Wiedereinstieg - 200 Liter - P. kribensis bzw. M. altispinosus (Zuchtabsicht) und Wildguppys

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    • Hallo Chris,

      freut mich, dass es jetzt offensichtlich mit der Aufzucht klappt. Ich wünsch dir viel Erfolg damit und auch viel Freude mit der Aufzucht. Genau das ist es was uns so an der Aquaristik so begeistert.

      Und berichte weiter was es bei der Aufzucht gibt.

      Gruß Jakob

      :west:
      Gruß Jakob

      Der Klügere gibt nach, nicht auf!
    • Hallo zusammen,

      ja - ich hoffe sehr, dass es klappt. Nicht dass das Abmagern und Versterben der Jungfische wieder anfängt irgendwann...

      Bzgl. jagenden Guppys - an Salmlerqualitäten kommen sie zwar nicht heran, aber 8 Guppys waren echt etwas viel Feindfaktor, zumal sie durch häufigere Lebendfuttergaben schon geübt sind - seit ich sie auf 4 reduziert habe, werden sie von dem Altispinosus-Pärchen jedoch problemlos in Schach gehalten.

      Selbstverständlich führe ich das Thema fort - gefällt mir gut :)

      M. altispinosus ist durch seine äußerst geringe zwischenartliche Aggressivität wohl eine Art "Idealcichlide" für bepflanzte Becken mit durchaus auch zarteren Fischarten.
      Innerartlich ist die Aggression schon ausgeprägter (unter 100 cm Kantenlänge würde ich nicht gehen), aber auch da haben die Auseinandersetzungen nicht die Schärfe vieler anderer Cichliden, sondern es ist mehr ein ritualisiertes Drohverhalten ganz nach Geophagus-Manier.

      Im Vergleich zu anderen Zwergcichliden (Laetacara beispielsweise) ist M. altispinosus hier in der Gegend sehr gefragt - von daher bin ich schon an einer Nachzucht interessiert, da ich einen sicheren Abnehmer (Stamm-Zoohändler) habe.

      Viele Grüße
      Chris
    • Servus,

      Cichliden_Chris schrieb:

      Und Fotos von den Altispinosa-Wildfängen fände ich sehr interessant - poste bitte mal welche, falls möglich :)
      Ich habe jetzt lange rumversucht, aber nur extrem bescheide Fotos der Wildfänge zusammengebracht :S
      Poste sie aber trotzdem, ist ja schließlich kein Fotowettbewerb ;) Die 5 Alttiere schwimmen bei mir auf rund 500 Litern und sind nur mit roten Neon vergesellschaftet.

      Auf dem letzten Bild sind die noch hier bei mir verbliebenen NZ bei der Fütterung zu sehen, die Anfang/Mitte April diesen Jahres aufschwammen.
      Mit im Becken bei den Mikrogeophagus NZ schwimmen auch noch NZ von Wildformskalaren aus dem Rio Nanay und dem Rio Essequibo, im Becken nebenan habe ich auch noch ebenfalls etwa halbjährige Skalar-NZ einer rotrückigen Form aus der oberen Rio Negro Region!

      Beste Grüße
      Stefan
      Bilder
      • K1024_Alti I.JPG

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      • K1024_Alti II.JPG

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      • K1024_Alti NZ.JPG

        145,1 kB, 1.024×768, 114 mal angesehen
      Ein Hobby ist erst dann ein richtiges Hobby, wenn man anfängt es zu übertreiben!
    • Hallo Stefan,

      die Nachzuchttiere haben sich super entwickelt, finde ich :top:

      Die Alttiere (Wildfänge) hätte ich mir jetzt etwas bulliger vorgestellt - da schneiden meine Altispinosus (ausm Zooladen) in punkto Form, Farbe und Proportionen garnicht so schlecht ab ;)

      Ich denke mir, dass in genügend großen Becken sicherlich auch die dauerhafte Pflege von M. altispinosus mit Skalaren oder auch Diskus gut möglich ist (Beckengröße gefühlt >500 Liter).
      Auf 300 Litern hatte ich sie auch erfolgreich mit einem Pärchen Cleithracara maronii vergesellschaftet.

      In der Natur soll M. altispinosus ja zusammen mit Apistogramma linkei vorkommen, ich habe beide Arten noch nicht vergesellschaftet - jedoch habe ich vor vielen Jahren mal versucht, M. altispinosus mit A. cacatuoides bzw. A. macmasteri zu vergesellschaften, das ging nichtmal für ein paar Stunden gut.

