Probleme mit Blaualgen"Cyanobakterien"

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    • Probleme mit Blaualgen"Cyanobakterien"

      Hallo, ich habe große Probleme mit Blaualgen"Cyanobakterien".

      Ich habe ein Becken 450 Liter mit Malawiebarsche und die Bakterien überfluten mein Becken. Mein Trinkwasser hat einen sehr hohen Phospahtgehalt 30mg/Liter. Ich habe das Phospath durch entsprechende Mittel gebunden. Auch tausche ich schon seit einiger Zeit das Wasser 10 Literweise alle 3-4 Tage mit Osmosewasser aus wobei ich den PH.Wert wieder anhebe. Ein Zoohändler hat mir nun empfolen durch eine Kur mit Lebensbakterien das Problem zu lösen. Nach einer gründlichen Reinigung des Beckens kommen die Plagegeister wieder. Ich habe der Malawiesee entsprechend nicht so viele Pflanzen im Becken. Nun habe ich den Rat bekommen durch eine CO2-Anlage das Problem lösen zu können.

      Hat jemand damirt Erfahrung oder kann mir jemand helfen.

      Meine Barsche und ich würden uns sehr freuen
    • Moin,

      die Seite kennst du???

      aquamax.de/HG06UG04.htm

      ich habe auch eine CO2 Anlage und geholfen hat das nicht! Auch täglich Wasser wechseln und bekämpfen mit Filtermulm hat nichts gebracht.
      Los geworden bin ich die schlußendlich mit der Dunkelkur(wie bei Aquamax beschrieben). Das ist nun gut ein 3/4 Jahr her und seit dem sind die Blaualgen auch noch nicht wieder aufgetaucht...
      Gruß Timo

      Wir sagen den ganzen Tag über "moin"

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    • Hallo "goldfisch43" :wink: ,

      es wäre nett, wenn Du Dich zu allererst einmal vorstellen würdest. Das kannst Du hier tun ;) .

      Ansonsten kannst Du über die Suchfunktion unter den Begriffen "Cyano" bzw. "Blaualgen" jede Menge Beiträge mit hilfreichen Tipps finden. Das Mittel, das Dir Dein Zoohändler empfohlen hat, gehört allerdings nicht dazu und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es hilft.

      Da Du hier in der Nähe wohnst, kann ich mir gut vorstellen, wo Du warst und um was es sich handelt. In diesem Geschäft wird das Zeug nämlich grundsätzlich erst mal jedem und bei jeder Gelegenheit zu verkaufen versucht.

      Gruß

      Barbara
      Gruß

      Barbara
    • Hallo,

      das ist jetzt nur eine Theorie und sicher nicht bei allen der mehreren Tausend Cyanoarten haltbar.
      Wenn ich welche hatte war jeweils kaum oder gar kein Nitrat nachweisbar. Erst dachte ich, daß es der Mangel in Kombination mit vorhandenem Phosphat ist, der sie verursacht. Dann kam mir die Idee, daß sie vielleicht schon Ammonium/Ammoniak, Nitrit direkt verwerten. Das wird dann in noch mehr Cyanos und nicht in Nitrat umgewandelt. Sie könnten also mit Nitrosomonas und Nitrobacter in direkter Konkurrenz stehen. Die nächste Konstante bei Cyanos war eine mangelhafte biologische Filterung, daß würde die Theorie stützen. Es gibt auch einige Lebewesen, die in Symbiose mit Cyanos leben um Stickstoff in einer für sie verwertbaren Form zu beziehen. Korallen und manche Schwimmpflanzen zum Beispiel.

      Da Cyanos Photosynthese betreiben würde ich auch zu einer Dunkelkur Raten und dazu eine Schippe Filterschlamm mit ins Aquarium geben, um die Lücke, die sonst die Cyanos inne hatten zu schließen.

      Wie lange läuft Dein Aquarium schon?


      Gruß, Helmut
    • Hallo
      Ich würde wieder richtige Wasserwechsel machen und diese panscherei mit dem Osmosewasser lassen.
      Wenig füttern und sehen dass ein ordentlicher Filter am Start ist.

