Neubesatz 576l Westafrika

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    • Neubesatz 576l Westafrika

      Hallo,

      da ich die Verluste in meinen Westafrika-Aquarium auf meine Kappe nehmen muß (über den genauen Umstand des Versterbens kann ich weiterhin nur spekulieren, die Wasserwerte zeigen sich stabil, die verbliebenen Fische zeigen keine Anzeichen von Unwohlsein) möchte ich euch hier um Mithilfe bei der Planung des Neubesatzes bitten.
      Es sollten insgesamt gerne drei Cichlidenarten im Aquarium.
      Als verbliebene Cichliden stehen 1:2 Benitochromis batesii "Lobe" fest und es kommen definitiv 1:1 Benitochromis riomuniensis hinzu.
      Bei der dritten Art wäre ich fast "gattungsunabhängig", lediglich Hemichromis und Anomalochromis hat meine Freundin kategorisch abgelehnt.
      Ich würde mich sehr über interessante Vorschläge freuen.

      Besten Gruß

      Florian
    • Hallo Florian,

      Hemichromis kategorisch ablehnen...ts,ts,ts... wo gibts denn sowas? ;)

      Wie wärs denn mit einer kleineren Tilapia-Art, z.B. T. joka? Oder Tilapia ruweti?

      Oder willst Du welche von meinen Chromidotilpia guntheri guntheri?

      Klappt das eigentlich mit den zwei Benitochromis-Arten?

      Viele Grüße

      Björn
    • Hallo Björn,

      die beiden Benitochromis-Arten kommen auch in der Natur zusammen vor und sind sich auch nicht so nahe wie die anderen Arten, so dass es da zu keiner Hybridisierung kommen sollte. Auch ist B. batesii ein larvophiler Maulbrüter, der sein Gelegen in Hõhlen absetzt, während B. riomuniensis ein ovophiler Maulbrüter ist, der die Eier offen ablegt und somit auch nicht in Konkurrenz mit den B. batesii um den Brutplatz steht.
      Das sollte also klappen.
      Allerdings würde es da dann vermutlich Probleme mit den Chromidotilapia guntheri geben, da Sie ja schon ein ähnliches Fortpfpanzungsverhalten zeigen.
      Tilapia joka ist ein toller Fisch, mit dem ich mich noch genauer beschäftigen werde.
      Wie sähe denn eine Vergesellschaftung mit Pelvicachromis taeniatus aus?
      Ist zwar ein Höhlenbrüter, dürfte aber kleinere Höhlen als B. batesii bevorzugen.

      Gruß
      Florian
    • Hallo Florian,

      wenn es Pelvicachromis sein sollen, dann würde ich ja die Variante P.taeniatus lobe nehmen. Die Tiere leben meines Wissens in der Natur auch irgendwie zusammen und Du kämst vielleicht mit der Wasserwerten nicht in Konflikt.
      Außerdem wäre es ein schöner Kontrast zu den eher dunklen Benitochromis.
      Bei der Beckengestaltung würde ich auch einiges an Hölen und bepflanzten Wurzeln einbauen. Die Hölenöffnungen soltest Du dann nicht größer als 1,5-2cm machen.

      Viel Spaß mit den Tieren
      Rock on

      Tankred
      :west:
    • Hallo Tankred,

      danke für den Vorschlag. An die "Lobe"-Variante habe ich auch gedacht, da beide Benitochromis-Arten auch im Lobe gefangen wurden. Farblich gefallen mir die P. taeniatus "Lobe" auch sehr, habe allerdings gelesen (dabei warst, glaube ich, auch du beteiligt), dass gerade diese Tiere sehr empfindlich auf Keimbelastung des Wassers reagieren. Auch sonst bin ich mir nicht sicher, ob die P. taeniatus nicht gegen die Benitochromis untergehen würden, sind ja schon ein anderes Kaliber...
      Von der Einrichtung her müsste somit alles passen, viele Wurzeln, einige Steine und großzügig bepflanzt ist das Aquarium auch. Kokosnussschalen mit kleineren Öffnungen hätte ich auch noch zu Hause.