      Anbei mal ein Foto meines alten Zuchtpärchens (das Weibchen hatte ich ca. 7 oder 8 Jahre) - so schöne Tiere sah ich lange nicht wieder.

      Viele Grüße
      Chris
      Bilder
      • Altispinosus_altes Zuchtpaar.jpg

        88,39 kB, 1.663×448, 101 mal angesehen
    • Update:
      Nachdem das Weibchen bei der Brutpflege immer dominanter wurde (das Männchen durfte seit gestern Abend nur noch das Außenrevier verteidigen, sie ließ ihn nicht mehr zur Brut), hat es nun die Brutpflege komplett übernommen.
      Das Männchen gab sich noch Mühe, hat immer wieder die Guppys verjagt und auch versucht, sich der Brut anzunähern (keine Fress-Absicht), aber nun hat das Weibchen ihn endgültig in die Flucht geschlagen, er hat sich ganz grau gefärbt und muss sich vor ihr verstecken.

      Das war auch bei den vorherigen Bruten so, dass irgendwann das Weibchen die Brutpflege komplett an sich gerissen und das Männchen verjagt hat. Spätestens da hatte das zweite Weibchen dann leichtes Spiel mit der Brut gehabt und sich den Großteil einverleibt. Aber das zweite Weibchen sitzt ja nun Gott Sei Dank separiert.

      Es erinnert sehr an Apistogramma, oder noch mehr an Nannacara anomala - und steht im krassen Gegensatz zum dominanten Auftreten des Männchens in der Balzphase.

      Viele Grüße
      Chris
    • Servus Chris,

      ich kenne persönlich niemanden, der die Art schon mal im eingerichteten Becken und natürlich mit Eltern aufgezogen hat, kann dazu also nicht nur nicht vorhandenen eigenen Erfahrungen nicht beitragen, sondern auch keine Erfahrungen aus zweiter Hand ;) Die Jungtiere auf Deinem Foto sehen gut (genährt) aus und es ist auch interessant, was Du da über deine Beobachtungen zu berichten hast.

      Ich selbst habe aktuell solo, also ohne Beifische je ein Paar von Apistogramma ortegai und eines von Apistogramma hongsloi auf jeweils 220 Litern sitzen.
      In beiden Fällen haben die deutlich kleineren Weibchen aber sowas von die Hosen an, sowohl während der Balz, als auch gleich von Beginn der Brutpflege an :D

      Beste Grüße
      Stefan
      Ein Hobby ist erst dann ein richtiges Hobby, wenn man anfängt es zu übertreiben!
    • Hallo zusammen,

      bislang fressen die Jungtiere sehr gut, das freut mich :)

      Auch die Verträglichkeit der Elterntiere untereinander ist wieder etwas besser geworden, sie gehen zwar gegenseitig etwas auf Distanz, aber bewachen dennoch beide die Brut, und das Männchen konnte seine gestrige Opferrolle wieder ablegen.

      Zumal die Aggression des Weibchens ja nicht daherrührte, dass das Männchen sich an der Brut zu schaffen machen wollte - diesen Fall hatte ich mal bei M. ramirezi, da bewachte das Männchen alleine die Brut und verjagte sein Weibchen, und selbiges fraß von den Jungfischen, wann immer es sich welcher habhaft werden konnte.
      Solche Störungen habe ich bei M. altispinosus noch nicht erlebt - woran liegt das bei den M. ramirezi? Früher sagte man, die künstliche Aufzucht ist Schuld daran, mittlerweile vertreten einige Leute die These, dass das damit in keinem Zusammenhang steht?

      Viele Grüße
      Chris
    • Update:
      Es ist echt krass, welche Dynamik der hungrige Jungfischschwarm entwickelt (wenn ich abends von der Arbeit heimkomme, sind sie natürlich hungrig), da wird innerhalb von Minuten das ganze Becken abgeschwommen (auch alle Beckenregionen, bis knapp unter die Wasseroberfläche) und es ist oftmals nicht klar, wer hier die Richtung vorgibt - der Jungfischschwarm oder die Alttiere...

      Manchmal teilt sich der Schwarm auch, und ein Teil des Schwarms ist eine Zeit lang "herrenlos" unterwegs, bis eines der Alttiere das kapiert und versucht, alle Jungtiere wieder zusammenzuführen. In dem Zusammenhang bin ich froh, dass als Beifische nur vier Guppys drin sein, die eher gefräßigen Weibchen sind erst halbwüchsig und somit hält sich der Schaden in Grenzen, zumal die kleinen Altispinosus schon etwas gewachsen und ziemlich flink sind mittlerweile. Aber ich frage mich echt, wie viele Cichlidenarten es schaffen, in freier Natur ihre Brut großzuziehen - ich vermute, sie bewachen die Brut entweder als Kolonie oder aber in einem sehr übersichtlichen Areal, das großräumig verteidigt wird.

