Wiedereinstieg - 200 Liter - P. kribensis bzw. M. altispinosus (Zuchtabsicht) und Wildguppys

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Wiedereinstieg - 200 Liter - P. kribensis bzw. M. altispinosus (Zuchtabsicht) und Wildguppys

      Hallo zusammen,

      stelle anbei mal mein "halbfertiges" Becken vor, die Einrichtung ist bereits gesetzt, lediglich die Pflanzen fehlen noch.

      Aber Hornfarn (soll die rechte Seite der Wasseroberfläche bedecken) werde ich hoffentlich bald erhalten, und auf die linke Seite kommt eine Hammerschlag-Cryptocoryne, der Topf dafür steht schon bereit (siehe Foto). Habe auch versucht, den Topf mit Steinen zu kaschieren, so dass man ihn in der Frontansicht nicht sieht.
      Ansonsten ist ja nur eine dünne Sandschicht im Becken, die Hammerschlagcrypto bekommt ihren Topf mit etwas gröberem Kies und Düngetablette inklusive - habe damit gute Erfahrungen gemacht.

      Der Besatz besteht aus einem Pärchen Pelvicachromis kribensis (wie sie ja nun heißen), laut Anton Lamboj könnten es "Muyuka" sein - im Handel waren sie als "Lobe" ausgeschrieben, was sie jedoch keinesfalls sind. Leider haben sie Fräskopfwürmer, bin dabei, sie zu behandeln, ist ja schon mal wieder ein "toller" Start... aber da muss man durch.
      Dazu ein Männchen und zwei Weibchen Wildguppys, damit das Kribensis-Männchen bei einer eventuellen Brutpflege auch bissl was zu tun hat.

      Epiplatys dageti waren keine aufzutreiben, dafür sah ich jedoch recht schöne Wildguppys, die ja als Kosmopolit der Tropen so gut wie immer passen ;)
      Sie werden sich sicherlich noch vermehren - im Idealfall beide Arten - und damit ist das Becken auch genug besetzt, ist ja nur ein Standard-200-Liter-Becken mit 100 x 40 x 50 cm.

      Viele Grüße
      Chris
      Bilder
      • Taeniatus2_April2015.jpg

        83,46 kB, 1.188×646, 324 mal angesehen
      • Kribensis_Wildguppys_April2015.jpg

        157,47 kB, 1.307×1.018, 268 mal angesehen
      • Kribensis_Wildguppys_Mai2015.jpg

        156,96 kB, 1.390×1.368, 256 mal angesehen
      • 100cm_Mai2015.jpg

        222,26 kB, 1.824×974, 388 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Cichliden_Chris ()

    • Hi Chris,

      bleibt das Aquarium so?
      Das mit den noch rein kommenden Pflanzen habe ich gelesen.Ich meine von der Hardware wie Wurzeln, Steine etc.
      Bisl wenig das ganze bisher.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Edilhcic ()

    • Hey ,
      Zweckmäßig ist die Einrichtung ,da gibt es eigentlich keine Kritikpunkte.
      Wenn es mehr Pelvicachromis werden ,ist mehr Struktur von Vorteil ,aber das solltest du ja wissen.(Hat ja auch noch Zeit)
      Ob man es schön findet ,ist ein andere Schuh.
      Geschmäcker sind verschieden.
      MfG,
      David
      MfG,
      David
    • Hallo zusammen,

      ja - die Einrichtung soll zweckmäßig und pflegeleicht sein - habe die Erfahrung gemacht, dass so "vollgestopfte" Becken doch irgendwann ziemlich verdrecken, man mit der Mulmglocke nicht mehr durchkommt usw.
      Auch möchte ich nicht zu viel organisches Material (Wurzeln) auf das doch relativ knappe Wasservolumen haben, belastet ja sonst doch auch das Wasser. Eine längliche, dünne Wurzel könnte aber schon noch rein - mal schauen, was das Sortiment so hergibt ;)
      Mehr Steine sollen es des Gewichts wegen nicht sein (Holzdecke).

      Es bleibt ja bei einem einzigen Pelvicachromis-Pärchen, eventuelle Jungtiere werden vor Erreichen der Geschlechtsreife abgefischt.

      Muss sagen, dass die Wurzeln auf dem Foto recht seltsam wirken, auch von der Farbe her - sieht im Echtzustand wesentlich natürlicher/harmonischer aus.

      Viele Grüße
      Chris
    • Hallo zusammen,

      hier mal ein Update mit etwas realistischeren Lichtverhältnissen.

