Wiedereinstieg - 200 Liter - P. kribensis bzw. M. altispinosus (Zuchtabsicht) und Wildguppys

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    • Hallo Markus,

      das ist schon ein einleuchtendes Argument für Granulatfutter, und ich überlege, ob ich nach Aufbrauchen meiner Flockenfutter-Bestände (ein paar kleine Döschen, monatlich gibt es ein neues, damit es nicht zu lange geöffnet rumsteht) auch zu Granulat wechseln sollte.

      Um es ganz fein zu bekommen, müsste ich mir halt einen Mörser besorgen, damit müsste man es ja ganz gut zu Staub zermalmen können?
      Denn ich habe ja nur recht wenige Fische, und möchte da die gleiche Sorte Granulat an alle meine Fische verfüttern können, und für die Brut dann eben gemörsert.


      @ alle:
      Wie seht ihr das? Auch schon den Umstieg auf Granulat vorgenommen? Oder warum noch beim Flockenfutter geblieben?
      Wäre vielleicht einen Extra-Thread im Futter-Unterforum wert?

      Viele Grüße
      Chris
    • Cichliden_Chris schrieb:

      Um es ganz fein zu bekommen, müsste ich mir halt einen Mörser besorgen, damit müsste man es ja ganz gut zu Staub zermalmen können?

      Wenn meine Jungtiere so langsam aus dem Artemia-Alter heraus wachsen, sind sie durchaus in der Lage, an dem Granulat zu knabbern. Nur bei den Neolamprologus leleupi werde ich in Zukunft länger warten. Da hatte ich mit der Umstellung ein paar Ausfälle. Es waren eigentlich zu wenige, um zu behaupten, die hätten sich daran verschluckt. Trotzdem war die zeitliche Nähe auffallend. Komischerweise keine Ausfälle bei Jul. marlieri.
    • Hallo Markus,

      nun ja - Julidochromis sind schon ein eigenes Kapitel - da könnte man die Brut notfalls von Anfang an mit zerriebenen Flocken etc. aufziehen. Besser wachsen tun sie trotzdem mit dekapsulierten Artemia-Eiern.
      Lebende Nauplien sind nach meiner Erfahrung für Julidochromis (und wohl auch für die meisten Neolamprologus-Arten) nicht notwendig.

      Ich denke mir, dass eine abrupte Futterumstellung schlechter vertragen wird, ich mache da eher einen schleichenden Übergang. Meine M. altispinosus fressen die dekapsulierten Artemia-Eier noch wesentlich widerwilliger, als die lebenden Nauplien. Da muss ich langsam umstellen, die Nauplien nach und nach reduzieren (bis Weihnachten sollten sie es geschafft haben, da ich die Urlaubsvertretung nicht mit lebenden Nauplien "beauftragen" kann, aber das müsste schon klappen, ist ja noch eine gewisse Zeit).

      Viele Grüße
      Chris
    • Gerade bei den Neos meine, dass diese sich die Beute recht genau vorher ansehen, bevor sie zuschlagen. Anders als z.B. Malawis, die sich erst mal alles reinhauen und ggf. wieder ausspucken.

      Beim Übergang des Futters habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, die beiden in Frage stehenden Futtersorten langsam zu mischen. Also den lebenden Nauplien erst wenige dekapsulierte Artemia-Eier unterzujubeln und den Anteil langsam zu erhöhen. Ich denke, Du hast das gleiche Verfahren beschrieben.

      Sollten Deine Kleinen bis Weihnachten nicht eh von den Artemien weg sein?
    • Hallo Chris,

      versuch doch mal gefrorene Cyclops zu füttern, damit habe ich bei Jungfischen dieser Größe gute Erfolge erzielt, vor allem will ich immer weg von einseitiger Ernährung. Anfangs gebe ich die gefrorenen (aufgetaute) Cyclops mit lebenden Artemia-Nauplien. Sobald die Jungfische Geschmack an den Cyclops finden kann man diese gezielt füttern.

      Gruß Jakob
      Gruß Jakob

      Der Klügere gibt nach, nicht auf!
    • Hallo zusammen,

      @ Markus:
      Ja genau, die Futtersorten werden gemischt, und der Anteil lebender Nauplien mit der Zeit verringert.
      Ich denke auch, dass sie bis Weihnachten dem Nauplien-Alter entwachsen sein sollten.

