Welcher Besatz für mein Eckbecken?

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    • Welcher Besatz für mein Eckbecken?

      Hallo Zusammen

      Ich brauche euren Rat :)

      Im Sommer plane ich mein Delta-Eckaquarium (Schenkel 110xFront 23x120x23x Höhe 50cm) ~410L zu befüllen. Beim Besatz bin ich seit langem am hin und her überlegen.

      Es soll ein Mittelamerika-Aquarium werden, da ich relati vhartes Leitungswasser (~Ph 7.5, KH 11, GH 15) habe und ich keine Wasserpanscherei mehr betreiben möchte. Gestaltet wird es mit künstlichen Rockzolid Felsen und einigen Ästen, ohne Pflanzen.

      Zum Besatz habe ich mir folgendes überlegt:

      Hauptbesatz

      1/1 Hypsophris nicaraguensis. Diese Fische sind seit längerem meine Favoriten, die gefallen mir von der Farbe her sehr gut und sollen vom Verhalten her eher friedliche Gesellen sein.

      ODER

      Thorichthys meeki /ellioti finde ich auch toll. Wäre hier evtl. eine kleine Gruppe möglich? Ich habe gelesen, dass die oft Darmprobleme haben und eine spezielle Ernährung brauchen?

      ODER

      1/1 Chichlasoma salvini. Das sollen etwas ruppigere Gesellensein, die gefallen mir auch sehr gut.

      ODER

      1/1 Rocio otofasciata, auch sehr schöne Fische, auch eher ruppig und evtl zu gross?

      Beibesatz

      Hier habe ich an eine Gruppe Salmler gedacht die, falls die Barsche mal Junge hätten, diese verspeisen würden, denn ich strebe keine Karriere als Züchterin an ;)

      Ein laichräuberischer Wels wäre aber auch willkommen.

      Z.B. wären da die Hyphessobrycon columbianus. Die sind relativ gross und würden hoffentlich nicht als Futter angesehen werden. Leider sind das keine Mittelamerikaner, Kolumbien zählt ja nicht zu Mittelamerika? (ich und Geografie ;P)

      ODER

      Grüne Schwertträger? Die kommen in der Natur zusammen mit den Thorichthys vor glaube ich.

      Es gibt generell nur wenige Salmler aus Mittelamerika die im Zierfischhandel erhältlich sind? Bin im Internet nicht wirklich fündig geworden…

      Da ich bis anhin nur Südamerikanische Barsche gepflegt habe, verfüge ich über keinerlei Erfahrung mit diesen Tieren. Würde mich über persönliche Erfahrungen und Anregungen freuen.

      Vielen Dank schon Mal!

      Viele Grüsse
      Laura
      :wink:

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Laura ()

    • ei)Hallo Laura,

      ODER



      Thorichthys meeki /ellioti finde ich ideal, wobei ich wahrscheinlich anstelle einer Gruppe ein Paar zusammen mit einer anderen etwa gleichgroßen Art aus einer anderen Gattung halten würde: Cryptheros (Herotilipa) multispinosa habe ich schon mit meekis zusammengehalten, was ganz gut ging. Es ist zwar lange her, dass ich als Schüler hatte, aber die haben normales Flockenfutter bekommen, ohne je Darmprobleme zu haben.

      1/1 Chichlasoma salvini könnte so gerade passen, aber dann nur als Artenbecken. Wie die salvini mit Schwerträger oder Salmler umgehen, kann ich nicht sagen, weil ich diese farbenfrohen Tiere bisher nie gehalten habe.

      Meine Rocio octofasciatium sitzen auf knapp 1000 Litern mit anderen auch größeren Barschen und können sich gut behaupten. Das ist immer genug Aggressivität von außen da. Das Paar ist miteinander vollkommen entspannt und ohne jegliche Aggression, was auch gut so ist, denn das Weibchen ist kaum halb so groß wie das Männchen.
      Was aber nun passiert, wenn der "Feind" fehlt????? Ich würde mal sagen, das Becken könnte zu klein sein.


      Zu Hypsophrys nicaraguensis, mit denen ich auch schon geliebäugelt habe, habe ich keine eigenen Erfahrungen.


      Hier habe ich an eine Gruppe Salmler gedacht die, falls die Barsche mal
      Junge hätten, diese verspeisen würden, denn ich strebe keine Karriere
      als Züchterin an ;)



      Ein laichräuberischer Wels wäre aber auch willkommen
      Ich finde, das ist eine ehrliche und richtige Ansage.b

      Besser als 400 Jungfische als Kümmerlinge hochzuziehen, die nacher keiner haben will.
      viele Grüße

      Axel
    • Hallo Laura,

      sich für MA-Cichliden zu entscheiden, ist schon mal sehr gut. :D Du hast Dich scheinbar schon etwas informiert und Dich für Arten, die +/- 20 cm groß werden, entschieden. T. meeki und "Cichlasoma" salvini bleiben etwas darunter, Rocio octofasciata liegt bei etwa 20 cm, der Rest sogar darüber.


      Schau Dir mal spaßeshalber kleinere Thorichthysarten, wie T. callolepis oder socolfi an, wie die Dir gefallen würden. Als Alternative gäbe es auch die kleineren Cryptoherosarten wie, nanoluteus, myrnae und septemfasciatus. Sehr zu empfehlen, da gäbe es sogar eine Schweizer Quelle, wären die Amatitlania spec Honduran Red Point.


      MA-Samler sind wirklich nicht einfach zu bekommen und werden teilweise recht groß. Als Alternative zu den übliche Astyanax mexicana, gäbe es da die Rautenflecksalmler, die recht gut erhältlich sind und den A. mexicana sehr ähnlich sind. Schwertträger können extrem schwächeln, wenn diese sich in der Gesellschaft von Cichliden unterdrückt fühlen. Bei mir hat das nie geklappt, andere kommen bestens damit klar.