      Bis alles läuft sind die Blaualgen eine prima Möglichkeit die Nährstoffe aus dem AQ zu holen.
      Von Dunkelkuhren halte ich nichts.
      Die Blaualgen sind nicht das Problem, sondern nur ein Symptom. Sie zeigen dir also, dass da ein Problem mit dem Wasser besteht.
      Ich glaube nicht, dass das Problem die Phosphatwerte sind.
      Gruss
      Jan

      Twitter is eine typische Erscheinung der Generation ADS & SMS. Für einen Brief zu faul, für einen kompletten Satz zu dumm und für korrekte Grammatik zu cool.
    • Hat jemand schon mal Erfahrungen mit der Behandlung durch eine Brühe aus Waldboden gemacht? Habe folgendes im Netz gefunden:

      "waldboden in einen 10l eimer mit wasser (so 3 handvoll) umrühren. das ganze setzen lassen. die brühe ins becken geben. (ohne bodensatz natürlich) würde so ca. 1/10 pro becken hinzu geben. nach ca. 2 wochen sind die algen weg! hat bei mir immer! geholfen. darauf schwöre ich"

      Wäre mal ne Idee das auszuprobieren. Allerdings bin ich unser, was eigentlich "Waldboden" genau beinhaltet: Nur heruntergefallenes Laub? Oder auch die oberste Erdschicht? ...
    • Moinsen,
      Waldboden ist die oberste Erdschicht, die enthält viele Humine, frisst mein Hundetier oft.
      Habe damit im Aquarium allerdings keine Erfahrungen, habe nur mal gelesen das man Schlamm aus einem Tümpel nehmen kann gegen Blaualgen.
      Liebe Grüße aus dem Norden
      Maggi :sued:
    • Hallo

      Blaualgen sind nur einSyntom dafür das die Biologie in deinem Becken nicht im Gleichgewicht ist,das heißt es sind nicht genug gute Bakterien in deinem Becken. Eventuell den Filter und das Becken zu gut gereinigt ?
      Blaualgen täglich absaugen ,wenn möglich täglich Wasser wechseln .Osmosewasser bringt gar nichts dieses gepansche kannst du lassen .Auch co2 ist Blödsinn da Blaualgen auch in einem gut bepflanzten Aquarium mit co2 zufuhr auftreten können. Ich hatte auch schon Blaualgen in meinem Südamerika Becken da hilft nur täglich absaugen.Das bekämpfen der Blaualgen erfordert sehr viel ausdauer es kann von 4 Wochen bis 3 Monate dauern. Wenn über die Dauer nichts hilft könntest du es mit Femanga Algen Stopp versuchen allerdings enthält dieses Mittel Salicylsäure,für mich wäre dies aber nur das letzte Mittel der Wahl
      Geduld, täglich absaugen,Wasser wechsel und ein gut eingefahrener Filter und das Problem erledigt sich über kurz oder eher lang
      Aufgeben ist keine Option :D
      LG
    • CO2 ist gut für Blaualgen. Es sind zwar keine Pflanzen, aber Photosynthese machen sie trotzdem.

      Auch bei Blaualgen gilt: Mehr Wasserwechseln, weniger Nährstoffe eintragen, besser filtern
      Gruss
      Jan

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    • Hallo zusammen,

      im Grunde wurde alles sinnvolle bereits genannt, erstmal den Algenteppich absaugen, großzügig Wasser wechseln, abdunkeln oder Beluchtung dimmen und wenig füttern.
      Das Ganze sollte nach 6-7 Tagen erledigt sein aber damit die Algen nicht wiederkommen solltest du ganz klar die Futtermenge, Wasserwechsel und Beleuchtungsdauer
      im Auge behalten.
      Gruß Andy

      _______________



      :mitt:
    • Hallo,

      nach meiner Erfahrung sind die Blau-/Schmieralgen/Cyanos nur schwierig wieder weg zu bekommen, in dem man die Bedingungen insgesamt verbessert. Die ziehen sich dann bestenfalls zurück, verschwinden aber oft nicht ganz.