      @ Jakob:
      Leider habe ich mit gefrorenen Cyclops sehr schlechte Erfahrungen gemacht - kaum Nährwert. Habe damit mal vor Jahren eine Apistogramma-Brut gefüttert, weil es als das "Top-Futter" angepriesen wurde, und die Tiere wuchsen sehr schlecht. Lebende Cyclops sind da - sofern die Brut nicht mehr zu klein ist - wohl besser.
      Aber ich verstehe, was du meinst - Abwechslung bieten. Das habe ich schon vor... bin auch am Überlegen, ob es statt Flocken mal gemörsertes Granulat werden soll. Und ganz feine Enchyträen sind natürlich auch eine gute Sache. Leider gibts keíne schwarzen Mückenlarven mehr... da wären frischgeschlüpfte auch toll.

      Viele Grüße
      Chris
    • Cichliden_Chris schrieb:

      bin auch am Überlegen, ob es statt Flocken mal gemörsertes Granulat werden soll. Und ganz feine Enchyträen sind natürlich auch eine gute Sache.
      Versuch es erst einmal einfach so mit dem Granulat, die knabbern sich das schon zurecht. Sieh es als Beschäftigung. Granulat mit einem erhöhten Proteingehalt wie Krill. Statt feiner Enchyträen wären Mikrowürmchen vielleicht eine Alternative bis Enchyträen gut verpackt werden. Beides ist allerdings recht fettig und sehe ich als Hauptfutter doch kritisch.
    • Hallo Markus,

      klar ist das Knabbern eine Beschäftigung. Aber damit sie möglichst reichlich fressen (kann berufsbedingt eh nur abends füttern), sollte es schon eine maulgerechte Größe haben, daher der Mörser. Wie wäre es mit diesem Granulat hier?
      dennerle.com/de/produkte/aquar…artenfutter/cichlid-carny

      Mikrowürmchen habe ich leider nicht, wäre jedoch auch eine gute Möglichkeit - ja. Ebenso natürlich feine Enchyträen.
      Klar ist das ein sehr gehaltvolles Futter, was es nicht jeden Tag geben sollte. Aber zweimal pro Woche habe ich sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

      Viele Grüße
      Chris
    • Die Kleinen müssen das natürlich auch lernen. Es ist aber auch keine tagfüllende Aufgabe, Granulat wegzuknabbern ;-).

      Das Granulat kommt mir komisch vor. Die tun sehr seriös, geben aber keine Zusammensetzung an, auf die es ankommt: Protein ?%, Fett ?% .... Deren Zielgruppe sind ja mehr ausgewachsene Tiere. Wahrscheinlich ist es als Aufzuchtfutter nicht schlecht, aber teuer und es gibt wahrscheinlich besseres Aufzuchtfutter. Dafür braucht man aber die Verteilung. Jungtiere befinden sich schließlich im Wachstum und haben andere Ernährungsansprüche als Alttiere.

      Mikrowürmchen werden sich doch finden lassen. Hast Du keinen Züchter/Aq-Verein in der Nähe? Früher hat mal einer regelmäßig bei Ebay-Kleinanzeigen annonciert. Bestimmt kann Dir auch jemand im Forum eine Probe zuschicken.
    • Hallo Markus,

      die Verteilung findet sich, wenn man auf der Website auf "Deklaration gemäß Futtermittelverordnung" klickt:
      Rohprotein 58,8%, Rohfett 10,2%, Rohfaser 4,2%, Rohasche 11,1%, Feuchtigkeit 9,1%

      Hältst du dieses Granulat nun für empfehlenswert? Oder hast du eine andere Granulat-Empfehlung?

      Viele Grüße
      Chris
    • Ach ja. Super, Danke.

      Fast 60 % Protein? Wau, für Jungfische ich denke, nicht schlecht. Aber für ausgewachsene Malawis. Dann aber nicht für überwiegend fleischfressende Cichliden (normale Nicht-Mbunas) sondern nur für Räuber. Na ja vielleicht bin ich da auch nicht auf aktuellem Stand. Aber soviel ich weiß, wurden Nicht-Mbunas mit etwas über 40% Protein gefüttert.

