Angepinnt Der Zwergkrallenfrosch Hymenochirus boettgeri

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    • Der Zwergkrallenfrosch Hymenochirus boettgeri

      Der Zwergkrallenfrosch Hymenochirus boettgeri

      Vorwort

      Früher oder später ist sicherlich jeder von uns schon einmal auf kleine pumelige ,interessant wirkende und als sowieso nicht im heimischen Aquarium zu haltende Art gestoßen.
      Man wirft den Tieren noch einen letzten verschminten Blick zu und wendet sich wieder den Flossenträgen in der Verkaufsanlage zu.

      Irgendwann steht man dann mal wieder vor der Frage...Neues Aquarium schön und gut...aber was wird es denn diesmal...in diesen Momenten rasen einem die Bilder aller als sehr faszinierend gespeicherten Tierarten durch den Kopf...auch das des Zwergkrallenfroschs...

      Allgemeines zur Art

      Der Zwergkrallenfrosch Hymenochirus boettgeri zählt wie alle Froschlurche zusammen mit den Schwanzlurchen zu den Amphibien.
      Sie Bilden eine der ursprünglichsten Tierfamilien unserer Erde.

      Es handelt sich um einen kleinwüchsigen Vertreter der Krallenfrösche.
      Der Krallenfrosch besitzt keine Schwimmhäute und wird auch fast 3 mal so groß (15 cm) hingegen dessen ist der Zwergkrallenfrosch im Besitz von Schwimmhäuten ...
      Ihr natürlicher Lebensraum erstreckt sich über das Kongobecken in Afrika sowie Kamerun.
      Jedoch ist stark anzunehmen, das bedingt durch den Sorglosen Umgang mit den Tieren auch andernorts bereits Faunenverfälschung stattgefunden hat.

      Haltung im Aquarium oder im Aquaterrarium
      Der Zwergkrallenfrosch ist hingegen allen Vermutungen die auf sein Aussehen bauen,
      ein recht anspruchsloser und dankbarer Pflegling.
      Die Wasserwerte sollten sich im „normalen“ mittleren Bereich befinden.
      Die Tiere sind zwar nicht ausgesprochen sozial lebend, da es aber kaum zu innerartlicher Aggression kommt, kann man sie sehr gut in Gruppen pflegen.
      Themperaturen von 25-30 °C erwiesen sich als geeignet.
      Man sollte den Tieren Verstecke bieten und auf die Ausbruchssicherheit achten.

      Ernährung
      Die Ernährung erfolgt mit Frost und Lebendfutter z.b Tubifex,weißen Müchenlarven,Regenwurm Stückchen und klein gehacktem Rinderherz.

      Fortpflanzung


      Das Paarungsverhalten des Zwergkrallenfrosches bieten ein breites Verhaltensspektrum.
      Parallel zu den monotonen „Tickgeräusch ähnlichen Lockrufen der Männchen vollführen sie auch eine Art Tanz.
      Welcher sich in hastigen, scharrenden Bewegungen mit den Gliedmaßen äußert. Findet sich ein paarungsbereites Weibchen, so wird sie nach Froschmanier umklammert.
      Zum Ablaichen, schwimmt das vereinte Paar zur Wasseroberfläche und dreht sich mit der Bauchseite nach oben. Dieses treiben kann viele Stunden so gehen...in denen sich der Laichvorgang bis zu 364 mal wiederholen kann (diese Zahl ist Nachgewiesen).
      Ist der Laich befruchtet schlüpfen nach 1,5 bis 2 Tagen die Kaulquappen. Nach weiteren 6 Tagen beginnt die freischwimmphase.
      Hier wird deutlich das der Zwerkrallenfrosch sich stark von anderen Schwanzlurchen unterscheidet.
      Die Quappen ernähren sich bereits carnivor, also räuberisch von Zooplankton wie Wasserflöhen oder Artemianauplien.
      Die Beutetiere werden durch ein speziell ausgebildetes Mundrohr eingesaugt, das überschüssige Wasser wird durch die als Spiracula bezeichneten Atemlöcher wieder ausgeschieden.Des weiteren nehmen sie bereits atmosphärischen Sauerstoff zu sich obwohl sie die Larventypischen Außenkiemen besitzen.
      Die Metamorphose der Larven vollzieht sich nach 60 bis 70 Tagen.

      Nun ist aus der Quappe ein neues Fröschlein geworden das auf den nächsten zögernden Aquarianer wartet.
      Nachtrag
      Ich hoffe, das ich mit meinem Bericht den einen oder anderen für dieses wunderbare Geschöpf begeistern konnte.
      Vielleicht hat es sich ja schon herum gesprochen, das ein Weltweites Amphibiensterben aufgrund eines gefährlichen Pilzes radikal und effektiv seinen Lauf nimmt.
      Viele Arten wurden bereits ausgelöscht und etliche werden folgen.
      Vielleicht kann ich auch einige Personen dazu bringen eine Art Schutzprogramm ins Leben zu rufen um Nachzuchten auszutauschen, Daten zu sammeln und Gewissenhafter mit den Tieren umzugehen.
      Mir ist auch schon geholfen, wenn Autofahrer mir nicht den Vogel oder ihren Mittelfinger zeigen nur weil ich bewaffnet mit Eimer und Co. Frösche von der Straße sammle.
      Sicherlich kann man in 50 Jahren mit dem Enkel im Museum den ausgebleichten Farben des konservierten Teichfrosches frönen aber ich denke es ist besser ,wenn es bei einem gang am Ufer eines Sees platscht und spritzt.
      Vor lauter fliehenden Fröschen.
      MfG Nico
      :tanganjika: :sued:

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