      Die Hammerschlag-Cryptocoryne ist auch eingepflanzt (ja, etwas mickrig, aber eine größere konnte ich meinem Händler nicht abluchsen, eigentlich verkauft er die garnicht und auch sonst bekommt man diese Pflanze kaum), ebenso habe ich noch zwei kleinere Wurzeln reingetan.

      Selbige werden dann noch mit Javafarn gepflanzt, dann noch Hornfarn als Schwimmpflanze auf der rechten Seite, und eventuell eine kleine Anubias darunter (A. barteri var. nana braucht ja wenig Licht), mal sehen.

      Das Becken gefällt mir jedenfalls immer besser, die Fräskopfwürmer sind Gott sei Dank nun auch endlich verschwunden (waren zwei Medikamentengaben nötig, hatte schon befürchtet, dass es da nun auch resistente Stämme gibt mittlerweile) :)

      Viele Grüße
      Chris
      Bilder
      • 100cm_Mai2015_1.jpg

        241,13 kB, 1.824×911, 350 mal angesehen
    • Hallo Malte,

      ja, das wäre eine Option, zumal ein paar Steinchen ja auch nix wiegen.

      Ich will halt einen Mittelweg zwischen einigermaßen schöner Optik und dennoch guter Pflegbarkeit finden.
      Hatte auch schon total zugewachsene Becken, aber das ging dann vielleicht für ein Jahr oder zwei Jahre gut, doch dann waren sie mit der Zeit so verdreckt (vorallem die üppigen Javamoos-Polster), dass sich die Fische nicht mehr wohlfühlten, keine Brut mehr hochkam etc.

      Viele Grüße
      Chris
    • Hallo zusammen,

      hier mal ein Update vom Becken - das Layout ist nun fertig :)

      Besatzmäßig hat sich auch noch eine Änderung ergeben.
      Ich habe aus direkter Quelle in Erfahrung bringen können, dass ich es sich bei den P. kribensis um die Farbform "Nange" handelt. Diese ist ja eine Naturkreuzug (im natürlichen Lebensraum entstanden, dennoch durch Menschenhand herbeigeführt, meines Wissens durch einen Eingriff wie Kanalbau etc.) aus "Lobe" und "Kienke".
      Diese ganzen Formen - Lobe, Kienke und Nange - benötigen saures Wasser. Das kann ich den Fischen jedoch leider nicht bieten - gerade nach dem Wasserwechsel zeigten sie Unwohlsein (im Gegensatz zu den Fischarten, denen mein Leitungswasser behagt) - sodass ich sie wieder abgegeben habe. Wenigstens sind sie nun im Laden korrekt ausgeschildert...

      Nun ist es hier ziemlich schwer, an schöne Zwergcichliden ranzukommen, die auch noch zu einem leicht alkalischen pH-Wert passen.
      Besonders interessiert hätte mich da nebst P. kribensis "Muyuka" und "Moliwe" (beide in der Natur in leicht alkalischem Wasser vorkommend) die Wildform von Apistogramma cacatuoides (ich mag kein zehnfach-rot) sowie A. eunotus und A. linkei (alle drei in der Natur ebenfalls in leicht alkalischem Wasser vorkommend) - jedoch war da nichts in diese Richtung aufzutreiben.

      Da mein Stammhändler jedoch ein sehr schönes Pärchen Mikrogeophagus altispinosus (ebenso ein Kandidat, der in der Natur bei pH-Werten zwischen 7 und 7,5 lebt) schwimmen hatte, zogen diese in das Becken ein. Oftmals sieht man von dieser Art ja recht dünne oder gar krumme Fische im Handel, oder das Verhältnis von den Augen zum Körper passt nicht. Das Pärchen sah aber echt gut aus, von daher habe ich sie mitgenommen - obwohl ich diese Art ja schon mal ca. 10 Jahre im Bestand hatte - aber alte Liebe rostet wohl nicht so schnell ;)

      Dem etwas geübten Betrachter werden sicher die Geschlechtsunterschiede auffallen - sind ja doch nicht sooo deutlich ausgeprägt ;)

      Viele Grüße
      Chris
      Bilder
      • 100cm_Mai2015_2.jpg

        275,14 kB, 1.824×952, 316 mal angesehen
      • Altispinosus1_Mai2015.jpg

        107,1 kB, 1.305×603, 287 mal angesehen
      • Altispinosus2_Mai2015.jpg

        123,21 kB, 1.362×714, 254 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cichliden_Chris ()

    • Hallo Chris,

      schade, dass es mit den P. kribensis nicht klappt - ich mochte die.
      Aber M. altispinosus ist auch ein toller Fisch. Bei mir haben die auch in quasi Flüssigbeton abgelaicht. Nur ist aus den Eiern nie was geworden.

