Knapp 100 Liter mit Julidochromis sp. "Gombe"

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    • Knapp 100 Liter mit Julidochromis sp. "Gombe"

      Hallo zusammen,

      hier mal mein Bürobecken - 70 x 40 x 35 cm - mit Julidochromis sp. "Gombe" besetzt.

      Das erste Foto zeigt den Besatz vor dem Abfischen, mit reichlich Jungtieren.

      Das Becken wurde zum Abfischen ausgeräumt und wieder neu eingerichtet - das Pärchen ist glaube ich ganz froh, dass die Jungtiere nun draußen sind, und macht sich wieder an die nächste Brut :)

      Puristen würden sich bestimmt an den Savannenholzwurzeln im Tanganjikabecken stören - aber sie geben so gut wie keine Huminstoffe ans Wasser ab und schaffen für die Julidochromis zusätzliche Struktur. Mangrovenholz würde ich da keines reintun wollen...

      Viele Grüße
      Chris
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    • Hallo Chris,

      ein Büroaquarium ist eine klasse Idee.
      Die Gombe halte ich persönlich für eine der schönsten Julidochromis Arten, hübsche nicht zu groß werdende Fische, die auch nicht zu aggressiv sind.
      Die Wurzeln wären nicht mein Geschmack, aber wie du schon erörtert hast, kommts aufs Holz an.

      Sind sonst noch irgendwelche Fische im Becken?
      Fisch-Fromm-Fröhlich-Frei
      Grüße Chris

      mein YouTube-Kanal
    • Moin Chris, wunderschöne Fische!!!
      Habe heute auch gerade gaaaanz unauffällig eine frische Anubia, aufgebunden auf einem Stück Moorkienholz, eingebracht. Bei mir dürfte gerne etwas Huminsäure abgegeben werden, aber die Wurzel ist schon uralt, da geht nix mehr...
      Liebe Grüße aus dem Norden
      Maggi :trop:
    • Hallo zusammen,

      ja - muss halt ein eher kleines Becken auf der Arbeit sein, mit sehr robusten Fischen (am Wochenende gibts kein Futter, auch gibts mal eine Woche Urlaub, wo kein Kollege füttern kann etc.) - da sind die Julidochromis sp. "Gombe" ideal :)

      Weitere Fische sind nicht im Becken - würde sie erst ab 100 cm Kantenlänge vergesellschaften wollen.
      Auch wenn das Becken mit zwei Tieren recht leer erscheint, die Jungtiere brauchen auch ihren Platz, denn die Alttiere vertreiben sie ab einer gewissen Größe doch aus der näheren Umgebung der Bruthöhle.


      Was das Holz angeht - bei unserem harten, alkalischen Wasser fällt es nicht wirklich ins Gewicht - zumal Savannenholz eh kaum etwas abgibt. Finde es recht zweckdienlich in dem Becken.


      Was Größe und Aggressivität angeht, das größere Tier (Männchen?) dürfte ca. 7 cm haben und somit ausgewachsen sein. Eine gewisse Aggressivität würden sie schon an den Tag legen bei der Revierverteidigung, aber bei genügend Platz wären kleinere Schneckencichliden (z.B. N. brevis) sicherlich eine gute Gesellschaft.

      Viele Grüße
      Chris
    • Hallo zusammen,

      die erste Brut ist schon wieder etwas herangewachsen (Foto 1) und wird aus dem elterlichen Revier vertrieben, während die Elterntiere inmitten der zweiten Brut (Foto 2) stehen.
      Sehr produktive, dekorative, pflegeleichte und robuste Art :)

      Viele Grüße
      Chris
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    • Hallo zusammen,

      mal wieder ein Foto-Update, es sind reichlich Jungfische unterwegs :)

      Die Fotos entstanden übrigens unmittelbar nach der Fütterung, weshalb die Schlankcichliden darauf garnicht sooo schlank sind ;)

      Viele Grüße
      Chris
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    • Hallo zusammen,

      auch hier mal wieder ein update - es war mal wieder das Abfischen der Jungtiere angesagt.
      Habe es mit einer selbstgebauten Reuse aus einer PET-Flasche mit umgedreht eingestecktem Flaschenhals probiert, selbige wurde mit Enchyträen bestückt - kein Erfolg. Kein einziger Julidochromis schwamm hinein, das Ding war ihnen sehr suspekt.
      Also hieß es "Becken ausräumen" - danach war das Abfischen kein Thema mehr ;)

      Viele Grüße
      Chris
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      • Gombe1_Dezember2015.jpg

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    • Hallo Chris,

      das Problem mit der Reuse kenne ich.

      Bei deiner Reuse würden solche Tiere wie Julidochromis vermutlich einfach wieder raus schwimmen, weil die Flaschenöffnung den Boden berührt. Die Flaschenöffnung sollte komplett frei in der Mitte stehen, damit der Fisch sich nicht einfach an der Flaschenwand entlang zum Ausgang orientieren kann.

      Ein Trick damit die Fische in die Reuse gehen ist, schon einen Fisch in die Reuse zu setzen. Ich habe im Sommer versucht wilde Sandgrundeln mit so einer Reuse zu Fotozwecken zu fangen. Für lange Zeit ohne Erfolg. Als ich dann eine Grundel so gefangen hatte und sie in die Reuse gesetzt haben, waren innerhalb von wenigen Minuten über 15 Tiere in der Reuse.
      Viele Grüße
      Malte
    • Hallo Malte,

      das kann ich mir gut vorstellen, sobald es einen „Vorreiter“ gibt, ziehen die anderen Fische nach – aus Futterneid und weil sie merken, dass dem Tier in der Falle ja anscheinend nichts passiert.

