Wiedereinstieg - 200 Liter - P. kribensis bzw. M. altispinosus (Zuchtabsicht) und Wildguppys

    • Hallo zusammen,

      die Zuchtsaison ist eröffnet ;)

      Foto 1:
      Das Pärchen in der "Huderphase" - schon krass, dass aus solch einem "Larvenhäufchen" mal richtige Cichliden werden.

      Foto 2:
      Solange die Jungtiere noch nicht richtig schwimmen können, kann man Anfänge von Maulbrutpflege sehr oft beobachten. Hier wurde es dem Weibchen an der Frontscheibe zu unruhig und es hat so viele Jungtiere wie möglich eingesammelt, man beachte den "Gesichtsausdruck nach Maulbrüterart".

      Foto 3:
      Die Jungfische schwimmen gerade auf - noch bleiben sie als kompakter Schwarm zusammen.

      Foto 4:
      Das Pärchen verteidigt seine Brut eifrig gegen die Wildguppys.

      Foto 5:
      Auf Futtersuche dehnen die Jungtiere ihren Aktionsradius erheblich aus. Man hat den Eindruck, dass die Eltern den Jungtieren eher folgen, als umgekehrt ;)

      Foto 6:
      Kaum sind die Jungtiere "abgefüllt" (lebende Artemia-Nauplien sind echt das beste Aufzuchtfutter!), wird der Aktionsradius kleiner und der Jungfischschwarm zeigt sich träge. Hier verteidigt das Weibchen energisch durch die Frontscheibe, das Männchen ist hingegen kein Freund der Kamera.

      Foto 7:
      Von wegen "Cichliden sind bodenorientiert" - auf Futtersuche ist die hungrige Meute bis zur Wasseroberfläche unterwegs und kleiner dürfte das Becken nicht sein, sonst täte es für die Wildguppys kritisch werden.

      Nächste Woche werde ich die Jungfischanzahl deutlich reduzieren - auch wenn es schade ist, so wird der Großteil wohl als Futter enden, aber in der Natur wäre das auch so. Und ich kann keine 200 Jungtiere aufziehen, 30 genügen völlig bei der Beckenkapazität.

      Viele Grüße
      Chris
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    • Moinsen Chris,

      wirklich schön das es bei dir so rund läuft. Von meinen beiden Mädels die ich nachgekauft hatte ist eines nach 14 Tagen eingegangen. Die war von Anfang an schon irgendwie "angeditscht". Ich sage ja: wenn du Qualität haben willst ist das echt schwer, besonders wenn es sich nur um Einzelexemplare handelt.
      Schade das du soviele Tiere entsorgen mußt. Wenn die Entfernung nicht so gross wäre würde ich dir glatt einen ganzen Schwung abnehmen und im 60er größerziehen. Aber so... ;(
      Hoffe ich dann mal das es mit dem übergebliebenen Mädel was wird bei mir. Die muß auch erst noch ein wenig wachsen. Ist noch jung.
      Deine Eltertiere sehen, wie immer, super aus. Nach wie vor packt mich da der Neid wieviel Farbe die zeigen :top:
      Gruss, Volkmar
      Alles für's Aquarium !!! Alles für den Fisch !!!
      Möge das Wasser mit Dir sein !!!
      :allgemein:
    • Hallo zusammen,

      @ Malte:
      Dankeschön! Werde in loser Abfolge immer mal wieder berichten.

      @ Volkmar:
      Schade, dass du nur noch ein Weibchen hast. Wie gesagt, bei deiner Beckengröße hätte ich es echt mit drei Weibchen probiert, vorallem wenn dein Männchen sehr dominant auftritt.
      Ja - würden wir in der Nähe wohnen oder gäbe es eine Mitfahrgelegenheit von Nürnberg nach Flensburg - du könntest massig Jungfische von mir haben. Ich finde es auch schade, dass doch der Großteil der Brut verfüttert werden muss, aber in der Natur wäre es ja auch deren Hauptzweck, also als Nahrung für andere Fische zu dienen. Und da die Wasserkapazität begrenzt ist, macht es echt Sinn, nur 30 Jungtiere aufzuziehen.

      Was die Farbe angeht - das ist auch stimmungsabhängig - man sieht auf manchen meiner Fotos schon, dass besonders das Weibchen nicht immer sooo sehr in Farbe steht. Wenn das Männchen zeitweise mal wieder meint, sie vom direkten Umfeld der Brut verdrängen zu müssen, quittiert sie das recht schnell mit einer gewissen Blässe.

      Viele Grüße
      Chris
    • Hallo zusammen,

      heute habe ich die Jungfische auf ca. 30 - 40 Stück reduziert. Zuerst wollte ich die überzählige Brut absaugen - aber dazu waren sie bereits zu kräftig, sodass ich sie mit einem Netz abgefischt habe, was problemlos funktioniert hat.

      Anbei ein Foto der übriggebliebenen Meute, sieht relativ "dünn" aus, aber nur so haben die Jungfische genug Platz zum Aufwachsen. Das hatte ich z.B. bei meiner ersten Aufzucht nicht bedacht und ließ sie viel zu lange in einer zu hohen Dichte schwimmen.

      Klar ist es schade um die überzähligen Jungfische, aber sie werden als Lebendfutter ja doch noch einen gewissen Sinn haben.

      Ich finde, die Brut ist in den paar Tagen erstaunlich schnell gewachsen - absolut kein Vergleich zur Aufzucht mit dekapsulierten Artemia-Eiern.

      Mit den frischgeschlüpften Artemia-Nauplien gehe ich folgendermaßen vor:
      Ich setze ein Glas voll an, am zweiten Tag sind sie alle geschlüpft und es wird der komplette geschlüpfte Inhalt "geerntet". Ein kleinerer Teil davon wird direkt verfüttert, der Großteil wandert mitsamt etwas Salzwasser in ein Glas, welches im Kühlschrank steht und die nächsten drei Tage für frische Artemia-Nauplien sorgt :)
      So entfällt das tägliche Ansetzen und eine etwaige "Überproduktion", und die Nauplien bleiben durch die Kälte sehr lange klein und frisch - die Entwicklung außerhalb würde viel schneller vonstatten gehen, ebenso der Verlust an Nährstoffen. Durch die Kälte verfallen sie in eine Art Starre, der Stoffwechsel minimiert sich, und sie bleiben beim Verfüttern auch noch recht lange Zeit in Bodennähe - wäre somit auch ein super Aufzuchtfutter für Welse oder generell sehr bodenorientierte Fische. Die kleinen Altispinosus sind das nicht - sie durchstreifen mittlerweile höchst zügig alle Beckenregionen auf der Suche nach Futter.

      Viele Grüße
      Chris
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    • Hallo Chris,

      das mit dem Kühlschrank ist genau das Richtige wenn man zuviel Artemia-Nauplien hat. Du kannst hierbei noch etwas Positives für deine Jungfische tun, wenn du ein paar Vitamine in Tröpfchen dem Wasser beimischt, Diese werden von den Nauplien aufgenommen, bzw. difundieren in den Nauplienkörper. Alter Meerwassertrick :thumbsup: .
      Gruß Jakob

      Der Klügere gibt nach, nicht auf!
    • Hallo zusammen,

      anbei mal wieder ein Foto-Update :)

      Letztens konnte ich eine eigenartige/interessante Beobachtung machen:
      Das größte Wildguppyweibchen hat gerade Jungfische abgesetzt und zeitgleich zu diesem Ereignis verhielt sich besonders das Altispinosus-Männchen extrem seltsam - es zuckte immer wieder vehement mit den Bauchflossen und war sehr aufgeregt, und das als Dauerzustand. Die Jungfische waren die ganze Zeit nur auf dem Boden oder an die Dekoration geduckt unterwegs (klar, wenn der Vater dieses Warnsignal gibt). Am Tag darauf war dieses seltsame Schauspiel wieder beendet.
      Kann es sein, dass das Guppyweibchen während der Geburt irgendwelche Duftstoffe etc. ans Wasser abgibt, die ihren eigenen Jungfischen "Gefahr" signalisieren und sich selbige daher anfangs besonders versteckt halten?
      Das würde die Aufgeregtheit und das ständige Bauchflossenzucken des Altispinosus-Männchens erklären.
      Mal schauen, ob das in diesem Zusammenhang mal wieder auftritt.

      Viele Grüße
      Chris
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    • Hallo zusammen,

      auch hier mal wieder ein Foto-Update (vor der Fütterung).
      Auch hier war nochmals eine Reduzierung um 25 Jungtiere nötig, um einen Überbesatz bei der Aufzucht zu vermeiden.

      Viele Grüße
      Chris
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    • Hallo zusammen,

      mal wieder ein Foto-Update, die Jungtiere wachsen und gedeihen :)
      Die Alttiere laichen immer mal wieder, aber bei der Übermacht der älteren Geschwister kommt natürlich nichts hoch.

      Viele Grüße
      Chris
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      • Altispinosus_März2017_1.jpg

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    • Hallo nochmal,

      was mir an dem Becken auffällt - es bilden sich immer mal wieder Kalkablagerungen auf der Dekoration und an den Pflanzen (biogene Entkalkung, bzw. eben Ausfallen des Kalks generell).

      Habe schon die zusätzliche Belüftung des Beckens (Ausström-Stein) mittlerweile komplett abgestellt, dafür erzeuge ich mit dem Filterauslass eine gewisse Oberflächenströmung - Gasaustausch muss ja sein.

      Trotzdem habe ich den Eindruck, dass es nur langsam besser wird - hat da jemand eine Idee? Zu einer zusätzlichen CO2-Düngung möchte ich nur ungern greifen.

      Viele Grüße
      Chris
    • Hallo zusammen,

      mal wieder ein Foto-Update, die Jungtiere entwickeln sich gut und so langsam kann man erste Geschlechtsunterschiede erahnen.

      Habe den Bestand an Limnophila sessiliflora (als Schwimmpflanze) aufgestockt, was dem Beckenklima sehr gutgetan hat. Auch die Wildguppy-Vermehrung schreitet somit ordentlich voran ;)

      Viele Grüße
      Chris

      P.S.: Falls jemand M. altispinosus oder Wildguppys möchte - PN genügt.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cichliden_Chris ()

    • Hallo zusammen,

      auch hier wieder ein Foto-Update, bei den Jungtieren bilden sich erste Geschlechtsunterschiede aus. Langsam kommt das Becken an seine Kapazitätsgrenze, sodass nun zweimal pro Woche ein Wasserwechsel von 50% notwendig wird, um weiterhin gutes Wachstum zu gewährleisten.
      Jedoch ist der Filter - Fluval 406 und laut Hersteller eigentlich für 400 Liter - für den Beckeninhalt großzügig dimensioniert, das kommt dem Ganzen sehr zugute und mein zweites, neues Meterbecken wird auf die gleiche Art gefiltert werden.

      In spätestens einem Monat wird abgefischt - wenn jemand vorab Nachzuchten möchte - sehr gerne, PN genügt :)
      Dann haben die Alttiere wieder ihre Ruhe, bis ich vermutlich ab Oktober die nächste Brut aufziehe (parallel zur Brut meiner A. steindachneri - damit sich das Artemia-Ansetzen lohnt - und sofern es mit den A. steindachneri halt klappt).

      Viele Grüße
      Chris
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      • Altispinosus_Mai2017_1.jpg

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      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Cichliden_Chris ()

    • Servus zusammen,

      und ein letztes Foto-Update von diesem Zuchtprojekt - Anfang nächster Woche wird abgefischt und die Nachzuchten gehen in den Handel.
      Weiß nicht, ob ich dann nochmal irgendwann eine Brut von M. altispinosus aufziehe - obwohl es wirklich top Tiere sind, ist die Nachfrage sehr mäßig und wenn der Händler die Tiere nicht nehmen würde, dann würde es eng werden...
      Und eine ordentlliche Aufzucht ist auch immer mit einem gewissen Aufwand (anfangs das Hauptaugenmerk auf dem Futter, später auf sehr häufigen Wasserwechsel) verbunden, der nicht von der Hand zu weisen ist.

      Die Geschlechter der Jungtiere kann man mittlerweile recht gut erkennen, die vier auf dem ersten Foto müssten zwei Pärchen sein :)
      Das andere Foto zeigt einen Teil der Jungtiere, zusammen mit dem großen Weibchen. Das Männchen ist recht fotoscheu.

      Viele Grüße
      Chris
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      • Altispinosus_Juni2017_2.jpg

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      • Altispinosus_Juni2017_3.jpg

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    • Hallo zusammen,

      mal eine ganz aktuelle Gesamtansicht des Beckens :)
      Das Männchen ist wieder in Balzlaune, das Weibchen zögert noch etwas - kleiner sollte das Becken nicht sein. Dennoch werde ich vorerst mal keine Altispinosus-Brut mehr aufziehen - denn solch ein Aufzuchtprojekt ist schon mit genügend Arbeit verbunden, und die Alttiere brauchen auch mal ihre Ruhe...

      Zumal mein züchterischer Fokus momentan auf den Apistogramma steindachneri liegt (sofern sie denn gesunden, was ich hoffe).

      Nur von den Wildguppys gibts immer mal wieder Nachzuchten, aber da ist die Nachfrage bekanntermaßen sehr gering. Ebenso bekam ich keine Nachzuchten von den Altispinosus' privat vermittelt, so schön die Alttiere auch sein mögen - bin gespannt, ob das Männchen mal die 10-cm-Marke knackt ;)

      Viele Grüße
      Chris
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      • Altispinosus1_Juni2017.jpg

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