      Der abgefütterte Jungfischschwarm ist im Vergleich dazu fast träge und bleibt nahezu immer an der gleichen Stelle - das hat das Weibchen mal wieder zum Anlass genommen, das sonst ihr helfende Männchen nachdrücklich zu verjagen, getreu dem Motto "den ruhenden Jungfischschwarm schaff ich auch alleine" ;)

      Viele Grüße
      Chris
    • Update:
      Jeden Abend das gleiche Spiel - wenn ich vom Dienst heimkomme, bewachen beide Elterntiere den höchst beweglichen vielköpfigen Jungfischschwarm. Nachdem gefüttert wurde, die Jungfische dick und träge sind, wird das Männchen vom Weibchen davongejagt und darf den restlichen Abend nicht mehr an der Brutpflege teilnehmen.

      Auch muss ich feststellen, dass die Elterntiere eine Aggression gegenüber den Guppys zeigen, die ich von M. altispinosus in dieser Intensität bislang noch nicht beobachten konnte. Die Guppys dürfen sich nur unmittelbar an der Wasseroberfläche und im Pflanzendickicht aufhalten, sonst werden sie vehement vertrieben. Das zeigt, dass 50 cm Höhe nicht zu viel sind für ein brutpflegendes Zwergcichlidenpaar, sofern Beifische mit dabei sind.

      Meine früheren M. altispinosus waren nicht so aggressiv, da hatte ich als Beifische jedoch Endler-Guppys, die null Interesse an der Brut zeigten. Das ist bei den jetzigen Guppys schon anders, und daher rührt wohl auch die Vehemenz der Elterntiere.
      Ein weiterer Faktor ist wohl die Größe des Jungfischschwarms - für Zwergcichliden fast beängstigend - es sind locker 200 Stück. Wenn sie nicht gerade ruhen, nimmt der Jungfischschwarm gerne mal ein Viertel des Beckens ein, da muss die Verteidigung dann natürlich entsprechend heftiger ausfallen.
      So große Gelege hatte ich früher nicht - das macht das Boosting mit Enchyträen, das Weibchen produzierte ja in kurzer Zeit stets sehr große Gelege :)

      Viele Grüße
      Chris
    • Hallo zusammen,

      die zahlenmäßig mächtige Jungfischmeute wächst gut und hat einen ebenso kräftigen Appetit, so dass meine Artemia-Aufzucht fast an ihre Grenzen kommt.

      Was haltet ihr davon, dekapsulierte Artemia-Eier nun zuzufüttern?
      So ganz klein sind die Jungfische ja nun nicht mehr, also sie müssten sie locker bewältigen können. Oder seht ihr da irgendwelche Risiken bzw. Unverträglichkeiten?

      Viele Grüße
      Chris
    • Hallo Chris,

      die sind jetzt voll über dem Berg, denen kannst du jetzt alles füttern was in die kleinen Mäulchen geht, einschließlich feinst zerriebenes Flockenfutter oder Jungfischgranulat. Trockenfutter als Zusatzkost hat den Vorteil, dass die Nährstoffe konzentriert vorhanden sind. Das bringt einen zusätzlichen Schub, aber Vorsicht, man tut leicht auch zuviel des Guten (weils so schön bequem ist breitgrin.png ).

      Gruß Jakob

      :west:
      Gruß Jakob

      Der Klügere gibt nach, nicht auf!
    • Hallo Jakob und alle anderen,

      habe heute mal versuchsweise feingeriebene Flocken dazugefüttert, die Akzeptanz war leider gleich null. Bei den dekapsulierten Artemia-Eier war die Akzeptanz schon höher, aber es ist klar, dass noch einige Zeit lebende Artemia-Nauplien eine wichtige Futterkomponente darstellen werden, bis dann irgendwann komplett auf dekapsulierte Artemia-Eier, Flocken und Enchyträen (meine bevorzugten Futtersorten, nebst lebenden schwarzen Mückenlarven während der wärmeren Jahreshälfte) umgestellt werden kann.

      Nach meinem Empfinden sind jedoch Artemia und Enchyträen wesentlich gehaltvoller als Flocken, die eher eine Art "Magerkost" darstellen. Zumindest wuchsen meine Jungtiere von Julidochromis sp. "Gombe" bei Flockenfütterung nur mäßig, seit es Enchyträen gab, machten sie einen gewaltigen Wachstumsschub seinerzeit.

