Algen, Algen, Algen... dieses Mal sind's aber echt zu viele

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    • Hi Stefan,

      hab mich selten so gefreut, dass sich jemand geirrt hatt - aber keine Angst, nicht etwa weil ich an deiner Kompetenz zweifele, sondern weil Kieselalgen einfach das weitaus geringere Übel sind. Und es ist durchaus möglich, dass die Farben der Algen zunächst anders rüberkamen, die Detailfotos sind mit Blitzlicht, die Beckenansichten ohne.

      Viel Spaß beim Angeln - und Dank für deine Mühen:)

      Und noch mal für Skubi:
      Das Becken läuft in der aktuellen Konstellation seit Ende November/Anfang Dezember 2013 - ist also noch nicht so lange
      Grüße aus Berlin

      Marco
    • Hallo,

      dann sind Stefan seine Tipps Goldrichtig, die Erfahrung das mal mehr Algen sich bilden wenn das Becken noch nicht so lange steht oder gravierend
      was verändert wurde habe ich auch schon gemacht, halb so wild.
      Ist schon Super wenn man Experten wie Stefan hat :top: der einem genau sagen kann um was für Algen es sich handelt, ansonsten kann das echt zeitaufwendig
      und nervig werden gegen dieses anzukämpfen, genauso wenn denn mal Fische erkranken ist es sehr leidig herauszufinden was die wirklich haben,
      erspart einem ein Breitbandmittel anstatt ein gezieltes Mittel.
      Gruß
      Heiko
    • Hallo Marco,

      ich habe derzeit auch jede Menge Kieselalgen in meinem neuen Aqaurium.
      Die Theorie von zu geringer Beleuchtung mag ich nicht so recht teilen. Ich vermute eher, die Lichtfarbe hat starken Einfluß auf die Bildung von Kieselalgen.
      Zur Begründung:
      An den seitlichen HQI 35W Lichtfarbe 842 ist wesentlich weniger Kieselalgenbefall als in der Mitte mit HQI 70W 942. Eigentlich müssten beide Leuchtmittel fast identisches Licht mit 4200 Kelvin erzeugen. Die 942 ist augenscheinlich mit höherem Gelbanteil als die 842, welche eher blau / violett erscheinen.
      Die Schattenbereiche der 70W 942 sind algenfrei !
      Ich werde noch mal die Beleuchtung ändern und berichten.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Hi
      Ich kann die Erfahrung mit der Abhängigkeit der Kieselalgen von der Lichtfarbe bestätigen. Früher hatte ich HQI warmweiß über dem Becken und immer Ärger mit Kieselagen. Seit ich auf Tageslicht /kaltweiß LEDs umgestellt habe ist Ruhe.
      Gruß Christoph
    • Hi,

      Silikat lässt sich zwar chemisch binden, ist aber in meinen Augen nicht erforderlich bzw. hat fragliche Erfolgschancen bei Kieselalgen. Die Beleuchtung zu ändern geht einfacher und hat m.E. mehr erfolgsaussicht.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Servus,

      in der aktuellen Zeitschrift Amazonas hab ich heute Morgen zufällig den 6seitigen Artikel "Kieselalgen - (k)ein Problem" entdeckt und vorerst nur überflogen.

      Zusammenfassend wird vom Autor über Silikat im Zusammenhang mit Kieselalgen folgendes gesagt:
      - Ein hoher Silikatgehalt des Leitungswassers ist per se nicht Ursache für Kieselalgenwachstum,
      - Bei hohen Silikatgehalten im Leitungswasser ist ein niedriger Silikatgehalt im Aquarium kein Garant für kieselalgenfreie Aquarien, im Gegenteil: je niedriger der Silikatgehalt im Aquarium, desto mehr Kieselalgenbefall,
      - Eine Silikatreduzierung des Wechselwassers beziehungsweise eine Silikatreduzierung im Aquarium durch Filtermedien führte zu keiner Reduzierung der Kieselalgen.