      Gruß
      Florian
    • Hallo,

      da ich zur Zeit einige Probleme mit meinem PC zu Hause habe, bin ich erst jetzt, auf der Arbeit (die natürlich nicht gelitten hat ;) ), dazu gekommen, mal die Suchfunktion zu bemühen...
      Dass sich Pelvicachromis taeniatus sehr wohl mit den Benitochromis vergesellschaften lässt habe ich so schon mal herausgefunden.
      Allerdings bin ich mir wegen der beschriebenen Empfindlichkeit der Tiere noch unsicher.
      Bitte nicht falsch verstehen, das Aquarium ist in gutem und sauberem Zustand, wobei ich aber davon ausgehe, dass dies auch bei den mit der Haltung dieser Tiere erfahrenen Haltern der Fall war, die sie dann plötzlich verloren haben.
      Daher würde ich mich über Erfahrungswerte freuen!
      Natürlich bin ich weiteren Vorschlägen gegenüber immer noch offen.

      Gruß
      Florian
    • Hallo Florian,

      meine Erfahrung mit westafrikanischen Cichliden ist, daß sich Arten, die ähnlich aussehen, grundsätzlich schwer vergesellschaften lassen. Ich weiß nicht, wie sich Benitochromis verhalten, da ich die noch nie hatte. Aber ich denke doch, daß sie Chromidotilapia sehr ähnlich sind. Zwei Paare im selben Aquarium ging bei mir gar nicht. Auch mit anderen tilapinen Cichliden, wie Sarotherodon, Pseudocrenilabrus etc., gab es Streß- wohlbemerkt in einem dünnbesetzten 720 Liter-Becken. Auch mit Pelvicachromis ging es überhaupt nicht, ebenso Enigmatochromis. Als beste Gesellschaft funktionieren bei mir mt den Chromidos Hemichromis und Tilapia joka. Die sind im Aussehen stark verschieden und auch selbstbewußt genug, um gegen die Chromidotilapia gegenzuhalten. Deswegen meine Frage, ob die zwei Benitochromis-Arten zusammengehen- ich hatte leider überlesen, daß Du sie noch nicht zusammenhälst. Ich bezweifle, daß das klappt, auch wenn sie im gleichen Biotop zusammen vorkommen, das ist für die Aquarienhaltung kein sicheres Argument für eine Vergesellschaftung.

      Viele Grüße

      Björn
    • Hallo Björn,

      das bringt mich jetzt schon ein bißchen aus dem Konzept...
      Allerdings weiß ich, dass Detlef B. batesii mit B. nigrodorsalis vergesellschaftet und es dort zu keinen Schwierigkeiten kommt. Auch hat die Vergesellschaftung zwischen den B. batesii und Ch. guntheri bis zum GAU bei mir auch gut geklappt und Chromidotilapia und Benitochromis sind ja schon sehr nah miteinander verwandt.
      Ich bin da (trotz deines Einwandes) immer noch recht zuversichtlich, dass das klappt.
      Allerdings werde ich die Entwicklung des Ganzen dann doch etwas genauer beobachten...
      Trotzdem danke für den Hinweis.

      Lieben Gruß
      Florian
    • Hallo Florian,

      interessant, wie jeder so seine unterschiedlichen Erfahrungen macht. Meine Chromidotilapia sind ja auch WF, von denen sagt man ja häufig, daß sie aggressiver seien. Vielleicht ist das der Grund, warum die Vergesellschaftung bei Dir besser klappt. Wäre trotzdem vorsichtig mit Pelvcachromis, die sind einfach viel schwächer als Bentochromis.

      Wenn Du übrigens T. joka haben möchtest, kann ich dir gerne welche anbieten, hab hier wieder neue NZ ;) .