      Sind die Wildguppies da eigentlich schon/noch drin?
      Viele Grüße
      Malte
    • Hallo Malte,

      ja - ich mochte die P. kribensis auch. Und wenn es eine für leicht alkalisches Wasser geeignete Variante gewesen wäre - Muyuka oder Moliwe - hätte ich sie natürlich auch behalten. Aber so wäre es nicht gut für die Fische gewesen, und ich habe hier keine Möglichkeit, zu einem dauerhaft stabilen sauren pH-Wert zu kommen, sondern will mir eigentlich Fischarten aussuchen, die zum Leitungswasser passen.

      Die P. altispinosus ließen sich damals in unserem Leitungswasser problemlos nachzüchten, es verpilzte kein einziges Ei.

      Klar sind die Wildguppys noch mit drin, ein Männchen und zwei Weibchen bislang, konnte auch schon das erste Jungtier (junge Weibchen werfen ja noch nicht so viele) entdecken :)

      Viele Grüße
      Chris
    • Hallo Chris,

      auch wenn mir ehrlich gesagt die Pelvicachromis deutlich besser gefallen, hast du wirklich sehr schöne P. altipinosus aufgetrieben.

      Denke die passen von der Herkunft und dem recht hohen Durchsetzungsvermögen der Pelvicachromis, auch deutlich besser zusammen.

      Mit den Wasserwerten verstehe ich allerdings überhaupt nicht!?

      Welche Werte hat denn dein Leitungswasser und was sind deine Quellen, für die Wasserwerte von den Unterschiedlichen Biotopen?

      Informationen dazu, welche ich bisher gefunden habe, waren teils widersprüchlich...
    • Hallo,

      @ Walther:
      Es sind lediglich Guppys in Wildform-Optik. Also keine Wildfänge, somit auch keine Fundortangabe. Müssten P. reticulata sein, aber es kann somit nicht ausgeschlossen werden, dass vielleicht mal P. wingei mitgemischt hat.
      Echte Wildfang-Guppys würde man wohl am Ehesten über die DGLZ beziehen können.

      @ Normen:
      Der pH-Wert meines Leitungswassers liegt bei ca. 7,8, die GH bei 16, die KH bei 12.
      Daher scheiden alle Arten aus, die in der Natur in saurem Wasser leben. Aber es gibt durchaus Zwergcichliden, die eben allermeist in leicht alkalischem Wasser gefunden werden.

      Quellen bzgl. Wasserwerten habe ich aus diversen Büchern von Horst Linke & Wolfgang Staeck ("Amerikanische Cichliden I und II" sowie "Buntbarsche aus Westafrika"), dort sind oftmals sogar die Original-Messergebnisse, welche die Autoren im natürlichen Lebensraum ermittelt haben, angegeben. Ergänzt um deren Erfahrungen bei der Pflege der Arten im Aquarium.

      Damit decken sich auch die Angaben aus der Buchreihe "Die Buntbarsche Amerikas 1 - 3" von Rainer Stawikowski & Uwe Werner, bzw. Ingo Koslowski (Apistogramma), sowie "Westafrikanische Zwergcichliden" von Anton Lamboj.

      Auf Widersprüche bin ich nicht gestoßen, außer wenn man evtl. die Mergus-Atlanten als Vergleich heranzieht, aber die betrachte ich eh mit einer gewissen Skepsis. Die oben genannten Autoren haben sich ja auch in der Praxis ausführlich mit den jeweiligen Arten beschäftigt (natürlicher Lebensraum und Aquarium), sodass ich ihnen da schon eine gewisse Kompetenz zuschreiben würde.

      Pauschal kann man sagen, dass die Arten aus dem südlichen Südamerika (Paraguay etc.) sehr tolerant sind, was die Wasserwerte angeht. Ebenso Arten aus Weißwasserflüssen (beispielsweise Rio Ucayali). Mit Einschränkungen auch manche Arten aus den Guayana-Ländern.
      Das krasse Gegenteil sind natürlich Arten aus dem Orinoco-Gebiet, Rio Meta etc.

      Inwiefern bist du auf Widersprüche gestoßen, also bzgl. welcher Literatur?

      Was Pelvicachromis kribensis angeht, so steht bei mir in jeglicher zur Verfügung stehender Literatur, dass die Moliwe-Varianten (Pelvicachromis und Benitochromis) in leicht alkalischem Wasser leben. Muyuka hingegen ist strittig teilweise - laut Lamboj handelt es sich dabei um eine Mischform (weiß ich auch erst seit kurzem, sofern dem wirklich so ist). Die anderen Formen sind ja doch in saurem Wasser unterwegs meines Wisssens.

