dermaßen, dass die zeitweise kaum noch ans Futter kommen...! :hee:
      Lediglich direkt am Boden können die Humilis bisher noch die Oberhohheit verteidigen. Dort dann allerdings auch vehement - und ganz speziell natürlich in der Nähe ihrer Kokoshöhlen. Wenn beim Füttern das Futter langsam nach unten schwebt, schaffen es die Humilis praktisch nicht mehr sich einen ausreichenden Anteil zu sichern, weil sie dann von den Thomasi sofort bitterböse von allen Seiten mit blitzschnellen Rammangriffen angegangen werden. :cursing: Ihnen bleibt momentan praktisch nur noch das bisschen Futter dass es bis zum Bodengrund geschafft hat. Da muss ich mir also unbedingt noch was einfallen lassen.
      Diese Blitzangriffe der Thomasi passieren mittlerweile aber auch immer öfter außerhalb des Fütterns.
      Das Humilis Männchen hat sogar schon einige gut erkennbare Schmarren abbekommen. Wohlgemerkt....die Thomasi sind bis jetzt gerade mal halb so groß wie die Humilis, die ja bekanntermaßen nicht zu Unrecht als äußerst giftig gelten! Ich hätte niemals geglaubt, dass die ausgerechnet die Thomasi dermaßen aggressiv werden können. Ich hatte die erheblich friedlicher in Erinnerung.
      Allerdings gibt es von den Thomasi ja auch einige verschiedene Standortformen. Und die Standortform die ich jetzt habe, hatte ich bisher noch nie gepflegt. Es ist die Form die ihre schwarze Senkrechtbinden-Zeichnung praktisch permanent zeigt und in der Rückenregion zusätzlich auch noch kleine schwarze Pünktchen hat.
      Nach "A.Lamboj" gibt es die ja offenbar noch nicht allzu lange in der Aquaristik. Ganz offensichtlich sind die aber um einiges aggressiver als "die klassischen" A.Thomasi und auch Hemichromis-Formen die ich bisher gepflegt habe. Allerdings....es sind auch ausgesprochen attraktive Tiere, mit auffallend roten Augen und vielen türkisen Glanzpunkten. :top:

      Meinen vier P.Humilis- Raritäten geht es nach wie vor bestens und die Rotfärbung in den Flossenteilen ist sogar noch ein bisschen intensiver geworden. Beide Paare harmonieren wirklich unverhofft gut - balzen sich ständig an und buddeln nach wie vor mit Hingabe in ihren Kokoshöhlen herum. Bei den Ernährungsgewohnheiten ebenfalls nach wie vor vollkommen problemlos. Die Tiere haben bisher alles angenommen was ich ihnen angeboten habe.

      Die Zukunft wird also zeigen ob es mir gelingt "ihren Brut-Code" zu knacken. Jedenfalls habe ich bis zum heutigen Tag noch nichts von Nachzuchten Von P.Humilis "Liberia Red" gehört. Geschweige denn welche gesehen.
      Das hat aber zumindest den Vorteil, dass ich mich dann auch nicht allzu sehr schämen muss wenn ich es auch nicht schaffe.... ;)

      Beste Grüße und ein schönes Wochenende
      Fred


      oh ja - die Farbvariante von A. thomasi mit der permanent sichtbaren schwarzen Senkrechtbinden-Zeichnung habe ich mehrfach als deutlich durchsetzungsfähiger/aggressiver erlebt im Vergleich zur hellen "Standard-Form".
      Oftmals sieht man beide Varianten im gleichen Verkaufsbecken schwimmen und es ist immer sehr schnell offensichtlich, welche von beiden "die Hosen anhat".

      Was die Fütterung angeht - ich befördere mit einem Röhrchen, Luftschlauch und Spritze das Futter gezielt in tiefere Regionen, wenn genügend davon am Boden ankommen soll.

      Viele Grüße
      Chris
    • Bakterien??? Parasiten Fred, Parasiten!

      Hast du eigentlich eine realistische Vorstellung davon wie viele Fische auf dem Weg zu uns sterben, unter welchen Bedingungen die zwischen gehaltert werden?