      Ich habe gute Erfahrungen mit Femanga Algen Stop Spezial gemacht - ganz genau mit diesem Produkt. Andere, ähnlich klingende Produkte (Femanga Algen Stop General) oder angeblich gleichwertige Produkte von anderen Herstellern funktionierten bei mir nicht.

      Gruß,
      Dirk
    • Hallo Dirk 1

      Ich wollte damit nicht sagen das Femanga Algen Stop Spezial schlecht ist ,habe es selbst in meinem Südamerika Becken mit Erfolg angewendet .Da trotz 6 Wochen absaugen und Wasserwechsel die Blaualgen zurück gegangen sind aber nicht gänzlich hier und da war immer wieder ein kleiner Befall sichtbar.Mein Becken lief zu dem Zeitpunkt schon 4 Jahre stabil durch irgendein Ungleichgewicht sind sie aufgetreten. Bin halt nur kein Freund von Chemie daher habe ich geschrieben das es bei mir die letzte Wahl der Mittel war.Dunkelkur kam für mich ,bei meinem bepflanzten Becken nicht in Frage.

      Gruß Meinolf
    • Hallo Lutz,

      dein verlinktes Beispiel ist aus meiner Sicht ziemlich unwissenschaftlich und fragwürdig.

      Der Autor macht Polyphosphate für seine Probleme verantwortlich - ohne zu wissen, ob sich diese Stoffe überhaupt in seinem Leitungswasser befinden.

      Ich lebe im Randbereich des Gebietes, dass mit dem in dem Artikel erwähnten Trinkwasser aus den Harzer Talsperren beliefert wird. Ich habe beruflich Kontakt u.a. auch zu Betrieben, die 3-4 stellige Anzahlen an Aquarien mit diesem Wasser betreiben und, wenn überhaupt, höchstens Kalk zusetzen, um den pH zu stabilisieren. Da sind auch Züchtereien dabei und ich habe in den letzten Jahren weder gehört, dass es Probleme mit Eiern oder Jungfischen gegeben hat, noch habe ich je irgendwelche Algen in diesen Becken gesehen.

      Bepflanzte Aquarien sind immer schwieriger als unbepflanzte und Pflanzen sind in der Handhabung oft schwieriger als Fische. Die meisten von uns dürften mit dem Verständnis aller biologischen und chemischen Zusammenhänge im Pflanzenaquarium überfordert sein. Ist dann natürlich einfach, dem Wasser die Schuld zu geben.

      Gruß,
      Dirk
    • Hallo Dirk,

      das sollte hier keine einfache Schuldzuweisung werden.
      Vielmehr eine weitere Möglichkeit, die im Normalfall von Aquarianern garnicht geprüft wird, vielleicht auch nicht geprüft werden kann.

      Meines Wissens werden Polyphosphate und Silikate in Kombination eingesetzt.
      Viele Grüße
      Lutz


      Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht totzukriegen sind.
      (Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
    • Hallo Lutz,

      ich hatte vor 25 Jahren mit dem Dupla-Test reichlich Silikat im mittelharten Leitungswasser Leitungswasser gemessen - laut Auskunft vom örtlichen Wasserwerk hatten die da nichts zugesetzt.

      Wenn das Polyphoshat laut allgemeiner Aussage für Menschen unschädlich ist, sollten die Wasserwerker ja keinen Grund haben, solche Zusätze zu verheimlichen. Bevor man also irgendwelche Spekulationen in die Welt setzt, warum man jetzt Algen in seinem Becken hat und es mit der Nachzucht nicht wie gewünscht funktioniert, wäre es nach meiner Meinung der erste Schritt gewesen, beim örtlichen Trinkwasserversorger einfach mal anzufragen.

      Da gibt es ja durchaus noch reichlich andere Gründe, warum es im Aquarium nicht so läuft wie gewünscht.

      Ich kann mich noch gut daran erinnern, was vor 30 Jahren für ein Brimborium mit dem Leitungswasser veranstaltet wurde. Heute werden in meiner Nachbarschaft in mittelhartem Wasser bei pH 7,8 Diskus gezüchtet und im Harz bei Regenwasser-Werten befinden sich große Malawi-Züchtereien - und die "produzieren" in großem Umfang F1-Wildfang-Nachzuchten.

      Gruß,
      Dirk