      Des weiteren ganz allgemein:
      - Die wirkungsvollste "Waffe" gegen Kieselalgen: Raspelnde Algenfresser (Ancistrus, Otocinclus), denn diese fressen Kieselalgen viel besser als "knabbernde" Algenfresser (Barben)!

      Beste Grüße
      Stefan
    • Hey

      Auch wenn ich selber keinerlei eigenen Erfahrungen mit Kieselalgen habe (es gibt sie einfach in meinem Becken nicht), so kenne ich doch einige Aquarianer die damit bereits heftige Probleme hatten und nach deren Berichten beste Erfolge mit der Reduzierung des Silikatgehaltes hatten!

      Aber so gehen Meinungen und Erfahrungen halt auseinander.

      War ja auch nur ein Tip.
      LG Martin
    • Hi,

      Silikat wird Kieselalgen sicherlich begünstigen.
      Da sich aber bei meinem Aquarium die Kieselalgen vermehrt im Lichtkegel des besagten Scheinwerfers bilden, jedoch Schattenbereiche wie mit dem Lineal gezogen verschont bleiben, werde ich dort ansetzen.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Hallo zusammen,

      wenn ich mir die Bilder so anschaue, kommen mir gewisse Zweifel. Kenne Kieselalgen nur als dünnen bräunlichen Belag an den Stellen, wo wenig Licht rankommt. Habe zwar mehr Erfahrungen mit Pinselalgen und leider mit meinem undefinierbaren schwarzen Belag, tendiere aber bei Marcos Bildern mehr in Richtung "Blaualgen". Bei meinen "Hammerschlag-Cryptos" bilden sich einige wenige Beläge, welche den Bildern ziemlich ähnlich sind (angeregt durch den Thread habe ich gerade mal nachgeschaut). Diese befinden sich aber direkt unter der Beleuchtung T5 und ich führe sie auf die entstehenden Schadstoffe durch Futterreste zurück. Meine Fische kommen dort schlecht ran und so muß ich ab und zu die Blätter davon befreien. Woanders im Becken sind die Algen nicht vorhanden. Diese Ursache soll sich auch durch eine hohe KH verstärken, ist aber bei mir nicht begünstigend, da weiches Ausgangswasser verwendet wird. Betreibe 10 Aq. von 250-2000 l und wundere mich immer wieder, wo Algen bei optimalen Bedingungen auftreten und dort wo man eigentlich damit rechnen muß, keinerlei feststellbar sind. Und manchmal auch, wie sie urplötzlich wieder verschwinden...?!

      Beste Grüße von Mathias
    • Hi,

      ich war heute mal in "meinem" Aquaristikgeschäft um die Ecke und hatte eine Wasserprobe aus dem Aquarium dabei. Die aus der Leitung hatte ich leider vergessen :ohh:

      Naja, lange Rede kurzer Sinn, mit dem JBL-Tröpfchentest fürden Silikatgehalt lag das Ergebnis am dunkelblauen Ende der Farbskala. Vielleicht hätte auch noch ein weiterer Farbton auf die Skala genommen werden müssen. Der Silikatgehalt ist also schon mal sehr hoch. Vor diesem Hintergrund mach ich mir jetzt mal über Blaualgen überhaopt keine Gedanken. Erster Ansatzpunkt ist, den Silikatwert im Becken zu senken. Natürlich werde ich das Leitungswasser auch noch mal prüfen lassen.

      Fortsetzung folgt :)
      Grüße aus Berlin

      Marco
    • Servus Marco,

      wie viele mg/l bedeutet denn das "dunkelblaue Ende der Farbskala" beim verwendeten JBL Silikattest ?(

      Hast du dir die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Amazonas schon geholt? Da steht ja wie bereits erwähnt ein ganz informativer, 6seitiger Artikel zum Thema Pinselalgen u.a. auch in Verbindung mit Silikat drin....

      Gruß
      Stefan
    • Frostfutter (Artemia, weiße Mückenlarven) gibt es nach Lust und Laune 1-2 Mal die Woche. Abgespült hab ich da noch nie was
      Hallo,

      das Auftauwasser im Frostfutter ist hoch mit Phosphaten belastet. Je nachdem, wie viel und oft du also Frostfutter verfütterst - und es nicht auftaust und abspülst - gelangen hohe Phosphatmengen ins Wasser. Das Verhältnis von Nitrat und Phosphat sollte immer 1 : 7-10 betragen (also z.B. 0,7 - 1 mg/l Phosphat zu 10 mg/l Nitrat). Nur dann können die Pflanzen diese Nährstoffe gut verarbeiten. Stimmt das Verhältnis nicht, dann freuen sich besonders die Algen, die da lange nicht so anspruchsvoll sind, sondern alles verwerten können.

      Gutes Gelingen

      Daniela
      Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, du darfst sie kostenlos nutzen – aber sie ist nicht Open Source - du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen
    • Hi

      @Stefan
      Ich habe mir den Wert nicht gemerkt. Vielleicht lassen sich die Farbskalen von JBL irgendwie googlen, muss ich mal schauen. Ich will ja das Leitungswasser sowieso noch mal prüfen lassen, dann frag ich die Tage noch mal. Und die Amazonas... hab ich noch nie in der Hand gehabt 8o

      @Daniela
      Die Maßnahme "Frostfutter abspülen" hab ich bereits eingeführt

      @all
      Als weitere Maßnahme - einfach auch erstmal, um festzustellen, ob überhaupt Veränderungen eintreten - liegt jetzt ein Beutel "Silicat EX" von der Firma mit den drei Buchstaben im Innenfilter.
      Grüße aus Berlin

      Marco
    • Hey

      Nur nicht vergessen, dass SilicatEx ein sogenannter Absorber ist und Absorber können nicht unbegrenzt absorbieren und müssen gerade in der Anfangszeit, wenn es noch hohe Werte zu absorbieren gibt, öfter erneuert werden.

      Sollte bei Dir das Leitungswasser der Ausgang der zu hohen Silikatkonzentration sein(was ich vermute), kommt mit jedem TWW auch immer neues Silikat hinzu.

      Wird das berücksichtigt sollte das Produkt auch "wirken". ;)

      Dann wünsche ich Dir, dass das Produkt bei Dir ebenfalls zum gewünschten Erfolg führen wird.
      LG Martin
    • HI Martin,

      deine Gedanken sind natürlich richtig. Eigentlich habe ich ja auch keine Lust, dieses Zeug dauerhaft zu verwenden, d.h. gegebenenfalls auch immer wieder zu erneuern - zumal sich aus dem "Beipackzettel" nicht mal erschließt, wie lange man eine Ladung überhaupt verwenden kann.
      Grüße aus Berlin

      Marco
    • HI,

      mal ein erstes Update nach zwei Wochen....

      So richtig schick ist hier leider noch nichts. Aber seitdem das SilicatEx im Filter liegt, hat sich die Farbe der Algen geändert. Wie man auf den Fotos erkennen kann, wirkt das jetzt insgesamt etwas grünlicher. Wirklich weniger sind die Beläge auf Steinen und Wurzeln aber nicht geworden. Der Sand bleibt jedoch nach wie vor nahezu komplett algenfrei.

      Übrigens stellt sich mir noch eine weitere Frage. Ich verwende schon seit Jahren in einer der Filterkammern meiner Innenfilter grobes Zeolith. Ich bin nun kein Chemiker aber wenn ich bei Wikipedia schaue, dann handelt es sich bei diesem Zeug irgendwie auch um Silikate. Könnte das Problem mit den Algen also evtl. "hausgemacht" sein?

      PS: bin noch nicht dazu gekommen, das Leitungswasser zu messen - zu viel anderes um die Ohren...
      Bilder
      • DSCF2754.JPG

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      • DSCF2755.JPG

        144,38 kB, 800×600, 22 mal angesehen
      Grüße aus Berlin

      Marco