      Anbei mal ein Foto der stolzen Mutter mitsamt Jungfischen - der Vater wird energisch vertrieben und das Becken dürfte echt nicht kleiner sein...

      Viele Grüße
      Chris
      Bilder
      • Altispinosus_Oktober1.jpg

        264,22 kB, 1.539×1.164, 104 mal angesehen
    • Hallo Chris,

      na die sehen doch schon ganz stattlich aus. Ich hoffe, Du hast sie schon halb über'm Berg.

      Normales Flockenfutter habe ich gar nicht mehr im Haus. Das halte ich auch für "Magerkost", wenn es mal richtig schnell gehen muss. Ich habe aber nur noch grüne Flocken da. Und ich denke, beim nächsten mal werde ich da auch das Granulat ausprobieren.
    • Zur Zeit füttere ich in der Größe auch nur Artemien. Und aktuell auch nur die leblosen, wobei ich eigentlich frisch geschlüpfte bevorzuge. Aber für die 30 Guppys lohnt sich der Ansatz einfach nicht.

      Das mit der Konsistenz bekommt man doch durch aufweichen hin. Ich habe zweimal richtig feines Granulat gehabt. Das war recht genau die Größe von Artemien. Einmal so ein Zeugs von Sera. Das war aber schlicht sehr teures, gehärtetes Fett. Und dann was ganz ordentliches. Da hat mich nur gestört, dass es so schnell sank. Und da weiß ich die Quelle ad hoc nicht mehr.

      Aber in DO habe ich von denen Futter mitgenommen und siehe da: die haben auch eine recht feine Körnung.

      Color Granulat small Size (0,3 - 0,5 mm)
    • Hallo Markus,

      danke für den Tipp, auf dieser verlinkten Website gibt es echt sehr feines Granulatfutter.
      Inwiefern schätzt du Granulatfutter als besser ein im Vergleich zu Flocken?

      @ alle:
      Foto-Update :)

      Viele Grüße
      Chris
      Bilder
      • Altispinosus_Oktober2.jpg

        263 kB, 1.824×1.239, 69 mal angesehen
      • Altispinosus_Oktober3.jpg

        300,01 kB, 1.824×1.368, 75 mal angesehen
    • Granulate haben besonders als echte extrudierte Granulate Vorteile, Flockenfutter entsprechende Nachteile. Außerdem hat Flockenfutter ein ausgesprochen ungünstiges Verhältnis von Masse zu Oberfläche, was die Lagerfähigkeit/Wertigkeit sehr in Frage stellt, die Kugel hingegen hat das beste Verhältnis von Masse zu Oberfläche. Hier mal ein Auszug aus einem Beitrag von mir aus einem anderen Forum:

      " "Beim Extrusionsprozess wird die Futtermischung im Extruder (ähnlich einem überdimensionalen Fleischwolf) unter Hitze-

      und Druckeinwirkung pastös verbunden und am Extruderkopf mit einem rotierenden Messer auf die gewünschte Länge geschnitten. Dieser hydrothermische Prozess bewirkt einen Aufschluss der im Futter enthaltenen Stärke, wodurch diese höher verdaulich wird und dem Extrudat eine hohe Stabilität verleiht, so dass Extrudate auch über Stunden im Wasser ihre Form bewahren. Durch die Einführung des Extrusionsverfahrens ist es möglich geworden, schwimmfähige Futtersorten herzustellen. Die Summe der Vorteile hat die Extrusion zum dominierenden Herstellungsprozess beim Zierfischfutter werden lassen."

      (Hier sollte eigentlich die Quelle stehen, da in diesem Forum die Quellenangabe aber ein zensierter Begriff ist, musste ich diese leider löschen. Man kann den Artikel also im Internet-Auftritt eines nicht ganz kleinen Zoofachmarktes aus DU finden.)


      Abgesehen von der besseren Verdaulichkeit, der damit verbundenen höheren
      Effizienz des Futters bei gleichzeitig geringere Wasserbelastung haben
      Granulate m.M. noch den gerade für Malawis wichtigen Vorteil, dass sie
      sich gut verteilen und sich der Boss nicht den größten Happen schnappen
      kann, während die anderen sehen müssen, wo sie bleiben. Ich könnte mir
      gut vorstellen, dass Verfettung einzelner Tiere auch auf eine
      entsprechende Weise zu füttern zurück zu führen ist."