      46 € für den Liter halte ich aber nicht für einen Schnapper. Und wenn der Preis in Litern und nicht in kg angeben wird, kauft man i.d.R. auch jede Menge Luft.
      hornbach.de/shop/Cichlid-Carny…Dose/5720403/artikel.html

      Da kannst Du besser bei dekapsulieren Artemien bleiben, da kostet ein Liter genau die Hälfte. Und Du hast wahrscheinlich weniger Luft gekauft.

      Ich hatte früher mal ein Granulat, dass auch etwa 60% Protein hatte, in etwa die Größe von Artemia-Nauplien hatte und sogar Futterautomaten-tauglich gewesen ist. Das habe ich leider nicht mehr. Und wenn ich wieder loslege, muss ich auch wieder schauen, wo ich an ähnliches Futter rankomme. Mit diesem kleinen Granulat, Salinenkrebsen, Mikrowürmchen und Essigälchen habe ich die dann solange gefüttert, bis sie anfingen, das normale Granulat zu fressen, zu knabbern. Es gab für mich also kein "Zwischenfutter" zwischen Artemien und "Erwachsenen-Granulat".

      Wahrscheinlich hast Du beim Genzel auch schon gestöbert. Hier mal der Link:
      aquakultur-genzel.de/index.php

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von markus1de ()

    • Hallo Markus,

      ich habe mal im Bürobecken überwiegend Flocken mit 45% Protein gefüttert und die Brut wuchs schlecht - von daher halte ich die fast 60% Protein diesbzgl. schon für ein gutes Beifutter zu dekapsulierten Artemia-Eier, Artemia-Nauplien und feinen Enchyträen (so sieht momentan der Speiseplan aus).

      Bei meinen kleinen und schwach besetzten Becken brauche ich keinesfalls das Litergebinde - da reicht die kleinste verfügbare Einheit aus, zumal das Futter nicht zu lange offenstehen sollte. Diesbzgl. auch gleich eine Frage an dich und auch alle anderen - wie lange würdet ihr geöffnetes Granulatfutter verwenden? Einen Monat? Zwei Monate?

      Viele Grüße
      Chris
    • Hallo Chris,

      wenn du das Futter im Kühlschrank lagern kannst, würde ich einer geöffnete Dose bis zu 3 Monaten geben, ansonsten innerhalb eines Monats verbrauchen, den der Vitaminabbau erfolgt bei Zimmertemperatur doch ganz schnell.

      Gruß Jakob

      :west:
      Gruß Jakob

      Der Klügere gibt nach, nicht auf!
    • Hallo,

      besteht im Kühlschrank für das Granulat keine Schimmelgefahr wegen der Feuchte?

      Kühlschrank ist schon eine feine Sache - ich bewahre darin auch meine Enchyträen und manchmal auch Artemia-Nauplien auf Vorrat auf, die Tierchen bleiben viel länger lebendig und frisch :)

      Viele Grüße
      Chris
    • Hallo Chris,

      ich halte grundsätzlich alle Futterarten im Kühlschrank für den baldigen Verbrauch, bzw. Gefrierschrank (Flocken, Granulat und Artemiazysten als Vorrat) auf. Damit habe ich jetzt über viele Jahre beste Erfahrungen gemacht, Voraussetzung sehr dicht schließende Behältnisse.

      Gruß Jakob

      :west:
      Gruß Jakob

      Der Klügere gibt nach, nicht auf!
    • Hallo Chris, hallo Jakob, hallo Gemeinde,

      leider komme ich erst jetzt dazu zu antworten.

      Cichliden_Chris schrieb:

      ich habe mal im Bürobecken überwiegend Flocken mit 45% Protein gefüttert und die Brut wuchs schlecht -
      Das glaube ich Dir unbesehen. Meine Kritik an dem hohen Proteingehalt richtete sich ja an die Verwendung für adulte Malawis. Für Malawis gelten da häufig etwas andere "Regeln"

      Cichliden_Chris schrieb:

      auch gleich eine Frage an dich und auch alle anderen - wie lange würdet ihr geöffnetes Granulatfutter verwenden? Einen Monat? Zwei Monate?
      So genau kann ich das nicht sagen. Wann wird ein bestimmtes Lebensmittel schlecht bzw. wann ist der Nährgehalt zu gering? Das hängt ja auch stark von den Umständen ab. Steht das Futter im kühlen Keller, Kühlscharank oder in unmittelbarer Nähe zu Beleuchtung oder gar darauf? Wie alt war sie, als sie gekauft wurde und wie wurde sie bis dahin gelagert? Dazu hat der Jakob ja schon viel geschrieben, was ich auch so sehe.