      Und ja - die M. altispinosus sind wirklich sehr ordentlich, daher habe ich auch zugegriffen, als der Händler das Pärchen angeboten hat. Passen natürlich auch super zu den Wildguppys. Die Wildguppys wären mit einem einzigen Pelvicachromis-Pärchen auf 200 Litern aber auch ausgekommen, wenngleich die M. altispinosus schon deutlich friedlicher sind - diese Cichlidenart ist zwischenartlich eh äußerst friedlich.

      Viele Grüße
      Chris

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cichliden_Chris ()

    • Hallo zusammen,

      mal ein update - da es mit der Harmonie des Altispinosus-Pärchens leider recht schnell dahin war, habe ich noch ein weiteres Weibchen dazugesetzt (gleicher Händler, gleicher Stamm).
      Das funktioniert bei M. altispinosus recht gut und die Aggressionen des Männchens verteilen sich besser (die Weibchen zicken untereinander auch, aber das sind nur Drohgebärden und Anschwimmen).

      Ich hatte früher auf 300 Liter auch gute Erfahrungen mit Gruppenpflege bei dieser Art gemacht, idealerweise 1 Männchen zu 3 Weibchen, wobei 2 Männchen zu 4 Weibchen auch funktioniert hat, war aber dann schon die gefühlte Obergrenze.

      Die Guppys habe ich, da die Weibchen durch die damalige Fräskopfwurm-Behandlung doch ziemlich mitgenommen wurden (Guppys vertragen dieses Mittel leider nur schlecht), noch um weitere zwei große Guppyweibchen in Wildform-Optik aufgestockt. Sie sind nahezu so groß wie die M. altispinosus und sorgen für etwas zusätzliche Beschäftigung derselben.
      Mein Zuchtziel diesbzgl. sind eh etwas größere und robuste Guppys in Wildform-Optik, die sich somit größenmäßig schon deutlich vom Endler-Guppy abheben.

      Apropos Endler-Guppy (ja, die Lebendgebärenden gefallen mir wesentlich besser als beispielsweise Salmler), da schwammen heute beim Nürnberger Kölle-Zoo wunderschöne Tiere, sehr klein und intensiv gemustert in blau, rot, schwarz... - sahen echt super aus und würden fast das Aufstellen eines 50-Liter-Beckens lohnen ;)

      Viele Grüße
      Chris
    • Hey Chris,
      P.wingei lassen sich problemlos auf 40x25x25 halten ,also ich würde bei schönen P.wingei direkt zugreifen :rolleyes:
      Die M.altispinosus hielt ich auch zu 1/2 auf 100x40.
      Es sind schon sehr schöne und sehr ruhige Tiere .
      Dazu hatte ich noch eine große Gruppe WF C.aeneus im Becken.

      MfG,
      David
      MfG,
      David
    • Nabend Chris,

      Ich finde auch Gruppen oder Haremshaltung bringt nur Vorteile bei Zwerg Cichliden.

      Die Färbung nimmt stark zu und erst dann zeigen sie meiner Meinung nach, ihr gesammtes Verhaltens Spektrum.

      Wo aktuell schöne Fische erhältlich sind, gibt man besser erst nach dem Kauf bekannt. ;)
    • Hallo zusammen,

      da ich nicht ernsthaft weitere Becken stellen möchte, überlasse ich die P. wingei gerne an andere Interessenten ;)

      Anbei mal ein Foto-Update - das Altispinosus-Männchen hat sich nun für das neu eingesetzte Weibchen entschieden und balzt sehr heftig mit ihr, da wird es wohl bald zum Ablaichen kommen. Kiemendeckel-Abspreizen und Zittern am laufenden Band, sieht man auch auf dem Foto (Männchen hinten).
      Das zweite Weibchen hat ein kleines Revier auf der anderen Seite des Beckens bezogen, das es energisch gegen das Pärchen verteidigt. Vielleicht laicht das Männchen auch mal mit beiden Weibchen gleichzeitig ab, hatte ich auch schon mal beobachtet bei M. altispinosus und generell bei Cichliden, die nicht total monogam sind. Auf jeden Fall würde ich bei M. altispinosus niemals zu rein paarweiser Pflege raten.

      Freue mich auch schon auf weitere Nachzuchten von den Wildguppys, bislang ist nur ein kleines Männchen noch herangewachsen. Auf dem Foto das "Deckmännchen" und eines der beiden neuen großen Weibchen ;)

      Viele Grüße
      Chris
      Bilder
      • Altispinosus1_Juni2015.jpg

        86,54 kB, 860×795, 173 mal angesehen
      • Wildguppys1_Juni2015.jpg

        50,16 kB, 730×591, 257 mal angesehen