      Entschuldige bitte, dass ständig die Schriftgröße wechselt, aber irgend etwas stimmt hier nicht.

      Gruß
      Dieter

      :mitt:


    • HAllo,
      wie sagt man immer so schön "Früher mal".
      Früher mal sind H. nicaraguensis 25 cm geworden.
      Früher mal sind haben octos fast die 30 gekratzt.
      Sogar ein salvini war mit 20 cm normal.
      Heute sieht man das nicht mehr. Jedenfalls nicht so oft.
      Daher hast du , Laura, dir ja deine Fragen zum Besatz schon selbst beantworte. Lediglich die salvinis würde ich lassen.
      Wie schon gesagt wurde kannst du dich ja auch mal bei den Cryptoheros, Amatitlania um schauen.
    • Hi,

      Danke für die Antworten :)

      Also, die Salvinis sind raus, die rocio otofasciatum auch.
      Thorichthys meeki gefällt mir sehr gut und dein Vorschlag Axel mit den Herotilapia multispinosa find ich toll, das sind sehr schöne Fische! Vom Verhalten her scheinen die Friedlich zu sein? Ich stelle mir vor, dass es evtl Probleme geben könnte wenn ein Paar laichen würde? In einem Eckbecken ist die Fläche halt anders aufgeteilt...Ich werde mich noch etwas über die Herotilapia informieren.

      Die Nicaraguensis finde ich von den Farben her genial, und die sind auch friedlich. schade dass die so gross werden.

      Als Beifische werde ich mich in dem Fall mal über den Rautenflecksalmler informieren, die Schwertträger lasse ich sein.

      Stimmt es wirklich dass die Fische kleiner werden? Oder wollen wir das nur glauben, damit wir die in kleinere Becken tun können? ;)

      Viele Grüsse
      Laura
      :wink:
    • Hi Laura,
      ich würde ein Paar Thorichthys (meeki, maculipinnis plus ein Paar Cryptoheros (myrnae, nanoluteus) oder aber eine 6er Gruppe maculipinnis nehmen.
      dazu 10-15 Rautenflecksalmler; 4/2 Grüne Schwertträger, je nach Form klappt das ganz gut. Wenn die Bubas unter 5cm und die Salmler und Schwertträger über 3cm sind, klappt das.
      Am Ende noch schöne Wels, vielleicht 3-4 L75.
      Man muss es mit er Geografie nicht übertreiben. Becken die die Natur 1 zu 1 abbilden sind ein zu hoher Anspruch.

      Kolumbianer sind recht häufig von schlechter Qualität, prinzipiell aber schon geeignet.
      Liebe Grüße
      Phil
    • Hi Laura,
      die Nicaraguensis sind wirklich sehr schön - habe ich seit einigen Jahren. Als wirklich "friedlich" habe ich die nicht erlebt - die konnten sich bei mir IMMER sehr gut auch gegen wesentlich größere BuBa´s durchsetzen...
      Ich habe lediglich festgestellt - seit ich von knapp 1000L auf 2800L vergrößert habe läuft´s generell wesentlich entspannter - von daher würde ich vermuten dass es mit den nicaraguensis auf 400L nicht ganz so friedlich gehen dürfte.
      Meine Männchen hatten übrigens bei mir immer 20 - 25cm...

      Gruß,
      Michael
      Gruß,
      Michael
    • Dieter Duehring schrieb:

      Hallo Michael,

      wie kommst Du auf diese Behauptung ? Meinst Du wirklich, dass mittelamerikanische Cichliden immer kleiner werden ?

      HAllo Dieter,
      ja genau das meine ich.
      Zum einem habe ich das Gefühl, dass einige durch Degeneration (zu viel Inzucht) ihre Endgrößen nicht mehr erreichen
      und
      zum zweiten
      bekommen etliche Tiere gar nicht die Möglichkeit aus zu wachsen sondern müssen, aus verschiedenen Gründen ;) , die Aquarien wieder verlassen.
      Wenn Michaels nicaraguensis 25 cm geworden sind hat er sie mind. schon 5-6 Jahre. Eine Zahl die nicht viele Aquarianern mit ihren Fischen erreichen.
    • Hallo Michael,

      dann wollen wir also, um hier Missverständnisse vorzugreifen, mal festhalten, dass die Endgröße, die Cichliden erreichen können, durchaus etwas mit den Haltungsbedingungen zu tun hat. Das also Cichliden immer kleiner werden, sollte man so nicht stehen lassen. Sonst kommen manche doch noch auf die Idee, sich P. dovii in ein 120er Becken zu setzen, weil die werden ja nicht mehr so groß wie früher. :D

      Wie Du bereits geschrieben hast, ist ein wichtiger Grund, dass viele Tiere überhaupt nicht die Zeit haben um ihre maximale Endgröße zu erreichen. Zu kleine Becken, Stress, schlechte Ernährung, etc. können natürlich ebenfalls dazu beitragen, dass Fische im Wachstum zurück bleiben. Degenerierte Tiere durch ständige Inzucht sind natürlich ebenfalls möglich, dürfte aber eher bei Zuchtformen, Kreuzungen und speziell bei den "Krüppelzuchtformen" der Fall sein, bei den letzteren ist ja sogar so etwas wie Zwergwuchsformen gewünscht.

      Fakt ist, Fische können immer noch stattliche Endgrößen erreichen, wenn man ihnen die Zeit dazu lässt, diese in entsprechend große Aquarien hält, gut vergesellschaftet und artgerecht ernährt.

      Jetzt aber bitte keine Masttiere produzieren. Das ist dann wieder ein anderes Thema. :D
      Gruß
      Dieter

      :mitt: