Fischfang in Nordmexiko

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  • Hallo Dieter,

    ich frage mich gerade, welcher Cichlide sich bei Dir nicht vermehrt (8!)
    und drücke Dir die Daumen für den Nachwuchs.
    Auf das sie bald in vielen Becken schwimmen mögen.
    Ich bin mal gespannt, ob die Bänderung bleibt.
  • Hallo Carsten,

    ein schönes Tier!
    Kommt die Färbung auf dem Bild richtig rüber? So rot? :ups:

    edit: den verschiedenen Herichthys geht es gut, nur die Geschlechterverteilung ist nicht so berauschend.
  • Hallo Christian,

    mich würde mal interessieren, wir Ihr mit diesen echten Wildfängen nach Einfuhr in Deutschland umgeht.

    Laienhaft gehe ich davon aus, dass die Tiere doch in weit höherem Maß als reine Aquarienpopulationen mit diversen Parasiten behaftet sein müssen.

    Was macht Ihr mit den Tieren? Wie behandelt Ihr die Tiere außer einer ohnehin durchzuführenden Quarantäne?
    viele Grüße

    Axel

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  • Hallo Christian,

    manche leuchten noch viel kräftiger!
    Beim Schnorcheln in einem "Balneario", im leider zum Fotografiren zu trüben Wasser, konnte ich die Weibchen der meißt gemeinsam schwimmenden Paare auf über 5m sehen. Die gelben Männchen erst aus unter 2m.
    Viele waren bei Brutvorbereitungen aber es gab (noch?) keine führenden Paare.

    Gruß aus Guadalajara!

    Carsten
  • Hallo Carsten,

    wie sieht denn dort die weitere Fischgesellschaft aus, bzw. wie häufig kommen die beani dort vor? Gab es dort auch so viele Tilapien?

    @Axel: Natürlich kommen die neuen Tiere zunächst in separate Aquarien zur genaueren Beobachtung. Eigentlich musste ich bislang aber in den seltensten Fällen Wildfänge behandeln. Wenn, dann handelte es sich zumeist um Hautparasiten wie Ichthyophthirius. In der Regel reicht hierfür Salz.
    Gegebenfalls noch anheftende Fischegel lassen sich gut manuell entfernen.
  • Hallo Christian,

    C. istlanum kommt hier bei Armeria im Rio Armeria und den Nebenflüssen regelmäßig vor. Die Gesellschaft besteht im Wesentlichen außerdem aus dem Salmler Astyanax aeneus, Lebendgebärenden, einer Grundelart, vermutlich Sicydium multipunctatum, dem Wels Ictalurus dugesi und „natürlich“ Tilapien (O. auratus oder irgendwelche Hybriden). Was die Cichliden angeht, so dominiert C. istlanum in den Flussbereichen mit Geröllboden, die zumindest zeitweise im Jahr stark strömen, während die Tilapien in Altarmen, aufgestauten Zuflüssen und Gräben sowie im teilweisen Brackwasser der Flussmündung und den Mangroven und "Lagunas" an der Küste deutlich häufiger sind. Laut Aussage einiger Ortsansässiger, mit denen ich gesprochen habe, sind die C. istlanum noch vor 20 Jahren (dem Zeitpunkt als es hier in Mode kam Tilapien auszusetzen) auch in den ruhiger fließenden Bereichen von Flüssen und Bewässerungssystemen sehr viel häufiger gewesen. Dennoch denke ich nicht, dass hier aktuell eine große Gefährdung für C. Istlanum besteht. Der Anteil an strömungsreichen Zonen ist insgesamt deutlich größer. Soweit ich das jetzt beurteilen kann kommen die beiden Arten aber fast überall hier gemeinsam vor.Für den "Kochtopf" ziehen die Mexikaner hier übrigens die weniger "grätigen" Tilapien deutlich vor.Beim Fang mit dem Wurfnetz werden die C. istlanum oft zurückgeworfen während gleich große Tilapien den Weg auf den Grill antreten müssen.Grüße aus GuadalajaraCarsten
  • Hallo Leute,

    jetzt ist schon deutlich über ein Jahr vergangen, seit wir von unserer Reise zurück gekommen sind. Da dürfte doch mal wieder ein Zwischenstand fällig sein.

    Die Lebendgebärenden lasse ich jetzt mal außen vor. Von den 5 Cichlidenarten, die ich mitbrachte, sind mir jetzt noch zwei Arten geblieben. Hört sich jetzt dramatisch an, aber wirklich komplett, sind mir nur die Herichthys carpintislarven aus der Media Luna eingegangen und das schon beim Transport. Diese Carpintisvariante, die übrigens nicht natürlich in der Laguna Media Luna vorkommt, ist recht gut bei uns verbreitet. Die Tilapien, die ich peinlicherweise mitgenommen hatte, haben erfreulicherweise einen Liebhaber gefunden. Die beiden letzten Herichthys aus dem Baggersee bei Tempoal, habe ich Christian überlassen, da so doch größere Chancen bestehen, dass die Tiere nachgezogen werden. Von den Herichthys minckleyi, die erfreulicherweise selbst kräftig für den Arterhalt sorgen, wird ja regelmäßig an anderer Stelle berichtet. Bleiben noch die Herichthys carpintis aus dem Rio El Nacimiento, die ebenfalls recht früh mit der Fortpflanzung begannen. Leider hat die hübsche Art nicht gerade eine große Fangemeinde. Es gingen bisher lediglich 10 Tiere nach England, wo aber leider ein defekter Heizer für das vorzeitige Ableben sorgte. Ich stelle hier mal einige Aufnahmen der Tiere ein, die erstaunlicherweise den Tempoal-Herichthys immer ähnlicher werden.
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    Gruß
    Dieter