      Viele Grüße

      Björn
    • Hallo Björn,

      erstmal Gratulation zur erneuten Nachzucht der Tilapia joka!
      Interesse habe ich grundsätzlich schon, kannst dich ja mal per PN melden.
      Zu den Chromidotilapia: ich hab die Vermutung, dass wir die Tiere beim gleichen Händler (in Butzbach) gekauft haben, so das ich mir das unterschiedliche Verhalten nicht erklären kann (wenn ich denn richtig vermute)...
      Dass die Pelvicachromis zu zart sein könnten war ja auch meine erste Vermutung, da Sie aber an verschiedensten Stellen, auch von Pflegern beider Arten, empfohlen wurden denke ich, dass das schon in Ordnung wäre.
      Allerdings sagt mir mein Bauchgefühl auch, dass eine Vergesellschaftung mit einem ähnlichen "Kaliber" besser wäre...

      Gruß
      Florian
    • Hallo,

      meine Entscheidung über den entgültigen Besatz ist gefallen.
      Der wird jetzt folgerndermaßen aussehen:

      1:1 Benitochromis batesii "Lobe"
      1:1 Benitochromis riomuniensis
      1:1 Pelvicachromis taeniatus "Lobe"

      Nach einigem hin und her bin ich nun (unter der Berücksichtigung des Geschmacks meiner besseren Hälfte) zu dem Schluß gekommen, dass der Besatz so klappen sollte.

      @Björn: Sorry, die T. joka haben sich somit erledigt, ähnliches Problem wie bei den Hemichromis...

      @all: Danke für die Mithilfe bei der Planung, insbesondere Tankred

      Gruß
      Florian
    • Hallo,

      da sowohl die B. batesii "Lobe", als auch die B. riomuniensis abgelaicht haben und sich auch die P. taeniatus "Lobe" gut machen (in der Revierverteidigung haben sie sogar die Nase vorn) möchte ich nur kurz Rückmeldung geben, dass sich der Besatz so wie ich es mir gewünscht habe, bewährt hat.
      Lediglich das nicht-verpaarte B. batesii-Weibchen macht mir ein wenig sorge, da sie zur Zeit unter Dauerbeschuss durch die brutpflegenden Benitochromis und auch durch die P. taeniatus steht.

      Gruß
      Florian
    • Hallo Tankred,

      ich bin auch gerade richtig glücklich, dass es so gut läuft.
      Man macht sich ja schon so seine Gedanken, wenn man fast einen (selbsverschuldeten) Totalausfall hatte und sich dann an die Neuplanung machen muss...
      Was macht die Suche nach den P. taeniatus "Wouri"?

      Gruß
      Florian
    • Hallo Florian,

      die Suche nach den Wouris geht weiter. Will mich aber nicht genau festlegen ob es nun P.t. wouri oder P.t. lobe sein sollen.
      Ich finde die Wouris sehr schön aber mein Herz hängt sehr an der lobe-Farbform.
      werde mich jetzt auch nicht bekloppt machen.
      Wie stehen denn deine Pelvicachromis?
      Rock on

      Tankred
      :west:
    • Hallo Tankred,

      die beiden Lobe machen sich sehr gut! Das Weibchen entfernt fleißig Sand aus "ihrer" Kokosnuss und das Männchen verteidigt (überraschend erfolgreich) das Revier gegen beide Benitochromis-Arten.
      Tolle Tiere, da kann ich verstehen, dass dein Herz an der Lobe-Form hängt.

      Gruß Florian

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von rhygin ()

    • Hallo,

      kurzes Update:
      Nun führen auch die P. taeniatus Jungfische.
      Die kleinen B. batesii entwickeln sich prächtig, ihre Anzahl hat kaum abgenommen.
      Lediglich bei den jungen B. riomuniensis gab es größere Verluste, was, glaube ich, daran liegt, dass das Revier am wenigsten Versteckmöglichkeiten in Form von Pflanzen bietet.

      Gruß
      Florian