      Wie viele Parasiten und Krankheiten es gibt?

      Aber wofür Wassertests, Mikroskopieren, Studium und so weiter...

      Es gibt ja den "Ferndiagnosen Fred".

      Seit Ewigkeiten sterben ganze Importe von Altum Skalaren nach der Quarantäne, woran liegt es denn?

      Frank,

      wer hat die denn hier bereits nachgezogen?

      Keiner! Und genau das ist ja das Problem wenn trotzdem jeder meint SO GEHT'S UND NICHT ANDERS!

      Egal... Kostet nur Zeit und Nerven der Thread hier...
    • Hallo,

      ich habe mir vor ein paar Jahren eine Wohnung gekauft, deren eigentliche Vorzüge - die für mich damals kaufentscheidend waren, zumindest bei den momentanen Extremtemperaturen für meine Fische mittlerweile zum ernsthaften Risiko geworden sind. :thumbdown:
      Die Wohnung liegt auf der Sonnenseite. Die große Veranda geht in einen Wintergarten über, der wiederum Bestandteil des Wohnzimmers ist. Das heißt - ungefähr ein Viertel des Wohnzimmers ist Wintergarten.
      Das ist vom Wohngefühl her gesehen zwar sehr schön - weil sehr freundlich und "naturnah", hat aber bei den momentanen Extremtemperaturen den vorher zu wenig bedachten Nachteil, dass es speziell im Wohnzimmer - trotz der leicht getönten und angeblich "stark hitzedämmenden" Verglasung" des Wintergartens trotzdem bullenwarm wird.
      Das Wohnzimmerbecken steht natürlich im hinteren - weil dunkleren Teil des Wohnzimmers. Was allerdings für das jetzt von mir angesprochene Problem keine Rolle spielt.

      Nun war ich für gerade mal zwei Tage verreist und weil es ja auch schon am Freitag sehr heiß war - und für den Samstag noch brutalere Temperaturen vorausgesagt waren, habe ich vor meiner Abreise bereits schon wohlweislich die Lichtschaltuhr abgestellt, zumal die Beleuchtung ja auch noch einmal für zusätzliche Erwärmung sorgt. Außerdem soll ab und zu eine kleine Beleuchtungspause den Pflanzen ja auch angeblich ganz gut tun.

      Als ich also gestern am späten Abend wieder nach Hause kam, war im betreffendem Wohnzimmer eine Temperatur von knapp 34 Grad und in meinem 300 Liter Wohnzimmerbecken mit dem P.Humilis-Pärchen und der kleinen Thomasi-Gruppe sage und schreibe 32,9 Grad... :!: :ohh:
      In diesem Moment habe ich natürlich erst mal "den Worst Case" befürchtet. Also sofort das Licht angemacht und geschaut ob sie wenigstens noch am Leben sind.......
      Und ich denke, dass ist jetzt mal eine interessante - wenn auch unbeabsichtigte Beobachtung und Erfahrung aus der Praxis.
      Alle Tiere waren und sind wohlauf und zeigen überaschenderweise keinerlei Anzeichen von Unwohlsein bei dieser Extremtemperatur im Becken. Keine schnelle Atmung - oder gar nach Luft schnappen an der Oberfläche.....alles ist wie sonst auch - keinerlei Verhaltensunterschiede :!:
      Gut.....der Filterauslauf ist bei mir so platziert, dass immer eine starke Wasserbewegung an der Wasseroberfläche stattfindet und dadurch wird natürlich Sauerstoff eingetragen und dadurch im Becken auch gleichzeitig noch für eine zarte Strömung gesorgt. P.Humilis und A.Thomasi kommen ja auch ausschließlich in leicht fließenden eher seichten sauerstoffreichen Regenwaldbächen vor.
      Die empfohlene ideale Hälterungstemperatur für die zusammen im gleichen Habitat vorkommenden Humilis und Thomasi liegt übrigens bei 24 bis 26 Grad. Das sind die gemessenen Temperaturen in ihren Heimathabitaten.