    :mitt:


  • Hallo,

    nach 15 Monaten weiß ich jetzt eines ganz sicher: wenn ich damals schon gewusst hätte was für Biester H. pantostictus sind, ich hätte sie schwimmen lasssen! :D

    Noch nie habe ich solche kleinen Teufel gepflegt. Mit 20 cm keine Riesen aber pfeilschnell und immer auf Ärger (und Schuppen) aus. Diese Fische sind äußerst quirlig und, zumindest bei mir, können sie einfach niemanden in ihrer Nähe dulden. Selbst der eigene, auserkorene Partner wird nur hin und wieder für kurze Zeit verschont. Aber die Hoffnung auf eine erfolgreiche, harmonische Pflege stirbt zuletzt.
    Dann bekommen sie halt ein neues, größeres Aquarium mit (vielleicht) ebenbürtigen
    Beckeninsassen. Nicht ganz der Besatz den ich eigentlich wollte aber vielleicht können H. nematopus ihnen Paroli bieten ;)
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  • Hallo Christian,


    keine Riesen aber pfeilschnell und immer auf Ärger


    das erinnert mich an eine Cichlidenart, wo deine Schilderung eins zu eins übernommen werden könnte :D

    vielleicht können H. nematopus ihnen Paroli bieten


    Genau diese ;), dass wird dann sicher eine sehr interessante Lebensgemeinschaft, so oder so (8!) :D

    Gruß
    Jochen
  • Christian,

    das sind genial-geile pics! Besser als jedes Aquarium. :hut: :hut: :hut:

    Was es denn 4 Jahre später auch noch so? Kristallkares Wasser...? ?(

    Schade, dass gerade die gefährdeten Arten auch mitunter so schwer zu halten sind. :(

    Womit machtet Ihr eigentlich all diese Videos?


    Saludos cordiales,
    Peter
    Viele Grüße,
    Mr. Dovii
    buchhauser-peter.de

    :mitt:
    Großcichliden









    __________
    Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut! - Perikles
  • Hallo,

    sehr schönes Filmchen :top: ,zeigt auch wie gut es den Tieren "noch" geht.

    Das sollte auch in der Zukunft so bleiben.....nicht das die eines Tages vereinzelt nur noch in den Aquarien schwimmen.

    MfG Ronny
  • Hallo Christian,

    sehr schöne Tiere. Auch interessant zu sehen in welchem Radius die Brut verteidigt wird.
    Ich schätze locker 2-3 m. Dann ist es natürlich auch klar, dass es in dem einen oder anderen Aquarium schnell eng werden könnte.

    Was hast du denn noch so in deinem Repertuar?
    Viele Grüße
    Stefan



    :sued: :mitt:
  • Hallo

    Mr. Dovii schrieb:

    Was es denn 4 Jahre später auch noch so? Kristallkares Wasser...? ?(


    Womit machtet Ihr eigentlich all diese Videos?
    Dieses Video ist auf der letzten Reise entstanden. 4 Jahre zuvor war das Wasser genauso klar, aber der Wasserstand deutlich höher :S
    Gefilmt habe ich schon mit verschiedenen Dingen: eine kleine kompakte, relativ günstige Outdoorkamera lieferte bei entsprechenden Licht- und Sichtverhältnissen fast genauso gute Ergebnisse, wie der in diesem Fall verwendete Festplatten-Camcorder mit separatem Unterwassergehäuse.

    Ronny B. schrieb:

    zeigt auch wie gut es den Tieren "noch" geht.



    Das sollte auch in der Zukunft so bleiben.....nicht das die eines Tages vereinzelt nur noch in den Aquarien schwimmen.

    Die endemischen Cichliden waren eine Reise zuvor noch zahlreicher und in einem besseren Zustand. Sowohl in der Laguna Media Luna, als auch in der wesentlich kleineren Laguna Anteojitos sahen wir viele H. bartoni und labridens mit kleinen geschwürartigen Aufbrüchen. Da die Wasserqualität der Quellen die gleiche blieb, dürfte die Ursache in dem Anstieg der eingeschleppten Arten liegen.
    H. carpintis und vor allem die Oreochromis, welche zumindest zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gezielt abgefischt und dadurch riesig wurden, machten den natürlich vorkommenden Arten das Leben schwer.
    Das muß/kann natürlich keine Aussagekraft haben, denn das ist ja alles nur immer eine kurze Momentaufnahme...

    Bahia Red schrieb:

    Was hast du denn noch so in deinem Repertuar?

    Abwarten, ein bisschen was kommt schon noch! ;)

    Dieter Duehring schrieb:



    Wenn ich den Film so anschaue, brennt mir doch fast wieder der Rücken.

    Die Erinnerungen an diese Reise, und speziell die Tage an der Media Luna, sind unauslöschlich mit Deiner farbenfrohen und sich auflösenden Rückseite verbunden! :D