      Nun denn, manche Arten lassen sich mit Fischfallen gut fangen, bei anderen hat eine Tonröhre super funktioniert – wäre bei Julidochromis wohl auch eher das Mittel der Wahl gewesen. Aber solch ein 90-Liter-Becken ist ja doch relativ schnell aus- und wieder eingeräumt.

      Viele Grüße
      Chris
    • Hallo zusammen,

      auch hier mal wieder ein Foto-Update, auf dem ersten Foto sieht man links das Weibchen mit drei schon recht großen Jungtieren, und auf dem zweiten Foto die ganze aktuelle Bande - die Alttiere sind wirklich kapital geworden ;)
      Besonders beeindruckend finde ich die kontrastreiche Zeichnung dieser Variante - auch Tanganjikacichliden können schön sein :)

      Viele Grüße
      Chris
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    • Hallo zusammen,

      die Jungtiere wurden im Spätsommer abgegeben, nun ist wieder eine neue Brut da :)
      Und die Alttiere sind auch ganz schön "kapital" geworden mittlerweile, habe sie seit rund 3 Jahren in diesem Becken.

      Viele Grüße
      Chris
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    • Hallo Chris,

      ein sehr schönes Pärchen hast du da!

      Und ich finds schön, dass du sie so konstant pflegst, nachziehst und sie einfach in Ruhe in ihrem Heim machen lässt :D

      Viele haben ja nicht mehr die Ausdauer so etwas was einfach funktioniert auf Dauer zu halten.

      Ich hatte früher auch ein Paar J. dickfeldi (damals im 40x25x25 Becken :saint: =O ) die haben auch über Jahre hinweg gelaicht, aufgezogen und mir Freude bereitet!

      Was mich zunehmend wundert: Bei vielen, vielen anderen Cichliden hatte ich sonst immer Probleme ohne Feindfische auf Dauer.
      Hab ichs überlesen oder sind die beiden auch alleine dadrin?

      Das hat damals selbst auf diesem sehr beengten Raum problemlos geklappt, ähnlich mal mit einem kleinen transcriptus Paar, welches ich aber ned solange pflegte.

      Ist das Julidochromis typisch das die sich ned zerstreiten? :)
      Grüße

      Lennart
    • Hallo zusammen,

      ich habe ja nicht alle Zeilen dieses Beitrags sorgfältig gelesen und
      ich wüsste doch gerne, ob diese Species der Art marlieri oder transcriptus zugeschrieben wird - wegen der Größe tippe ich eher zur letzteren.
      Oder?
      Viele Grüße aus Lüdenscheid
      Klaus

      UBB-Code :Vic:
    • Hallo zusammen,

      @ Lennart:
      Ich versuche schon, eine Fischart jeweils solange zu pflegen, bis mir eines der Alttiere möglichst eines natürlichen Todes wegstirbt. Das übrige Alttier wird dann mit der letzten aufgezogenen Brut abgegeben, dann erfolgt ein Besatzwechsel. Klar, manchmal lässt sich das nicht so einfach realisieren, manchmal muss man sich auch wegen Umzug etc. von Fischen trennen. Aber z.B. auch Mikrogeophagus altispinosus pflege ich (mit einer Unterbrechung) ca. seit 2004 - wobei meine aktuellen zwei Pärchen sicherlich die letzten (und die bislang schönsten) ihrer Art bei mir sein werden... ;)

      Zu deiner Frage - ja, das Pärchen bewohnt alleine das Becken, ohne jegliche Beifische. Das heißt, sie produzieren ihre Mitbewohner in Form von Jungtieren verschiedener Größenstufen immer wieder selbst :P
      Sobald die ältesten Jungtiere an der Geschlechtsreife kratzen, ist Abfischen angesagt.... so 1 - 2 mal pro Jahr ungefähr.
      Das Pärchen harmoniert gut, sicher drohen sie sich auch mal kurz an, aber im Grunde sind sie sehr eingespielt und es wirkt harmonisch. Und das, obwohl bei Julidochromis-Arten ja in der Literatur immer wieder gewarnt wird "bloß den Wasserwechsel äußerst vorsichtig machen, nichts im Becken verändern, die Tiere zerstreiten sich sonst hoffnungslos" - aber ich glaube, da schreibt so mancher Autor unreflektiert vom anderen ab...
      Mir fällt auf, dass viele kleine Tanganjikasee-Cichliden eine sehr stabile Paarbindung haben - meine beiden Lamprologus signatus (Avatar) sind ja auch alleine im Becken und es ist seit der ersten Verpaarung pure Harmonie.
      Süd- und Mittelamerikaner sind da oft heikler drauf, da tun Gesellschaftsfische gut.


      @ Klaus:
      Gute Frage, die ich nicht wirklich beantworten kann. Größenmäßig würde ich sie ganz sicher bei J. transcriptus einordnen. Jedoch zeigen manche Tiere einen Streifen unter dem Auge, was von einigen Autoren als Merkmal der Zugehörigkeit zu J. marlieri gedeutet wird.
      Vielleicht ist es eine ganz eigenständige Art, so wie auch J. marksmithi (ehemals J. regani "Kipili")?
      Ich persönlich führe und verkaufe sie daher als J. sp. "Gombe" - kann man nichts falsch machen ;)

      Viele Grüße
      Chris