      Khao Man schrieb:

      wenn du das Futter im Kühlschrank lagern kannst, würde ich einer geöffnete Dose bis zu 3 Monaten geben, ansonsten innerhalb eines Monats verbrauchen, den der Vitaminabbau erfolgt bei Zimmertemperatur doch ganz schnell.
      Ich möchte dazu noch ergänzen, dass Vitamine m.W. sehr lichtempfindlich sind. Da frage ich mich, was diese neu-modischen transparenten Deckel sollen. Aber das nur am Rande.

      Außerdem vermeide ich es, in der Futterdose rumzufingern. Mit den eigenen Fingern trägt man Feuchtigkeit und Keime ins Futter. Das zu vermeiden fällt mir bei Granulat leichter als bei Flocken. Erschwerend kommt hinzu, dass m.M. nach Flocken Feuchtigkeit stärker aufnehmen als Granulate.

      Cichliden_Chris schrieb:

      ich bewahre darin auch meine Enchyträen
      Im Kühlschrank? Kannst Du das näher erläutern?
    • Hallo zusammen,

      @ Jakob:
      In welche Dosen füllst du das Futter denn um (gibts die auch käuflich irgendwo)?

      @ Markus:
      Bislang bewahrte ich mein Flockenfutter im Schlafzimmer-Schrank auf - dunkel und (außer im Sommer) relativ kühl. Jedoch ist die Temperatur natürlich nicht mit einem Kühlschrank zu vergleichen...
      Ich greife auch nie mit den Fingern in die Dose, ich schüttle das Futter immer heraus - ginge mit Granulat ja noch leichter.

      Was die Enchyträen angeht - ich züchte sie nicht selbst, da ich ja so wenige und kleine Becken (somit auch wenige und kleine Fische) besitze, sodass ich mir wöchentlich (oder auch mal alle zwei Wochen) ein Schächtelchen Enchyträen vom Zooladen mitnehme.
      Ein Teil wird sofort nach dem Kauf verfüttert, der Rest wird in einer genügend großen Tupperdose mit etwas Wasser im Kühlschrank aufbewahrt.
      Sind die Enchyträen "sauber" (ich spüle sie vorher vorsichtig etwas in einem Schälchen mit klarem Wasser) und haben sie genügend Platz, leben sie in der Tupperdose mit Wasser im Kühlschrank aufbewahrt locker 2 Wochen bei bester Vitalität. Das Wasser hat den Vorteil, dass die Enchyträen nicht die Wände hochkriechen und ggf. flüchten können.
      Ist vielleicht eine unübliche Methode, aber wenn man selbst keine Enchyträenzucht hat (lohnt sich bei meinem Kleinverbrauch nicht), klappt es echt super. Gibt ja auch Enchyträen in dieser Darreichungsform (in mit Wasser gefüllten Beutelchen im Kühlregal) in manchen Zooläden - daher hatte ich die Idee.

      @ alle:
      Anbei mal ein Foto-Update, das Männchen (im Hintergrund) hält nun ungefähr die Hälfte des Beckens besetzt, vertreibt daraus die Brut und lässt sich vom ehemals äußerst dominanten Weibchen nicht mehr so sehr einschüchtern. Die Brut wächst und gedeiht, es gab nur einen einzigen Ausfall bisher.

      Viele Grüße
      Chris
      Bilder
      • Altispinosus_Oktober4.jpg

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    • Hallo Chris,

      ich verwende Bodum-Gläser, die haben sich bei mir bewährt. Die Deckel schließen lange Zeit dicht und lassen sich auch leicht abziehen.
      Na dein Nachwuchs entwickelt sich ja prächtig, du machst jetzt offensichtlich alles richtig, gratuliere.

      Gruß Jakob
      Gruß Jakob

      Der Klügere gibt nach, nicht auf!