Angepinnt Interview mit Michel Keijman

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    • Interview mit Michel Keijman

      Hallo zusammen,

      bei unserem letzten Treffen des AKWZ ,bei Zoo Zajak,hatten wir Michel Keijman aus den Niederlanden zu einem Diavortrag eingeladen und dieses natürlich auch genutzt um ein paar Fragen zu stellen.

      Hallo Michel schön das du dir die Zeit für ein paar Fragen nimmst.

      Frage:
      wie findest du solche Treffen wie das vom AKWZ ?.

      Antwort:
      ich finde es gut das spezialisten sich in einem Forum wie den AKWZ treffen.So kann man seine Erfahrungen besser teilen.

      Frage:
      was hälst du davon das sich Aquarianer für Arterhaltung einsetzen ?.

      Antwort:Ich finde es gut das wir Aquarianer uns einsetzen,aber eigentlich sollten wir uns für die Erhaltung der Biotope und die Heimatgewässer der Fische einsetzen,weil diese doch stark bedroht sind.

      Frage:
      in welchem Alter hast du mit de Aquaristik angefangen ?.

      Antwort:(etwas verschmitztes lächeln) ich bin nun 45 Jahre und betreibe dieses Hobby schon 30 jahre.

      Frage:
      was waren deine ersten Fische und wie ging es weiter ?.

      Antwort:
      ganz zufällig waren es Hemichromis guttatus und Pelvicachromis pulcher.
      Nach einiger Zeit habe ich mich aufmittelamerikanische Buntbarsche spezialisiert.Zwischen 1989 und 2005 habe ich insgesamt 13 Fischfangreisen nach Mexiko,Kuba,Panama,Costa Rica und der Dom Rep unternommen.
      Seit 2004 unternehme ich Fangreisen nach Westafrika,wobei ich mittlerweile schon 3x in Kamerun und 3x in Ghana Fangreisen unternommen habe und dabei viele schöne Arten mitbringen konnte.

      Frage:
      warum Cichliden und warum Westafrika ?.

      Antwort:
      ich halte Buntbarsche wegen der farben und des interessanten Verhalten (Brutpflege).

      Frage:
      was war deine erste Fangreise und was war das Ziel ?.

      Antwort:
      meine erste Fangreise ging nach Ghana wo ich mit meinem Freund hans van Heusden die Gewässer Ghanas untersuchten.Unser Ziel war es nicht eine neue Art zu finden,sondern viele Arten zu finden,Fotografieren und mit zu nehmen,was uns auch gelang.
      Damals haben wir schon den Hemichromis frempongi mit gebracht.

      Frage:
      Wer sind deine Reisebegleiter ?.

      Antwort:
      fast alle meine Reisen in die Fanggebiete habe ich mit Hans vanHeusden gemacht allerdings reise ich auch gerne mit Uwe Werner mit dem ich schon in Kamerun,Panama und Ghana war.

      Frage:
      wie ist eine Tour in den ländern Afrikas geregelt ?.

      Antwort:
      der Transport in Afrika ist immer eine schwierige Sache,es gibt nicht viele Leihfahrzeuge,die zumal noch in einem sicheren Zustand sind und Teuer sind diese Fahrzeuge auch noch,je entlegener ,je teurer !.
      Solche Dinge machen Reisen in Afrika sehr Teuer.

      Frage:
      woher die Erfahrungswerte ?.

      Antwort:
      die Erfahrungen und Kenntnisse über diese Länder habe ich durch meine Fangreisen gemacht,jede Reise ist ein neues Abenteuer und ich lerne immer wieder was neues dazu.

      Frage:
      was war dein spannenste Abenteuer ?.

      Antwort:
      auf der letzten Kamerunreisehabe ich gleich zwei Abenteuer erlebt.
      Das erste war als uns eine Gruppe halbbetrunkener Afrikaner den Weg versperrten und wir zahlen sollten um weiter Fahren zu können,innerhalb der Gruppe entstand ein Streit ob sie uns überhaupt durchlassen sollten.
      Wir haben schließlich bezahlt und sind dann mit Vollgas durch den Ort gefahren um so schnell wie möglich weg zu kommen.
      Das zweite war als wir Abend unseres Abfluges noch ca. 40 Km entfernt vom Flughafen Douala durch die Gendarmerie angehalten wurden und welch Wunder verhaftet wurden.
      Als Grund nannte man uns Probleme die wir mit unserem Autoverleiher
      hatten.Nach ca. 3 Stunden durften wir weiterfahren aber unser Guide und Freund Ngando wurde noch zwei weitere Tage in Haft belassen.

      Frage:
      wie ist es im Busch mit Raubtieren und giftigen Tieren so bestellt oder Krankheiten ?.

      Antwort:
      wenn man im Urwald ist sieht man fast keine wilde Tiere.
      Aber bei unserem letzten Kamerunaufenthalt bin ich einer sehr giftigen Gabunviper über den Weg gelaufen und dann noch am Ndoj Fluss(ein Zufluß zum Ntem)hatte es eine Giftschlange auf mich abgesehen aber Phillie unser 2.Gude hat sie mit einer Machete getötet.Das war leider notwendig denn sonst hätte sie zugebissen und im Urwald gibt es keine Rettung.
      Große Tier wie Raubkatzen oder Affen sieht man überhaupt nicht sie sind einfach zu scheu .
      Insachen Krankheiten sollte man insbesondere in Afrika gut aufpassen.
      Ich habe mich bei meinen Afrikareisen mit Bilharziose angestekt.
      Alo Vorsicht ist geboten.

      Frage:
      wie sehen deine weiteren Reisepläne aus ?.

      Antwort:
      meine Reisepläne sehen ganz einfach aus,es gibt keinen richtigen Plan.
      Man kann in Afrika überhaupt nichts planen.Man kann sich nur vornehmen irgentwo hin zu fahren und das ist der Plan !.

      Frage:
      wie geht ein Transport von gefangenen Fischen ?.

      Antwort:
      der Transport ist sehr strapaziös für die Tiere.Wenn man die Tiere gefangen hat sollte man sie sehr gut vor Wärme schützen und so oft es geht das Wasser wechseln.
      Eine Fangreise ist für viele Leute eine Supersache aber die meisten wissen nicht mit wieviel Arbeit es verbunden ist.

      Frage:
      wohin gwht deine nächste Fangreise und was wird das Ziel sein ?.

      Antwort:
      Meine nächste Reise wird mit Uwe Werne im April 2011 nach Kamerun gehen.Wir möchten diesmal Tief in das Reservat Dja hinein in Richtung Kongo,was uns dort alles begegnen wird wissen wir nicht aber berichten werden wir darüber.

      Michel, Danke fürs Interview und bis bald.

      dieses Interview wurde von Uwe Guesten und Joop Clement mit Michel Keijman geführt.
      Bilder
      • Cam2009-4 Uwe 801.jpg

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