      Die Frage die sich hier natürlich stellt....wie viele Tage hätten die braven Tiere diese Temperatur überhaupt noch ausgehalten und bei welcher Temperatur wäre bei einem weiteren Anstieg dann wohl wirklich endgültig Schluss gewesen... :?: Was meint ihr dazu?
      Für Skalare und Diskus wäre das auch über einen längeren Zeitraum sicherlich kein Problem....das ist klar. Aber für Fische die sich bei 24 bis 26 Grad wohlfühlen...?

      Fazit.....bei ausreichender Sauerstoffversorgung stecken Humilis wie Thomasi offenbar (zumindest über ein paar Tage...) offenbar sogar noch Temperaturen von knapp 33 Grad weg. Nur WIE LANGE würden sie die wohl noch wegstecken....?

      Ich werde es jedenfalls nicht ausprobieren. Ich habe noch gestern Nacht gleich mal fünf 10 Liter-Eimer Wasser abgesaugt und kaltes Frischwasser nachgeschüttet. Nach dieser Aktion war die Beckentemperatur dann erst mal wieder bei "freundlicheren" 27,4 Grad. Nach wenigen Stunden dann aber schon wieder bei 30 Grad. Im Moment tausche ich deshalb also alle ein bis zwei Stunden einen Eimer Aquarienwasser gegen kaltes Wasser aus.
      Auf alle Fälle mache ich mal keinen Fehler, wenn ich nach meinen bisher gemachten Erfahrungen behaupte....P.Humilis (und natürlich auch die Thomasi) sind offenbar ziemlich hart im nehmen und gehören somit keineswegs zu den überdurchschnittlich empfindliche Cichliden. Also bei ordentlicher Haltung sehr dankbare Pfleglinge. Solche Temperaturen über gut 48 Stunden hätten sicher viele andere (Zwerg) Cichliden nicht so ohne weiteres weggesteckt.

      Also ich schlage wirklich drei Kreuze, dass das noch einmal gut ausgegangen ist. Tja...das ist nun mal der Nachteil der Eigentumswohnung. Zumindest für den ambitionierten Aquarianer. Einen im Sommer kühlen Aquarienkeller der einen vor solchen "Überraschungen" schützt, haben eben nur Hausbesitzer zur Verfügung....
      Aber halt auch nur dann, wenn Mutti damit einverstanden ist, dass ihr Männe aus dem gemeinsamen Keller sein "Mini-Sealife" machen darf... ;)

      Beste Grüße
      Fred
    • Servus,

      diesem Dialog nach hier zu urteilen, scheint die Vermehrung von Pelvicachromis humilis ja keine Alltäglichkeit zu sein. Umso erfreuter war ich heute Morgen, als ich mein Wildfangpärchen Pelvicachromis humilis "Dinkaya" einen Trupp Jungfische durch's Becken führen sah :)

      Anbei ein paar Eckdaten zur Hälterung im Stenogramm und ein paar Handybilder von heute:
      200 Liter (80x60x45cm), KH 3, pH 6,5, 26°C, Fütterung Tetra Granulat, Artemia und weiße Mückenlarven, Gesellschaft 5 halbwüchsige Melanotaenia trifasciata, ein klein bisschen Holz und ein umgedrehter Tontopf mit aufgebohrtem Abzugsloch, Rest siehe Bilder.....übermäßige Aggressionen des Männchens gegenüber seinem Weibchen konnte ich trotz eher spärlicher Versteckmöglichkeiten keine feststellen, auch so hat bisher alles gut geklappt.

      Zum Glück hatte ich ohnehin gerade Artemien angesetzt, welche die Jungfische natürlich dankbar annahmen!

      Gruß
      Stefan
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      Ein Hobby ist erst dann ein richtiges Hobby, wenn man anfängt es zu übertreiben!
    • Servus,

      habe noch Freude daran, die Jungfische gedeihen gut und sind augenscheinlich auch noch nicht weniger geworden :)

      Gruß
      Stefan
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      Ein Hobby ist erst dann ein richtiges Hobby, wenn man anfängt es zu übertreiben!
    • Servus,

      hier ein vorhin gemachtes Bild der nun etwa sechs bis sieben Wochen alten und sich prächtig entwickelnden P. humilis Brut. Ich glaube, trotz natürlicher Aufzucht kaum einen bis gar keinen Jungfisch verloren zu haben :)
      Trotz der sehr schlechten Bildqualität kann man auch gut erkennen, dass sich aufgrund der brutbedingt vernachlässigten "gärtnerischen" Pflegearbeiten, vermehrtem Nährstoffeingtrag und wohl auch NCl wegen der Artemia Nauplienfütterung, in dem Becken leider aktuell auch die Algen ganz prächtig entwickeln :whistling:

      Beste Grüße
      Stefan
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    • Servus,

      heute Morgen habe ich ein paar aktuelle Bilder der P. humilis NZ gemacht. Das elterliche Paar, das sich auf den rund 200 Litern Wasser übrigens stets allerbestens versteht und bei dem ich nie irgendwelche der P. humilis sonst gerne nachgesagten innerartlichen Aggressionen feststellen konnte, ist gerade wieder in Brutstimmung und gräbt sich (zum Leid der Pflanzen) und balzt sich "einen Wolf" :)
      Leider verschwindet das Paar aber immer von der Beckenfront in die Pflanzen, wenn ich mit dem Handy vor das Becken trete, weshalb ich von den Elterntieren kein vernünftiges Foto zu Stand bringe. Wenn man genau schaut, sieht man auf einem Bild allerdings das Muttertier.

      In der Aufzucht stellten sich diese kleinen Westafrikaner übrigens als völlig unproblematisch dar!

      Beste Grüße
      Stefan
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      Ein Hobby ist erst dann ein richtiges Hobby, wenn man anfängt es zu übertreiben!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Monaco ()

    • Servus Chris,

      klar, wenn Du welche haben willst, gerne, am liebsten im Tausch gegen irgendwas. M. altispinosus brauche ich aber nicht, da hab ich wie Du weißt selbst genügend ;)
      Hast Du nicht hübsche Julidochromis transcriptus 'Gombe'? Da würd ich glatt im Gegenzug welche haben wollen!
      Die Geschlechter kann man aber noch nicht erkennen, sinnvoll wäre es wohl erst dann....

      Beste Grüße
      Stefan
      Ein Hobby ist erst dann ein richtiges Hobby, wenn man anfängt es zu übertreiben!
    • Hallo Stefan,

      ich hätte leider keinen Platz für die P. humilis, sorry.

      J. sp. "Gombe" habe ich letztens mal wieder einen ganzen Schwung abgegeben - wenn da im späten Frühjahr 2016 mal wieder Tiere abgabereif sind, kann ich dir aber gerne bescheidgeben.

      Viele Grüße
      Chris
    • Servus zusammen,

      mittlerweile kann ich ja bezüglich der Pelvicachromis humilis schon auf über 2 Jahre Haltung und zwischezeitlich auch auf mehrfache geglückte Vermehrung zurückblicken.
      Von der gerne nachgesagten übermäßigen Aggression keine Spur, ich halte aktuell ettliche geschlechtsreife Tiere in Becken von 200 bis 1.200 Litern und noch nie gab es dabei auch nur irgendwelche Probleme, schon gar nicht weil sie einander oder andere Fische angegangen wären. Gefüttert wird ausschließlich Flockenfutter von Tetra, ab und zu mal weiße Mückenlarven und für die gaaaanz kleinen auch mal lebende Artemia Nauplien.....die Kugler mit denen sie teils vergesellschaftet sind, bekommen natürlich auch noch deftigere Kost ;)

      Hier ein Video das ich heute in meinem 1.200 Liter Westafrikabecken gemacht habe, wo ich 4.3 Pelvicachromis humilis 'Dinkaya' mit 4 Tetraodon schoutedeni und einem Schwarm Kongosalmlern zusammen halte:



      Beste Grüße
      Stefan
      Ein Hobby ist erst dann ein richtiges Hobby, wenn man anfängt es zu übertreiben!